Russischer Kriegsreporter über die wahren Täter des Massakers von Butscha

Von Alexander Koz – 3. April 2022

In Butscha, einem Vorort von Kiew, sind drei Tage nach dem russischen Abzug über ein Dutzend Leichen getöteter Zivilisten gefilmt worden. Die westlichen Medien beschuldigen ohne jegliche Untersuchung die russische Seite, dort Kriegsverbrechen begangen zu haben. Der Journalist Aleksander Koz, der einen Monat lang in der Region war, bringt Gegenargumente. … Die grausigen Bilder aus dem Städtchen Butscha in der Region Kiew gehen heute um die ganze Welt. Man sieht darauf mehrere Leichen und die Verantwortlichen dafür sind in den westlichen Medien bereits jetzt ausgemacht: Ein russisches Kriegsverbrechen soll es gewesen sein und einige deutsche Medien trommeln schon zum Vergeltungskrieg wie in Jugoslawien. Der russische Journalist und Kriegsreporter Alexander Koz, der bis zum Abzug der russischen Truppen einen Monat lang in der Nähe von Kiew verbracht hat, widerspricht dieser Vorverurteilung vehement und schildert auch, warum die ukrainische Darstellung zu dem „Massaker von Butscha“ eine Fälschung ist. Er hält es für wahrscheinlich, dass die Tat von ukrainischen Freischärlern, die sich „Territorialverteidigung“ nennt, begangen wurde.

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Russischer Einmarsch: London setzt auf Krieg

Von Reinhard Lauterbach – 2. April 2022

Großbritannien warnt Ukraine vor zu schnellem Friedensschluss. Kiew hat angeblich Genfer Konvention zu Gefangenen ausgesetzt. – Großbritannien hat nach einem Bericht der Londoner Times die Ukraine davor gewarnt, zu schnell Frieden mit Russland zu schließen. In dem am Freitag erschienenen Text heißt es, Premier Boris Johnson habe den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij in einem Telefongespräch aufgefordert, nicht um eines schnellen Friedens willen nachteilige Bedingungen in Kauf zu nehmen. Die Zeitung zitierte einen hohen Regierungsbeamten mit der Aussage, London befürchte, dass die USA, Frankreich und die BRD „übereifrig“ seien, einen Friedensschluss zu erreichen, auch wenn dies zu Lasten der Ukraine gehe. Kiew solle Frieden aus einer Position der Stärke schließen. Die Aussage stimmt inhaltlich überein mit einer Äußerung der britischen Außenministerin Elisabeth Truss vor Parlamentariern am Montag. Die Ukraine müsse davor bewahrt werden, „ausverkauft“ zu werden, sagte sie dort laut Reuters.

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Ukraine: Blutrausch, Folter, Lynchjustiz

Von Dmitri Kowalewitsch (Kiew) und Susann Witt-Stahl – 2. April 2022

Die ukrainische Gesellschaft leidet zunehmend unter Staatsterror und Gewaltorgien von Faschisten. – Es häufen sich Nachrichten von Gräueltaten gegen russische Kriegsgefangene. Immer öfter werden aber auch ukrainische Zivilisten zu Opfern von Gewalttaten. Etwa weil sie beschuldigt werden, mit den russischen Invasoren zu kollaborieren oder „Verbindungen nach Moskau“ zu unterhalten, wie es im Jargon der Regierung von Wolodimir Selenskij heißt. Faschisten, meist Angehörige der Streitkräfte, betrachten das Kriegsrecht offenbar als Freibrief, Menschen zu foltern und zu ermorden. Jüngst veröffentlichte ein US-amerikanischer Journalist Aufnahmen von der Leiche einer Frau, die in einer verlassenen Basis des „Asow“-Bataillons im Keller eines Schulgebäudes in Mariupol aufgefunden wurde: Sie war verstümmelt, auf ihrem Bauch ein Hakenkreuz eingeritzt, das mit ihrem Blut ausgemalt worden war. Manche solcher Horrorbilder lassen sich nicht verifizieren. Die meisten aber erweisen sich als authentisch; häufig werden sie von den mutmaßlichen Tätern im Internet zur Schau gestellt.

