Quad-Gipfeltreffen erhöht Kriegsgefahr zwischen USA und China

Von Peter Symonds – 26. September 2021

Am Freitag fand in Washington das erste Gipfeltreffen statt, bei dem sich die Staatschefs des Quadrilateral Security Dialogue (kurz „Quad“) persönlich trafen. Gastgeber war US-Präsident Joe Biden, die Teilnehmer die Premierminister von Australien, Japan und Indien – Scott Morrison, Yoshihide Suga und Narendra Modi. Zuvor hatten sich die vier Staatschefs im März bei einem Online-Gipfel getroffen. Das Gipfeltreffen am Freitag war Teil der wachsenden Bestrebungen der USA, China entgegenzutreten, es zu schwächen und der sogenannten „internationalen regelbasierten Ordnung“ unter Vorherrschaft der USA zu unterwerfen, was notfalls auch mit militärischen Mitteln geschehen soll. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, betonte, bei dem Quad-Gipfel ginge es nicht um „Sicherheit“ – d. h. um militärische Aufrüstung gegen China – sondern um „Covid-19, Klima, Zukunftstechnologien und Infrastruktur“. Sie betonte vor der Presse: „Der Fokus des Treffens liegt nicht auf dem Thema Sicherheit oder dem Aufbau eines Sicherheitsapparats.“ Die Behauptung, dass das Thema Sicherheit beim Quadrilateral Security Dialogue nicht im Zentrum gestanden habe, entspricht in keiner Weise der Realität.

[Hier weiterlesen]

Der russische Außenminister Lawrow liest dem Westen vor der UNO die Leviten

Von Thomas Röper – 26. September 2021

Bei der UNO-Generalversammlung hat Außenminister Lawrow für Russland gesprochen und seine Rede, in der er in aller Deutlichkeit mit der Politik des Westens abgerechnet hat, ist für jeden politisch Interessierten ein „Leckerbissen“. … Da Lawrow in seiner Rede vor der UNO-Generalversammlung in sehr deutlichen Worten die russische Position zu den aktuellen Themen der internationalen Politik aufgezeigt hat, habe ich seine Rede übersetzt.

[Hier weiterlesen]

Antikommunistische Hetze in Peru nach dem Tod des maoistischen Guerilla-Führers Guzmán

Von Bill Van Auken – 26. September 2021

Am 11. starb Abimael Guzmán, der Gründer und ideologische Führer der maoistischen Guerillagruppe Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso, SL) in Peru. Sein Tod hat eine hysterische Flut antikommunistischer Propaganda seitens der gesamten peruanischen herrschenden Klasse und etablierten Medien ausgelöst. Guzmán, besser bekannt unter seinem Pseudonym Gonzalo, wird als Inbegriff des Bösen dargestellt. Ihm wird vorgeworfen, die alleinige Verantwortung für den Tod von etwa 70.000 Peruanern in dem blutigen bewaffneten Konflikt zu tragen, den der Leuchtende Pfad 1980 begann. Dabei wurde mindestens die Hälfte der Menschen von den Sicherheitskräften der Regierung und den mit ihnen verbündeten Milizen getötet. Ein typisches Beispiel für die Propaganda nach dem Tod Guzmáns ist ein Bericht des Medienkonzerns RPP, der mit den Worten beginnt: „Blutrünstig, erbarmungslos, grausam. Es gibt kein treffendes Adjektiv, um zu beschreiben, wie böse der Chef der Terrorgruppe Sendero Luminoso war…“ Die Tage nach Guzmáns Tod waren beherrscht von hitzigen und makabren Debatten über die Frage, was mit seinem Leichnam geschehen sollte.

