Stella Moris: Assange werden juristische und demokratische Rechte vorenthalten

Von Oscar Grenfell – 23. Februar 2021

In einem Online-Posting in der vergangenen Woche prangerte Stella Moris, Julian Assanges Lebensgefährtin und Mutter seiner beiden kleinen Kinder, die Tatsache an, dass dem WikiLeaks-Gründer grundlegende juristische und demokratische Rechte vorenthalten werden, selbst nachdem ein britisches Amtsgericht Anfang letzten Monats gegen seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten entschieden hat. Moris gab eine prägnante Zusammenfassung der demokratischen Prinzipien, um die es bei dem Versuch der USA geht, Assange strafrechtlich zu verfolgen, weil er Kriegsverbrechen aufgedeckt hat. Sie informierte seine Unterstützer über den aktuellen Stand der juristischen Kampagne zur Sicherung seiner Freiheit.

https://www.wsws.org/de/articles/2021/02/23/assa-f23.html

Der Mars-Rover und die Katastrophe von Texas: Die Möglichkeiten der Wissenschaft kollidieren mit der kapitalistischen Realität

Von Bryan Dyne – 22. Februar 2021

Die erfolgreiche Landung des Marsrovers „Perseverance“ (Ausdauer) ist eine wissenschaftliche und technologische Leistung sondergleichen. Nach acht Jahren akribischer Planung, die Tausende Menschen in verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten umfasste, landete die 1.025 kg schwere astrobiologische Forschungssonde sanft auf der Oberfläche einer anderen Welt. Perseverance ist der jüngste einer Reihe von Orbitern, Landern und Rovern, die einen Planeten untersucht haben, der die Menschen schon lange fasziniert. Wie alle vorhergehenden Missionen aufgezeigt haben, ist die Marsoberfläche ein trockener, kalter und karger Ort. Doch trotz seiner gegenwärtigen Feindseligkeit gegenüber bekanntem Leben fühlt er sich sehr vertraut an: Es gibt dort Dünen, Stürme, Eiskappen, Berge, ausgetrocknete Bäche, Flüsse und Seebetten. Selbst die Sonnenuntergänge auf dem Mars sind spektakulär und bilden mit ihren Blautönen einen wunderschönen Kontrast zu den von der Erde bekannten Rot- und Gelbtönen.

https://www.wsws.org/de/articles/2021/02/22/pers-f22.html

And the winner is: die dümmste Kolumne zum Thema Impfen im Spiegel

Von Thomas Röper – 22. Februar 2021

Am 20. Februar ist im Spiegel eine Kolumne von Alexander Neubacher mit der Überschrift „Biontech & Co. – Danke, liebe Reiche“ erschienen. Die Überschrift gibt bereits die Richtung vor: Die Reichen haben gerade die Welt gerettet, wie auch in der Einleitung zu dem Artikel bereits zu lesen ist: „Ein Glück, dass die Linke die Milliardäre noch nicht enteignet hat. Es gäbe keinen Impfstoff aus Deutschland.“ Und so beginnt der Artikel schon in der Einleitung mit einer Lüge oder doch zumindest mit einer gänzlich unwahren These: Wir haben einen Impfstoff in Deutschland, weil wir Milliardäre haben. Warum ist das unwahr?

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Armut in Deutschland: Zwei Millionen Menschen müssen zuhause frieren

Von Elisabeth Zimmermann – 22. Februar 2021

Am 15. Februar, als die Temperaturen weit unter Null sanken, große Teile Europas unter Schnee und Frost versanken und Obdachlose auf den Straßen erfroren, meldete das Statistische Bundesamt, dass in Deutschland über zwei Millionen Menschen in ihren Wohnungen frieren, weil sie zu arm sind, um zu heizen. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2019. 2,5 Prozent der Bevölkerung waren damals betroffen. Besonders hoch war der Anteil unter Alleinlebenden mit 4,8 Prozent und unter Alleinerziehenden und deren Kindern mit sieben Prozent. Die Gefahr, unter solchen Bedingungen ernsthaft zu erkranken oder gar zu erfrieren, ist sehr hoch.

https://www.wsws.org/de/articles/2021/02/22/armu-f22.html

Wer ist Alexej Nawalny, was ist sein politisches Programm und wer steht hinter ihm?

Von Christian Müller – 21. Februar 2021

Journalistische Recherchen sind zeitlich aufwendig. Im „Fall Nawalny“ berichten viele Medien zu simpel – ein gutes Beispiel, was es braucht, um an mehr Informationen zu kommen. Der für Russland zuständige Auslandredaktor der NZZ, Andreas Rüesch, hat am Samstag, 13. Februar 2021, als Aufmacher auf der NZZ-Frontseite einen Leitartikel zu Russland publiziert. Das Thema war Nawalny und Putins Zukunft. In seinem Text kommen die Wörter «Opposition» und „Oppositionelle“ zwar etliche Male vor, aber Rüesch hat – absichtlich oder fahrlässig – darauf verzichtet, zu sagen, wie denn diese Opposition in Russland überhaupt aussieht. Dass Nawalny gegen Putin Opposition macht, wissen wir ja nun alle. Aber wofür steht Nawalny? Was ist das politische Programm dieses Putin-Kritikers, der mitten in der Covid-19-Pandemie und trotz aller Corona-bedingten Versammlungsverbote zu Demonstrationen aufrief? Und wer steht hinter Nawalny? Ist er der richtige Mann, von den westlichen Ländern zum Freiheitshelden hochstilisiert zu werden?

