US-Vertreter sagen es ganz offen: Die USA haben den Krieg in der Ukraine gewollt

Von Thomas Röper – 25. November 2022

Der US-Botschafter in der Schweiz hat in einem Interview offen zugegeben, dass die USA den Krieg in der Ukraine wissentlich von langer Hand vorbereitet und provoziert haben. – Aus Sicht der Machthaber im Westen ist es ein wahrer Segen, dass die westlichen Medien keine kritischen Fragen stellen und dass die meisten Menschen ein zu geringes Wissen über politische Zusammenhänge haben, um öffentlich gemachte Aussagen zu verstehen. Darauf hat auch Scott Miller, der US-Botschafter in der Schweiz, gesetzt, als er bei einem Interview mit dem Schweizer Fernsehsender RTS offen geredet hat. RTS schreibt in seinem Artikel über das Interview mit US-Botschafter Scott Miller: „Er unterstreicht die Rolle, die die Vereinigten Staaten über ihre Botschaft gespielt haben, noch bevor die Offensive am 24. Februar begann. Unmittelbar nach seiner Ankunft in Bern am 8. Januar habe er Gespräche mit Bundesräten und Staatssekretären geführt und ihnen US-Geheimdienstinformationen über die Invasion vorgelegt. »Ich habe ihnen gesagt, dass wir beabsichtigen, eine Reihe von Sanktionen von beispiellosem Ausmaß und Umfang zu verhängen.«“

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Kolumbianischer Präsident Petro trifft sich mit WikiLeaks und will sich für Julian Assange einsetzen

Von Hans Weber – 24. November 2022

Der linke kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat sich mit Sprechern des Wikileaks-Projekts im Präsidentenpalast Casa de Nariño getroffen. Das Treffen mit dem Chefredakteur der Enthüllungsplattform, Kristinn Hrafnsson, und dem Wikileaks-Botschafter, Joseph Farrell, dauerte etwa eine Stunde. Laut Hrafnsson hat sich der Staatschef bereiterklärt, für den Gründer von Wikileaks, Julian Assange, bei der Regierung von Joe Biden einzutreten. Schon vor seiner Wahl zum Präsidenten hatte Petro Kritik an der Inhaftierung von Assange geäußert. Nun erklärt er diese Woche: „Ich habe mich mit den Sprechern von Wikileaks getroffen, um den weltweiten Kampf für die Freiheit des Journalisten Julian Assange zu unterstützen. Zusammen mit anderen lateinamerikanischen Präsidenten werde ich Präsident Biden auffordern, einen Journalisten nicht anzuklagen, nur weil er die Wahrheit gesagt hat.“

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Fifa-WM in Katar: Geopolitik, Geld und Doppelmoral

Von Peter Schwarz – 24. November 2022

Dass der Spitzensport und insbesondere der Weltfußball vom großen Geld und von Machtinteressen beherrscht werden, ist keine neue Erkenntnis. Doch mit der Fußballweltmeisterschaft in Katar hat diese Entwicklung eine neue Dimension erreicht. Bereits die Vergabe der Weltmeisterschaft durch den Weltfußballverband Fifa im Jahr 2010 war ein Skandal. Mit Katar erhielt ein Land den Zuschlag, das über keinerlei Fußballtradition verfügt, in dem drei Millionen Menschen leben, von denen nur jeder zehnte katarischer Staatsbürger ist, in dem die unerträgliche Hitze die Austragung zur üblichen Sommerzeit ausschließt und das von einem despotischen Herrscher regiert wird, der nicht einmal rudimentäre Formen der Demokratie zulässt. Es war klar, dass gewaltige Summen geflossen waren und dass hinter den Kulissen massiver politischer Druck ausgeübt worden war, um die Entscheidung herbeizuführen. Katar war dabei keine Ausnahme. Auch bei der Vergabe der Weltmeisterschaft an Deutschland (2006), Südafrika (2010) und Russland (2018) war geschmiert und begünstigt worden.

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Die Linke auf Kriegskurs: Ramelow für Waffenlieferungen an die Ukraine

Von Johannes Stern – 24. November 2022

Die Linke spielt „eine besonders üble Rolle“ dabei, die Kriegspolitik und die damit verbundenen sozialen Angriffe gegen die Bevölkerung durchzusetzen, schreibt die Sozialistische Gleichheitspartei in ihrer Erklärung zur Wahl in Berlin. Wie zutreffend diese Einschätzung ist, unterstreichen die jüngsten Aussagen des thüringischen Ministerpräsidenten und amtierenden Bundesratsvorsitzenden Bodo Ramelow, eines Mitglieds der Linkspartei. In einem Interview, das die Süddeutsche Zeitung am Montag veröffentlichte, spricht sich Ramelow vehement für mehr deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine aus und teilt jeder Verhandlungslösung mit Russland eine Absage. Es habe eine Zeit gegeben, „auch nach der Besetzung der Krim“, in der er „immer noch auf bestimmte Dialogformate gesetzt habe“ und für einen „Aushandlungsprozess“ mit Russland eingetreten sei, erklärt Ramelow. Das setze „aber voraus, dass es immer noch eine Hoffnung auf Demokratisierung, Stabilisierung und Zivilisierung gibt“. Und dies sei „seit dem 24. Februar vorbei“. Dann stellt sich der politisch einflussreichste Linkspartei-Mann – nach dem Bundespräsidenten, der Bundestagspräsidentin und dem Bundeskanzler bekleidet der Bundesratspräsident protokollarisch das vierthöchste Staatsamt – uneingeschränkt hinter den NATO-Krieg gegen Russland: „Früher war ich ein Gegner von Waffenlieferungen. Heute sage ich ergänzend: Jeder, der angegriffen wird, hat das Recht, sich zu verteidigen.“ Das entspricht der offiziellen Propaganda der imperialistischen Regierungen und Medien, die die Mär vom ukrainischen Verteidigungskrieg verbreiten, um das pro-westliche Regime in Kiew bis an die Zähne zu bewaffnen und den Stellvertreterkrieg gegen die Atommacht Russland anzuheizen.

