US-Kongressdelegation besucht Taiwan inmitten explosiver Spannungen mit China

Von Peter Symonds – 16. August 2022

Weniger als zwei Wochen nachdem der provokante Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, auf Taiwan die Spannungen mit China auf die Spitze getrieben hat, landete am Sonntag eine fünfköpfige Delegation von US-Kongressabgeordneten auf der Insel. Der Besuch heizte die ohnehin schon angespannte militärische Lage noch weiter an. Washington untergräbt bewusst Schritt für Schritt die Vereinbarungen, die der Ein-China-Politik und den diplomatischen Beziehungen zu China seit 1979 zugrunde liegen. Damals beendeten die USA die diplomatischen und militärischen Beziehungen zu Taiwan und erkannten Peking de facto als legitime Regierung von ganz China einschließlich Taiwans an. Seitdem unterhielten sie nur begrenzte inoffizielle Kontakte zu Taipeh.

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Ukraine: Selenskyj und seine Regierung sind alles andere als stabil

Von Gordon Hahn – 15. August 2022

Für die Konsumenten und Konsumentinnen der westlichen Medien scheint es klar: Präsident Wolodymyr Selenskyj repräsentiert DIE Ukraine. Wer allerdings genauer hinschaut und auch die ukrainischsprachigen Informationen versteht, kommt zu einem ganz anderen Bild: Die politische und militärische Elite in Kiew ist bereits arg zerstritten. Gordon M. Hahn, ein US-amerikanischer Forscher für Terrorismus und Geostrategie im eurasischen Raum, ist so ein aufmerksamer Beobachter. Er registriert die gegenseitigen internen Attacken und Intrigen in Kiew aufs Genaueste. Globalbridge.ch hat seine auf seiner eigenen Website erschiene Analyse mit Bewiligung des Autors für die deutschsprachigen Leserinnen und Leser übersetzt.

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Schriftsteller Salman Rushdie in New York angegriffen

Von Sandy English – 15. August 2022

Als der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie am letzten Freitag bei einer Literaturveranstaltung in Chautauqua im Westen des Bundesstaates New York ein Interview geben wollte, stürmte ein Mann auf die Bühne und stach mehrfach auf Rushdie ein. Der Schriftsteller erlitt lebensbedrohliche Verletzungen an Hals, Arm und Leber. Er wurde im Krankenhaus mehrere Tage lang künstlich beatmet. Das Beatmungsgerät wurde jedoch vor kurzem wieder entfernt, und er soll mittlerweile mit dem Krankenhauspersonal sprechen können. Er wird das Attentat vermutlich überleben, aber möglicherweise ein Auge verlieren. Der Grund für den scheußlichen Anschlag auf den bekannten 75-jährigen Schriftsteller ist vermutlich sein Roman Die satanischen Verse von 1988 über Mohammed, den Propheten und Gründer des Islams, und seine Versuchung durch den Teufel. Islamische Fundamentalisten betrachten den Roman als blasphemisch. Nach seiner Veröffentlichung sprach der schiitische Geistliche Ajatollah Ruhollah Chomeini, Führer des Iran nach der Revolution von 1979, eine Fatwa aus – ein religiöses Urteil, das Muslime dazu aufrief, Rushdie zu ermorden.

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Kolumbien: Der neue Präsident Gustavo Petro lobt den Kapitalismus, das Militär und die politische Rechte

Von Tomas Castanheira – 15. August 2022

Am 7. August wurde Gustavo Petro als Präsident von Kolumbien vereidigt. Er ist der siegreiche Kandidat der pseudolinken Koalition Pacto Histórico (Historischer Pakt). Anders als in früheren Jahren verfolgten große Menschenmengen die Zeremonie in der Innenstadt, um den ersten „linken Präsidenten“ Kolumbiens zu feiern. An der Zeremonie nahmen als weitere Ehrengäste Politiker der kolumbianischen Rechten, wichtige Geschäftsleute und internationale bürgerliche Spitzenpolitiker teil. Unter ihnen waren der faschistische Kandidat Rodolfo Hernández (Petros unterlegener Gegenkandidat), König Felipe VI. von Spanien, sowie die „linken“ lateinamerikanischen Präsidenten Gabriel Boric (Chile), Luis Arce (Bolivien) und Alberto Fernandéz (Argentinien). Petro tritt das Präsidentenamt von Kolumbien in einer Situation der ausufernden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Krise an. Er wird eins der sozial ungleichsten Länder der Welt regieren, in dem seit Jahrzehnten blutige staatliche Gewalt regiert. Die Klassenspannungen sind so scharf, dass der Fortbestand der bürgerlichen Herrschaft gefährdet ist.

