Massensterben bei Geflügel und Schweinen in Industriebetrieben

Von Thomas Oysmüller – 1. Juli 2026

Bild „Legehennen“ by Landwirtschaftlicher Informationsdienst is licensed under CC BY-SA 2.0.

Französische Behörden sind mit dem massiven Anstieg toter Schweine und Geflügel überfordert. In industriellen Großbetrieben verenden die Tiere derzeit reihenweise wegen der extremen Hitze.

Die industrielle Landwirtschaft zeigt hier ihr brutales Gesicht: In den Anlagen, in denen Tausende Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht sind, wird die Sommerhitze zum tödlichen Problem. Besonders hart getroffen ist die Bretagne. Die Behörden sind mit der Entsorgung der toten Tiere überfordert und haben deshalb Ausnahmegenehmigungen erteilt, damit Landwirte ihre Kadaver selbst vor Ort vergraben dürfen.

Die DRAAF Bretagne (Direction régionale de l’alimentation, de l’agriculture et de la forêt) hat ein spezielles Verfahren eingerichtet: Landwirte müssen eine massenhafte Tiersterblichkeit online deklarieren, um eine Genehmigung zur Einbettung zu erhalten. Die Kapazitäten der normalen Kadaverentsorgung sind derzeit komplett überlastet.

Ein besonders dramatisches Beispiel kommt aus den Côtes-d’Armor: In einem Betrieb mit 30.000 bis 40.000 Masthühnern starben in einer einzigen Nacht bis zu 10.000 Tiere.Französische Behörden und Medien verweisen schnell auf Klima und Hitze. Der Klimawandel habe die Tiere getötet, heißt es. Tatsächlich liegt das Problem jedoch nicht am „menschengemachten Klimawandel“, sondern an den menschengemachten Belüftungssystemen in den industriellen Anlagen, die man kaum noch als „Stall“ bezeichnen kann. Landwirte berichten von einem psychischen Schock, wenn sie morgens Tausende tote Tiere vorfinden, wie die französische Presse schreibt.

Auch bei Schweinen gibt es erhöhte Mortalität, weshalb die Ausnahmegenehmigungen ausdrücklich für Geflügel und Schweine gelten. Bei Rindern steht weniger die direkte Sterblichkeit im Vordergrund, sondern starker Hitzestress: Viele Betriebe melden einen Rückgang der Milchleistung um 15-20 Prozent.

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