Aufrufe & Appelle

Hervorgehoben



Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU


Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


24. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 16:30 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 23. März 2026

Heute läuft das Ultimatum aus, mit dem der US-Präsident die Kapitulation des Irans forderte, oder die Zerstörung der Kraftwerke, einschließlich der Atomkraftwerke ankündigte, was gleichbedeutend mit einem Atomschlag wäre und das letzte noch nicht begangene Kriegs-Verbrechen der USA und der de facto Kolonie Israel. Zunächst was in der Nacht passierte.

Der Angriffskrieg gegen den Iran geht in eine neue Phase. Es scheint, als ob der Iran förmlich danach fiebert, dass die USA eine Bodenoffensive beginnen. Und die USA drohen mit der Zerstörung iranischer Atomkraftwerke, was der Drohung eines Atomschlages gleichkommt.

In den letzten neun Stunden hat sich der Angriffskrieg gegen den Iran durch neue Eskalationen weiter verschärft. Das israelische Militär (IDF) kündigte eine Welle umfangreicher Angriffe auf die iranische Staatsinfrastruktur in Teheran an und führte diese auch schon durch. Die chinesische Nachrichtenagentur CGTN berichtete unter Berufung auf die iranische Fars-Agentur von fünf Angriffen im Norden, Zentrum, Osten und Westen der Hauptstadt. Gleichzeitig veröffentlichten die USA Aufnahmen ihrer Angriffe auf die Turbinenfabrik in Qom, die Motoren für Angriffsdrohnen und Flugzeugkomponenten der Revolutionsgarden (IRGC) herstellt.

Als direkte Vergeltung führte der Iran einen Raketenangriff auf Tel Aviv durch, dessen Folgen in Aufnahmen der Zerstörung dokumentiert sind. Die Luftabwehr der NATO und Israels, welche das dichteste Abwehrnetz gegen Raketen und Drohnen über Israel eingerichtet hatte, scheint immer unwirksamer zu werden. Was US-Politiker wie Senator Ted Cruz bewog, offen auf weitere Angriffe gegen den Iran zu drdängen, um „das iranische Regime vollständig zu stürzen„.

Nicht-westliche Quellen wie PressTV, RT, Sputnik und CGTN stellen diese Entwicklungen als Fortsetzung der aggressiven Politik der USA und Israels gegen den souveränen Iran dar, während der Iran lediglich seine Verteidigungs- und Vergeltungsmaßnahmen betont. Während im Westen standardmäßig „vergessen“ wird, dass der Angriffskrieg von den USA und Israel begonnen wurde. Weitere diplomatische Spannungen wie Drohungen von Trump oder die Ausweisung iranischer Diplomaten aus Saudi-Arabien werden als Teil des gleichen Angriffskriegs gesehen, und als Anzeichen, dass weitere Länder in den Krieg eintreten werden.

07 Uhr 15

Mark Rutte, der Generalsekretär der NATO erklärte, dass die NATO nicht bestätigen könne, dass der Iran die Militärbasis Diego Garcia beschossen habe. Damit erhält das Gerücht weiter Nahrung, dass Israel von U-Booten aus die Basis beschoss, um ein Drohszenario für die Europäer aufzubauen, mit dem Ziel, sie in den Krieg gegen den Iran hineinzuziehen. Starkes Indiz war unmittelbar nach dem Anschlag die Nachricht an die Europäer durch „Netanjahu“, dass nun diese Länder im Fokus des Iran seien, und sie müssten doch ihre Energiezufuhr sichern und die Straße von Hormus „befreien“.

08 Uhr 00:

Der französische Richter Nicolas Gouyou, der beim Internationalen Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen Netanjahu erlassen hat:

• Visa und Mastercard haben alle meine Karten gesperrt
• Ich kann keine Einkäufe tätigen.
Ich bin Richter, werde aber wie ein Krimineller behandelt.
• Richter, Anwälte und Politiker werden eingeschüchtert.
• Ein Kollege sagte mir, mein Name werde erst nach dem Ende von Trumps Amtszeit von der schwarzen Liste gestrichen.
• Trotz der Intervention des französischen Präsidenten haben die US-Behörden nicht reagiert.

