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Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU


Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


31. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 16:00 Uhr)

von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 30. März 2026

Was sagen uns die ersten 30 Tage darüber, was im Nahen Osten passiert, und was passierte in der Nacht zum 30. März 2026 und an diesem Tag in Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen den Iran.

Seit über 30 Tagen wütet jetzt der zerstörerische Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran. Zerstörerisch nicht nur gegen den Iran und die Golf-Anrainer-Staaten, welche den Angriff erleichterten durch Überflugrechte und Militärbasen, sondern für die ganze Weltwirtschaft. Und nach der Drohung der Türkei an die Kurden, sich rauszuhalten, sieht man, wie die Kreise immer weiter werden, ein typisches Szenario, aus dem sich ein Weltkrieg entwickelt.

Die Fronten sind inzwischen deutlich geworden. Auf der einen Seite die alten Kolonialmächte und die sinkende imperiale Macht USA, welche verzweifelt versuchen, den Aufstieg neuer Mächte zu verhindern. Und auf der anderen Seite der Globale Süden, repräsentiert durch die Mehrzahl der Länder, die sich in BRICS [das allerdings weder ein Sicherheits- noch ein politisches Bündnis ist und und das wohl auch nie werden wird; die GG-Red.] zusammengeschlossen haben, geführt durch Russland, China und inzwischen dem Iran, das durch den Krieg zusätzliches Gewicht erhalten hat.

Die Front, an der geschossen und gebombt wird, ist noch ziemlich verstreut. Im Donbas und der Ukraine, inzwischen im Irak, im südlichen Libanon, im Iran und in den Golfdiktaturen, welche [die] Basis für den Angriffskrieg gegen den Iran darstellen. Nicht zu vergessen im Jemen, der sich der Koalition der den Iran verteidigenden Bewegungen angeschlossen hat. Aber offensichtlich scharren viele mehr mit den Hufen, auf Seite des Irans Vergeltung zu üben, gestern erst wieder meldeten sich 23 Millionen Paschtunen in Pakistan.

Nachdem Selenskyj seine Drohnenspezialisten in den Nahen Osten geschickt hat, und dafür Geld für die Produktion von Waffen im Kampf gegen Russland erhält, und die USA sowohl in der Ukraine die Hauptrolle spielten, als auch unter Anfeuerung Israels im Nahen Osten den Krieg gegen den Iran begannen, Deutschlands Bundeskanzler sinngemäß von „unserer Drecksarbeit“ sprach, die getan werden müsse, sollte sich niemand mehr fragen müssen, was das für ein komischer Krieg gegen den Iran ist. Ganz sicher hat er nichts mit „der Bombe“ oder „wir bringen Demokratie und Freiheit“ zu tun.

07 Uhr 30

Was in der Nacht geschah

Jeder erwartet für heute Ölpreise, die wieder [auf] deutlich über 100 US-Dollar pro Barrel steigen, denn am Wochenende war die Eskalation wieder um eine Stufe angestiegen. In der letzten Nacht hat sich der Irankrieg zwischen Israel, den USA und dem Iran weiter zugespitzt, mit neuen Angriffen auf [die] Energieinfrastruktur, Drohnen-Einsätzen von iranisch unterstützten Milizen und diplomatischen Signalen.

Gegen 23 Uhr am 29. März 2026 kam es in Teheran und der Provinz Albors zu großflächigen Stromausfällen, nachdem israelische Streitkräfte Energieanlagen in der iranischen Hauptstadt angegriffen hatten. Das iranische Energieministerium bestätigte die Unterbrechungen, während die israelische Armee die Treffer auf Ziele in Teheran meldete. Die Angreifer scheinen tatsächlich den Iran zu provozieren, Israel Stromnetz auszuschalten, was einfacher ist, da es von wenigen großen Kraftwerken gespeist wird. Schon vor dem 12-Tage-Krieg hatte es in israelischen Medien Warnungen davor gegeben, dass evt. sogar die Hisbollah die Stromversorgung ausschalten könnte.

In der Nacht fing die israelische Armee zwei Drohnen des Jemens ab (im Westen „vom Iran unterstützten Huthis“),  Sirenen heulten in Eilat. Die schon 2016 von Vertretern der Regionen gewählte Regierung der Nationalen Einheit unter Führung der AnsarAllah (Huthi) kündigte weitere Angriffe auf Israel an, „solange die Aggressionen andauern“.

Am frühen Morgen wurde ein UN-Blauhelmsoldat der UNIFIL im Südlibanon durch ein Geschoss getötet und ein weiterer lebensgefährlich verletzt. Das steht in Verbindung mit dem Versuch Israels, den Süden des Libanons zu besetzen, und wie führende Politiker Israels sagen „den Fluss Litani zur neuen Grenze Israels zu machen“.

Kaum hatten die Flugzeuge der Angreifer Irans Stromversorgung bombardiert, berichtete Kuwaits Elektrizitätsministerium gegen 3 Uhr am Morgen von einem Toten (einem indischen Arbeiter) und erheblichen Schäden durch einen iranischen Vergeltungsangriff auf eine Energie- und Wasserentsalzungsanlage. US-Präsident Donald Trump äußerte sich in einem aktuellen Interview zur Möglichkeit, dass [US-]amerikanische Truppen die iranische Öl-Insel Kharg (das wichtigste Öl-Terminal im Persischen Golf) einnehmen könnten. Er sprach von „vielen Optionen“ und einem möglichen „recht schnellen Deal“ mit Iran, betonte aber gleichzeitig angebliche Verhandlungen, um Ölpreise und Börsen zu beruhigen.