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NATO schickt nach ukrainischem Raketenangriff auf Polen mehr Waffen nach Osteuropa

Von Andre Damon – 24. November 2022

[Vorbemerkung der Redaktion: In dem nachfolgenden Beitrag wird der Anschluss der Krim an Russland fälschlich als „Annexion“ bezeichnet. Völkerrechtlich gesehen handelte es sich dabei jedoch nicht um eine Annexion, sondern um einen Beitritt der Krim zur Russischen Föderation, dem ein Referendum vorausgegangen war.] Letzte Woche feuerte die Ukraine mindestens eine Rakete auf Polen, um Moskau die Schuld daran zu geben und die NATO direkt in einen Krieg gegen Russland zu ziehen. Dabei wurden zwei polnische Zivilisten getötet. Obwohl die USA und andere NATO-Staaten die Behauptung der Ukraine zurückweisen, Russland sei für den Angriff verantwortlich, haben die europäischen Staaten ihre Beteiligung an dem Konflikt in der Woche nach dem Vorfall deutlich ausgeweitet. Die USA kündigten am Mittwoch die Lieferung von weiteren Waffen im Wert von 400 Millionen Dollar an die Ukraine an, darunter Boden-Luft-Raketen des Typs NASAMS, HIMARS-Langstreckenraketenwerfer, und Hunderte von Militärfahrzeugen. Damit haben die USA der Ukraine Waffen im Wert von 19,7 Milliarden Dollar geliefert. Letzte Woche hatte die Biden-Regierung dem Kongress einen neuen Antrag auf Finanzierung vorgelegt, durch den sich diese Zahl noch verdoppeln würde. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace kündigte an, Großbritannien werde der Ukraine mehrere Sea-King-Hubschrauber schicken. Das würde bedeuten, dass Großbritannien dem Land erstmals bemannte Luftfahrzeuge schickt. Am Montag kündigte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak an, Deutschland werde Patriot-Raketen aus amerikanischer Produktion an der Grenze zur Ukraine stationieren. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein russisches Flugzeug über ukrainischem Luftraum durch ein NATO-Mitglied abgeschossen wird.

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Russland oder die Ukraine, wer ist der „Terrorstaat“?

Von Thomas Röper – 24. November 2022

Das EU-Parlament und die Parlamentarische Versammlung der NATO haben Resolutionen verabschiedet, in denen sie fordern, Russland als „terroristischen Staat“ zu bezeichnen. Sie haben sich offensichtlich beim Adressaten geirrt. – Das EU-Parlament hat eine Pressemeldung veröffentlicht, in der es erklärt hat: „Das Parlament hat am Mittwoch eine Entschließung zu den jüngsten Entwicklungen in Russlands brutalem Angriffskrieg gegen die Ukraine angenommen. Die Abgeordneten betonen, dass die vorsätzlichen Angriffe und Gräueltaten der russischen Streitkräfte und ihrer Stellvertreter gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine, die Zerstörung der zivilen Infrastruktur und andere schwerwiegende Verstöße gegen das Völkerrecht und das humanitäre Recht Terrorakte und Kriegsverbrechen darstellen. Vor diesem Hintergrund erkennen sie Russland als staatlichen Sponsor des Terrorismus und als einen Staat an, der Mittel des Terrorismus einsetzt.“ Auch die Parlamentarische Versammlung der NATO hat eine ähnliche Resolution verabschiedet, die „klar zum Ausdruck bringen (soll), dass der russische Staat unter dem derzeitigen Regime ein terroristisches Regime ist“ und es wurde die Einrichtung eines „internationalen Tribunals“ gefordert, um russische Beamte wegen angeblicher Kriegsverbrechen strafrechtlich zu verfolgen. Die Resolutionen sind nicht bindend und haben daher keine direkten Auswirkungen. Während Kiew den Westen immer wieder aufgefordert hat, Russland zum „staatlichen Sponsor des Terrors“ zu erklären, sind nur wenige Länder – darunter Estland, Litauen und Tschechien – dieser Aufforderung nachgekommen, aber ihre Maßnahmen beschränkten sich auf symbolische Gesten. Im US-Kongress gab es ebenfalls Bestrebungen, Russland offiziell zu einem Staat zu erklären, der den Terror fördert, aber das Weiße Haus hat aufgrund der Folgen eines solchen Schritts sein Veto angekündigt, sollte der Kongress eine solche Resolution beschließen.

