Tucker Carlson interviewt Vladimir Putin – die wohl beste deutsche Version

Übersetzung: RT DE – 9. Februar 2024

Hier ist die deutsche Version des Interviews, die von RT DE angefertigt wurde. Es ist laut Expertenmeinung die mit Abstand beste deutsche Version dieses Interviews, da Fragen und Antworten professionell übersetzt und vertont wurden. Diese Version des Interviews ist etwa zehn Minuten kürzer als das Original, allerdings wurden nur Sequenzen gekürzt, in denen nichts gesagt wurde. Das Gespräch selbst ist vollständig wiedergegeben.

Dazu Thomas Röper: „Man kann RT ja gerne für den russischen Propaganda-Sender halten, aber eines kann man RT nicht absprechen: Dort arbeiten Profis, sowohl die Übersetzer, als auch die Sprecher und natürlich die Techniker hinter den Kulissen verstehen ihr Handwerk. Daher empfehle ich allen, auch denen, die die Ukraine und den Westen unterstützen, die deutsche Übersetzung des Putin-Interviews von Tucker Carlson, die die Profis von RT gefertigt haben. Nur wer sich das Interview selbst anschaut, kann sich eine eigene Meinung bilden!“

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Versuchte Einmischung Kiews in Berichterstattung des ZDF – was sagt die Bundesregierung?

Von Florian Warweg – 9. Februar 2024

Die ukrainische Botschaft hat am 2. Februar eine Stellungnahme veröffentlicht, in welcher sie erklärt, ohne Zustimmung Kiews dürfte das ZDF (und andere deutsche Medien) nicht aus von Russland kontrollierten Gebieten im Donbass berichten. Am selben Tag griff auch das Außenministerium in Kiew das ZDF an und erklärte, dieses würde keinen Journalismus betreiben, sondern die Realität verzerren. Hintergrund war eine erstmalig sachlich-neutrale Berichterstattung des ZDF von der anderen Seite der Front – aus der von Russland kontrollierten Stadt Mariupol in der Oblast Donezk. Die NachDenkSeiten fragten die Bundesregierung, wie diese die Einmischung eines fremden Staates in die Programmgestaltung und Berichterstattung eines öffentlich-rechtlichen deutschen Senders bewertet.

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Scholz auf Kriegsmission in den USA

Von Peter Schwarz – 9. Februar 2024

Keine 24 Stunden nachdem die Republikaner im US-Senat zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine ein weiteres Mal blockiert hatten, flog Bundeskanzler Olaf Scholz am Donnerstag nach Washington. Scholz ist in Kriegsmission unterwegs. Er will Präsident Joe Biden den Rücken stärken und dafür sorgen, dass der verlustreiche und gefährliche Krieg gegen Russland unter allen Umständen fortgeführt wird.

Einen Tag vor seiner Reise erklärte Scholz in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal: „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um einen Sieg Russlands zu verhindern.“ Direkt an die milliardenschweren Investoren der größten Börse der Welt gewandt, schrieb er: „Wenn Putins Aggression nicht Einhalt geboten wird, würden die langfristigen Konsequenzen und Kosten alle unsere heutigen Investitionen bei Weitem übersteigen.“

Scholz brüstete sich, dass „die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten mit einem Beitrag von über 91 Milliarden US-Dollar seit Kriegsbeginn die größten finanziellen Unterstützer der Ukraine sind, gefolgt von den USA und Deutschland“.

Deutschlands militärische Unterstützung folge an zweiter Stelle nach derjenigen der USA: „Seit Kriegsbeginn hat meine Regierung militärische Ausrüstung einschließlich Panzer, Artillerie und hochwertige Flugabwehrsysteme im Wert von über 30 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, beschafft und geliefert.“ Hinzu komme Deutschlands nichtmilitärische Unterstützung, wie die Aufnahme von über einer Million ukrainischer Flüchtlinge, und der deutsche Anteil an der Unterstützung durch die Europäische Union.

Scholz trifft sich in Washington mit Politikern beider Parteien und Wirtschaftsvertretern, um Druck für weitere US-Milliarden für den Ukraine-Krieg zu machen. Diese Arbeit soll in der kommenden Woche auf der Münchner Sicherheitskonferenz fortgesetzt werden, zu der hochrangige US-Regierungsvertreter und rund 70 Kongressmitglieder erwartet werden.