French judge Nicolas Gouyou, who issued an arrest warrant for Netanyahu at the ICC: • Visa and Mastercard have blocked all my cards • I cannot make any purchases • I am a judge, yet treated like a criminal • Judges, lawyers, and politicians are being intimidated • A Mehr anzeigen

Der israelische Kanal 12 enthüllte dramatische Botschaften der US-Regierung an Israel, darunter die folgenden Kernpunkte:

Die Amerikaner teilten Israel mit, dass die Umsetzung der Einsatzpläne im Zusammenhang mit der Straße von Hormus mehrere Wochen in Anspruch nehmen werde, was zwangsläufig eine Verlängerung des Krieges um weitere Wochen bedeute.

Berichten zufolge zielt Präsident Trumps Kurs nicht auf eine rasche Beruhigung der Lage ab, sondern darauf, das Thema „Öl und Gas“ als Mittel für maximalen Druck zu nutzen.

Der amerikanische Plan zielt darauf ab, den Spieß gegen Teheran umzudrehen; anstatt Energie als Druckmittel gegen den Iran einzusetzen, versucht Washington, das Regime von innen heraus über den Energiesektor zu strangulieren, was zu einer Beschleunigung seines Zusammenbruchs führen könnte.

Zusammenfassung: Wir stehen vor einem Strategiewechsel der USA von der „Eindämmung der Eskalation“ hin zu einer „wirtschaftlichen und militärischen Lösung“ über die Meerenge von Hormus und die Energieressourcen.

08 Uhr 15:

Reuters zitierte am Montag Quellen, wonach Saudi Aramco, der weltweit größte Ölexporteur, die Rohöllieferungen an asiatische Abnehmer für den Monat April reduziert habe, nachdem der Krieg der USA und Israels gegen den Iran den Handel durch die Straße von Hormus unterbrochen habe. Die Quellen fügten hinzu, dass das Unternehmen seine Vertragskunden im April ausschließlich mit Arab-Light-Rohöl beliefern werde, das vom Hafen Yanbu am Roten Meer aus exportiert wird.

Israels Luftabwehr versagt

Israelische Medien berichteten, dass die Raketeneinschläge der letzten beiden Tage erneut Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit der Abfangsysteme aufgeworfen haben, nachdem zwei iranische ballistische Raketen Wohngebiete in Dimona und Arad im südlichen Israel getroffen und dabei die Luftabwehrsysteme  durchbrochen hatten. Die Angriffe erfolgten am Samstagabend im Abstand von wenigen Stunden und trafen Gebiete in der Nähe von Dimona, unweit einer der am strengsten bewachten Einrichtungen der Region, dem Nuklearforschungszentrum in der Negev-Wüste. Trotz der Versuche des Militärs, die anfliegenden Raketen abzufangen, räumten die Behörden ein, dass es beiden Geschossen gelang, die Verteidigungssysteme zu durchdringen. Der Vorfall hat zu einer verstärkten Überprüfung der Zuverlässigkeit von „Israels“ mehrschichtiger Luftverteidigungsarchitektur geführt.

Laut einer Umfrage in Tel Aviv befürworten 9 von 10 israelischen Juden den Krieg gegen den Iran,

Das ergab eine Umfrage des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) der Universität Tel Aviv. Die Umfrage zeigt eine anhaltende Unterstützung der israelischen Öffentlichkeit für die Operation, wobei eine „Mehrheit einen Regimewechsel befürwortet“, wie die israelische Publikation Jewish News Syndicate berichtete.

