Das Überwachungsnetz der Trump-Regierung

Von Niles Niemuth – 11. Februar 2020

Das Wall Street Journal hat am Wochenende berichtet, dass die Trump-Regierung Zugang zu einer kommerziellen Datenbank erworben hat, die den Standort und die Bewegungen von Millionen Mobiltelefonen verfolgt. Die Regierung verfolgt damit das Ziel, die Abschiebung von in den USA lebenden Einwanderern zu erleichtern und Menschen beim Überqueren der Grenze zu verfolgen. Die Enthüllung dieses Pro-gramms zeigt, dass die illegale Rasterfahndung der Regierung seit der Aufdeckung der massenhaften Spionage durch den Informanten Edward Snowden im Jahr 2013 ausgeweitet wurde.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/11/pers-f11.html

Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Libyen 2011

Von KenFM – 10. Februar 2020

„Im Jahr 2011 bombardierte die NATO den nordafrikanischen Staat Libyen, um das dortige Staatsoberhaupt Muammar al-Gaddafi zu stürzen. Offiziell war von der Befrei-ung des libyschen Volkes die Rede. Gaddafi sei ein skrupelloser Diktator, der sein Volk brutal unterdrücke. Um diesem Schrecken ein Ende zu bereiten, sei die internationale Gemeinschaft geradezu dazu verpflichtet, zu intervenieren.

Legt man heute, knapp neun Jahre nach dem Ende der Militäroperationen, diese hehren Bekundungen als Maßstab an, kommt man nicht umhin zu konstatieren, dass der Einsatz sein offizielles Ziel meilenweit verfehlt hat. Mehr noch: Statt die Situation zu verbessern, hat die Intervention maßgeblich dazu beigetragen, dass aus einem Land, das zu den entwickeltesten in ganz Afrika gehörte, ein gescheiterter Staat wurde, der seither im totalen Chaos versinkt.

Angesichts dieses dramatischen Scheiterns stellen sich einige Fragen: Entsprachen die vorgegebenen Motive auch den tatsächlichen Motiven im Libyen-Konflikt? War Gaddafi wirklich der herzlose Tyrann, von dem in unseren Gazetten immerzu die Rede war? Und wie hat man es 2011 geschafft, als die Lügen über den Irak-Krieg langsam ins kollektive Bewusstsein sickerten, die Bevölkerung abermals auf einen völkerrechts-widrigen Angriffskrieg einzustimmen?

Dr. Daniele Ganser hat sich in einem Vortrag, den er am 18. November 2019 in Karlsruhe hielt, genau diesen Fragen gewidmet. Er enttarnt die Mechanismen der Kriegspropaganda, widmet sich der Rolle der Geheimdienste MI6 und CIA im Libyen-Krieg und zieht Parallelen zum Syrien-Konflikt, der nur kurze Zeit später entflammte. Ganser zeigt, wie wichtig es ist, in Momenten der Gewalt die Ruhe zu bewahren und sich nicht von der Angst leiten zu lassen. Nur dann ist unser geistiges Immunsystem künftig in der Lage, Propaganda als solche zu erkennen und sie effektiv zu bekämpfen.“

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Beredtes Schweigen. Die Berichte über einen angeblichen Giftgasanschlag in Douma sind widerlegt − nur: die Medien sagen uns das nicht.

Von Karin Leukefeld – 8. Februar 2020

„… Warum sperrt sich die OVCW, die Berichte der erfahrenen Inspektoren und von Augenzeugen zu erörtern? Warum setzen sich hoch dotierte UN-Botschafter, Vertreter der drei westlichen Veto- und Atomwaffenmächte USA, Großbritannien, Frankreich und auch Deutschlands nicht mit dem ursprünglichen Douma-Bericht und dem, was die Inspektoren zu sagen haben, auseinander?Warum berichten international angesehene Tageszeitungen, Rundfunk- und Fernsehsender, die jedes Video der „Weißhelme“ aus den letzten Jahren über angebliche Chemiewaffenangriffe in Syrien verbreitet haben, nicht über das, was ernsthafte Wissenschaftler der OVCW bei der Untersuchung in Douma im April 2018 herausgefunden haben? Warum berichten sie nicht über die auf WikiLeaks veröffentlichten Dokumente, warum nicht über die Präsentation im UN-Sicherheitsrat? […] Vieles spricht dafür, dass es keinen Chemiewaffenangriff in Douma gegeben hat. Sollte dem so sein, müsste ganz anderen der Prozess gemacht werden. Dann wären nicht nur diejenigen, die falsches Zeugnis ablegten, zur Rechenschaft zu ziehen, auch die US-amerikanisch-britisch-französischen Luftangriffe auf Syrien am 14. April 2018 wären völkerrechtswidrig und kämen auf die Anklagebank. …“ [Hier weiterlesen]

Aufruf: Julian Assange aus der Haft entlassen!