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Ukraine: Stundenlange Prügel und Demütigung

Von Susann Witt-Stahl – 2. April 2022

Ukrainischer Geheimdienst und Neonazis misshandeln und verschleppen linken Aktivisten in Dnipro. – Fünf Personen drangen am Mittag des 3. März in die Wohnung des 31jährigen Hotelkaufmanns Alexander Matjuschenko und seiner Lebensgefährtin Maria M. in Dnipro ein. Die beiden wurden angeschrien, mussten sich auf den Boden legen, durften sich nicht rühren, erklärte die Frau gegenüber der Tageszeitung junge Welt. Die Angreifer sollen sich nicht ausgewiesen haben, zwei von ihnen aber durch Abzeichen an ihrer Kleidung als Angehörige des Inlandsgeheimdiensts SBU identifizierbar gewesen sein. Während die Beamten die Räume durchsuchten, habe ein weiterer Mann in einer Militäruniform mit Emblem des faschistischen „Asow“-Bataillons Matjuschenko verprügelt, um Aussagen zu erpressen. „Dieselbe Person spuckte mir ins Gesicht und schnitt mir mit einem Messer die Haare ab“, so Maria M. weiter. Matjuschenko sei insgesamt zwei Stunden geschlagen und malträtiert worden.

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Mehr Kanonen, weniger Butter: Bidens Budget für den Dritten Weltkrieg

Von Andre Damon – 2. April 2022

Der Stellvertreterkrieg zwischen den USA/Nato und Russland um die Ukraine geht nun schon in den zweiten Monat, und die sozialen Folgen des Konflikts treten immer deutlicher zutage. Überall auf der Welt erhöhen die Regierungen massiv ihre Militärausgaben. Die deutsche Bundesregierung hat ihren Militäretat verdreifacht mit dem Ziel, die deutsche Armee zur größten in Europa zu machen. Frankreich, Italien, Großbritannien und Australien haben alle eine erhebliche Erhöhung der Militärausgaben vorgenommen oder geplant. Doch nirgendwo wird dieser Prozess deutlicher als in den Vereinigten Staaten, dem Zentrum des Weltimperialismus. Am Montag kündigte das Weiße Haus den größten Militärhaushalt in der Geschichte der USA an, der sich vor allem auf die Vorbereitung eines Krieges mit Russland und China konzentriert.

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Westliche Staaten decken die Folter russischer Kriegsgefangener in der Ukraine

Von Thomas Röper – 2. April 2022

Aus Moskau wird gemeldet, dass Kiew beim Westen um Hilfe ersucht, um das Internationale Rote Kreuz von Untersuchungen wegen der Folter russischer Kriegsgefangener abzuhalten. – Dass ukrainische Soldaten russische Kriegsgefangene foltern, ist kein Geheimnis mehr. Russland hat inzwischen gemeldet, dass es zwei der ukrainischen Soldaten verhaften konnte, die russischen Kriegsgefangenen in die Knie geschossen haben. Kiew sucht nun Hilfe beim Westen, um Untersuchungen und Kontrollen von Gefangenenlagern durch das Internationale Rote Kreuz (IKRK) zu verhindern. Darüber berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS. Ich habe die Meldung der TASS übersetzt und werde sie im Anschluss noch kurz kommentieren.

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Der demente Präsident: die Aussetzer und die Spickzettel von Joe Biden

Von Thomas Röper – 1. April 2022

US-Präsident Joe Biden ist hochgradig dement und sein Verhalten und auch der Umgang der US-Regierung zeigen, dass der US-Präsident nur eine Sprechpuppe ohne Machtbefugnisse ist. – Dass US-Präsident Joe Biden dement ist, war schon im US-Wahlkampf deutlich zu sehen. Biden durfte im Wahlkampf praktisch nie frei vor Journalisten sprechen, sondern hat bei Presseterminen die Fragen der Journalisten vorher bekommen und die Antworten von Spickzetteln abgelesen. Auch nach seinem Amtsantritt wurde Biden von der Presse abgeschirmt und wurde in den ersten Wochen seiner Präsidentschaft vor Journalisten regelrecht versteckt. … Was passiert, wenn Biden mit nicht vorher eingereichten Journalistenfragen konfrontiert wird, konnte man danach immer wieder erleben. Nach dem Gipfeltreffen von Putin und Biden im Juni 2021 in Genf zum Beispiel war Biden kaum in der Lage, auf die Antworten auf die vorher eingereichten Fragen der Journalisten vom Zettel abzulesen und als er am Ende der Pressekonferenz (den kompletten Wortlaut finden Sie hier) mit einer unangemeldeten Frage konfrontiert wurde, da hat er den Reporter so unflätig beleidigt, dass die Pressestelle des Weißen Hauses sich hinterher entschuldigen musste. Das war kein Einzelfall, im Januar 2022 zum Beispiel wurde Biden nach der hohen Inflation gefragt und er antwortete, dass die hohe Inflation ein „großartiges Asset“ sei und bezeichnete den Fragesteller als „dummen Hurensohn.“ Biden hat sich offensichtlich nicht mehr unter Kontrolle.