08 Uhr 45:

Die Internationale Energieagentur (IEA) führt Gespräche mit Regierungen in Asien und Europa über die mögliche Freigabe zusätzlicher Ölmengen aus strategischen Reserven, „falls erforderlich“, da der Krieg gegen den Iran die globalen Energiemärkte weiterhin destabilisiert, erklärte Exekutivdirektor Fatih Birol. Der IEA-Chef bezeichnete die aktuelle Lage in Westasien als „sehr ernst“ und warnte, dass ihre Auswirkungen mit früheren globalen Energiekrisen vergleichbar seien und diese in mancher Hinsicht sogar übertreffen würden.

Die asiatischen Märkte brachen am Montag zum Handelsbeginn ein, wobei die wichtigsten Indizes in Japan und Südkorea um mehr als 5 % fielen, da die Anleger angesichts des eskalierenden Krieges mit dem Iran aus risikoreichen Anlagen flohen. Kein gutes Zeichen für die kommende Woche, trotz Trumps in Großbuchstaben verfassten Social-Media-Posts, in denen er behauptet, alles sei in Ordnung…

09 Uhr 00

Die „Ethik“ der „einzigen Demokratie“ der Region

Bitte ersetzen Sie den staatlichen Ansatz durch einen grausamen religiösen. Statt eines Angriffs auf ein Kraftwerk, eine Strafe für die Erstgeborenen – morgen Abend, eliminieren Sie die Kinder von Vahidi, Araghchi und Ghalibaf. Wenn wir die Eltern nicht erreichen können, fügen wir ihren Kindern etwas zu (wir haben zwei Jahre gebraucht, um das in Gaza zu tun. Im Libanon haben wir es noch nicht geschafft). Das sind religiöse Rezepte. Staatliche Rationalität funktioniert derzeit nicht. Statt eines ‚verrückten Landeigentümers‘ brauchen wir einen grausamen Landeigentümer. Trump kann die Hölle nicht versprechen – genau das wollen sie. Angriffe auf Kraftwerke wären kontraproduktiv. Wenn sie uns in einen Boxkampf und Ping-Pong-Spiele verwickeln – verlieren wir.

Die israelische Analystin Orit Perlov vom INSS-Thinktank der Universität Tel Aviv rief zur Ermordung von Kindern im Iran auf. Sie löschte diesen Tweet später. Aber der Text ist symptomatisch für die Mehrheit der israelische Gesellschaft, welche auch den Völkermord in Gaza bejubelte.

Der Iran droht mit Vergeltung bei Angriffen auf Stromnetz

Iran hat in den letzten Stunden über seine militärische Führung (Khatam Al-Anbiya) und die Nachrichtenagentur Fars eine allgemeine Warnung (im Westen „Drohung“ genannt) ausgesprochen: Falls die USA oder Israel die iranische Energie- und Strominfrastruktur angreifen, werde der Iran „alle Energie-, IT- und Entsalzungsanlagen“ der USA und Israels sowie verbündeter Regime in der Region ins Visier nehmen.Diese Warnung ist real und wird von iranischen Staatsmedien sowie internationalen Berichten (z. B. Gulf News, France 24) wiedergegeben.

Darüber hinaus sind im Internet Listen mit Zielen aufgetaucht, welche angeblich explizit angegriffen werden sollen, aber dies scheint auf der Phantasie von Internetnutzern zu basieren. Es gibt keine offizielle Bestätigung aus iranischen Kreisen dazu.

Werden USA und Israel es riskieren, das iranische Stromnetz zu zerstören und damit auch die Verwüstung einer ganzen Region? Westliche Medien werden dann im Fall der Vergeltung sicher wieder von der Aggression des Iran berichten.

[Hier weiterlesen]

Der von der Ukraine angegriffene Tanker hat sich als Zeitbombe für das Mittelmeer entwickelt

Von vesti7.ru (Übersetzung: Thomas Röper)

Vor fast drei Wochen hat die Ukraine im Mittelmeer einen Gastanker angegriffen und es droht eine Umweltkatastrophe. Aber die sonst angeblich so um die Umwelt besorgten Grünen und anderen EU-Politiker schweigen dazu und erheben keine Vorwürfe gegen Kiew.

