Von Andre Damon – 4. Oktober 2026

Die Trump-Regierung schickt den Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt und drei amphibische Kriegsschiffe mit etwa 2.000 Marinesoldaten in den Nahen Osten. Wie das Wall Street Journal und Bloomberg News am Donnerstag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichteten, werden damit die gegen den Iran stationierten US-Streitkräfte um bis 10.000 Seeleute und Marinesoldaten verstärkt.
Im Vorfeld der Truppenverlegung hatte US-Präsident Donald Trump vor der UN-Generalversammlung am 22. September gedroht, neue Angriffe würden „die Islamische Republik vernichten, und zwar schnell“ und sie „in die Hölle zu jagen, ohne Aussicht auf Überleben und ohne Hoffnung auf künftige Größe oder Generationen“. Zwei Tage später hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der Generalversammlung erklärt: „Das [iranische] mörderische Regime wird gestürzt. Dieses böse Regime wird fallen, und wir alle werden diesen Tag feiern.“
Dieser Militäraufmarsch bringt das Weiße Haus auf einen Kurs, der auf eine massive Verschärfung des Kriegs nach den US-Zwischenwahlen am 3. November hinausläuft. Die Wahlen werden voraussichtlich die überwältigende Ablehnung des Kriegs durch Arbeiter und Jugendliche zum Ausdruck bringen. Doch auch die Demokraten, die bei den Wahlen profitieren könnten, bekennen sich wie Trump zu dem Ziel, den Iran den amerikanischen Interessen zu unterwerfen.
Das Journal berichtete am 25. September, Trump habe gegenüber Beratern erklärt, er werde voraussichtlich „nach den Zwischenwahlen im November die Bombardierung des Iran wieder aufnehmen“. Am Donnerstag schrieb das Journal unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, die Schiffe würden Ende November in der Region eintreffen.
Bloomberg berichtete unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, die Stationierung „gibt den amerikanischen Kommandanten zusätzliche Optionen, wenn Präsident Donald Trump beschließen sollte, die Angriffe auf den Iran zu eskalieren.“
Axios zitierte am Donnerstag einen US-Regierungsvertreter, der erklärte, es könnten „potenziell bis zu drei Flugzeugträger-Kampfgruppen in der Region stationiert sein. Das bedeutet viel mehr Feuerkraft.“
Die Roosevelt war am Sonntag von San Diego ausgelaufen, und die amphibische Kampfgruppe um die USS Makin Island folgte am Montag. Axios berichtete unter Berufung auf einen anderen Regierungsvertreter, es sei noch nicht entschieden, ob die Roosevelt die bereits in der Region stationierten Flugzeugträger ergänzen oder einen von ihnen ablösen soll. Die USA haben bereits mehr als 50.000 Soldaten in der Region stationiert.