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Wie die Europäer Russland durch eine Blockade der Ostsee wirtschaftlich erdrosseln wollen

Von Thomas Röper – 30. März 2026

Die europäischen Staaten wollen die Ostsee für Handelsschiffe mit Ziel Russland blockieren und so 40 Prozent des russischen Seehandels unterbinden. Wird Russland sich das gefallen lassen, oder wird es reagieren? Und wenn es reagiert, wie?

Mir ist klar, dass manche Leser genervt mit den Augen rollen, wenn ich mal wieder davor warne, dass die Europäer einen Krieg gegen Russland provozieren. Aber die Entwicklungen sind in den letzten Tagen so sehr eskaliert, dass ich es als meine Pflicht ansehe, darüber ausführlich zu berichten, weil ich der Meinung bin, dass die Menschen in Deutschland und Europa davon wissen müssen, was im Schatten des Iran-Krieges gerade vor sich geht.

Daher habe ich heute schon eine Chronologie der Ereignisse veröffentlicht, mit denen die europäischen Staaten Russland dazu provozieren wollen, den ersten Schuss eines Krieges mit EU-Staaten abzugeben. Nun will ich näher auf die aktuellen Ereignisse eingehen, die die Europäer gerade angekündigt haben, und wie die Medien der Öffentlichkeit das verkaufen.

Der Wunsch, Russland wirtschaftlich zu erdrosseln

Etwa 40 Prozent des russischen Seehandels werden über den russischen Hafen St. Petersburg an der Ostsee abgewickelt. Da die EU offen verkündet hat, Russland wirtschaftlich erschöpfen zu wollen, ist das Vorgehen der EU gegen den russischen Handel über Petersburg – also die Blockade Ostsee – aus dieser Sicht nur folgerichtig. Die Blockade der Ostsee für den russischen Handel ist ein von europäischen Staaten schon lange offen verkündetes Ziel, wie man aus der oben verlinkten Chronologie der Ereignisse ersehen kann.

Und das wird auch offen gesagt, so sagte Bundeskanzler Merz im Februar beispielsweise in einem Interview:

„Dieser Krieg wird nach meiner Einschätzung erst zu Ende gehen, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist, entweder militärisch oder ökonomisch.“

Die Frage ist jedoch, ob Russland sich eine mit militärischen Mitteln durchgesetzte Blockade seines wichtigsten Handelshafens ohne Gegenwehr gefallen lässt, und ich denke, jedem muss klar sein, dass jedes Land der Welt, das dazu militärisch in der Lage ist, sich gegen solche Vorhaben notfalls militärisch wehren wird, wenn es keine andere Möglichkeit mehr sieht. Und dass Russland militärisch in der Lage ist, sich gegen so etwas zu wehren, wird wohl niemand bestreiten, auch wenn es unterschiedliche Meinungen über Verlauf und Ergebnis eines solchen Konfliktes geben dürfte.

Aber es muss, darauf will ich eingangs hinweisen, jedem klar sein, dass die europäischen Staaten mit ihren Maßnahmen bewusst einen heißen Krieg mit Russland provozieren. Das sage nicht ich, davor hat der für Fragen der Seefahrt zuständige Berater von Präsident Putin im Februar in einem Interview sehr deutlich gewarnt. Man weiß in den europäischen Hauptstädten also sehr genau, worauf man hinarbeitet.

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Lukaschenko verhält sich erneut verdächtig

Von Andrew Korybko – 30. März 2026

Der belarussische Präsident versprach, an der nächsten Sitzung von Trumps „Friedensrat“ teilzunehmen, obwohl die USA ihn gedemütigt hatten, indem sie seinen Vertretern keine Visa für die Eröffnungssitzung erteilten, an der er selbst nicht teilnehmen konnte; Lukaschenko beharrt darauf, dass die USA „niemals die Absicht hatten“, Belarus und Russland auseinanderzubringen, und könnte bald ins Weiße Haus oder nach Mar-a-Lago eingeladen werden.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko versprach Ende März nach seinem jüngsten Treffen mit dem US-Sonderbeauftragten John Coale, dass er an der nächsten Sitzung des „Friedensrats“ teilnehmen werde, nachdem er behauptet hatte, er habe an der Eröffnungssitzung aufgrund einer von ihm damals durchgeführten unangekündigten Inspektion des Militärs nicht teilnehmen können. Seine Vertreter wurden jedoch von Trump gedemütigt, nachdem die USA ihnen keine Visa erteilt hatten.

Hier wurde analysiert, dass Trump Lukaschenko bereits als seinen Vasallen betrachtet und ihn entsprechend behandelt.

Diese Analyse argumentierte auch, dass der wahre Grund für seine Nichtteilnahme darin lag, zu vermeiden, sprichwörtlich Trumps Ring küssen zu müssen, wie es sein kasachischer Amtskollege vorhersehbar tat, und damit zu verhindern, dass dieser Eindruck ausgenutzt würde, um die Wahrnehmung wachsender Differenzen zwischen ihm und Putin in Bezug auf die USA zu verschärfen. Zu diesem Thema hatte Russland Belarus bereits vier Jahre vor dem für 2030 geplanten Durchführungstermin vor den Plänen des Westens für eine „Farbrevolution“ gewarnt, was hier als Botschaft Putins an Lukaschenko analysiert wurde.