Am Freitagnachmittag führt Scholz dann ein Vieraugengespräch mit Präsident Biden, dem – wie einem ähnlichen Treffen im März 2023 – keine Pressekonferenz folgen soll. Scholz und Biden wollen nicht, dass die Öffentlichkeit erfährt, was sie heimlich vereinbaren.

Scholz‘ Kriegsmission ist moralisch, politisch und juristisch kriminell. Er setzt sich für die Eskalation eines Kriegs ein, der auf ukrainischer wie auf russischer Seite bereits Hunderttausende Soldaten getötet und verkrüppelt hat und Europa nuklear zu vernichten droht.

Den Gedanken an eine Verhandlungslösung oder einen Waffenstillstand deutet Scholz noch nicht einmal an. Wie Hindenburg, Ludendorff, Joffre, Pétain und andere Generäle des Ersten Weltkriegs, die bereit waren, den letzten Mann zu opfern, um ihre imperialistischen Ziele zu erreichen, nimmt die NATO heute jedes Risiko in Kauf, um Russland zu unterwerfen. Nur dass es im Ersten Weltkrieg noch keine Atomwaffen gab!

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Putins Aussagen im Faktencheck

Von Thomas Röper – 9. Februar 2024

Anmerkung der GG-Redaktion: Wir verlinken diesen Beitrag, auch wenn wir den Aussagen Putins und Röpers insbesondere zur Nationalitätenpolitik Lenins nicht zustimmen.

Da westliche Medien, wenn sie überhaupt über die Aussagen aus dem Putin-Interview von Tucker Carlson berichten, Putin vorwerfen, er würde lügen, mache ich hier einen Faktencheck zu Putins wichtigsten Aussagen aus dem Interview.

Die erste Reaktion westlicher Medien auf das Interview von Tucker Carlson mit dem russischen Präsidenten Putin, wenn sie überhaupt etwas über den Inhalt berichten, ist, dass sie Putin vorwerfen, er würde lügen und dass sie Carlson dafür kritisieren, dass er diese „Lügen“ unwidersprochen stehen gelassen hat. Daher müssen wir uns die Aussagen Putins anschauen und überprüfen, ob das tatsächlich Lügen waren.

Allerdings ist es bezeichnend, dass die westlichen Medien dagegen sind, Putins Aussagen überhaupt zu zeigen. Selbst wenn Putin lügen würde, hätte das westliche Publikum doch einen Anspruch darauf, Putins Standpunkt zu verstehen. Das wäre journalistische Arbeit.

Aber im Westen gibt es schon lange keinen Journalismus mehr, stattdessen entscheiden die westlichen „Journalisten“, was angeblich die Wahrheit ist und was ihre Leser und Zuschauer erfahren dürfen. Die Fachbegriffe dafür lauten „Propaganda“ und „Zensur“.

Aber schauen wir uns Putins Aussagen einmal an und überprüfen, ob er gelogen oder die Wahrheit gesagt hat. [Zunächst zu] Russlands Geschichte:

Der Beginn des Interviews war sehr langatmig, was auch Tucker Carlson in seiner Einleitung zu dem Interview gesagt hat. Putin hat auf die Frage nach dem Grund für den Konflikt in der Ukraine einen etwa 20-minütigen Exkurs über Russlands Geschichte seit dem Mittelalter gemacht. Aus der Sicht eines „Medienmenschen“ war das nicht gut, denn eigentlich sollte man am Beginn eines Interviews oder einer Sendung etwas tun, was die Zuschauer sofort fesselt.

Aber zum Verständnis der Vorgeschichte war das trotzdem wichtig, denn die russische Geschichte wird in westlichen Schulbüchern kaum behandelt und ist dem westlichen Publikum unbekannt.

Was Putin über die Geschichte Russlands gesagt hat, war alles wahr. Es waren geschichtliche Fakten, die man in den historischen Dokumenten nachlesen kann. Wichtig dabei ist die Tatsache, dass es sich um die Geschichte Russlands handelt, denn es gab früher keine Ukraine, es gab nur eine Grenzregion, die „am Rande“ oder „an der Grenze“ (auf Russisch „u kraine“) genannt wurde. Deren Einwohner waren Russen, die einen russischen Dialekt gesprochen haben und „Bewohner des Grenzgebietes“ (auf Russisch „Ukraintsi“) genannt wurden. Erst irgendwann im 19. Jahrhundert begann sich eine nationalistische Bewegung zu bilden, die in den Ukrainern ein eigenes Volk sah.