Wie der Spiegel über die Situation auf dem europäischen Gasmarkt desinformiert

Von Thomas Röper – 24. September 2021

Nachdem ich seit Monaten berichte, dass sich die Lage auf dem europäischen Gasmarkt in diesem Winter zuspitzen könnte, erhöhen sich nun die Verbraucherpreise für Gas und Strom. Die Medien greifen das Thema endlich auch auf, berichten jedoch nachweislich unwahr darüber. Mit welchen Methoden die Leser desinformiert werden, zeigt ein Spiegel-Artikel zu dem Thema. Ich habe schon mehrmals berichtet, dass die Preise für Erdgas derzeit immer neue Rekorde brechen. Ende Juli haben sie die psychologisch wichtige Marke von 500 Dollar übersprungen und sind seitdem weiter gestiegen. Anfang September lag der Preis pro 1.000 Kubikmeter bereits bei fast 650 Dollar und am 15. September schon bei fast 1.000 Dollar. Seitdem schwanken die Preise an den europäischen Gasbörsen etwa zwischen 800 und 1.000 Dollar. Gleichzeitig sind die europäischen Gasspeicher derzeit so gering gefüllt, wie seit vielen Jahren nicht.

[Hier weiterlesen]

Meisterstück der Propaganda: Wie der „Tagesschau-Faktenfinder“ über 9/11 berichtet

Von Thomas Röper – 20. September 2021

Faktenchecks sind groß in Mode und Redaktionen wie die der Tagesschau halten sich sogar eigene „Faktenfinder“. Ein besonders sehenswertes Exemplar darf bei der Tagesschau Dienst tun. – Dass Mainstream-Medien wie der Tagesschau die offenen Fragen zu 9/11 ansprechen würden, hat zum Jubiläum der Terroranschläge vor einer Woche niemand erwartet. Was der selbst ernannte Faktenfinder der Tagesschau bei der Gelegenheit abgeliefert hat, war jedoch sehr bemerkenswert, denn der Artikel macht selbst beim aufmerksamen Lesen den Eindruck, er wäre so schlecht, dass sogar die Sesamstraße Bildungsprogramm für Fortgeschrittene ist. Erst beim Schreiben dieses Artikels habe ich bemerkt, wie geschickt der Artikel in Wahrheit aufgebaut ist. Daher habe ich meinen Artikel auch so aufgebaut, wie ich es erlebt habe: Zuerst denkt man, der Artikel des Faktenfinders wäre einfach nur grottenschlecht. Erst bei einer Analyse, die man wohl nur macht, während man darüber schreibt, fällt einem auf, wie geschickt der Faktenfinder seinen Artikel auf sein Zielpublikum zugeschnitten hat. Mit einem, das kann man vorwegnehmen, hat der Artikel des Faktenfinders der ARD jedoch nichts zu tun: mit Fakten. Aber dazu kommen wir gleich.

[Hier weiterlesen]

Wegen AUKUS-Bündnis: Paris ruft Botschafter aus USA und Australien zurück

Von Alex Lantier – 19. September 2021

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hat am Freitag die Botschafter aus den USA und Australien zurückbeordert. Es handelt es sich dabei um eine Reaktion auf die Bekanntgabe des neuen Militärbündnisses AUKUS zwischen Australien, Großbritannien und den USA. Australien hat außerdem entschieden, ein Waffengeschäft mit Frankreich über die Lieferung von U-Booten im Wert von 56 Milliarden Euro zu stornieren und diese stattdessen von Washington und London zu kaufen. Le Drian erklärte in einem Kommuniqué: „Ich habe auf Wunsch des Präsidenten der Republik beschlossen, unsere Botschafter in den Vereinigten Staaten und Australien sofort zu Beratungen nach Paris zurückzurufen. Diese außergewöhnliche Entscheidung wird gerechtfertigt durch die außerordentlich schwerwiegenden Ankündigungen Australiens und der Vereinigten Staaten vom 15. September.“

[Hier weiterlesen]

