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Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


Die von Selenskij angeordnete 40-Tage-Operation hat den Krieg weiter eskaliert

Von Florian Rötzer – 6. August 2026

Brennendes Lagergebäude in Kiew nach einem Angriff. Bild: kv.dsns.gov.ua/

In der Nacht vom 4. auf den 5. August haben die russischen Truppen Kiew und die Umgebung erneut angegriffen. Nach ukrainischen Angaben wurden 115 Drohnen, von denen 98 abgewehrt werden konnten, und 24 Raketen, davon vier Zirkon, eingesetzt, die alle ihr Ziel erreichten. Der ukrainischen Seite fehlen die Abfangraketen, vor allem Patriot-Raketen, die weder die USA noch europäische Länder liefern. Das zeigt auch, dass die europäischen Länder keine eigenen Raketenabwehrsysteme besitzen.

Das russische Ve4rteidigungsministerium erklärte, dass „Transport-, Logistik- und Distributionszentren“ angegriffen wurden, die auch militärischen Zwecken dienen sollen, beispielsweise zur Lagerung und Verteilung von Drohnenteilen oder Dual-use-Gütern. Überdies seien drei Frachtschiffe südlich von Odessa angegriffen worden, die Waffen und militärisches Material des ukrainischen Militärs transportiert hätten. Das geschah vermutlich in Reaktion auf ukrainische Angriffe auf russische Schiffe im Schwarzen Meer.

Aber es liegt auf der Hand, dass diese Angriffe auf zumindest auch wichtige zivile Logistikzentren, die auch Menschenleben forderten, eine Reaktion auf die ukrainischen Angriffe auf Logistikzentren  des Onlinehändlers Wildberries war. Seit Mitte Juli griffen ukrainischen Truppen mit Drohnen nicht nur vornehmlich Raffinerien und andere Ziele der Energieindustrie an, sondern Selenskij wollte mit der Ausweitung des Krieges den Krieg in den Alltag der russischen Menschen bringen, damit der Druck auf Putin wachsen sollte, diesen zu beenden. Vorangegangen waren russische Angriffe auf den privaten ukrainischen Lieferkonzern Nova Poshta

Selenskij behauptete nicht sonderlich glaubhaft, dass sich in den Lagerhäusern keinerlei militärische Güter befinden und sie „keinen Bezug zum Krieg“ hätten, zumal er ukrainische Angriffe auf Lagerhäuser von Wildberries, ebenfalls damit begründet hatte, dass der Onlinehändler auch das Militär beliefern würde. Vermutlich sind die Truppen auf beiden Seiten auf private Lieferdienste angewiesen.

Ende Juni hatte Selenskij mit dem damaligen SBU-Chef Yevhenii Khmara, der nach der Entlassung von Fedorov Mitte Juli nur amtierender, weil nicht ziviler wie von der Verfassung vorgesehen Verteidigungsminister wurde, eine vierzigtägige Operation beschlossen, um „Druck auf den Aggressorstaat auszuüben und ihn zum Kriegsende zu zwingen“. Die Ukraine schien im Drohnenkrieg gerade Oberhand zu gewinnen, das sollte ausgenutzt werden, um eine massive Offensive im Drohnenkrieg zu fahren.

Khamara gilt als einer der zentralen Figuren des Krieges mit Langstreckenwaffen auf das russische Hinterland und war verantwortlich für die spektakuläre Operation Spiderweb. Am 18. Juli starteten die Angriffe auf Wildberries, in Brand gesetzt wurde u.a. das größte Auslieferungslager Elektrostal bei Moskau. Es wurden auch mehrere Menschen getötet. Zur Überwindung der russischen Flugabwehr wird diese mit Drohnenschwärmen überwältigt. Allerdings haben die 40 Tage, die am 4. August endeten, die russische Seite nicht zu Veränderungen gezwungen. Der nach Russland verstärkt transportierte Krieg, die Treibstoff- und Versorgungskrise haben keine Proteste ausgelöst. Die angestiegenen Ölpreise stützen die Kriegswirtschaft. Moskau verfolgt im Augenblick weiter eine militärische Lösung und greift nun nach der von Selenskij verkündeten 40-Tage-Operation die Dual-use-Logistik der Ukraine an, die ähnlich wie Angriffe auf die Energie-Infrastruktur, neuerdings die Tankstellen, alle Menschen in der Ukraine betrifft. Die wirtschaftlichen Folgen hat Michael Silnizki in dem Artikel „Russische Blockade des Schwarzen Meeres“ analysiert.

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Russische Blockade des Schwarzen Meeres

Von Michael Silnizki – 6. August 2026

Ein unter liberianischer Flagge fahrendes Schiff wurde von russischen Truppen angegriffen. BildОлег Кіпер/Одеська ОДА (ОВА)

Der Drohnenkrieg und die wirtschaftlichen Folgen.