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Warum Selenskij eine nukleare Katastrophe in Saporoschje braucht

von Rafael Fachrutdinow, Aljona Zadoroschnaja und Darja Wolkowa – 15. August 2022

Seit Freitag beschießen die ukrainischen Streitkräfte (AFU) das größte Atomkraftwerk Europas. Gleichzeitig behauptet Kiew, das AKW Saporoschje würde vom russischen Militär beschossen, das es bewacht. Selbst der UN-Generalsekretär bemerkte Ungereimtheiten und beschloss, trotz des Widerstands Kiews, internationale Inspektoren zum Kernkraftwerk zu schicken. Welches Geheimnis versucht die Ukraine zu verbergen?

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Spiel mit dem Feuer: Was es mit dem Beschuss der Krim auf sich haben dürfte

Von Thomas Röper – 15. August 2022

In letzter Zeit beschießt die Ukraine anscheinend immer wieder die Krim, was Russland allerdings bisher bestreitet. Was sind die Fakten und welche möglichen Erklärungen gibt es für die Vorgänge? – Am 9. August gab es auf einem russischen Militärstützpunkt eine schwere Explosion. Russland spricht von einem Unfall beim Hantieren mit Munition, das offizielle Kiew hält sich bedeckt, westliche Medien gehen von einem ukrainischen Angriff aus. Der Spiegel zum Beispiel schrieb am 12. August einen Artikel darüber, dessen erster Absatz wie folgt lautete: „Die Ukraine hat im Süden des Landes einen aufsehenerregenden militärischen Erfolg erzielt. Das Ziel des Angriffs: Der russische Militärstützpunkt auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Dort hatte es am Dienstag nahe dem bei Touristen beliebten Kurort Saki gewaltige Explosionen gegeben.“ Ich bin sicher, dass die Ukraine die Krim angegriffen hat. Die Frage ist also, warum Russland von einem Unfall spricht.

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Habecks Kriegssteuer: Auf Gasverbraucher kommen gewaltige Kosten zu

Von Peter Schwarz – 15. August 2022

Auf Millionen Haushalte, die ihren Energiebedarf vorwiegend mit Erdgas decken, kommen gewaltige Kosten zu. – Am Montag legte die Firma Trading Hub Europe, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber, die Höhe der staatlichen Gasumlage fest, welche die Bundesregierung Ende Juli beschlossen hat. Sie liegt bei 2,419 Cent pro Kilowattstunde und muss ab 1. Oktober von allen privaten und kommerziellen Endverbrauchern entrichtet werden. Die Gasumlage ist eine Art Kriegssteuer, mit der Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Kosten des Ukrainekriegs, den die Bundesregierung kompromisslos anheizt, auf die Bevölkerung abwälzt. Die Sanktionen gegen Russland und die Weigerung der Bundesregierung, die fertige Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen, haben zu einer Verknappung des Erdgasangebots und zu einer internationalen Preisexplosion geführt. Importiertes Erdgas war im Mai 2022 um 236 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Mit den Einnahmen aus der Gasumlage wird Gasversorgern die Differenz zwischen den bisherigen, niedrigen russischen Preisen und den derzeitigen hohen Weltmarktpreisen erstattet. Die Milliardensummen landen schließlich in den Kassen der großen Energiekonzerne, die dank der hohen Marktpreise Rekordprofite erzielen.