Es wurde festgestellt, dass die im Vormonat radikal veränderte Wahrnehmung Polens durch Belarus das Ergebnis des wachsenden Einflusses der USA auf Weißrussland im Verlauf ihrer bilateralen Gespräche ist. Eine frühere Analyse vom letzten Sommer nahm an, dass diese darauf abzielen, Belarus und Russland zu spalten und zu beherrschen. Das Interesse der USA daran liegt auf der Hand, weshalb es doppelt verdächtig war, dass Lukaschenko nach seinem jüngsten Treffen mit Coale ebenfalls behauptete, die USA hätten „niemals die Absicht gehabt“, dies zu versuchen.

Kurz darauf bestätigte Coale gegenüber der Financial Times, dass „die USA erwägen, den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu einem Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus oder in dessen Wohnsitz in Mar-a-Lago einzuladen“, wies jedoch darauf hin, dass „wir noch viel Arbeit vor uns haben, um dorthin zu gelangen“. Wichtig ist, dass Lukaschenko bei ihrem letzten Treffen weitere 250 Häftlinge begnadigte, die wegen „politischer Verbrechen“ – wie die USA sie bezeichnen – verurteilt worden waren, im Gegenzug dafür, dass die USA weitere Sanktionen aufheben, womit sich ein Muster aus dem letzten Jahr fortsetzt.

Derzeit ist die Annäherung zwischen Belarus und den USA greifbarer als die zwischen Russland und den USA, die nach dem Gipfeltreffen in Anchorage im vergangenen August ins Stocken geraten ist. Dies deutet darauf hin, dass die USA derzeit mehr daran interessiert sind, die Beziehungen zu Belarus wiederherzustellen als zu Russland, was der zuvor zitierten Analyse Glaubwürdigkeit verleiht, dass die USA beabsichtigen, die beiden Länder zu spalten und zu beherrschen, und dementsprechend Lukaschenkos Behauptung widerlegt, die USA hätten „niemals die Absicht“ gehabt, dies zu versuchen. Aus russischer Sicht ist nichts davon gut.

Zwar sind Russland und Belarus nach wie vor wirtschaftliche und militärische Verbündete innerhalb eines Unionsstaates, doch scheint es tatsächlich so, als würden die USA Russland nun an der belarussischen und kasachischen Front unter Druck setzen, als Teil einer neuen Einkreisungsstrategie, die darauf abzielt, Russland in der Ukraine zu Zugeständnissen zu zwingen. Diese Beobachtung bedeutet nicht, dass die USA bei einem der beiden Länder Erfolg haben werden, geschweige denn bei beiden, sondern lediglich, dass sie tatsächlich ein Machtmanöver gegen Russland in seinen beiden wichtigsten Nachbarländern durchführen. Russland hat daher durchaus Grund zur Sorge.

Die USA wollen entweder eine Überreaktion Russlands provozieren, die dessen Beziehungen zu Belarus zerstört, oder Lukaschenko dazu bewegen, überzulaufen; beides könnte dazu führen, dass er die Entfernung der russischen taktischen Atomwaffen und Hyperschallraketen anordnet und Belarus damit für eine Invasion anfällig macht. Lukaschenko muss daher in seinen Gesprächen mit den USA sehr vorsichtig vorgehen, alles vollständig mit Putin abstimmen und niemals vergessen, dass es Russland war, das Weißrussland vor der „Farbrevolution“ des Westens im Jahr 2020 bewahrt hat.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

Die Chronologie der Provokationen der Europäer zur Vorbereitung eines Krieges gegen Russland

Von Thomas Röper – 30. März 2026

Nachdem 14 europäische Staaten vor einiger Zeit gedroht haben, Handelsschiffe mit Ziel Russland zu kapern, und die Ukraine Ziele in Russland inzwischen offen über den Luftraum von EU-Staaten angreift, ist ein Blick auf die Chronologie der Ereignisse interessant, mit denen Russland offensichtlich zur Abgabe des ersten Schusses für einen Krieg mit EU-Staaten provoziert werden soll.

Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich hier eine aktualisierte Version eines Artikels über die Chronologie der Eskalation in der Ostsee, den ich im Mai 2025 erstmals veröffentlicht habe. Ich habe den Artikel umfassend aktualisiert, weil immer klarer wird, wie die europäischen Staaten gezielt darauf hinarbeiten, in der Ostsee einen Krieg mit Russland zu provozieren. Und wie so oft wird das nur offensichtlich, wenn man sich die Chronologie genau anschaut. […]

Nord Stream und Balticconnector

Am 26. September 2022 wurden beide Pipeline-Stränge von Nord Stream 1 und einer der beiden Pipeline-Stränge von Nord Stream 2 in der Nähe von Bornholm gesprengt. Bekanntlich wurde der Vorfall nie aufgeklärt und bekanntlich hat die Bundesregierung bei Parlamentarischen Anfragen zu der Sprengung gemauert.

Ein Jahr später, am 8. Oktober 2023, wurde eine andere Pipeline, die Balticconnector, die von Finnland nach Estland durch die Ostsee führt, beschädigt. Unmittelbar danach beschuldigten europäische Politiker und Medien Russland, es habe die Pipeline wahrscheinlich sabotiert und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte am 11. Oktober 2023 ein entschlossenes Handeln der NATO an, sollte sich herausstellen, dass die Beschädigung der Pipeline ein „vorsätzlicher Angriff“ gewesen sei.