1. Der Krieg am Schwarzen Meer

    Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Häfen im Schwarzen und Asowschen Meer sowie auf Schiffe, die den internationalen Handel Russlands unterstützen, haben unerwartete Folgen für die Ukraine selbst.1

Als Reaktion auf diese Angriffe hat Russland seinerseits die Vergeltungsangriffe auf die Hafeninfrastruktur in den Regionen Odessa und Mykolajiw deutlich intensiviert. Die Angriffe richteten sich nicht nur gegen die Lagertanks der Häfen, die Treibstoff, Schmierstoffe und militärische Güter für die Ukraine lagern, sondern auch gegen die Getreidesilos für den Export ukrainischen Getreides.

Zudem wurden Seefrachtschiffe unter der Flagge von Drittstaaten, die in ukrainischen Häfen zum Entladen und Beladen anlegten, sowie Schiffe, die sich auf ukrainische Schwarzmeerhäfen zubewegten, von den russischen Streitkräften kontrolliert.

Das russische Verteidigungsministerium meldet mittlerweile regelmäßig massive Angriffe mit Präzisionswaffen und Drohnen auf ukrainische Infrastruktureinrichtungen und Schiffe, die „für die Lieferung und Lagerung von militärischer Fracht“ für die ukrainischen Streitkräfte genutzt werden.

Die Häfen des Großraums Odessa, die für 90 % der Seefrachtexporte verantwortlich waren, haben ihren Betrieb eingestellt und es bleibt ungewiss, wie die Ukraine künftig Agrar- und Metallprodukte exportieren wird.

Bereits am 22. Juli stellten Schiffe aufgrund verstärkter russischer Angriffe auf Hafenanlagen und Schiffe den Anlauf von Häfen im Großraum Odessa ein. Insgesamt griff Russland im vergangenen Monat 124-mal Häfen und Handelsschiffe an.

Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 27. Juli wurde die Frage der Unterbrechung des Seehandels mit der Ukraine erörtert. Einem Bericht des UN-Sekretariats zufolge wurden allein im Juli mehr als sechs russische Angriffe auf zivile Schiffe in der Region Odessa registriert.

Es wurde außerdem festgestellt, dass die Ukraine im Juli zahlreiche Schiffe, darunter Öltanker, die russische und mit Russland verbundene maritime Logistik in der Region bereitstellten, angegriffen hat. Allein im Asowschen Meer haben die ukrainischen Streitkräfte in den letzten Wochen über 100 Schiffe attackiert.

Als Folge der harten militärischen Gegenschläge Russlands kam der internationale Seeverkehr aus ukrainischen Häfen nahezu vollständig zum Erliegen. Dies führte nicht nur zu Problemen für die Ukraine und zahlreiche Länder, die Lebensmittel von ihr beziehen, sondern hatte auch angesichts der Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf Schiffe, die russische Häfen anlaufen oder von dort abfahren, auch extrem negative Auswirkungen auf die Getreidepreise an den Weltmärkten.

Laut UN-Angaben sind die Weizenpreise seit Anfang Juli um 20 % gestiegen und haben damit den höchsten Stand seit März 2024 erreicht.

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Kolossale Finanzpyramide: BlackRock und der „Great Reset“ des WEF

Von F. William Engdahl – 6. August 2026

Es lohnt sich manchmal, ältere Artikel hervorzunehmen und wieder zu lesen, um die Gegenwart besser zu verstehen. Dieser Artikel über BlackRock von F. William Engdahl wurde ursprünglich 2021 von Global Research veröffentlicht. Sie können ihn hier im Original lesen. Oder eben hier auf Globalbridge in deutscher Übersetzung. (cm)

Ein praktisch unreguliertes Investmentunternehmen übt heute mehr politischen und finanziellen Einfluss aus als die Federal Reserve und die meisten Regierungen auf diesem Planeten.

Das Unternehmen, BlackRock Inc., der weltweit größte Vermögensverwalter, investiert weltweit unglaubliche 9 Billionen US-Dollar an Kundengeldern – eine Summe, die mehr als doppelt so hoch ist wie das jährliche BIP der Bundesrepublik Deutschland.

Dieser Koloss thront an der Spitze der Pyramide der weltweiten Unternehmensbeteiligungen, seit neuestem auch in China. Seit 1988 hat sich das Unternehmen in die Lage versetzt, de facto die Federal Reserve, die meisten Wall-Street-Megabanken – darunter Goldman Sachs –, den „Great Reset“ des Weltwirtschaftsforums in Davos, die Biden-Regierung und, wenn man dem freien Lauf lässt, die wirtschaftliche Zukunft unserer Welt zu kontrollieren. BlackRock ist der Inbegriff dessen, was Mussolini als „Korporatismus“ bezeichnete, bei dem eine nicht gewählte Unternehmenselite der Bevölkerung von oben herab Vorschriften macht.

