Holländisches Gericht verurteilt drei Russen wegen MH17

Von Thomas Röper – 18. November 2022

Ein niederländisches Gericht hat im Fall des Absturzes des Fluges MH17 im Jahre 2014 im Donbass ein Urteil gefällt und drei Russen zu lebenslanger Haft verurteilt. – Mit dem Absturz von MH17 habe ich mich sehr ausführlich beschäftigt, weshalb mich das Urteil, das in den Niederlanden nun gefällt wurde, nicht überrascht. Bei den Ermittlungen gab es von Beginn an eindeutige Hinweise auf eine Politisierung des Falls und sowohl die Ermittler als auch das Gericht haben alle Hinweise, die auf eine Schuld der Ukraine deuten, nicht berücksichtigt, dafür aber alles berücksichtigt, was auf die Donezker Rebellen als Täter hinweist. Außerdem sind Daten in das Urteil eingeflossen, die der Öffentlichkeit nicht gezeigt wurden, die man also blind glauben muss. … Ich werde mich in einem gesonderten Artikel ausführlich zu dem Urteil des niederländischen Gerichts äußern und auf seine – höflich ausgedrückt – Unzulänglichkeiten, an denen man sehen kann, dass es sich um ein politisch motiviertes Urteil handelt, eingehen. An dieser Stelle werde ich die Zusammenfassung des Urteils übersetzen, die die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht hat.

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Buchprüfung im Pentagon gescheitert: 61 Prozent der Aktiva nicht auffindbar

Von Thomas Röper – 18. November 2022

Im Pentagon wurde eine Buchprüfung durchgeführt, die ergeben hat, dass das Ministerium über 61 Prozent seiner Vermögenswerte keine Rechenschaft geben kann. – Dass die Verteidigungsministerien der westlichen Staaten schwarze Löcher der Korruption sind, ist nicht neu. Die Bundeswehr ist mit ihrem gigantischen Budget nicht einmal in der Lage, ihre Panzer fahrbereit und ihre Flugzeuge flugbereit zu halten. Ich habe vor einigen Jahren aufgezeigt, wie viel Geld beim deutschen Verteidigungsministerium verschwendet wird, den Artikel finden Sie hier. Das US-amerikanische Pentagon ist jedoch die Spitze der Korruption und Verschwendung, was ebenfalls seit langem bekannt ist. Es sei nur daran erinnert, dass das Pentagon in Afghanistan – je nach Angaben – mindestens 50 Milliarden Dollar, vielleicht aber auch bis zu 100 Milliarden Dollar verschwendet hat, die nicht mehr auffindbar sind. Dass es keinerlei Kontrolle über die Verwendung der Mittel gibt, wird zwar in Washington alle Jahre wieder kritisiert, allerdings ändert das nichts. Aktuell sehen wir diese Verschwendung auch bei den Geldern und Waffen, die der Westen an die Ukraine liefert und deren Verwendung von niemandem kontrolliert wird. Wer sich die Milliarden in die Taschen steckt und welche und wie viele Waffen auf dem internationalen Schwarzmarkt landen, weiß niemand. Alle Versuche, hier eine auch nur eine Prüfung vorzunehmen, werden verhindert. Wie dramatisch die Lage im Pentagon ist, zeigt eine Meldung aus den USA über den aktuell letzten Versuch, im Pentagon eine Inventur der Vermögenswerte (inklusive Waffen) vorzunehmen. Ich habe dazu einen Artikel des amerikanischen Portals The Hill übersetzt, um das eins zu eins aufzuzeigen.

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Moskau: MH17-Urteil ist eine „politische Farce“

Von RT DE – 17. November 2022

Nachdem heute in Den Haag ein Urteil in Sachen MH17 ergangen ist, liegen dazu erste Reaktionen aus Moskau vor. Für das russische Außenministeriums basiert das Urteil des niederländischen Gerichts auf parteiischen Beweisen, während die Argumente der russischen Seite verworfen worden seien. Die Entscheidung des niederländischen Gerichts zum MH17-Absturz vom Donnerstag war absolut politisch, so das russische Außenministerium in einer Erklärung. Zuvor hatte das Gericht drei Personen des Abschusses des malaysischen Passagierflugzeugs über der Ukraine im Jahr 2014 für schuldig befunden. Am Donnerstag hatte ein Gericht in Den Haag zwei russische Staatsangehörige – Igor Girkin und Sergei Dubinski – sowie den ukrainischen Staatsbürger Leonid Chartschenko für schuldig befunden, Flug MH17 abgeschossen zu haben. Alle drei wurden in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Darüber hinaus müssen Girkin, Dubinski und der vierte Angeklagte, der Russe Oleg Pulatow, den Familien der Opfer mehr als 16 Millionen Euro Schadenersatz zahlen.