Allerdings stellte sich schnell heraus, dass Russland damit nichts zu tun hatte, worüber die Medien allerdings nicht in so großen Überschriften berichteten und natürliche entschuldigte sich auch kein europäischer Politiker dafür, Russland unbegründet beschuldigt zu haben.

Tatsächlich hatte das chinesische Schiff „New Polar Bear“ die Pipeline mit seinem Anker beschädigt, solche Vorfälle kommen immer wieder vor und sind leider Routine. Die Pipeline wurde repariert und im April 2024 wieder in Betrieb genommen, den Schaden übernahm die Versicherung.

Das Problem des russischen Handels

Nach der Einführung der Sanktionen gegen Russland 2022 brach der russische Außenhandel zunächst ein. Aber er erholte sich danach erstaunlich schnell.

Der wohl wichtigste russische Handelshafen ist St. Petersburg in der Ostsee, über den vor 2022 etwa 40 Prozent des russischen Seehandels abgewickelt wurden. Nach dem radikalen Einbruch des Handels 2022 erholte er sich jedoch schnell und schon im September 2023 war er fast wieder auf dem Niveau von vor 2022.

Da es der Plan des Westens war, Russland durch die Sanktionen wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, war es absehbar, dass der Westen Maßnahmen gegen den Seehandel ergreifen würde. Aber die Sanktionen und der internationale Druck waren praktisch wirkungslos, also erdachte man radikalere Maßnahmen.

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Regime Change im Iran: Wie die CIA den Sturz Mossadeghs betrieb*

Von Alexander Bahar – 30. März 2026

Aus gegebenem Anlass veröffentlichen wir einen Artikel erneut, der erstmals vor fast 20 Jahren (am 22.08.2006) auf dieser Seite veröffentlicht wurde. Das iranische Mullah-Regime, vermeintliche Ausgeburt alles Bösen, dessen angebliches Streben nach Atomwaffen als ideologische Begründung für den unprovozierten US-israelischen Angriffskrieg herhalten muss, ist Ergebnis einer Entwicklung, die durch den Sturz der demokratisch gewählten Regierung von Mohammed Mossadegh im Jahr 1953 ermöglicht und eingeleitet wurde. Inzwischen freigegebene Dokumente zeigen, dass der britische Auslandsgeheimdienst SIS bzw. MI6 beim Sturz Mossadeghs eine noch größere Rolle spielte, als in dem Artikel dargestellt. Das ändert jedoch nichts an der grundsätzlich richtigen Darstellung und Einschätzung der damaligen Ereignisse in dem Beitrag.(ab)

Am 19. August 1953 stürzten Offiziere der iranischen Armee die demokratisch gewählte Regierung unter Ministerpräsident Mohammed Mossadegh. Vorbereitet und inszeniert hatte den Militärputsch die CIA. Der Coup, der den gestürzten Schah wieder an die Macht brachte, war der erste in einer langen Kette von regime changes, bei denen der US-Geheimdienst seine schmutzigen Finger im Spiel hatte.

„Ich verdanke meinen Thron Gott, meinem Volk, meiner Armee – und Ihnen“, versicherte Schah Reza Pahlawi dem amerikanischen CIA-Agenten Kermit Roosevelt, als er am 22. August 1953 aus nur kurzem Exil nach Teheran zurückgekehrt war. Letzteres zumindest entsprach der Wahrheit, denn der Empfänger der kaiserlichen Dankesworte, ein Enkel des früheren US-Präsidenten Theodore Roosevelt, war einer der Drahtzieher des Coups, der zum Sturz des iranischen Ministerpräsidenten Mossadegh geführt und den käuflichen Monarchen zum mächtigsten Mann im Staat gemacht hatte. Mit der Rückkehr des Schahs auf den Thron wurde die soeben eingeleitete Entwicklung des Iran von einem feudalen, halbkolonialen Agrarstaat hin zu einer aufgeklärten und laizistischen Industrienation jäh abgeschnitten. Er bedeutete das Ende der iranischen Demokratie und den Beginn eines Regimes, das sich, gestützt von der „freien Welt“, auf Folter und Mord gründete. 

Öl: Dreh- und Angelpunkt Öl der jüngeren iranischen Geschichte

Seit ihren Anfängen 1901 lag die Ölförderung in Südpersien in britischer Hand. Zwischen der 1909 gegründeten Anglo-Persian Oil Company (seit 1935: Anglo-Iranian Oil Company, AIOC, später umbenannt in BP) und der iranischen Regierung kam es immer wieder zu Streitigkeiten, u.a. weil der iranische Gewinnanteil nie korrekt berechnet und in voller Höhe ausgezahlt wurde. Ein 1933 unter Schah Reza Khan Pahlavi, einem früheren Kosakenoffizier, ausgehandelter Vertrag stellte zwar das Land materiell etwas besser, konsolidierte jedoch die Position der Briten. Seine strategisch günstige geographische Lage und die gestiegene Bedeutung des Öls in Kriegszeiten veranlassten die Alliierten 1941 das Land zu besetzen. Schah Reza Khan, der mit Hitler sympathisiert hatte, wurde zur Abdankung gezwungen und durch seinen Sohn Mohammed Reza ersetzt. Vermittels ihrer Aktienmehrheit an der AIOC, dem größten Konzern auf iranischem Staatsgebiet, behielten die Briten auch nach dem Zweiten Weltkrieg die Kontrolle über die iranischen Ölfelder. Im Verhältnis zum Gewinn, den die AIOC mit der Ausbeutung des iranischen Öls machte, war der Teil der Rendite, der an den Iran als Konzessionsgeber zurückfloss, verschwindend gering. Allein im Jahr 1950 erzielte die Gesellschaft einen Profit von 180-200 Mio. Pfund. Davon erhielt der Iran gerade einmal 16 Mio. Pfund, also nur knapp neun Prozent, als Anteil und Steuern. Während die Briten Milliarden Einkünfte aus dem iranischen Erdöl verzeichneten, fehlten dem Land wichtige finanzielle Mittel für die Entwicklung, und der Großteil der Iraner vegetierte am Existenzminimum dahin. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung über die Ausplünderung ihres Landes durch die Briten wurde daher immer lauter, zumal sich die AIOC in Verhandlungen strikt weigerte, seine Gewinne aus dem Ölgeschäft in dem von iranischer Seite gefordertem Umfang zu teilen.            