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Bundesregierung beschließt Gesetz gegen Hasskriminalität

Von Kim Rixecker – 22. Februar 2021

Das Bundeskabinett hat den umstrittenen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Rechtsradikalismus und Hass im Internet beschlossen. Die Internet-Branche und der Deutsche Anwaltsverein kritisieren die geplante Gesetzesverschärfung als teilweise verfassungswidrig. Das vom Kabinett gebilligte Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität sieht unter anderem harte Strafen für im Netz getätigte Drohungen vor. Wer mit Mord oder Vergewaltigung droht, soll zukünftig bis zu drei Jahre ins Gefängnis. Außerdem sieht das Gesetz vor, dass antisemitische Motive bei der Strafzumessung besonders zu berücksichtigen seien. Darüber hinaus sollen soziale Netzwerke zukünftig strafbare Handlungen an eine Zentralstelle beim Bundeskriminalamt (BKA) melden. Tun sie das nicht, droht ihnen ein Bußgeld. Um der zu erwartenden Flut an Daten Herr zu werden, soll das BKA um rund 300 neue Stellen aufgestockt werden. Melden müssen die Social-Media-Anbieter Beiträge immer dann, wenn sie den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt sehen oder es um Morddrohungen geht.

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Die bornierte Falschheit von Maas und Merkel

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam – 21. Februar 2021

ARD-aktuell kaschiert ihre Doppelzüngigkeit und gefährliche Konfrontationspolitik gegenüber Russland und China. – Für den Hausgebrauch formuliert unser aller Kanzlerin Angela Merkel ihren Kategorischen Imperativ: „Rechtsextremismus müssen wir in den Anfängen bekämpfen, ohne jedes Tabu … sonst haben wir einen vollkommenen Verlust der Glaubwürdigkeit.“ Beachtet man allerdings, wie Merkels Regierungssprecher sich ahnungslos und nicht-wissend gegenüber dem Neonazismus und Rassismus im „befreundeten“ Ausland gibt – „Adolf Hitler war der größte Mensch, er hat direkte Demokratie praktiziert“ – dann kann von Glaubwürdigkeit gleich keine Rede mehr sein. Außenminister Maas, „wegen Auschwitz in die Politik gegangen“, belegt davon unbeschadet den Auschwitz-Befreier Russland mit Sanktionen und verlangt sogar, den Rassisten Nawalny („… diese Drecksjuden!“ ) freizulassen. Und die Tagesschau, längst erhaben über jeden Gedanken an kritisch-sauberen Journalismus, verschleiert all den Widersinn und die Doppelmoral der Bundesregierung.

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Wie die Süddeutsche Zeitung einem Mitarbeiter von RT DE den Schauprozess macht

Von RT DE – 19. Februar 2021

RT DE-Reporter Florian Warweg, bekannt als unbequemer Fragesteller in der Bundespressekonferenz (BPK), beantwortete schriftlich mehrere Fragen der Süddeutschen Zeitung (SZ). Er hätte es besser gelassen – denn seine dunklen Vorahnungen wurden leider bestätigt. „Bitte unterschreiben Sie hier!“ – das hätte eigentlich genügt. Warum sich die Süddeutsche Zeitung noch die Mühe gemacht hat, unserem RT DE-Kollegen Florian Warweg eine ganze Reihe von Fragen zu schicken, wird für immer ihr Geheimnis bleiben. Vielleicht wollte man in München zumindest den Schein wahren und nicht den Eindruck einer schon feststehenden Verurteilung erwecken. Dabei stand das Urteil schon lange fest, Warweg musste nur noch seine Unterschrift darunter setzen. So wie immer, wenn es um RT DE geht. Ein reiner Schauprozess.

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Propaganda nach Lehrbuch: Mit welchen Mitteln der Spiegel brutale Polizeigewalt in Spanien verharmlost

Von Thomas Röper – 21. Februar 2021

In Spanien finden seit einigen Tagen heftige Proteste statt, die Polizei geht mit brutaler Gewalt gegen Demonstranten vor. An diesem Beispiel kann man anschaulich aufzeigen, wie der Spiegel Polizeigewalt im Westen verharmlost. Wir kennen die Spiegel-Berichte der letzten Jahre zur Genüge. Wann immer es Proteste in Hongkong, Moskau oder Minsk gab, hat der Spiegel regelrecht aufgeheult und von Polizeigewalt fabuliert, auch wenn es gar keine gegeben hat. Diese Formulierung gehört für den Spiegel zum Standard-Repertoire, wenn er über Länder berichtet, deren Regierungen ihm nicht gefallen.

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Der Tag des (jüngsten) Gerichts für Navalny: zwei Prozesse und zwei Verurteilungen an einem Tag

Von Thomas Röper – 21. Februar 2021

Diese Überschrift ist der Tatsache geschuldet, dass sich Navalny nach seinen unflätigen Ausfällen bei den vorherigen Verhandlungstagen nun plötzlich auf die Religion besonnen hat. Genützt hat es ihm nichts: Seine Haftstrafe wurde bestätigt und außerdem wurde er wegen Verleumdung zu einer Geldstrafe verurteilt. Am Samstag fanden zwei Gerichtsverhandlungen gegen Navalny statt. In der ersten ging es um seine Rechtsmittel gegen die Umwandlung seiner Bewährungsstrafe in eine Haftstrafe, nachdem er etwa 60 Mal gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat. … Im zweiten Prozess ging es um die Verleumdung eine Weltkriegsveteranen. … Nachdem bei den ersten Prozessen noch Anhänger von ihm vor dem Gericht demonstriert hatten, ist nun niemand mehr gekommen und die Journalisten waren vor dem Gerichtsgebäude unter sich.

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