Wie die weltweit größte „Schattenbank“ diese enorme Macht über die Welt ausübt, sollte uns beunruhigen. Seit seiner Gründung durch Larry Fink im Jahr 1988 ist es BlackRock gelungen, einzigartige Finanzsoftware und Vermögenswerte zu bündeln, über die kein anderes Unternehmen verfügt. BlackRocks Risikomanagementsystem „Aladdin“ – ein Software-Tool, das Handelsgeschäfte verfolgen und analysieren kann – überwacht Vermögenswerte in Höhe von mehr als 18 Billionen US-Dollar für 200 Finanzunternehmen, darunter die Federal Reserve und europäische Zentralbanken. Wer „überwacht“, der weiß auch Bescheid, wie wir uns vorstellen können. BlackRock wurde als finanzielles „Schweizer Taschenmesser“ bezeichnet – institutioneller Investor, Vermögensverwalter, Private-Equity-Firma und globaler Partner von Regierungen in einem. Dennoch behandeln die Mainstream-Medien das Unternehmen lediglich als ein weiteres Finanzunternehmen an der Wall Street.

Es gibt eine nahtlose Schnittstelle, die die UN-Agenda 2030 mit dem „Great Reset“ des Weltwirtschaftsforums in Davos und der sich abzeichnenden Wirtschaftspolitik der Biden-Regierung verbindet. Diese Schnittstelle ist BlackRock.

Team Biden und BlackRock

Mittlerweile sollte jedem, der sich die Mühe macht, hinzuschauen, klar sein, dass derjenige, der behauptet, US-Präsident zu sein – der 78-jährige Joe Biden –, keinerlei Entscheidungen trifft. Er hat sogar Schwierigkeiten, vom Teleprompter abzulesen oder vorbereitete Fragen von befreundeten Medien zu beantworten, ohne Syrien und Libyen zu verwechseln oder gar zu vergessen, ob er überhaupt Präsident ist. Er wird von einer Gruppe von Beratern bis ins Detail gesteuert, um ein vorgegebenes „Image“ eines Präsidenten aufrechtzuerhalten, während die Politik hinter den Kulissen von anderen gemacht wird. Das erinnert unheimlich an die Filmfigur Chauncey Gardiner, die Peter Sellers 1979 in „Being There“ spielte.

Weniger bekannt sind die wichtigsten politischen Entscheidungsträger, die die Wirtschaftspolitik für „Biden Inc.“ lenken. Sie heißen, kurz gesagt, BlackRock. So wie Goldman Sachs unter Obama und auch unter Trump die Wirtschaftspolitik bestimmte, übernimmt heute BlackRock diese Schlüsselrolle. Der Deal wurde offenbar im Januar 2019 besiegelt, als Joe Biden, damals noch Kandidat und mit nur geringen Chancen, Trump zu besiegen, sich in New York mit Larry Fink traf, der dem „Arbeiter Joe“ Berichten zufolge sagte: „Ich bin hier, um zu helfen.“

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China hat die Weltwirtschaft einmal mehr gerettet

Von Jens Berger – 6. August 2026

Die Neun-Drachen-Mauer in der Verbotenen Stadt in Peking, China.  Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Der Ölpreis ist ein Mysterium. Zu Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran hatten sämtliche Experten und Branchenkenner eine mittelfristige „Explosion“ der Rohölpreise von 150 US-Dollar und mehr vorausgesagt. Obgleich sich die Versorgungslage seit März noch einmal deutlich verschlechtert hat, wird Öl zurzeit für rund 80 US-Dollar gehandelt, was dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Wie konnten die Experten so deutlich danebenliegen? Die Antwort ist ebenso einfach wie für viele überraschend: China – der mit Abstand größte Ölimporteur der Welt – hat binnen Wochen seine Importe halbiert und so das weltweite Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht gebracht. Ohne diesen Importrückgang würden die Preise tatsächlich durch die Decke gehen und die Weltwirtschaft ins Chaos stürzen. Die spannende Frage: Warum hat China so gehandelt?

Schaut man sich den derzeitigen Ölmarkt an, müsste einem eigentlich angst und bange werden. Iran hat die Straße von Hormus für Ölexporte aus den Golfstaaten de facto blockiert. Iranische Ölexporte über diesen Seeweg werden mittlerweile von den Amerikanern blockiert. Am Bab al-Mandab vor der jemenitischen Küste sorgen die Raketenangriffe der Huthi-Miliz dafür, dass vor allem saudische Öllieferungen in Richtung Asien größtenteils gestoppt wurden, da die Versicherer sich weigern, die Risiken abzudecken. Aber auch anderenorts hat der Krieg gegen Öllieferungen eine neue Qualität angenommen. Drohnenangriffe der Ukraine auf die russische Ölinfrastruktur sorgen dafür, dass Russlands Exporte von Öl und Ölprodukten zurückgehen. Die Ukraine greift jedoch nicht nur die russische, sondern auch die kasachische Ölinfrastruktur und kasachische Öltanker an. In der Folge haben sich die kasachischen Ölexporte nahezu halbiert.