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Kissinger: „Wir stehen am Rande eines selbst verschuldeten Krieges mit Russland und China“

Von RT DE – 15. August 2022

Im Interview mit dem Wall Street Journal kritisierte Henry Kissinger die Ziellosigkeit der aktuellen westlichen Politikerriege, die nur mehr emotional auf den Augenblick reagiere. Die Kriegsgefahr mit Russland oder China hätten die USA teilweise selbst verschuldet. – Anlässlich der Herausgabe seines neuen Buches „Leadership: Six Studies in World Strategy“ sprach der 99-jährige ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger am 12. August mit dem Wall Street Journal (WSJ). Nach eigener Aussage analysiere er in seinem neuen Buch die Visionen und historischen Errungenschaften eines „eigenwilligen Pantheons“ führender Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg: Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Richard Nixon, Anwar Sadat, Lee Kuan-Yew und Margaret Thatcher. Kissinger zufolge vereinten diese ehemaligen Politiker zwei klassische Methoden des Führens: einen weitsichtigen Pragmatismus des Staatsmannes und die visionäre Kühnheit des Propheten.

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Schlimmste Dürre aller Zeiten verwüstet Europa

Von Samuel Tissot – 15. August 2022

Von Großbritannien bis zum Balkan wird Europa von einer beispiellosen Dürre heimgesucht. Über 60 Prozent der Europäischen Union und Großbritanniens sind nach Angaben der Europäischen Dürrebeobachtungsstelle von einer Dürre betroffen, die ein Wissenschaftler der EU-Kommission als die schlimmste Dürre in Europa seit 500 Jahren bezeichnet. Große Flüsse und Seen trocknen aus, Landwirte stehen vor noch nie dagewesenen Ernteausfällen, und die Energieversorgung bricht inmitten beispielloser Hitze und Niederschlagsmangels zusammen. Der diesjährige Sommer 2022 hat in Europa Hitze- Waldbrand- und nun auch Dürrerekorde gebrochen und damit deutlich gemacht, wie dringend notwendig es ist, den globalen Klimawandel anzugehen. Er hat inzwischen ein so großes Ausmaß erreicht, dass ohne sofortige und groß angelegte Maßnahmen die grundlegenden Funktionen der Gesellschaft bedroht sind, die für das menschliche Leben unverzichtbar sind – wie die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Strom und sicherer Unterkunft. Die extreme Trockenheit dieses Sommers wurde durch die niedrigsten Niederschläge in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen und die aufeinanderfolgenden Hitzewellen verursacht. Die Hitzewelle im Juli brach alle Temperaturrekorde. Extreme Hitze und Trockenheit haben auch zu einer beispiellosen Waldbrandkatastrophe geführt: 615.341 Hektar sind in diesem Jahr in ganz Europa verbrannt – mehr als in jeder anderen Augustmitte. Die Dürre unterbricht die Versorgung mit wichtigen Lebensmitteln und Energie – die bereits durch den Ukrainekrieg zwischen der Nato und Russland beeinträchtigt ist – und treibt die Preise für lebenswichtige Güter inmitten der anhaltenden Inflationskrise noch weiter in die Höhe.

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Kiew riskiert Super-GAU: Selensky gibt zu, dass die Ukraine das AKW in Saporischschja beschießt

Von Thomas Röper – 14. August 2022

Westliche Politiker und Medien beschuldigen Russland, das AKW in Saporischschja zu beschießen, das unter russischer Kontrolle ist. Diese Lüge hat ausgerechnet Selensky selbst nun richtiggestellt. – Der ukrainische Präsident Selensky hat auf seinem Telegram-Kanal zugegeben, dass die ukrainische Armee das AKW in Saporischschja beschießt, worüber ich seit Monaten berichte. Daher werde ich zunächst die Erklärung von Selensky zeigen und anschließend einen Beitrag aus dem wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens übersetzen, der am Sonntag ausgestrahlt wurde. Selensky hat auf seinem Telegram-Kanal verkündet, davon gibt es auch eine offizielle englische Übersetzung, die die meisten Deutschen auch ohne Übersetzung verstehen können, dass die Soldaten, die das AKW unter ihre Kontrolle gebracht haben und es seit dem Frühjahr sichern, damit rechnen müssen, zu einem bevorzugten Ziel der ukrainischen Geheimdienste und Armee zu werden. Damit hat Selensky zugegeben, dass das Atomkraftwerk von ukrainischer Seite beschossen wird. Das geht aus seiner Videobotschaft und der englischsprachigen Übersetzung klar hervor.

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