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Ukrainischer Raketenangriff auf Polen: eine gezielte Provokation

Von Andre Damon – 17. November 2022

[Vorbemerkung: Die vom ukrainischen Geheimdienst ermordete bekannte russische Journalistin Darya Dugina hat die russische Invasion in die Ukraine gutgeheißen und unterstützt. Das rechtfertigt allerdings nicht ihre Bezeichnung als „Faschistin“, wie es der Autor dieses ansonsten sehr informativen und lesenswerten Beitrags für angemessen hält; die GG-Redaktion].

Einen Tag nach einer Reihe von Explosionen in einem polnischen Bauerndorf wurde bekannt, dass die Ukraine mindestens eine Rakete auf Polen abgefeuert hat. Zwei polnische Zivilisten wurden dabei getötet. Die imperialistischen Mächte, die die Ukraine unterstützen, haben eingeräumt, dass der Angriff von Kiew ausging. Doch sie stellen es so dar, als ob eine Präzisionswaffe der ukrainischen Luftabwehr versehentlich Dutzende von Kilometern in die falsche Richtung geflogen sei. Dafür gibt es keinerlei Beweise und es ist absolut nicht plausibel.

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Die Initialzündung

Von Daniele Ganser – 17. November 2022

Mit dem Maidan-Putsch im Februar 2014 wurde in der Ukraine die prorussische Janukowytsch-Regierung gewaltsam abgesetzt und durch eine prowestliche ersetzt. Exklusivabdruck aus „Illegale Kriege“. – Sich mit der Ukraine zu solidarisieren, ist seit über einem halben Jahr en vogue. Doch wer kann sich heute noch in allen Einzelheiten an die jüngste Geschichte der Ukraine erinnern? Im derzeit geführten Diskurs entsteht geradezu der Eindruck, der Krieg in der Ukraine hätte am 24. Februar 2022 begonnen. Der Einmarsch der russischen Armee hat jedoch eine lange Vorgeschichte, die mindestens acht Jahre, bis in das Jahr 2014 zurückreicht. Die Schüsse während des Maidan-Putsches stellen in der Geschichte der Ukraine einen entscheidenden Wendepunkt dar, der für das Verständnis der heutigen Ereignisse essenziell ist. Um die Erinnerungen an diesen historisch bedeutsamen Vorfall aufzufrischen, erscheint hier ein Exklusivabdruck aus „Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien“.

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Rakete auf Polen: eine ukrainische Provokation?

Von Florian Rötzer – 17. November 2022

Selenskij beharrt auf einen russischen Angriff, Polen, die USA und die NATO weisen dies zurück. Russland sei letztlich verantwortlich, der Raketeneinschlag nicht absichtlich. Offenbar sich neben der Verschleierungstaktik ein Riss zwischen der Ukraine und wichtigen NATO-Unterstützerstaaten? Auffällig war, das sich sogar die polnische Regierung mit Schuldzuweisungen an Russland von Anfang an zurückgehalten hat erst einmal am Mittwochnachmittag nur von einer Explosion im Dorf Przewodow nahe der Grenze zur Ukraine gesprochen hat. Zwei Menschen wurden getötet und ein Traktor mit Anhänger beschädigt. Später war die Rede von zwei Raketen, eine sei auf die Trocknungsanlage für Getreide eingeschlagen. Gegenüber den schnellen Schulzuweisungen der üblichen Kriegstreiber, wie dies Florian Warweg anhand von Strack-Zimmermann und CO. herausgestellt hat, waren wir von vorneherein mangels Beweisen zurückhaltend: Russische Raketen auf ein polnisches Dorf?

