Sibelius Violin Competition schließt russische Künstler aus

Von James McDonald – 13. April 2022

Der feige und prinzipienlose Boykott russischer Kultur und Künstler durch internationale Kulturorganisationen hat letzte Woche ein neues Tief erreicht. Am 8. April gab das Komitee der 12. International Jean Sibelius Violin Competition bekannt, dass es russische Teilnehmer vom diesjährigen Wettbewerb ausschließen werde. In einem Wortlaut, der über die übliche ausweichende Bürokratensprache hinausgeht, mit der andere Organisationen russische Werke und Künstler seit der russischen Invasion der Ukraine ausschließen, rechtfertigte das Wettbewerbskomitee seine undemokratische Entscheidung folgendermaßen: „Der Krieg in der Ukraine und die Gräueltaten, die aufgedeckt wurden, haben den Wettbewerbsausschuss zur Entscheidung geführt, russische Teilnehmer vom Wettbewerb auszuschließen, um andere Teilnehmer und den Wettbewerb als Ganzes zu schützen.“ Die absurde Unterstellung lautet, dass die Gegenwart junger russischer Geiger eine Gefahr für die Sicherheit „der anderen Teilnehmer und des Wettbewerbs als Ganzes“ darstellen würde.

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Tag 2 meiner zweiten Reise in den Donbass: das Grauen von Mariupol

Von Thomas Röper – 13. April 2022

Nachdem ich gestern meinen ersten Bericht meiner zweiten Donbass-Reise veröffentlicht habe, folgt jetzt Tag 2 mit unserem Besuch in der zerstörten Stadt Mariupol. – Am zweiten Tag unserer Reise sind wir um sieben Uhr morgens mit dem Bus aus Donezk in Richtung Mariupol abgefahren. Dass diese Fahrt anders würde, als die bisherigen, bemerkten wir sofort, denn zum ersten Mal kam der Kommandant unserer gepanzerten Begleitfahrzeuge in unseren Bus. Die Soldaten sichern die Gebiete, in denen wir arbeiten, großräumig ab und fahren in gepanzerten Fahrzeugen vor und hinter unserem Bus, wenn wir unterwegs sind. Der Kommandant gab uns klare Anweisungen, wie wir uns im Falle von Beschuss zu verhalten hätten, dass wir kompromisslos und sofort allen Anweisungen der Soldaten Folge zu leisten hätten, dass wir jede Drohne, die wir sehen, sofort einem Soldaten melden sollten und dass wir uns darüber im Klaren sein sollten, dass Journalisten für die ukrainischen Nazis beliebte Ziele seien. In Mariupol könne es sowohl zu Beschuss mit schweren Waffen, als auch durch Scharfschützen kommen, die in der Stadt noch immer aktiv seien. Wer dieses Risiko nicht eingehen wolle, solle den Bus nun verlassen, später gäbe es dafür keine Gelegenheit.

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Tag 1 meiner zweiten Reise in den Donbass: der Optimismus von Wolnowacha

Von Thomas Röper – 12. April 2022

Ich bin wieder im Donbass unterwegs und veröffentliche hier meinen Bericht über den ersten Tag der Reise. Am Sonntag, dem 10. April, sind wir (zwei holländische Journalistinnen, ein Amerikaner und ich) mit einem VW-Bus morgens um 6 Uhr aus Moskau losgefahren. Die Fahrt ging über 1.100 Kilometer nach Rostow am Don, wo wir gegen 20.00 Uhr angekommen sind. Nach einigen Stunden in einem Restaurant ging es um ein Uhr Nachts mit einem großen Reisebus und insgesamt etwa 30 internationalen Journalisten in Richtung Donezk, wo wir aufgrund einer sehr langen Wartezeit an der Grenze erst um 8 Uhr morgens angekommen sind. … Aufgrund der Verspätung hatten wir keine Zeit mehr, ins Hotel zu fahren und fuhren direkt zu unserem ersten „Arbeitsort“. Dass war der Donezker Stadtteil Textilschik, wo einige Tage zuvor ein Haus von einer Rakete getroffen wurde. Bei dem Stadtteil handelt es sich um ein reines Wohngebiet mit Wohnhäusern, Schule und Kindergarten.