Krieg gegen den Iran eskaliert – USA schicken weitere 10.000 Bodentruppen in den Nahen Osten

Von Andre Damon – 30. März 2026

Wie das Wall Street Journal und Axios am Donnerstag berichteten, plant die Trump-Regierung die Entsendung weiterer 10.000 Bodentruppen in den Nahen Osten, während der US-Angriffskrieg gegen den Iran in die fünfte Woche geht. Das Journal schrieb: „Wenn Präsident Trump grünes Licht gibt, könnten die USA bald mehr als 17.000 US-Bodentruppen in unmittelbarer Nähe des Iran stationiert haben.“

Zeitgleich hatte US-Außenminister Marco Rubio laut Medienberichten am Donnerstag gegenüber den Außenministern der G7-Staaten in Paris erklärt, der Krieg werde mindestens weitere zwei bis vier Wochen andauern. Auf die Frage nach Bodentruppen erklärte Rubio: „Der Präsident muss auf verschiedene Eventualitäten vorbereitet sein, die ich in den Medien nicht diskutieren werde.“

Der Aufmarsch von Bodentruppen, die in der Lage sind, in den Iran einzumarschieren, ist der eigentliche Inhalt von Trumps Behauptungen, er würde mit dem Iran verhandeln. Die US-Regierung hat wiederholt von Verhandlungen gesprochen, um ihre militärische Eskalation zu vertuschen: bei den Luftangriffen auf die iranischen Atomanlagen im letzten Jahr, bei der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar und jetzt in diesem Krieg. Am Mittwoch verlängerte Trump seine „Unterbrechung“ von Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur bis zum 6. April, während Israel seine Angriffe verschärfte – alleine am Donnerstag wurden eine Uran-Verarbeitungsanlage in Jesd, der Schwerwasserkomplex in Chondab und zwei der größten Stahlwerke des Iran angegriffen.

Jede Bodeninvasion der Insel Charg, ein zentraler Schwerpunkt der geplanten Operationen, würde beträchtliche Verluste für die USA nach sich ziehen. Wie das Wall Street Journal schrieb, müssten US-Schiffe auf dem Weg in die Straße von Hormus „enge, flache Gewässer durchqueren, die möglicherweise mit Seeminen versehen sind, flankiert von iranischen Truppen mit Raketen und Drohnen“. Seth Jones vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) erklärte gegenüber dem Journal: „Überschall-Seezielflugkörper könnten innerhalb von Sekunden vom iranischen Festland aus starten.“

Laut CNN hat der Iran die Insel Charg, über die 90 Prozent seiner Ölexporte abgewickelt werden, mit zusätzlichen Truppen, Luftabwehrsystemen und Landminen entlang der Küste befestigt.

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Die baltischen Staaten stellen der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung

Von Thomas Röper – 29. März 2026

In den letzten Tagen sind ukrainische Drohnen bei Angriffen auf die russische Region St. Petersburg unbestritten über die baltischen Staaten und auch Finnland geflogen. Offensichtlich haben die NATO-Staaten ganz offiziell ihren Luftraum für Angriffe auf Russland geöffnet, was eine offene Kriegsbeteiligung darstellt.

Dass die NATO-Staaten Polen, Litauen, Lettland und Estland der Ukraine erlauben, ihren Luftraum für Drohnenangriffe auf die russische Region St. Petersburg zu nutzen, ist ein sehr heikles Thema, denn das würde eine direkte Kriegsbeteiligung dieser Staaten bedeuten – und zwar mit allen Folgen, denn warum sollte Russland dann nicht antworten und ebenfalls Ziele in diesen Ländern angreifen, wenn sie sich an Angriffen auf Russland beteiligen, indem sie sie über ihren Luftraum erlauben?

Da das Thema für viele unbekannt ist, erzähle ich zunächst die Vorgeschichte und komme dann zu den aktuellen Meldungen

Die Vorgeschichte

Aus russischen Sicherheitskreisen habe ich schon im Spätsommer 2024 die Information bekommen, dass ukrainische Drohnen bei Angriffen auf St. Petersburg aus den baltischen Staaten in den russischen Luftraum eindringen. Darüber habe ich damals nicht berichtet, weil mir das im Vertrauen gesagt wurde. Die russischen Medien verschließen davor die Augen, weil alles andere einen Krieg mit der NATO bedeuten würde. Oder zumindest mit der EU, weil die USA sich daran wohl nicht beteiligen würden, wie es derzeit aussieht.