Nach der Oktoberrevolution war es für die Sowjetführung unter Lenin aus (macht-)politischen Gründen wichtig, der ländlich geprägten Ukraine möglichst viele russische Gebiete zuzuschlagen. Einer der Gründe war, dass die Kollektivierung der Landwirtschaft, also die Enteignung der Bauern, in der ländlichen Ukraine extrem unpopulär war, weshalb dem ländlich geprägten Gebiet die russischen Industriestandorte im Donbass angegliedert wurden, weil die Arbeiter eher Unterstützer der Sowjets waren. So sollte in dem Gebiet eine pro-sowjetische Mehrheit geschaffen werden.

Lenin war, das ist im Westen weitgehend unbekannt, der Meinung, dass die Völker der Sowjetunion auch ihre eigene Identität haben sollten. Formell war die Sowjetunion ein föderaler Staat, auch wenn das Regime schnell [erst unter Stalin; die GG-Redaktion] totalitär wurde. Aber Lenin hat die Bildung einer ukrainischen Identität gefördert … Er hat damit den Grundstein für den radikalen ukrainischen Nationalismus gelegt, der sich nur wenig später in Nazi-Kriegsverbrechern wie Stepan Bandera, dem heutigen Nationalhelden der Ukraine, manifestiert hat. [Anmerkung der GG-Redaktion: Das ist zu kurz gegriffen und in dieser Verkürzung so „richtig“ wie etwa die Behauptung, Richard Wagner habe den Grundstein für den Judenhass der Nazis gelegt].

Was ich hier schreibe, ist eine sehr oberflächliche Zusammenfassung, Putin hat darüber sehr lange und ausführlich gesprochen. Man kann zu all den Entwicklungen unterschiedliche Ansichten haben, aber Putin hat sich auf die geschichtlichen Fakten konzentriert, auf die westliche Medien nicht eingehen. Sie werfen Putin stattdessen Lügen vor, ohne jedoch auch nur eine dieser angeblichen Lügen in der Sache zu widerlegen.

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Das Wladimir-Putin-Interview in deutscher Übersetzung

Interview: Tucker Carlson (Übersetzung: Paul Brandenburg) – 9. Februar 2024

„Das Folgende ist ein Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, aufgenommen am 6. Februar 2024, gegen 19 Uhr in dem Gebäude hinter uns, bei dem es sich natürlich um den Kreml handelt“, so beginnt ein Video, dass der US-Journalist Tucker Carlson in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf seiner Website www.tuckercarlson.com eingestellt hatte. Er kündigte damit sein Interview mit dem Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin an. „Wie Sie sehen werden, wenn Sie es sich ansehen“, stimmt er seine Zuschauer ein, „geht es in dem Interview hauptsächlich um den laufenden Krieg, den Krieg in der Ukraine, wie er begann, was passiert und vor allem darum, wie er enden könnte.“

Tucker gibt dann zu bedenken: „Zu Beginn des Interviews stellten wir die offensichtlichste Frage: Warum haben Sie das getan? Haben Sie eine Bedrohung gespürt, eine unmittelbare physische Bedrohung, und ist das Ihre Rechtfertigung? Und die Antwort, die wir bekamen, schockierte uns. Putin redete sehr lange, wahrscheinlich eine halbe Stunde, über die Geschichte Russlands, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Und ehrlich gesagt dachten wir, das sei eine Filibuster-Technik (Zermürbungstaktik) und fanden es nervig, unterbrachen ihn mehrmals und er antwortete, er sei verärgert über die Unterbrechung.“

„Aber am Ende kamen wir zu dem Schluss“, so Tucker Carlson, „dass es sich nicht um eine Zermürbungstaktik handelte. Stattdessen kam uns das, was Sie gleich sehen werden, aufrichtig vor, ob Sie damit einverstanden sind oder nicht.“

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Kanada: Premierminister Trudeau lud Nazi-Kriegsverbrecher Hunka zu exklusivem Empfang für ukrainischen Präsidenten ein