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Die Verarmung der Ukraine und die Rolle, welche USA und EU seit 30 Jahren dabei spielen (Teil 2)

Von Andrea Peters – 1. April 2022

Dies ist der zweite Teil einer zweiteiligen Serie. Der erste Teil wurde am 30. März 2022 veröffentlicht.

Die Sparmaßnahmen, die das globale Finanzkapital in der Ukraine diktierte, zielten nicht nur darauf ab, die Reste des verstaatlichten Eigentums und des Sozialstaates aus Sowjetzeiten zu zerschlagen. Es ging auch darum, die ukrainischen Oligarchen zu disziplinieren. Zwar hatten diese Neureichen ihr Vermögen durch Integration in den Weltmarkt aufgehäuft, wo ihnen die Kapitalisten aus dem Westen bereitwillig den Weg ebneten. Dennoch zögerte das globale Finanzkapital, in die knallharte Welt des ukrainischen Big Business abzutauchen. Denn dort waren Bestechung, ständig variierende Wirtschaftsgesetze, fiktive hohe Steuersätze und Gewinnmaximierung durch Insolvenzen an der Tagesordnung.

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Z – wenn ein Buchstabe verfassungsfeindlich sein soll

Von Peter Nowak – 1. April 2022

In einigen Bundesländern wird das öffentliche Verwenden des „Z“-Symbols verfolgt. Wird mit zweierlei Maß gemessen? – „Personen, die das verfassungsfeindliche Symbol ‚Z‘ in der Öffentlichkeit verwenden, können sich strafbar machen und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe belegt werden.“ Das erklärte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer in einer Pressemeldung. Für Mäurer steht das Z-Symbol als „ein klares Unterstützungszeichen für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine.“ Die deutsche Rechtsordnung stelle das Billigen von Angriffskriegen unter Strafe und deshalb sei das öffentliche Zeigen oder Verwenden des „Z“-Symbols in diesem Zusammenhang verboten und werde konsequent geahndet, so Mäurer. Nicht nur in Bremen auch in Berlin, Bayern und Niedersachsen soll das Zeigen des „Z“ verboten werden. In Nordrhein-Westfalen hingegen wird noch juristisch geprüft, ob ein Verbot überhaupt möglich ist.

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Europa im Abstieg

Von German-Foreign-Policy.com – 31. März 2022

Der Ukraine-Krieg führt zu ernsten Folgen für die Wirtschaft Deutschlands und der EU. Diese befindet sich ohnehin in einem langfristigen Abstieg – stärker als die Wirtschaft der USA. – Die ökonomischen Folgen des Ukraine-Kriegs treffen die Wirtschaft Deutschlands und der EU mitten in einer Ära des historischen Abstiegs. Wie das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in einer aktuellen Publikation konstatiert, ist der Anteil der EU an der globalen Wirtschaftsleistung seit der Jahrtausendwende um fast ein Drittel zurückgegangen; er liegt nur noch bei 18 Prozent. Aufgestiegen ist zur selben Zeit China; die Vereinigten Staaten sind ökonomisch ebenfalls zurückgefallen, aber nicht so stark wie die EU. Das IW führt dies darauf zurück, dass von den zahlreichen Krisen der vergangenen Jahre einige – etwa der Brexit – die EU trafen, nicht aber deren globale Konkurrenz. In dieser Situation entfalten direkte Kriegsfolgen, aber auch die westlichen Russland-Sanktionen eine für die deutsche Industrie bedrohliche Wirkung. Beobachter urteilen, könne etwa die deutsche Kfz-Branche kriegsbedingte Lieferausfälle nicht in Kürze beheben, dann drohten ihr „katastrophale“ Konsequenzen. Wachstumsprognosen wurden bereits jetzt massiv gesenkt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stellt künftige „Härten“ in Aussicht und fordert „Standhaftigkeit“.

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