Es brennt an allen Ecken und Enden, und dennoch sieht es an den Warenterminmärkten relativ entspannt aus – ein Widerspruch, auf den viele Analysten keine Antwort haben. Der ehemalige New-York-Times-Journalist Max Fisher ist dieser Frage in seinem Podcast nachgegangen und konnte den Widerspruch in großen Teilen aufklären. Vereinfacht gesagt: Der globale Ölmarkt ist – wie alle physischen Gütermärkte – ein Markt, bei dem Angebot und Nachfrage immer exakt übereinstimmen. Ein Barrel Öl, das exportiert wird, muss woanders importiert werden. Der wichtigste Faktor, um Angebot und Nachfrage zu steuern, ist der Preis. Übersteigt die Nachfrage das Angebot, steigt der Preis so lange, bis die Nachfrage wieder sinkt und Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.

Ein Grund dafür sind alternative Lieferrouten. Sowohl Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über leistungsstarke Pipelines, mit denen sie die blockierten Lieferwege zum Teil umgehen können. Zusammen kommen diese Pipelines auf eine Förderleistung von sieben Millionen Barrel pro Tag, was rund ein Drittel der durch die Blockaden wegfallenden Mengen ausgleicht. Hinzu kommt die Freigabe der nationalen Ölreserven durch die USA, Japan und mehrere EU-Staaten, die rund 2,5 Millionen Barrel pro Tag entspricht und damit die nötige Importmenge abermals reduziert. Doch auch mit diesen Notmaßnahmen bleibt noch ein Defizit von zehn Millionen Barrel pro Tag übrig. Und hier kommt China ins Spiel.

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Israel verübt neues Massaker im Gazastreifen. Trump droht dem Iran mit „Enthauptung“

Von Andre Damon – 5. August 2026

Am Wochenende haben israelische Streitkräfte mindestens 26 Menschen im Gazastreifen getötet. Sie griffen Wohnblocks, Zeltlager und den Medikamentenbestand eines Krankenhauses an. Es waren die seit Wochen blutigsten Tage in diesem Gebiet. Gleichzeitig hat US-Präsident Donald Trump nach einer Unterbrechung der Kämpfe für eine Woche dem Iran erneut mit „Enthauptung“ gedroht.

Am Samstag tötete Israel mindestens sieben Menschen und zerstörte zwei der vier Medikamentenlager des Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhauses in Deir al-Balah, wie Al Jazeera berichtete. Der Generaldirektor des Gaza-Gesundheitsministeriums, Munir al-Bursh, erklärte, dass durch diese Zerstörung „die Medikamente und die Krankheit selbst zum Kriegswerkzeug“ würden.

Laut Associated Press hat das israelische Militär vom Samstagabend bis Sonntag in den lokalen Krankenhäusern mindestens 17 weitere Menschen, darunter auch Kinder, getötet. Al Jazeera zählte am Sonntag 19 Tote und bezifferte die Gesamtzahl der Opfer dieses Wochenendes auf 26. Unter den Toten befanden sich auch der 33-jährige Abdullah Abu al-Teif, seine schwangere Frau Abeer Anan (29) und ihr fünfjähriger Sohn Azzam; sie starben beim Beschuss des Al-Sousi-Turms im Westen von Gaza-Stadt. Das israelische Militär erklärte seinerseits, diese Angriffe hätten militanten Kämpfern gegolten.

Dieses Blutvergießen spielte sich vor dem Hintergrund einer offiziellen Propagandaoffensive für den Frieden ab. Am Donnerstag hatte Trump ein „HISTORISCHES Abkommen zur VOLLSTÄNDIGEN ENTWAFFUNG der Hamas“ verkündet, und am Samstag behauptete er, man habe sich auf die „Grundzüge eines Abkommens“ zur Wiederöffnung der Straße von Hormus geeinigt. Während er noch sprach, fielen die israelischen Bomben auf Gaza-Stadt, Deir al-Balah und Khan Younis, und gleichzeitig wurden schon US-Bomber für das zusammengezogen, was Trump am Sonntag als „den größten Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichnen sollte.

Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands am 10. Oktober 2025 hat Israel den Gazastreifen an 270 der 297 Tage angegriffen; das zeigt eine Analyse von Al Jazeera vom Montag. Das Gesundheitsministerium von Gaza zählt seit Beginn der Waffenruhe mindestens 1.250 getötete Palästinenser. Im gleichen Zeitraum sind laut Associated Press fünf israelische Soldaten ums Leben gekommen.