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Selensky will einen großen Krieg in Europa provozieren

Von Thomas Röper – 16. November 2022

Nachdem eine von der Ukraine abgefeuerte Rakete in Polen eingeschlagen ist, hat Selensky Russland die Schuld gegeben. Er will offensichtlich einen großen Krieg in Europa provozieren. Wie lange lässt sich der Westen das noch gefallen? – Der ukrainische Präsident Selensky will Europa und die NATO unbedingt in seinen Krieg hineinziehen. Das mag aus seiner Sicht verständlich sein, weil sein Land den Krieg ohne westliches militärisches Eingreifen verlieren wird, denn trotz der massiven Waffenlieferungen verliert die Ukraine zu viele Soldaten und hat kaum militärische Erfolge vorzuweisen. Um den Westen in einen heißen Krieg mit Russland zu verwickeln, ist Selensky jedes Mittel recht. Wie länge lässt sich der Westen dieses brandgefährliche Spiel noch gefallen?

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Mehrfache Covid-19-Infektionen erhöhen Risiko für Long Covid und Tod erheblich

Von Benjamin Mateus und Evan Blake – 16. November 2022

Eine bedeutende Studie, die am Donnerstag letzter Woche in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass jede Covid-19-Reinfektion beim Patienten kumulative Schäden verursacht und sein Risiko für Langzeitfolgen, die unter dem Oberbegriff „Long Covid“ zusammengefasst werden, sowie Krankenhausaufenthalte und Tod erheblich erhöht. Die Studie trägt den Titel „Acute and postacute sequelae associated with SARS-CoV-2 reinfection“ (Akute und postakute Folgeerscheinungen im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Reinfektion) und wurde von dem bekannten Covid-19-Forscher Dr. Ziyad Al-Aly und seinen Kollegen von der Washington University in St. Louis durchgeführt. Es handelt sich um die wohl erste Studie über die Risiken im Zusammenhang mit Coronavirus-Reinfektionen, die im letzten Jahr mit den hochinfektiösen und immunresistenten Omikron-Subvarianten immer häufiger aufgetreten sind. Offizielle Daten aus Singapur zeigen, dass auf dem Höhepunkt des jüngsten Anstiegs der Subvariante Omikron XBB etwa 18 Prozent aller Fälle Reinfektionen waren.

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Die in Polen abgestürzte Rakete war eine ukrainische Rakete

Von Thomas Röper – 16. November 2022

Die westlichen Medien machen immer noch einen Hype um die Rakete, die in Polen abgestürzt ist, wobei sie Panik vor einer Eskalation verbreiten, anstatt sich an die Fakten zu halten. – Dass die Rakete, die am 15. November in Polen abgestürzt ist und zwei Menschen getötet hat, eine ukrainische Rakete war, war fast sofort klar. Zum Einen zeigten die Fotos der Überreste der Rakete deutlich, dass es sich um eine Flugabwehrrakete vom Typ S-300 gehandelt hat, was beweist, dass die Rakete von der ukrainischen Armee gestartet worden ist. Die S-300 hat eine zu geringen Reichweite von maximal 150 Kilometern, um von der russischen Armee zu stammen. Außerdem hat das russische Verteidigungsministerium immer wieder mitgeteilt (und das auch dieses Mal wieder betont), dass es keine Ziele angreift, die näher als 30 Kilometer an der ukrainisch-polnischen Grenze sind. Russland hält diesen Sicherheitsabstand ein, um zu verhindern, dass versehentlich NATO-Territorium getroffen wird.

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G20-Treffen vor dem Hintergrund der zunehmenden wirtschaftlichen und geopolitischen Krise

Von Nick Beams – 16. November 2022

Der G20-Gipfel im indonesischen Bali findet vor dem Hintergrund der schlimmsten Weltwirtschaftslage statt, seit das Treffen 2009, nach der globalen Finanzkrise, zum wichtigsten internationalen Wirtschaftsforum avancierte. Die wirtschaftlichen Bedingungen verschärfen sich an allen Fronten. Die weltweite Inflation liegt auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren. In immer mehr großen Volkswirtschaften, einschließlich der USA, droht eine Rezession. Gleichzeitig lässt die straffere Geldpolitik der Zentralbanken die Zinssätze steigen, und die eskalierende Lebensmittelkrise treibt Millionen Menschen in die Hungersnot. Der anhaltende Krieg gegen Russland in der Ukraine unter Führung der USA und die erhöhten Militärausgaben begünstigen die Inflationsspirale, während die verschärften geopolitischen Spannungen und Konflikte eine koordinierte Reaktion auf die wachsenden weltwirtschaftlichen Probleme ausschließen.

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