Essay: Die geräumigen Taschen der Mafia

Unter dem Protektorat der Europäischen Union hat sich der Kosovo zum „Zentrum der organisierten Kriminalität“ entwickelt, wie selbst der BND einräumt

Von Gerd Bedszent
17. Oktober 2014

Ab 1992 formierte sich die großalbanisch-nationalistische „Kosovo-Befreiungsarmee“ (UCK), die bewaffnet gegen jugoslawisches Bundesheer und Polizei, aber auch gegen gemäßigte Albaner vorging. Massenhafte Armut und Arbeitslosigkeit beförderten zeitgleich die Entstehung einer kriminellen Schattenwirtschaft. Die quasistaatlich agierende UCK ging schnell dazu über, sich ganz offen durch kriminelle Aktivitäten zu finanzieren.

https://www.jungewelt.de/feuilleton/die-ger%C3%A4umigen-taschen-der-mafia

Ukraine: Die Kinder von Donezk

Zahlreiche Familien sind in den Flüchtlingshäusern in und um Donezk untergebracht, in die sie vor den Bomben geflohen sind. Viele sind traumatisiert, ihre Häuser zerstört. Wie es im Winter sein wird, wissen sie nicht

Von Mark Bartalmai
17. Oktober 2014

Drei Mädchen sitzen vor meiner Kamera. Schüchtern, mag man denken. Doch die vermeintliche Schüchternheit ist etwas anderes – sie sind traumatisiert. Von einem Krieg, den es eigentlich nicht gibt, wenn man den westlichen und deutschen Medien glauben würde. Einem Krieg in Europa, den niemand sieht. Und doch ist er da. Hier in Donezk im Südosten der Ukraine, wo ich seit gut zwei Monaten lebe.

https://www.jungewelt.de/ausland/die-kinder-von-donezk

Hat sich Europa dem Druck der USA gebeugt? Oder aus eigenem Antrieb Sanktionen gegen Russland mit-verhängt?

Von Albrecht Müller
16. Oktober 2014

Diese Fragen werden gestellt, nachdem der Vizepräsident der USA Joe Biden in einer Rede an der Harvard Kennedy School öffentlich bekannte, die EU sei gegen ihren Willen und in Kenntnis des wirtschaftlichen Schadens für die europäischen Volkswirtschaften zu Sanktionen gegen Russland gezwungen worden. Das Weiße Haus hat diese Rede am 3. Oktober veröffentlicht. Wenige Tage später hat der deutsche Bundespräsident in Leipzig die dort 1989 gewonnene Freiheit gepriesen.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23612

Hintergrund: Sonderfall Katar

Geldgeber und Waffenlieferant der Islamisten, „strategischer Verbündeter“ der USA – und auch gegenüber Israel aufgeschlossen.

Von Knut Mellenthin
16. Oktober 2014

Das größte Problem der USA im Kampf gegen die Islamisten seien ihre eigenen Verbündeten, klagte Vizepräsident Joseph Biden Anfang Oktober in einer Rede vor Harvard-Studenten. Die Türkei, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten extremistische syrische Rebellen mit Waffen und Geld unterstützt, weil ihr einziges Ziel der Sturz des Assad-Regimes sei. Dass es sich dabei um eine mit den USA koordinierte Arbeitsteilung handelt, verschwieg Biden.

https://www.jungewelt.de/thema/sonderfall-katar

Obama trifft sich mit Anti-Isis-„Koalition“ – Spannungen zwischen USA und Türkei nehmen zu

Von Bill Van Auken
16. Oktober 2014

Präsident Barack Obama traf sich am Dienstag mit Verteidigungschefs von über zwanzig Ländern, die zusammen eine internationale Koalition zum Kampf gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien in einem neuen amerikanischen Krieg im Nahen Osten bilden, der ohne die Zustimmung der Vereinten Nationen oder des amerikanischen Kongresses begonnen wurde.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/10/16/obam-o16.html

Libyen im Chaos

Islamisten und prowestlichen Truppen kämpfen um Bengasi

Von Knut Mellenthin
16. Oktober 2014

Ägyptische Kampfflugzeuge sollen am Mittwoch Stellungen islamistischer Milizen in der libyschen Stadt Bengasi angegriffen haben. Entsprechenden Berichten internationaler Nachrichtenagenturen, die sich auf Mitteilungen anonymer ägyptischer Funktionäre beriefen, folgte allerdings kurz darauf ein Dementi des Kairoer Militärregimes. Schon im August war gemeldet worden, dass Flugzeuge der Vereinigten Arabischen Emirate von ägyptischen Stützpunkten aus Ziele in Libyen bombardiert und beschossen hätten.

https://www.jungewelt.de/ausland/libyen-im-chaos

Zehntausende protestieren gegen das Massaker an angehenden mexikanischen Lehrern

Von Rafael Azul
14. Oktober 2014

Am 8. Oktober gingen zehntausende Menschen auf die Straßen von Mexiko-Stadt und anderer mexikanischer Städte, um gegen das Verschwinden und die Ermordung von Studenten einer ländlichen Lehrerschule in Ayotzinapa (im südmexikanischen Bundesstaat Guerreo) zu protestieren.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/10/14/mexi-o14.html

Rumänien unterstützt imperialistischen Kriegskurs gegen Russland

Von Andrei Tudora und Tina Zamfir
14. Oktober 2014

Der Konfrontationskurs des amerikanischen und deutschen Imperialismus gegen Russland verschärft regionale Konflikte in Osteuropa und versetzt die Region wieder in den Zustand, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts herrschte. Er verwandelt die Region in ein Pulverfass, das einen verheerenden bewaffneten Konflikt zwischen Atommächten auslösen könnte.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/10/14/roma-o14.html

Das Modell Rojava

Die Erprobung einer direkten kommunalen Demokratie mit starken emazipatorischen Zügen stellt die Systemfrage an die Staaten im Nahen Osten, daher rührt die Gegnerschaft

Von Elke Dangeleit
12. Oktober 2014

Rojava, bestehend aus den drei autonomen selbstverwalteten Kantonen Afrîn, Kobanê und Cizîrê, ist bedroht. Nicht nur durch den IS, sondern auch durch die Türkei. Auch die USA und die europäischen Staaten ignorieren dieses demokratische Experiment, bzw. überlassen die kurdischen und christlichen Selbstverteidigungseinheiten Rojavas sich selbst.

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43031/1.html