Der Verrat: Wie die USA mit angeblichen Verbündeten umgehen

Von Thomas Röper – 19. September 2021

Der überraschende Deal der USA, mit Australien und Großbritannien ein eigenes Bündnis zu schließen, Australien mit Atom-U-Booten zu versorgen und dabei ganz nebenbei einen angeblich engen Verbündeten zu betrügen, schlägt Wellen und hat vielleicht ernsthafte Folgen auch für die NATO. – Letzte Woche haben die USA, Australien und Großbritannien eine politische Bombe platzen lassen, als sie ein neues militärisches Bündnis ihrer drei Staaten verkündet haben. Über das neue Bündnis, dass sie AUKUS nennen, habe ich schon berichtet, worum es dabei geht, können Sie hier nachlesen. Kurz gesagt ist das ein neues Bündnis gegen China, das die USA nun geschmiedet haben. Die USA haben zugesagt, Australien die Technik für Atom-U-Boote zu verkaufen und Australien soll sie – wohl unter amerikanischer Lizenz – selbst bauen. Quasi nebenbei bekommt Australien außerdem modernste US-Raketen, nicht nur für die Atom-U-Boote, sondern auch für seine Armee und seine Luftwaffe. Es ist also, wenn man die Ausrichtung gegen China einmal außen vor lässt, vor allem ein gigantisches Geschäft. Unter dem Vorwand, ein Militärbündnis zu schmieden, haben die USA ihrer Rüstungsindustrie ein gigantisches Milliardengeschäft zugespielt.

[Hier weiterlesen]

Militärpakt der USA, Großbritannien und Australien: Kriegsdrohungen gegen China

Von Peter Symonds – 19. September 2021

Vergangene Woche kündigten US-Präsident Joe Biden, der britische Premierminister Boris Johnson und sein australischer Amtskollege Scott Morrison die Gründung des Militärbündnisses AUKUS an. Das Bündnis verdeutlicht, wo die Konfliktlinien zwischen den atomar bewaffneten Mächten zukünftig verlaufen werden. Nach monatelangen geheimen Verhandlungen einigte man sich auf einen Pakt, der die Allianz aus dem Zweiten Weltkrieg wieder aufleben lässt. Doch statt gegen Japan, ist er dieses Mal gegen China gerichtet. Der militaristische Charakter des Bündnisses wird hervorgehoben durch die Entscheidung der USA und Großbritanniens, Australien mit atomgetriebenen U-Booten auszurüsten, die eine große Reichweite haben. Als Teil der Atomkriegsstrategie des Pentagons dienen diese allein dem Zweck, chinesische Atom-U-Boote und Kriegsschiffe im westlichen Pazifik zu jagen und möglicherweise auch Raketen auf das chinesische Festland abzuschießen.

[Hier weiterlesen]

Wie der Spiegel seine Leser auf Meldungen über angebliche Wahlfälschungen in Russland vorbereitet

Von Thomas Röper – 19. September 2021

Der Spiegel veröffentlicht während den russischen Wahlen einen Artikel nach dem anderen, in denen er seine Leser darauf vorbereitet, dass die Wahlen in Russland als manipuliert bezeichnet werden. Interessant sind die Vorwürfe des Spiegel, denn viele könnte man genauso gegen die deutsche Bundestagswahl erheben. Der Spiegel hat am 17. September einen Artikel von Christian Esch, dem Leiter des Spiegel-Büros in Moskau, mit der Überschrift „Parlamentswahl in Russland – Neue Leute, alte Tricks“ veröffentlicht, in dem er Vorwürfe erhebt, Russlands derzeit stattfindende Wahlen würden manipuliert. Seine Vorwürfe sind interessant, denn viele davon könnte man auch bei der in einer Woche anstehenden Bundestagswahl erheben. Daher lohnt sich ein näherer Bick auf den Artikel von Christian Esch.

[Hier weiterlesen]

Was ist eigentlich die „regelbasierte Weltordnung“?

Von Thomas Röper – 17. September 2021

Westliche Politiker sprechen in den letzten Jahren immer öfter davon, man strebe eine „regelbasierte Weltordnung“ an, aber böse Staaten wie China oder Russland stünden dem entgegen. Da stellt sich die Frage, was die ominöse „regelbasierte Weltordnung“ eigentlich ist. – Eigentlich ist die Sache ziemlich klar: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die UNO gegründet und ihre Charta wurde zur Grundlage des modernen Völkerrechts. Es gibt also schon eine „regelbasierte Weltordnung“ – warum fordert der Westen dann aber explizit etwa Neues und hat dafür die Formulierung „regelbasierte Weltordnung“ erschaffen? Um das zu verstehen, müssen wir etwas tiefer in das Thema und in die jüngere Geschichte einsteigen.

[Hier weiterlesen]