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NATO-Generalsekretär fordert „Transformation“ der NATO in eine Kampftruppe gegen Russland und China

Von Andre Damon – 12. April 2022

Während die Vereinigten Staaten und andere NATO-Mächte Waffen in die Ukraine schaffen, soll das Nato-Bündnis in eine Kampftruppe umgewandelt werden, die in der Lage ist, direkt Krieg gegen Russland und China zu führen. Unter dem Vorwand des Krieges zwischen Russland und der Ukraine hat die NATO bereits ihre 40.000 Mann starke schnelle Eingreiftruppe gegen Russland mobilisiert. Dies ist jedoch nur der Beginn einer weitaus umfassenderen Umwandlung des Bündnisses in Vorbereitung auf das, was US-Militärplaner als „Großmachtkonflikt“ bezeichnen. In einem Interview mit dem Telegraph sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, diese Transformation ziele darauf ab, „von der Abschreckung durch Stolperdrähte zu etwas überzugehen, bei dem es mehr um Abschreckung durch Verweigerung oder Verteidigung geht. Dies ist bereits im Gange. Wir müssen sicherstellen, dass wir auch in einer gefährlicheren Welt in der Lage sind, alle NATO-Verbündeten zu schützen und zu verteidigen.“ Stoltenberg machte deutlich, dass der Krieg in der Ukraine zwar der unmittelbare Vorwand für die „Transformation“ der NATO sei, China aber genauso ein Zielobjekt wie Russland bleibe.

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Unterricht an deutschen Schulen: Russen sind keine Menschen, sondern „blutrünstige Monster!“

Von Thomas Röper – 12. April 2022

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat eine Broschüre für den Schulunterricht herausgebracht, die auch von Reichspropagandaministerium des Herrn Goebbels stammen könnte. – Einer der Kerne der Nazi-Propaganda des „Dritten Reiches“ war es, dass Russen (und andere Völker) keine Menschen sind und man sie daher umbringen kann. Das lernen Kinder in deutschen Schulen nun wieder. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat eine Broschüre für den Schulunterricht herausgebracht, die ich fast kommentarlos zeigen werde. Über russische Soldaten lernen die Kinder in der Broschüre: „Sie sehen aus, wie Menschen, aber es sind blutrünstige, hasserfüllte Monster…!“ Das ist eine exakte Wiederholung der Nazi-Propaganda des Herrn Goebbels, der den Gegnern des Dritten Reiches ebenfalls abgesprochen hat, Menschen zu sein. Juden wurden in Propagandafilmen der Nazis als „Ratten“, Slawen wurden als „Untermenschen“ gezeigt und bezeichnet. Und genau das, die Entmenschlichung von Menschen, lernen Kinder nun wieder in deutschen Schulen.

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Untersuchungshäftling Julian Assange seit drei Jahren im Hochsicherheitsgefängnis

Von Moritz Müller – 11. April 2022 um 15:43

Vor drei Jahren wurde Julian Assange unter dramatischen Umständen in seinem Botschaftsasyl verhaftet und aus der ecuadorianischen Botschaft in London gezerrt. Seitdem sitzt Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh ein, ohne dass ein Ende des verschlungenen Rechtsweges in Sicht ist. Sein damals schon angeschlagener Gesundheitszustand hat sich zunehmend verschlechtert. Das vom russischen Sender Ruptly aufgenommene Video der Verhaftung Assanges ist im Internet nur noch kommentiert und ohne Originalton aufzufinden. Im Artikel von RT zur Verhaftung Assanges wird dies mit der Sperrung durch YouTube erklärt. So wird rückwirkend Zensur betrieben. Es ist aber auch schade, dass RT das Video nicht auf einem anderen Kanal eingestellt hat. Innerhalb einer Stunde nach seiner Verhaftung wurde er dem Haftrichter vorgeführt, der ihn der Verletzung von Kautionsauflagen für schuldig befand und während der 15-minütigen Anhörung außerdem zu Assange sagte, er sei ein Narzisst. Auch die Einwände von Assanges Anwalt, die dem Westminster Magistrates Court vorsitzende Richterin Emma Arbuthnot sei befangen, wurden ohne Erörterung beiseite gewischt. Ihr Mann, der Rüstungslobbyist Lord James Norwich Arbuthnot, wird mehr als 50 Mal in Wikileaks-Veröffentlichungen erwähnt.