Daher sind die Angriffe auf Petersburg in russischen Medien kein Thema, sie erscheinen bestenfalls als Kurzmeldungen. So auch jetzt, während Petersburg seit über einer Woche jede Nacht mit Dutzenden Drohnen angegriffen wurde. Die Meldungen finden sich in Russland nur im Kleingedruckten.

Die ersten offiziellen russischen Erklärungen dazu gab es im Juli 2025, als ein einflussreicher russischer Abgeordneter das Thema in sozialen Medien angesprochen und gewarnt hat, dass diese Länder, aus denen Russland angegriffen wird, verstehen müssten, sobald Russland „100-prozentige Beweise dafür“ erhalte, „dass sie an Angriffen auf Russland beteiligt sind“, „Vergeltung unvermeidlich“ sei. Das Baltikum sei nicht die Ukraine, man könne es innerhalb einer Woche einnehmen.

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„Trump 2.0s“ Vision der „NATO 3.0“ steht in vollem Einklang mit der gesamten Politik seiner Regierung

Von Andrew Korybko – 29. März 2026

Um es klar zu sagen: Die „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ der NATO wird nicht automatisch den Erfolg der hegemonialen Strategie der USA bedeuten, aber sie muss in diesem Zusammenhang als Teil des globalen Machtkampfs der US-Regierung unter Trump 2.0 verstanden werden.

Politico berichtete Ende Februar, dass die USA eine „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ der NATO anstreben – etwas, das der Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, Anfang des Monats als „NATO 3.0“ bezeichnete, worüber hier berichtet wurde. Die Idee dahinter ist, dass sich die NATO wieder auf ihre eigene „Verteidigung“ konzentrieren soll, anstatt sich im Indopazifik, in Westasien, Osteuropa und anderswo zu überdehnen. Dementsprechend will Trump 2.0 nicht, dass Australien, Japan, Neuseeland, Südkorea oder die Ukraine zum Gipfeltreffen in diesem Sommer eingeladen werden.

Diese fünf Länder – von denen die ersten vier offizielle Indo-Pazifik-Partner des Bündnisses sind, während das letzte, wie hier bereits dargelegt, bereits inoffizielles NATO-Mitglied ist – würden „weiterhin zu Nebenveranstaltungen eingeladen“ und die Zusammenarbeit werde fortgesetzt, doch werde die NATO ihnen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit widmen wie in der derzeitigen „NATO 2.0“-Phase. Die Leitvision sieht vor, dass die NATO einen größeren Teil der sogenannten Last der Verteidigung gegenüber Russland trägt, damit die USA ihre militärstrategischen Anstrengungen wieder auf die westliche Hemisphäre und den westlichen Pazifik konzentrieren können.

Trump 2.0 betrachtet Russland nicht wie die Biden-Regierung als große Bedrohung, sondern als eine beherrschbare, während die westliche Hemisphäre als zu unbequem weit von den USA entfernt eingeschätzt wird und China nach wie vor den einzigen systemischen Rivalen bei der Gestaltung des laufenden globalen Wandels darstellt. Dies erklärt den Vorschlag seines Teams zur Reform der Arbeitsteilung zwischen den USA und ihren Verbündeten innerhalb der NATO, der sich perfekt in alle ihre politischen Maßnahmen einfügt, die die Leser unten nachlesen können:

* 14. November 2025: „Der Truppenabzug des Pentagons aus Europa wird Russlands Sicherheitsbedenken nicht zerstreuen

* 6. Dezember 2025: „Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA legt dar, wie Trump 2.0 auf die Multipolarität reagieren wird

* 12. Januar 2026: „Die ‚Trump-Doktrin‘ ist geprägt von Elbridge Colbys ‚Strategie der Verweigerung‘“

* 24. Januar 2026: „Die neue nationale Verteidigungsstrategie der USA fordert einen militärischen Aufwuchs wie im Weltkrieg

* 17. Februar 2026: „Rubios Rede in München beschrieb die von Trump 2.0 angestrebte neue Weltordnung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die USA bereits damit begonnen haben, ihre Truppenpräsenz in Mittel- und Osteuropa schrittweise abzubauen. Jedoch ist nicht davon auszugehen ist, dass sie sich vollständig aus diesem strategischen Raum zurückziehen werden, da der Plan offenbar darin besteht, die Wiederbelebung des längst verlorenen Großmachtstatus Polens als regionales Bollwerk gegen Russland zu unterstützen. Was den Rest des Kontinents betrifft, so erklärt die Nationale Verteidigungsstrategie, dass „die europäische NATO Russland in Bezug auf Wirtschaftsleistung, Bevölkerungszahl und damit auch latente Militärmacht in den Schatten stellt“; dies müsse lediglich richtig gesteuert werden.

Genau darin liegt der Zweck der „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ des Bündnisses als „NATO 3.0“, was im Wesentlichen der „NATO 1.0“ entspricht, jedoch an die aktuelle geostrategische Lage in Europa angepasst. Während die NATO beginnt, einen größeren Teil der sogenannten Last für ihre Verteidigung gegenüber Russland zu schultern, werden die USA weiterhin Druck auf die Peripherie ihres systemischen Rivalen China ausüben – durch Handelsabkommen und andere Formen der Nötigung –, um China den Zugang zu den Märkten und Ressourcen, die es für seinen weiteren Aufstieg benötigt, einzuschränken oder sogar gänzlich zu verwehren.