Am 6. Februar 2020 stellten Günter Wallraff (Investigativjournalist), Sigmar Gabriel (Bundesaußenminister a.D.), Gerhart Baum (Bundesinnenminister a. D.) und Sevim Dagdelen (MdB) in der Bundespressekonferenz in Berlin den Appell „Julian Assange aus der Haft entlassen“ vor, der von weit mehr als 100 Prominenten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Medien unterzeichnet wurde. Inzwischen haben den Aufruf weit über 13.000 Menschen untereueichnet.

Hier unterzeichnen: https://assange-helfen.de

Freiheit für Julian Assange und Chelsea Manning! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning – 5. Mai 2019

USA bringen „einsatzbereite“ Atomwaffen gegen Iran in Stellung

Von Bill Van Auken – 3. Februar 2020

Das Pentagon hat das U-Boot USS Tennessee, das letzten Monat auf dem Höhepunkt der Irankrise in den Atlantik entsandt wurde, erstmals mit einem neuen, „leistungs-schwächeren“ Atomsprengkopf ausgestattet. Der als W76-2 bezeichnete thermo-nukleare Gefechtskopf hat eine Sprengkraft von etwa fünf Kilotonnen. Das ist ein Drittel der Zerstörungskraft der Bombe, mit der 1945 in Hiroshima etwa 140.000 Menschen getötet wurden.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/03/pers-f03.html

Assange würde in den USA „in der dunkelsten Gefängnisecke“ verschwinden

Von Oscar Grenfell – 3. Februar 2020

Letzte Woche enthüllten Vertreter der Organisation Don’t Extradite Assange (DEA, „Liefert Assange nicht aus“), dass Julian Assange nach seiner Auslieferung von Großbritannien an die USA in fast vollständige Isolation käme und unter drakonischen Haftbedingungen leben müsste, die normalerweise nur für verurteilte Terroristen gelten.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/03/assa-f03.html

Windei „Libyen-Konferenz“. Die Tagesschau verklärte die Berliner Kulissenschieberei zum weltpolitischen Großereignis

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam – 2. Februar 2020

„Libyen ist längst zu einem Ort für einen Stellvertreterkrieg geworden, und das wollen wir nicht länger akzeptieren. Seit Monaten sind wir in Gesprächen mit Ländern, die Einfluss nehmen in Libyen und wir wollen diese dazu veranlassen und in die Pflicht nehmen…“ So tönte Außenminister Heiko Maas am 17. Januar, zwei Tage vor Beginn der Libyen-Konferenz in Berlin. Entsprechend das Tamtam der Tagesschau: „In Berlin haben sich die Teilnehmer der Libyen-Konferenz auf einen umfassenden Plan für eine Friedenslösung in dem Bürgerkriegsland verständigt“. Das stimmte höchstens formal. Ein kritischer Beobachter hätte zumindest beiläufig bemerkt, dass einige der Akteure hinterm Rücken die Finger kreuzten. Die Tagesschau vertuschte aber dienstfertig, dass nur eine Show mit Heißluft-Ballonstart abgezogen worden war.

https://publikumskonferenz.de/blog/2020/02/02/windei-libyen-konferenz/

Intrige (J’accuse): Roman Polanskis Meisterwerk über die Dreyfus-Affäre

Von Alex Lantier – 1. Februar 2020

Der Film „Intrige“ des französisch-polnischen Regisseurs Roman Polanski kommt am 6. Februar in die deutschen Kinos. In Frankreich wird er unter dem Originaltitel „J’accuse“ bereits seit dem 13. November 2019 gezeigt. „Intrige“ ist ein eindrucksvoller Film, der von der Dreyfus-Affäre erzählt, dem zwölf Jahre langen historischen Kampf um die Freilassung des französischen jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus (1859-1935), der 1894 zu Unrecht wegen Spionage für Deutschland verurteilt wurde. Die Enthüllung des kriminellen Verhaltens, an dem praktisch der gesamte französische Generalstab beteiligt war und das vom größten Teil des politischen Establishments unterstützt wurde, erschütterte den französischen Staat bis in seine Grundfesten.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/01/pola-f01.html

Wachsende Spannungen zwischen den NATO-Mächten um Libyen und das Mittelmeer

Von Alex Lantier – 1. Februar 2020

Nach der Libyen-Konferenz in Berlin vom 19. Januar verschärfen sich die militärischen Spannungen zwischen den NATO-Mächten um Libyen und das Mittelmeer. Am Mitt-woch traf sich der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis in Paris zu Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Die Konferenz in Berlin hat keine Grundlage für Frieden geschaffen. Sie führt zu verstärkten imperia-listischen Interventionen mit dem Ziel, die Profite aus der Ausbeutung Libyens und der ganzen Region aufzuteilen.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/01/fran-f01.html

Gabriel: Von der SPD zur Deutschen Bank

Von Peter Schwarz – 1. Februar 2020

„Ich finde es schlimm, dass sofort der Generalverdacht entsteht, man würde sozusagen seine Seele verkaufen, wenn man nach dem Ende seiner politischen Laufbahn eine Aufgabe in der Wirtschaft wahrnimmt“, verteidigte der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel seinen Einzug in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Er werde auch in Zukunft nicht anders denken und handeln als bisher.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/01/gabr-f01.html