Von Roger Jordan – 7. September 2024

Das Büro des kanadischen Premierministers Justin Trudeau hat dem 98-jährigen Nazi-Kriegsverbrecher Jaroslaw Hunka eine formelle Einladung zu einem exklusiven Empfang für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im September 2023 geschickt. Diese Enthüllung, über die die Zeitung Globe and Mail am Montag berichtete, unterstreicht, dass der stehende Applaus, zu dem sich das kanadische Unterhaus für den Waffen-SS-Veteranen erhob, kein Zufall war. Vielmehr spiegelte sich in dem Beifall die breite Unterstützung innerhalb der herrschenden Elite Kanadas dafür wider, bei der aggressiven Verfolgung ihrer imperialistischen Interessen auf rechtsextreme und offen neonazistische Kräfte zurückzugreifen.

Die E-Mail mit der Einladung wurde unter dem Betreff „Einladung des Premierministers von Kanada – 22. September 2023“ verschickt. Sie beginnt mit den Worten „Lieber Jaroslaw Hunka“. Weiter hieß es darin: „Der ehrenwerte Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, lädt Sie herzlich zu einer besonderen Veranstaltung ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 22. September 2023, um 20:30 Uhr in Toronto statt.“

Neben Trudeau nahm auch die stellvertretende Premierministerin Chrystia Freeland an der Veranstaltung teil, deren Großvater mütterlicherseits, Mykhailo Chomiak, während des Zweiten Weltkriegs ebenso wie Hunka ein ukrainischer Nazi-Kollaborateur war. Chomiak war Herausgeber der faschistischen ukrainischsprachigen Zeitung Krakivski Visti. Inmitten der Massenvernichtung der Juden in der Ukraine verbreitete sie systematisch antisemitische Hetze. Sie setzte sich auch für die Formierung der Waffen-SS-Einheit ein, der Hunka angehörte: die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (auch: „Waffen-SS-Division Galizien“).

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Deutsch-europäischer Kriegseinsatz im Roten Meer

Von Gregor Link – 8. Februar 2024

Am Donnerstag entsandte die Deutsche Marine die Mehrzweckfregatte „Hessen“ ins Mittelmeer, um einen europäischen Kriegseinsatz im Roten Meer vorzubereiten. Die Pläne für die Mission „Eunavfor Aspides“ der Europäischen Union (EU) sehen vor, luftgestützte Frühwarnsysteme und mehrere europäische Kriegsschiffe in die Region zu verlegen, um deutsche und europäische Handelsschiffe zu eskortieren und Angriffe der im Jemen operierenden schiitischen Huthi-Miliz abzuwehren. Der Einsatz zielt darauf ab, die israelische Regierung während ihres Genozids im Gaza-Streifen zu unterstützen, und ist Teil des Bestrebens der imperialistischen Mächte, den Nahen Osten neu aufzuteilen und zu plündern.

Das operative Hauptquartier der multinationalen EU-Mission Aspides wird in der griechischen Stadt Larissa liegen und unter Führung eines griechischen Admirals stehen. Einem Bericht der streitkräftenahen Website Marineforum zufolge hatten sich bereits während eines informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister am vergangenen Freitag sieben EU-Staaten bereit erklärt, Kriegsschiffe oder Flugzeuge für die Mission bereitzustellen. Neben der deutschen Fregatte „Hessen“ ist dort die Rede von den Fregatten „Hydra“ (Griechenland), „Louise Marie“ (Belgien), „HNLMS Tromp“ (Niederlande) – sowie der französischen „Languedoc“ und der italienischen „Virginio Fasan“, die sich bereits jetzt unter jeweils nationalem Kommando im Roten Meer befinden.

Wie die Tagesschau am Donnerstag berichtete, stehen die Planungen für den EU-Militäreinsatz inzwischen „kurz vor dem Abschluss“. Mehreren Diplomaten zufolge soll bereits am heutigen Freitag ein schriftliches Beschlussverfahren zur Einrichtung der Operation begonnen werden. Der formale Beschluss der Mission wird spätestens beim EU-Außenministertreffen am 19. Februar erwartet und soll noch in diesem Monat vom Bundestag genehmigt werden. Zu diesem Zeitpunkt soll die deutsche Fregatte das Mittelmeer jedoch bereits durchquert und den Suezkanal erreicht haben.