Das Endziel besteht darin, China zu zwingen, einem einseitigen Handelsabkommen mit den USA zuzustimmen, das seinen Aufstieg zur Supermacht zum Scheitern bringen und folglich seinen neuen Status als Juniorpartner institutionalisieren würde, nachdem „Chinas Wirtschaft gemäß der Nationalen Sicherheitsstrategie auf den privaten Konsum ausgerichtet“, sprich gestutzt wurde. Um es klar zu sagen: Das bedeutet nicht, dass die „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ der NATO automatisch zum Erfolg der hegemonialen Strategie der USA führt, aber sie muss in diesem Zusammenhang als Teil des globalen Machtkampfs des US-Imperialismus unter Trump 2.0 verstanden werden.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

30. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 16:00 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 29. März 2026

Nach dem Angriff Israels und der USA auf die iranische Eisenindustrie, hatte der Iran gewarnt, diesselbe in den Unterstützerländern, also den Golfdiktaturen ebenfalls zu zerstören. Die heutige Nacht und der heutige Tag wird zeigen, ob auch dieses Warnung umgesetzt wurde. Was ansonsten geschah.

Im Internet kursierte in der Nacht die Aussage einer iranischen Aktivistin mit dem Namen Risha Hussain. Sie verurteilt die Tatsache, dass die westliche Welt sich über eine Sperrung der Straße von Hormus so aufregt, dass sie Krieg führen will, während sie die 47 Jahre währende Sperrung und Sanktionierung des Irans unterstützte, ebenso wie die Sperrung des Rafah-Grenzübergangs nach Gaza und den Völkermord dort. Diese Sichtweise ist symptomatisch für die des gesamten Globalen Südens, also der Zukunft der Welt. Die Situation heute ähnelt wieder der vor hunderten von Jahren. Als Deutschland den Völkermord an den Nama und Herero in Namibia beging, löschten die deutschen Kolonialherren angeblich „Terroristen“ aus. Und als das „tausendjährige“ Reich Völkermorde beging, war das auch voll im Rahmen seiner Gesetze, und die Herrschenden konnten sich nicht vorstellen, dafür [je] zur Rechenschaft gezogen werden. Aber nun zu den Vorgängen rund um Völkermord und Angriffskriegen gegen den Iran und den Libanon.

07 Uhr 00

Offenbar in dem Versuch, Irans Wasserressourcen ins Visier zu nehmen, griffen die Israelis die Naturschutz- und Wassereinzugsgebietsverwaltung der Provinz Teheran an, die Berichten zufolge bei dem heutigen Bombardement vollständig zerstört wurde. Es handelt sich um eine zivile Einrichtung, und Reaktionen im Internet stellen die wiederholten falschen Behauptungen in Frage, solche Einrichtungen würden für militärische Zwecke genutzt. (Quelle)

Man wird den Eindruck nicht los, dass Israel und die USA bewusst versuchen, durch solche Angriffe den Iran dazu zu bringen, nun die Entsalzungsanlagen Israels und der Golfstaaten zu zerstören, denn ohne Trinkwasser wird natürlich die militärische Aktivität stark eingeschränkt, weil nicht nur Benzin, sondern auch Wasser herangebracht werden müssen.

Der Jemen tritt in den Krieg ein und damit endet vermutlich der Waffenstillstand mit Saudi Arabien

Nachdem der Jemen mit der durch AnsarAllah beherrschten Regierung und nach riesigen Demonstrationen der Menschen des Landes durch Angriffe gegen Israel [in den Krieg] eingetreten [war], hat Saudi Arabien in Teilen des Jemens, der von einer Marionette des Kronprinzen beherrscht wird, Demonstrationen zur Unterstützung Saudi Arabiens organisiert. Analysten vermuten, dass demnächst Saudi Arabien den Krieg gegen den Jemen wieder aufnehmen wird, um die Angriffe gegen Israel zu erschweren oder abzustellen.

In der Nacht wurden nun vom Jemen aus „sensible israelische Militärziele“ angegriffen. Israel erklärte, zwei der Geschosse abgefangen zu haben, ohne nähere Angaben zu entstandenen Schäden [zu machen].

TKP und andere Quellen hatten in den letzten Tagen berichtet, dass der Jemen als Eskalationsstufe erst nach dem Beginn der Bodenoffensive in den Krieg eintreten würde. Nun kristallisierte sich heraus, dass infolge [der] Zerstörung von möglichen Landungsschiffen durch den Iran ein solcher Versuch möglicherweise vereitelt wurde. Andere Analysten erklären die Angriffe auf die Metallverarbeitende Industrie des Irans als einen so gravierenden Schritt, dass der Iran und der Jemen sich entschlossen [haben], früher zu eskalieren, um ernsthaft vor weiteren Angriffen zu warnen.

Vergeltung für Bombardierung der Metallindustrie des Irans

Das Aluminiumwerk von Aluminium Bahrain (Alba) wurde getroffen, wobei zwei Mitarbeiter leicht verletzt wurden; die Anlage prüft derzeit das Ausmaß der Schäden. Ebenfalls beschädigt wurde das Al-Taweelah-Werk der Emirates Global Aluminium in Abu Dhabi durch iranische Raketen und Drohnen, wobei mehrere Mitarbeiter verletzt, aber nicht schwer verletzt wurden.

Weitere Meldungen aus den letzten Stunden betreffen einen möglichen iranischen Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait, der in arabischen Medien in den Nachrichten am Morgen thematisiert wurde.