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Die Fabrik des Krieges

Von Sabiene Jahn – 5. August 2026

Mission Control innerhalb des DELTA-Ökosystems: Einsatzdaten, Lagebilder und Rückmeldungen aus dem Gefecht werden in Echtzeit ausgewertet und fließen unmittelbar in operative Entscheidungen sowie die Weiterentwicklung militärischer Systeme ein. Die digitale Vernetzung gilt als Kern des neuen ukrainischen Beschaffungs- und Innovationsmodells. Quelle

Die eigentliche Revolution dieses Krieges findet nicht im Schützengraben statt. Sie entsteht in Datenplattformen, Software und digitalen Beschaffungsnetzen. Dort wächst ein militärisch-industrielles Ökosystem heran, das die europäische Sicherheitsordnung grundlegend verändert – weitgehend unbeachtet von der öffentlichen Debatte.

Wer heute über den Krieg in der Ukraine spricht, denkt meist an Frontverläufe, Panzerkolonnen oder die tägliche Zahl zerstörter Drohnen. Die öffentliche Wahrnehmung orientiert sich an sichtbaren Ereignissen. Militärische Stärke erscheint weiterhin als Summe von Waffen, Soldaten und Produktionskapazitäten. Die tiefgreifendere Veränderung vollzieht sich in den Datenströmen zwischen Gefechtsfeld, Softwareentwicklung, Industrie und Beschaffung.

Jede zerstörte Drohne, jeder gestörte Funkkanal und jede neue Taktik erzeugen Informationen. Sie entscheiden darüber, welche Waffe verbessert wird, welches Unternehmen den nächsten Auftrag erhält und welche Technologie innerhalb weniger Wochen weiterentwickelt wird. Der Krieg produziert damit einen fortlaufenden Strom verwertbarer Daten.

Über Jahrzehnte verlief militärische Innovation in getrennten Phasen – Forschung, Entwicklung, Erprobung, Beschaffung, Produktion und Einsatz. Zwischen Idee und Nutzung lagen oft zehn oder fünfzehn Jahre. In der Ukraine entstehen Entwicklung, Einsatz, Auswertung und Verbesserung nahezu gleichzeitig. Neue Produkte gelangen unmittelbar an die Front, Soldaten testen sie unter realen Bedingungen, die Erkenntnisse fließen fast ohne Zeitverlust zurück. Innerhalb weniger Wochen entstehen technische Veränderungen, die wieder in das nächste Gefecht eingehen. Der Krieg wird selbst zum Entwicklungsraum.

Beschaffungsentscheidungen stützen sich zunehmend auf kontinuierlich erhobene Einsatzdaten. Maßgeblich ist dabei die nachweisbare Bewährung unter Gefechtsbedingungen, nicht allein die theoretische Leistungsfähigkeit. Der eigentliche Rohstoff sind Daten über Reichweiten, Ausfallquoten, Zielgenauigkeit, Lieferzeiten und den tatsächlichen Nutzen. Wer über diese Informationen verfügt, besitzt einen Wissensvorsprung, der sich in technische Verbesserungen und wirtschaftliche Vorteile übersetzt.(12)

Während Regierungen über Waffenpakete und Milliardenhilfen diskutierten, entstand eine digitale Infrastruktur, die Entwicklung, Produktion, Einsatz und Beschaffung dauerhaft verbinden soll. Den programmatischen Ausdruck dafür fand Walerij Saluschnyj. Als der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte im Juli 2026 auf der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Farnborough sprach, beschrieb er den Krieg als Beginn einer neuen militärischen Epoche. Die Ukraine sei zum Labor des modernen Krieges geworden. Entscheidend sei künftig nicht allein die Größe einer Armee. Ausschlaggebend werde ihre Fähigkeit, Erfahrungen nahezu in Echtzeit in technische Innovation zu übersetzen. (1) (2)

Neu ist die Verbindung zuvor getrennter Bereiche. Frontsoldaten, Entwickler, Start-ups, Rüstungsunternehmen, Beschaffungsbehörden, Investoren und politische Entscheidungsträger werden Teil eines gemeinsamen Innovationskreislaufs. Daraus entsteht ein militärisch-industrielles Ökosystem, das sich deutlich von der klassischen Rüstungswirtschaft unterscheidet. Seine Bausteine tragen Namen wie DELTA, Mission Control, Brave1, ePoints, DOT-Chain Defence und Manufacturer Dashboard. Gemeinsam sollen sie nahezu jeden Schritt zwischen militärischem Bedarf und industrieller Produktion digital miteinander verknüpfen. Europa unterstützt diese Architektur inzwischen nicht mehr nur finanziell. Es beginnt, zentrale Elemente schrittweise zu übernehmen. Darin liegt die eigentliche Tragweite: In Europa entsteht eine neue Sicherheits- und Wirtschaftsordnung, lange bevor über ihre vollständige politische Gestalt entschieden wurde. (14)