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Warum die Kampagne „gegen Rechts“ erstens orchestriert und zweitens verlogen ist

Von Thomas Röper – 7. Februar 2024

Dass die mediale Kampagne gegen die AfD, die von correctiv losgetreten wurde, eine Inszenierung war, war von Anfang an klar. Inzwischen gibt es auch reichlich Belege dafür. Wie verlogen die Kampagne ist, wird inzwischen auch offensichtlich.

Ich werde in Russland derzeit öfter von verschiedenen Medien um Interviews gebeten, denn die Entwicklungen in Deutschland interessieren auch die Menschen in Russland. Eine Frage, die mir dabei immer wieder gestellt wird, ist, wie die deutsche Öffentlichkeit über dieses oder jenes denkt. Und da muss ich den Russen dann immer erklären, dass es „die deutsche Öffentlichkeit“ eigentlich nicht (mehr) gibt, denn die Deutschen sind so derartig gespalten, dass es in Deutschland zu kaum einem Thema noch eine mehr oder weniger einheitliche öffentliche Meinung gibt.

Das hat auch die mediale und politische Kampagne gegen die AfD wieder gezeigt. Die dauert nun etwa vier Wochen an und hat laut Umfragen praktisch keine Wirkung gezeigt. Deutsche Medien jubeln zwar, dass die AfD in Umfragen um zwei oder drei Prozent gefallen ist und nun bei etwa 18 Prozent liegt, aber dabei wird eine Sache immer übersehen.

Ich rede von der neuen Partei von Sarah Wagenknecht, die nun ebenfalls in den Umfragen auftaucht. Wagenknecht rekrutiert sicherlich einige ihrer Wähler bei denen, die nur mit Bauchschmerzen für die AfD stimmen wollten und nun eine weitere Möglichkeit gefunden zu haben meinen, um gegen die Politik der etablierten Parteien zu stimmen. Die Partei von Wagenknecht, die sich ebenfalls gegen die etablierten Parteien wendet, kommt in Umfragen nun auf fünf bis sieben Prozent.

Wenn man das zur AfD hinzurechnet, ist die Anteil der Wähler, die gegen die Politik der etablierten Blockparteien CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne stimmen wollen, sogar gestiegen und nicht gefallen.

Dass die massive Kampagne kaum Einfluss auf die Umfragewerte der AfD haben würde, war vorhersehbar. Diejenigen, die für die AfD (und wahrscheinlich auch für Wagenknecht) stimmen wollen, sind keine Konsumenten der Mainstream-Medien mehr und daher für solche Kampagnen kaum erreichbar. Ich nenne das den „Aiwanger-Effekt“, denn die Kampagne gegen den Chef der bayerischen Freien Wähler kurz vor der Wahl in Bayern hatte auch keinen Effekt, weil die Kampagnen der Medien inzwischen allzu offensichtlich geworden sind, als dass sie bei denen, die sich von den etablierten Blockparteien abgewendet haben, noch etwas erreichen könnten. …

Das angeblich so skandalöse Treffen, über das das von den Mainstream-Medien und der Regierung finanzierte und gelenkte Propaganda-Netzwerk correctiv am 10. Januar berichtet hat, fand schon Ende November statt. Wenn dort wirklich so skandalöse Dinge geschehen wären, wie die Medien uns glauben machen wollen, stellt sich schon die erste Frage: Warum hat correctiv mit der Veröffentlichung bis Anfang Januar gewartet, wenn doch Ende November schon alle Informationen vorlagen?

Die Veröffentlichung fiel stattdessen auf den Beginn der von der Regierung gefürchteten und schon im Dezember angekündigten Bauerproteste. Die Medienberichte über die Demonstrationen der Anti-AfD-Demos haben die Berichte über die Bauernproteste aus den Schlagzeilen verdrängt. Das war praktisch und ganz im Sinne der Regierung. Und war ganz sicher kein Zufall, wie wir gleich sehen werden.