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Unbeantwortete Fragen zum Raketenangriff von Kramatorsk

Von David North – 11. April 2022

Der Raketenangriff, der Berichten zufolge mindestens 50 Menschen am Bahnhof von Kramatorsk tötete, wurde sofort Schlussfolgerung in Frage zu stellen. Die New York Times berichtet, dass „der ukrainische Präsident Wolodymyr und ohne jede Untersuchung als russisches Kriegsverbrechen angeprangert. Es gibt jedoch Gründe, diese Selenskyj sagte, Russland habe den Bahnhof mit einer Rakete getroffen, die er als Tochka-U-Kurzstreckenrakete identifizierte…“. Das russische Verteidigungsministerium hat den Vorwurf zurückgewiesen und erklärt, dass Tochka-U-Raketen vom ukrainischen Militär eingesetzt werden. Dies ist sicherlich richtig. Ein Artikel, der am März von der Web-Publikation „1945“ veröffentlicht wurde, trägt die Überschrift: „Tochka: Die Rakete, mit der die Ukraine Russland angreifen könnte?“

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EU-Chefdiplomat spricht sich für militärische Lösung des ukrainisch-russischen Konflikts aus

Von Thomas Röper – 10. April 2022

EU-Chefdiplomat Josep Borrell hat sich für eine militärische Lösung des Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland ausgesprochen. Von Friedenswillen kann im Westen keine Rede (mehr) sein. – Die EU präsentiert sich als „Friedensprojekt“ und hat sogar den Friedensnobelpreis bekommen. Der 9. April 2022 wird in die Geschichte eingehen, auch wenn die „Qualitätsmedien“ ihren Lesern verschweigen, welchen Wendepunkt die EU an diesem Tag erreicht hat. … Butscha war der benötigte Vorwand, um jeden zu diskreditieren, der sich für Friedensverhandlungen und Gespräche mit Russland ausspricht. Auch das dürften viele Menschen kaum geglaubt haben, dabei setzen alle westlichen Staaten auf Waffenlieferungen – also Kriegsverlängerung -, anstatt auf Verhandlungen … was Josep Borrell, der EU-Chefdiplomat, nun in Kiew offen bestätigt hat.

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Wie Geopolitik funktioniert und worum es in der Ukraine wirklich geht

Von Thomas Röper – 10. April 2022

… Die meisten Menschen sind von den Ereignissen in der Ukraine emotional zutiefst aufgewühlt. Sei es, weil sie die Bilder schockieren, sei es, weil ein Krieg in Europa tobt, sei es, dass sie Angst vor einem neuen Weltkrieg haben, oder sei es wegen einer Kombination aus diesen und anderen Faktoren. … Diese Emotionalisierung ist gewollt, denn wer emotionalisiert, also wütend, verängstigt, entsetzt und so weiter ist, dessen Fähigkeit zu rationalem Denken ist ausgeschaltet. Und wer nicht rational, sondern emotional denkt, der ist über seine Emotionen leicht lenkbar. Das ist ein bewährtes Mittel zur Lenkung der Massen. Wenn wir aber Geopolitik verstehen wollen, müssen wir vollkommen trocken und „gefühllos“ analysieren. Geopolitik ist wie ein Schachspiel und wir alle wissen, dass noch nie jemand ein Schachspiel mit Emotionen gewonnen hat, sondern dass immer der gewinnt, der besser und kaltblütiger analysiert. Das gilt auch für den Beobachter eines Schachspiels, der das Spiel und die Strategien der Spieler nur verstehen kann, wenn er das Spiel genauso kalt und sachlich beobachtet, wie die Spieler es spielen.

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Ukrainischer Neonazismus in Deutschland angekommen: Aufrufe zum Völkermord vorm Reichstag

Von Thomas Röper – 9. April 2022

Während die Beleidigung eines als Frau verkleideten Mannes in Deutschland Volksverhetzung sein soll, ist der Aufruf, alle Russen zu töten in Deutschland legal. … Vor dem Reichstag gab es in diesen Tagen noch einen anderen Vorfall, der aber anscheinend laut Staatsschutz keine Volkverhetzung darstellt. Auf einer pro-ukrainischen Kundgebung vor dem Reichstag hat ein Mädchen auf ukrainisch ein hübsches Liedchen vorgetragen, das von den Zuschauern mit Applaus belohnt wurde. Ob die begeisterten Zuschauer auch so geklatscht und applaudiert hätten, wenn sie den Text verstanden hätten? Das Mädchen sang nämlich: „Bald wird es kein Russland mehr geben und dann wird Frieden auf der ganzen Welt sein!“ Das Mädchen hat vor dem Reichstag und unter dem Applaus dem Menschen zu nichts weniger als zu Völkermord aufgerufen. Und das mitten in Berlin und offenbar stellt das in Deutschland – im Gegensatz zu abfälligen Bemerkungen über einen Mann in Frauenkleidern – keine Volksverhetzung dar. Ob das auch gelten würde, wenn das Mädchen zum Beispiel eine Welt ohne Israel gefordert hätte?

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