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„Ewiger Krieg“: Russlands führender Experte zu den politischen Folgen der Drohnenrevolution

Von Andrew Korybko – 4. August 2026

Drohen haben die westliche Wahrnehmung des Krieges zugunsten der Ukraine beeinflusst; dieser wird inzwischen stärker von Deutschland als von den USA fortgeführt und könnte daher möglicherweise viel länger andauern, als viele erwartet hatten.

Der führende russische Experte Fjodor Lukjanow, der neben anderen prestigeträchtigen Funktionen in der Expertengemeinschaft seines Landes als Forschungsdirektor des Valdai-Clubs tätig ist, veröffentlichte bei RT einen Beitrag zum Thema „Warum Westeuropa ein Fortdauern des Ukraine-Konflikts braucht“. Der Untertitel lautet: „Die Drohnenkriegsführung hat das Gleichgewicht in der Ukraine verändert, den Geist von Anchorage geschwächt und Europa ein neues politisches Argument für den Konflikt geliefert“. Anschließend erläuterte er in seinem Beitrag, wie es dazu kam.

Laut Lukyanow gelang es den westeuropäischen Staats- und Regierungschefs, die unmittelbar nach dem Gipfel von Anchorage nach Washington gereist waren, um sich mit Trump zu treffen, ihn teilweise von der Überzeugung abzubringen, dass „die Niederlage [der Ukraine] letztendlich unvermeidlich sei und der Schaden umso geringer ausfallen würde, je früher Kiew Zugeständnisse akzeptiere“. Daher waren „weder Trump noch seine Berater bereit, nennenswertes politisches Kapital zu investieren“, um das einzuhalten, worauf er sich mit Putin während ihres Gesprächs geeinigt hatte – weshalb der „Geist von Anchorage“ scheiterte.

Lukyanow fuhr fort: „Bei den G7- und NATO-Gipfeln in diesem Sommer zeigte der US-Präsident eine deutlich neutralere, zeitweise sogar unterstützende Haltung gegenüber Kiew. Im Grunde räumte er damit ein, dass seine frühere Zuversicht hinsichtlich der unvermeidlichen Niederlage der Ukraine zumindest verfrüht gewesen war.“ Dies ging dem von den USA unterstützten „Zermürbungskrieg“ der Ukraine gegen Russland voraus, dem derzeit zentralen Element von Trumps neuer Politik der „Eskalation zur Deeskalation“, die durch Drohnenangriffe auf strategische Infrastruktur gekennzeichnet ist.

Mit Lukyanows Worten: „Die wachsende Fähigkeit der Ukraine, Drohnenangriffe über große Entfernungen durchzuführen, ist das Ergebnis dreijähriger, anhaltender finanzieller und technologischer Unterstützung durch Westeuropa, und trotz Trumps wiederholter Behauptungen, dass ‚Sleepy JoeHunderte von Milliarden US-Dollar für die Ukraine verschwendet habe, sind es die europäischen Regierungen, allen voran Deutschland, die nun die größte Last bei der Unterstützung der Kriegsanstrengungen Kiews tragen.“ Die Westeuropäer definieren ihr Engagement in dem Konflikt nun neu.

„Die öffentliche Rhetorik, insbesondere in Deutschland“, so Lukyanows weiter, „deutet zunehmend darauf hin, dass eine militärische Konfrontation mit Russland um die Wende zum nächsten Jahrzehnt eine echte Möglichkeit ist. Das Argument ist einfach: Solange die Ukrainer kämpfen, hat Westeuropa Zeit, sich vorzubereiten, und daher sollte der Konflikt so lange wie möglich andauern.“ Er stellte anschließend die These auf, dass die [westliche] Elite diese Wahrnehmung als politisch eigennützige „einigende Idee“ ausnutzt, schließt jedoch nicht aus, dass manche wirklich daran glauben.

Lukyanovs Artikel ist aus drei Gründen wichtig. Erstens räumt er ein, dass der „Zermürbungskrieg“ die westliche Wahrnehmung des Konflikts beeinflusst hat, was weiter verdeutlicht, warum MAGA sich nun Kiew annähert. Zweitens legt er nahe, dass Deutschland eine größere Verantwortung für die Fortdauer des Konflikts trägt als die USA, was Russlands Bedrohungswahrnehmung gegenüber Deutschland neu gestalten könnte. Und schließlich untermauert er die Warnung des ehemaligen russischen Top-Spions Andrej Bezrukow, dass der „neue Krieg“, den Russland führt, Jahrzehnte dauern könnte.