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NATO-Pläne: Auf Krieg einstellen (I)

Von German-Foreign-Poliy.com – 7. Februar 2024

Deutsche Militärs erarbeiten erstmals seit dem Kalten Krieg einen konkreten Operationsplan für militärische Operationen auf deutschem Boden im Fall eines Krieges mit Russland. Deutschland ist laut NATO-Plänen Drehscheibe für den Aufmarsch nach Osten. – Deutsche Militärs entwickeln bereits seit dem vergangenen Frühjahr konkrete Planungen für kriegerische Operationen auf deutschem Boden. Zuständig für die Arbeit an dem „Operationsplan Deutschland“ ist das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr. Dessen „wesentliche Aufgabe“ sei es, den „vorgesehenen Aufmarsch“ – der Sache nach gegen Russland – und die „Versorgung verbündeter und eigener Streitkräfte in der Drehscheibe Deutschland sicherzustellen“, erläutert die Bundeswehr. Die „Forderungen der NATO an Deutschland“ als Drehscheibe eines transatlantischen Vorstoßes in Richtung Osten seien die „zentrale Einflussgröße bei der Erstellung“ des Operationsplans. Die Bundesregierung arbeitet bereits seit Jahren am Ausbau der transeuropäischen „militärischen Mobilität“. Jüngste Initiative ist eine kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung der Niederlande, Polens und Deutschlands, die gemeinsam einen „Musterkorridor“ für Truppenverlegungen an die NATO-Ostflanke aufbauen wollen. Als „zentrale Transitnation“ sei gerade für Deutschland der Ausbau der „militärischen Mobilität“ von „strategischer Bedeutung“, äußert die Parlamentarische Staatssekretärin im Verteidigungsministerium Siemtje Möller.

Operationsplan Deutschland
Zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg stellt die Bundesrepublik einen umfassenden Verteidigungsplan auf, den sogenannten Operationsplan Deutschland. Dabei handelt es sich um konkrete Planungen für „den operativen Einsatz der Bundeswehr in Deutschland in Frieden, Krise und Krieg“. Hintergrund ist die sich mit der drohenden weiteren militärischen Eskalation des Einflusskampfes zwischen den NATO-Staaten und Russland „verschärfende sicherheitspolitische Lage in Europa“, erläutert die Bundeswehr: Es gelte, sich „letztendlich auch“ auf „Krieg einzustellen“. Der Operationsplan beruht nach Angaben der Truppe auf der „Basis der NATO-Verteidigungsplanung“. Wesentliche Teile der deutschen Streitkräfte sind inzwischen in unterschiedlicher Form im NATO-Aufmarsch in größtmöglicher Nähe zur russischen Westgrenze gebunden. Die deutschen Militärs gehen bei der Erarbeitung des Operationsplans davon aus, dass „ein größerer Teil“ der Bundeswehr „in Deutschland selbst nicht eingeplant“ werden könne, da er „an der Ostflanke“ der NATO „gebraucht“ werde. Nicht zuletzt deshalb stützt sich der Operationsplan maßgeblich auch auf die Einbindung ziviler Kräfte und Reservisten (german-foreign-policy.com berichtet in Kürze).

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Nord-Stream-Sprengung: Schweden stellt die Ermittlungen ein und übergibt Unterlagen an Deutschland

Von Thomas Röper/TASS – 7. Februar 2024 13:58 Uhr

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Sprengung der Nord Streams ergebnislos eingestellt und die Unterlagen an die deutsche Staatsanwaltschaft übergeben.

Dass Schweden die Ermittlungen zur Sprengung der Nord Streams einstellen würde, hatte sich in den letzten Tagen schon angedeutet. Die schwedische Begründung ist dabei interessant, denn sie deutet an, dass man in Schweden gar nicht daran interessiert war, die Täter zu ermitteln und anzuklagen, sondern nur darauf aus war, Schweden aus der Schusslinie zu nehmen.

Nun soll der deutsche Generalbundesanwalt die Ermittlungen fortsetzen. Ob der irgendwann ein Ergebnis präsentiert, ist fraglich. Die deutsche Justiz ist nicht unabhängig und der Generalbundesanwalt ist dem Justizminister gegenüber weisungsgebunden. Was der Generalstaatsanwalt auch herausfinden könnte, wäre politisch brisant, denn entweder müsste er die USA oder Kräfte aus der Ukraine als Täter benennen. Beides wäre politisch, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht gewollt.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat den aktuellen Stand der Dinge zusammengefasst, und ich habe die TASS-Meldung übersetzt.

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