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Hurra: Schikane gegen Arbeitslose kann weitergehen

Von Tobias Riegel – 24. November 2022

Die Debatte um das Bürgergeld, das Einknicken der Ampel-Koalition und das triumphale Auftreten der Verteidiger von Sanktionen gegen Arbeitslose müssen als Skandal bezeichnet werden. Das Lob vieler Medien und Politiker für das Fortführen eines erniedrigenden Systems gegen in Not geratene Bürger offenbart ein fragwürdiges Bild vom Zusammenleben. Die aktuelle Debatte zeigt: Mit einer Gesellschaft, in der sich Politiker und Journalisten in der nun erlebten Form auf dem Rücken von arbeitssuchenden Bürgern (erfolgreich) profilieren können, stimmt etwas nicht.

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Wolfgang Ischinger fordert „Kriegswirtschaft“ für Deutschland

Von Florian Warweg – 24. November 2022

Der aktuelle Chef des Stiftungsrates der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat in einem Interview mit dem Springer-Blatt Bild die Bundesregierung aufgefordert, alles in die Wege zu leiten, um Deutschland in eine „Kriegswirtschaft“ zu führen. Die Bundesrepublik stände erst „erst am Anfang der Zeitenwende“, so der langjährige deutsche Spitzendiplomat und Botschafter in den USA. Die vom ihm nun platzierte Forderung ist mehr als nur ein indirektes Eingeständnis, dass, zumindest nach seinem Verständnis, die Bundesrepublik sich bereits im Krieg mit Russland befindet.

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Im russischen Fernsehen herrscht Meinungsfreiheit und echte intellektuelle Debatte

Von Gilbert Doctorow- 24. November 2022

Noch immer meinen die meisten Leute im Westen, im russischen Fernsehen gebe es nur eine erlaubte Meinung und keine Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt. Der an der Harvard University in den USA ausgebildete und heute in Brüssel lebende geopolitische Beobachter und Kommentator Gilbert Doctorow zeigt aber an einem konkreten Beispiel, dass dies überhaupt nicht zutrifft. – „In meinen Berichten und Analysen habe ich oft auf die wichtigste politische Talkshow des Landes, „Abend mit Wladimir Solowjow“, und die wichtigste Nachrichten- und Analysesendung „Sechzig Minuten“ hingewiesen, weil sie die Denkweise der politischen und gesellschaftlichen Eliten Russlands aufzeigen und damit die Grenzen abstecken, innerhalb derer der Kreml seine Macht im Inland und in der Außenpolitik ausüben kann. Ich habe auch gelegentlich die Vermutung geäußert, dass die Moderatoren dieser Sendungen im Auftrag des Kremls handeln, um inoffizielle, aber maßgebliche Botschaften an den Westen zu senden. Dabei war mir durchaus bewusst, dass die großen amerikanischen und britischen Medien die Moderatoren dieser Sendungen regelmäßig als bösartige Propagandisten anprangern. Solowjow zum Beispiel wurde in Italien zur „Persona non grata“ erklärt, weil er ein enger Vertrauter von Wladimir Putin sei, eine Behauptung, die völlig übertrieben ist und zur Folge hatte, dass seine Villa dort von Agenten der italienischen Regierung beschlagnahmt wurde. In der Zwischenzeit ist auch festzustellen, dass Solowjow vor etwas mehr als einem Monat als Präsident des russischen Journalistenverbandes wiedergewählt wurde, was wohl ein besserer Indikator dafür ist, warum er mit Sanktionen belegt ist. …“

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Die geopolitisch komplexe Lage um den Syrienkonflikt

Von Thomas Röper – 24. November 2022

Seit einigen Tagen bombardiert die Türkei Ziele kurdischer Milizen in Syrien. Hier geht es um die komplexen geopolitischen Interessen in der Region. – Vor einigen Tagen hat die Türkei begonnen, massive Luftangriffe auf von der kurdischen YPG kontrollierte Gebiete zu fliegen. Der offizielle Grund für die Luftangriffe ist, dass die Türkei die YPG, die ein Ableger der kurdischen „Terrororganisation“ PKK [Anführungszeichen von der GG-Redaktion eingefügt] ist, beschuldigt, den Terroranschlag in Istanbul eine Woche zuvor organisiert zu haben. Es geht jedoch um weit mehr als „nur“ Bombardierungen kurdischer Gebiete in Syrien. Die geopolitischen Interessen aller Staaten, die irgendwas mit den Ereignissen in und um Syrien zu tun haben, die sich dort abspielen, seit die USA den „Bürgerkrieg“ mit Hilfe der CIA-Operation Timber Sycamore entfesselt haben, sind hochkomplex. Ich will die Interessen der wichtigsten Player aufzeigen, wobei wir uns stets die Frage stellen müssen, wem der Terroranschlag in Istanbul und die türkische Reaktion, also die Bombardierungen, nützen.

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