Der letzte Punkt ist bei weitem der wichtigste, da Lukyanow die Leser darauf vorbereitet, einen langwierigen militärischen Konflikt zu erwarten, indem er die Aufmerksamkeit auf die von Drohnen inspirierten Bemühungen Westeuropas lenkt, den Stellvertreterkrieg zwischen der NATO und Russland in der Ukraine auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. In Verbindung mit Putins jüngster Bestätigung, dass Russland auf dem Schlachtfeld weiterhin „Vorsicht walten lassen“ werde – womit er die Hoffnungen einiger zunichte machte, er werde aus eigener Initiative „eskalieren, um zu deeskalieren“, um schnell den Sieg zu erringen –, ist die Verwandlung des Konflikts in einen „ewigen Krieg“ nicht auszuschließen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von Globale Gleichheit wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur ewigen Geheimhaltung

Von Gaby Weber – 5. August 2026

Bundesarchiv in Koblenz. Bild: BArch, B 198 Bild-2017-0202-006 / Nobel, Jürgen

Brave Erfüller von Kanzleramt & BND: Akten zum SS-Offizier Adolf Eichmann bleiben verschlossen.

Nach mehreren Wochen haben die Richter des Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) das schriftliche Urteil von der Verhandlung am 4. Juni 2026 in Leipzig vorgelegt. Es ging um die Frage, ob der Bundesnachrichtendienst (BND) für alle Ewigkeit und ohne Begründung seine Akten zum SS-Offizier Adolf Eichmann geheim halten darf. Und die Richter beugten sich, wieder einmal, dem Willen des Kanzleramtes und des Geheimdienstes. Jawoll, er darf, auf ewig, ohne weitere Begründung und ohne Anhörung alles geheimhalten – obwohl im Bundesarchivgesetz (BArchG) ausdrücklich die maximale Schutzfrist von 60 Jahren genannt ist. Die jahrzehntelange Desinformation kann also weitergehen. So ist das in der Bundesrepublik: von Transparenz, Rechtstaatlichkeit und Pressefreiheit keine Rede mehr. Es zählt das „Wohl des Bundes”. Und worin das besteht, das bestimmt ganz alleine ein handverlesener Kreis von Robenträgern.

„Die Klage, über die das Bundesverwaltungsgericht in erster und letzter Instanz gemäß § 50, Abs. 1, Nr. 4 VwGO entscheidet, (hat) keinen Erfolg. Sie ist zulässig aber unbegründet.“

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

VwGO steht für Verwaltungsgerichtsordnung und soll die Organisation der Verwaltungsgerichte regeln. Das Urteil muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, um das Ausmaß der politisch motivierten Auslegung abseits der herkömmlichen Auslegungsregeln zu erkennen. Ausnahmen zum archivrechtlichen Zugangsanspruch werden entgegen jeder Methodik weit interpretiert, andere Ausnahmen, wie die „Third Party Rule“ werden schlicht erfunden. Es gibt sie nicht im Gesetz. Fristen werden mit willkürlichen Argumenten auf Ewigkeit verlängert, um den archivrechtlichen Zugangsanspruch auf Dauer zu vereiteln. „Es ist nicht Aufgabe des BVerwG Rechtspolitik zu betreiben“, so Rechtsanwalt Christoph Partsch, der die Klage vertrat.

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Was steckt hinter dem seit drei Wochen laufenden „Papp-Maidan“ in der Ukraine?

Von Thomas Röper – 5. August 2026

Seit fast drei Wochen finden in der Ukraine Proteste statt, die als „Papp-Maidan“ bezeichnet werden und die deutsche Medien nur in kurzen Nebensätzen erwähnen. Worum geht es dabei und wer steckt hinter den Protesten?

Am 16. Juli hat Machthaber Selensky im Rahmen eine Regierungsumbildung den im Land beliebten Verteidigungsminister abgesetzt, was umgehend zu Proteste im ganzen Land geführt hat. Inzwischen dauern die Proteste fast drei Wochen an, aber deutsche Medien berichten darüber praktisch gar nicht, obwohl die Proteste hinter den Kulissen anscheinend von der EU unterstützt werden. Versuchen wir mal, zu verstehen, worum es dabei geht und warum die deutschen Medien das Thema meiden.

Wer ist Fjodorow?