Zerstörung wichtige[r] Flugzeuge der USA

Wie schon gestern berichtet, wurde der saudische Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan getroffen, wobei zahlreiche US-amerikanische KC-135 beschädigt und zerstört wurden:

IRGC-nahe Medien haben Satellitenbilder veröffentlicht, die schwere Schäden auf dem Hauptvorfeld des Luftwaffenstützpunkts Prince Sultan in Saudi-Arabien zeigen, wo nach einem Raketenangriff der IRGC noch immer große Brände wüten.

Berichten zufolge wurden drei KC-135-Tankflugzeuge der US-Luftwaffe zerstört, weitere Flugzeuge wurden schwer beschädigt.

Überraschende neue Bilder zeigen nun jedoch auch, dass ein E-3-AWACS-Flugzeug im Wert von fast 300 Millionen Dollar (1993er-Dollar, inflationsbereinigt heute 600–700 Millionen Dollar) ebenfalls vollständig zerstört wurde:

Bilder zeigen den Totalverlust von 81-0005, einem E-3G „Sentry“-Luftüberwachungs- und -kontrollflugzeug (AEW&C) der 552nd Air Control Wing der US-Luftwaffe mit Sitz auf der Tinker Air Force Base in Oklahoma, nach dem gestrigen iranischen Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen auf die Prince Sultan Airbase

Die Präzision des Treffers ist enorm – genau auf dem Radom des Flugzeugs, das daneben liegt: vorher und nachher:

Neuen Berichten zufolge soll Russland dem Iran genau diese Satellitenkoordinaten für die Angriffe geliefert haben.

Experten glauben, dass die AWACS dorthin beordert wurden, um die Radarlücke für die strategischen Radarsysteme wie die AN/TPY-2 zu schließen, die bereits vom Iran zerstört worden waren – doch nun werden sogar die AWACS abgeschossen, wodurch die USA zunehmend blind sind.

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Noch ein verlogener Krieg

Von Flo Osrainik – 28. März 2026

Israel und die USA wollen die Welt vom „Mullah-Regime“ befreien — wer aber befreit uns vom brutalen Dominanzverhalten dieser beiden Länder?

Seit dem 28. Februar 2026 wird der Iran zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres von den USA und von Israel angegriffen. Zum zweiten Mal wurden in die Irre führende Verhandlungen der Aggressoren mit Teheran über dessen Atomprogramm geführt und torpediert. Und zum zweiten Mal handelt es sich um einen unprovozierten Angriffskrieg der „Epstein-Eliten“, begleitet von maximaler Doppelmoral. Tatsächliche Motive für die Kriegshandlungen könnten der Drang nach Weltherrschaft, die Schaffung eines „Großisrael“ sowie Ablenkung von anderen, für den Westen noch peinlicheren Vorkommnissen sein.

Es ist mühsam, sich immer wieder mit manischen Kriegstreibern und Propagandisten, diversen Kriegslügen und vorgeschobenen Werte zur Relativierung geopolitischer Ungerechtigkeit, also der Anwendung doppelter Standards, auseinanderzusetzen. Aber es muss sein, denn der Herdenmensch bleibt naiv, lernresistent und manipulierbar. Der völkerrechtswidrige Vernichtungskrieg gegen den Iran zur Ermordung seiner politischen und religiösen Führer dient nicht nur der Ablenkung von dem, was mit den Epstein-Akten (1) lediglich die Spitze des Eisbergs ist. Bei den globalen Eliten — einer „Auslese der Besten“ im negativen Sinn — handelt es sich, wie die „Epstein-Files“ belegen, ja sowieso vielmehr um Psychopathen, deren Dichte in einer gesellschaftlichen Pyramide aus Einfluss und Vermögen nach oben hin stark zunimmt, laut Forschern die „erfolgreichen Psychopathen“ in etwa um das Sechsfache, wie der Spiegel im Jahr 2015 schrieb. So viel vorab (2).

Anstatt also eine tiefgreifende Untersuchung der Strukturen, eine radikale Offenlegung der Verbrechen, eine rigorose Verurteilung aller Beteiligten des Handels und Schändens von Kindern und Jugendlichen sowie der Korruption, Erpressung und des Mordens bis in höchste Ämter und Kreise rund um den Fall Epstein zu fordern, wird davon abgelenkt, ebenso wie von den Planungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für neue Pandemien, denen sich die Regierungen dann unterordnen, wobei die USA nach wie vor bei den Überwachungspraktiken der WHO mitmachen (3).

Durch die Propagandaeinheiten der Eliten, durch Konzern- und Staatsmedien sowie Behörden geht das ganz gut. Und nun eben auch mit der Rechtfertigung eines Angriffskriegs, der den kompletten Nahen Osten betrifft und Potenzial zu mehr hat. Dass Jeffrey Epstein und seine Vertraute Ghislaine Maxwell für den Mossad und die Israellobby aktiv waren und finanziert wie auch ausgestattet wurden, um eine süße „Honigfalle“ zu betreiben, gilt als so gut wie belegt. Jedenfalls haben das Epstein selbst, dessen Partner sowie unabhängige Zeugen oder das FBI und Israels Ex-Premier Ehud Barak direkt und indirekt klargestellt. (4, 5, 6, 7, 8). Und die Vorliebe der Eliten für Pizza scheint wie so oft nur purer Zufall zu sein. Auch das geht aus den Unterlagen hervor.

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