Im Kern der Geschichte steht der ehemalige Verteidigungsminister Michail Fjodorow (in deutschen Medien auch als „Mychajlo Fedorow“ bezeichnet). Fjodorow ist mit 35 Jahren noch sehr jung und er war in Selenskys Wahlkampf 2018/19 Experte für Social Media Marketing (SMM). Nach Selenskys Wahlsieg wurde er schnell stellvertretender Ministerpräsident und Minister für digitale Transformation und stieg später zum Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidenten auf. In diesen Positionen knüpfte Fjodorow enge Kontakte zu den Chefs amerikanischer Technologiekonzerne, darunter Palantir, sowie zu führenden Persönlichkeiten europäischer Institutionen und Länder. Mit anderen Worten: Fjodorow ist bei den Entscheidungsträgern im Westen bestens vernetzt.

Entsprechend bekam er im Westen gute Presse. Der Spiegel widmete ihm beispielsweise Anfang Juni eine Titelstory, die im Internet den Titel „KI, Drohnen, neue Soldaten – Ist das die Kriegswende in der Ukraine?“ trug, während auf dem Spiegelcover der Woche in Großbuchstaben schlicht „Kriegswende?“ zu lesen war. In der Titelstory ging es um die Entwicklung ukrainischer Drohnen und wie diese das Kriegsglück angeblich zu Gunsten der Ukraine wenden. Und für den Spiegel war klar, wem diese angebliche Kriegswende zu verdanken war:

„Wenn es ein Gesicht gibt für die Innovationsfreude der ukrainischen Verteidigung, dann ist es das von Mychailo Fedorow.“

Ich habe in einem Artikel über die Spiegel-Titelstory berichtet, wobei der Fokus meines Artikels darauf lag, aufzuzeigen, wie der Spiegel in seinem Heldenepos über Fjoforow und die Firma Fire Point die Korruption verschwiegen hat, die Fire Point umgibt, die den Löwenanteil der ukrainischen Staatsaufträge für Drohnen bekommt. Fire Point gehört Selenskys alten Freunden und Partnern aus seiner Zeit als Komiker und war damals die Castingagentur, die Leute für Selenskys TV-Produktionen ausgesucht hat. Nach der Eskalation vom Februar 2022 wurde diese von Selenskys Kumpels geleitete Castingagentur wundersamerweise zum größten Drohnenproduzent der Ukraine und zum Empfänger Nummer 1 von Aufträgen des ukrainischen Verteidigungsministeriums, das Michail Fjodorow nun leitete.

Natürlich erwähnte die Spiegel-Titelstory diese Details nicht.

Fjodorow kann sich gut präsentieren, er wurde als Verteidigungsminister immer beliebter, weil er dem von Korruption zerfressenen Ministerium in der Öffentlichkeit ein modernes Image gab. Das wirkte in der Ukraine, wo die verzweifelten Menschen nach jedem Strohhalm greifen.

Außerdem war Fjodorow auch im Westen sehr beliebt und bei den westlichen Politikern bestens vernetzt. Pistorius war voll des Lobes für Fjodorow und machte beispielsweise bei einem Ukraine-Besuch ein gemeinsames Interview mit ihm.

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EU macht sich ehrlich, Luxemburg schlägt Kriegsgeld vor: neue Euroscheine mit Panzer und Gewehren

Von Marcus Klöckner – 5. August 2026

Kriegsgeld. Kriegsgeld? Ja, Kriegsgeld. Neue Euro-Scheine lassen sich doch mit Panzern und Waffen versehen. Was soll das sein? Ein Scherz? Nein, nein. In Zeiten, in denen Deutschland kriegstüchtig werden soll und die Europäische Union den Feind in Russland sieht, ist alles möglich. Am Wochenende berichtete die FAZ über den Vorschlag aus Luxemburg, das Geld von etwa 350 Millionen Bürgern mit Kriegsgerät zu versehen. Zwar wurde der Vorschlag unter einem sich rasch formierenden Protest zurückgenommen, aber: Einmal mehr ist der Blick frei auf eine EU, die ihren Hang zum Militarismus längst nicht mehr verbergen will.

Wir erinnern uns an ein Zitat von Jean-Claude Juncker und einen Spiegel-Bericht:

Jean-Claude Juncker ist ein pfiffiger Kopf. »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert«, verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. »Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.«

So wurde bei der Einführung des Euro verfahren, als tatsächlich kaum jemand die Tragweite der ersten Beschlüsse 1991 zur Wirtschafts- und Währungsunion wahrnehmen mochte.

Politiker sind nicht dumm. Sie wissen, wie sie ihre Vorhaben durchsetzen können. Was Juncker beschreibt, ist eine Methode – eine sehr wirkungsvolle.

Diese Methode spiegelt sich in dem Entwurf des Kriegsgeldes wider. „Luxemburg schlägt Euroscheine mit Gewehr und Panzer vor“, hieß es in der Überschrift der FAZ. Im Artikel ist zu lesen, der Vorschlag für die Motive der im Hintergrund offensichtlich in Planung befindlichen neuen Euroscheine sei von der luxemburgischen Verteidigungsbehörde gekommen.

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