Im Gegensatz zu deutschen Medien beobachten die russischen Medien die Entwicklungen rund um den vor fast drei Wochen von der Ukraine im Mittelmeer angegriffenen Gastanker im Mittelmeer genau. Ich übersetze hier den Bericht, den das russische Fernsehen dazu am Sonntagabend in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat. […]

Der von der Ukraine angegriffene Tanker hat sich zu einer Umweltbombe für Europa entwickelt

Die 30 Besatzungsmitglieder des russischen Gastankers Arctic Metagaz sind nach Murmansk zurückgekehrt. Zur Erinnerung: Vor etwa drei Wochen wurde das Schiff vor der Küste Maltas von ukrainischen unbemannten Booten angegriffen. Der Kapitän des Schiffes erzählt: „Es wurde schnell klar, dass es sich um einen Terroranschlag handelte. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und die Schlagseite des Schiffes nahm rapide zu. Es war offensichtlich, dass nicht nur das Überleben des Schiffes, sondern auch das der Besatzung, ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr waren.“

Unterdessen treibt die beschädigte russische Arctic Metagaz im Mittelmeer. Das riesige, leckgeschlagene und bis zum Rand mit Gas gefüllte Schiff ist zu einer tickenden Zeitbombe geworden. Das Risiko einer Umweltkatastrophe ist extrem hoch.

Aus Italien berichtet unsere Korrespondentin.

[Hier weiterlesen]

Präsident Peseschkians Hoffnung, die BRICS-Staaten würden den Angriffen der USA und Israels ein Ende setzen, ist illusorisch

Von Andrew Korybko – 23. März

Irans Präsident Massud Peseschkian selbst weiß vermutlich, dass die BRICS-Gruppe dies realistisch gesehen nicht erreichen kann, doch indem er Modi dies während ihres Telefonats am Wochenende vorschlug, könnte der iranische Staatschef insgeheim hoffen, dass Indien als diesjähriger BRICS-Vorsitzender eine gemeinsame Erklärung verfasst, die dann die von Delhi vermittelten Waffenstillstandsgespräche in Gang bringt.

Die iranische Botschaft in Indien berichtete, dass Präsident Massud Peseschkian dem indischen Premierminister Narendra Modi während ihres Telefonats am Samstag vorschlug, „dass [die BRICS] eine unabhängige Rolle bei der Beendigung der Aggressionen gegen den Iran und bei der Wahrung des regionalen und internationalen Friedens und der Stabilität spielen sollten“. Er unterbreitete ihm diesen Vorschlag, da Indien in diesem Jahr den rotierenden Vorsitz innehat. So gut gemeint Pezeshkians Hoffnung auch sein mag, sie ist wohl illusorisch, und das weiß er vermutlich selbst auch.

Anfang des Monats wurde erläutert, wie „die iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate die Grenzen der BRICS-Einheit offenbarten“. Kurz gesagt handelt es sich dabei um einen Angriff eines BRICS-Mitglieds auf ein anderes, jedoch als Reaktion darauf, dass das angegriffene Mitglied Berichten zufolge einem dritten Land (in diesem Fall den USA) gestattet hatte, dessen Luftraum und/oder Hoheitsgebiet zu nutzen, um ein anderes Mitglied zuerst anzugreifen, wodurch deutlich wurde, dass die BRICS-Staaten kein Sicherheitsblock sind und es auch nie waren. Modi verurteilte ebenfalls die Angriffe auf die Golfstaaten, ohne den Iran namentlich zu nennen, aber offensichtlich in Bezug auf ihn.

Dennoch ist Indien kein Mitkriegführender wie die Emirate und die anderen Golfstaaten, anders als viele fälschlicherweise glauben. Das virale Video, in dem der Chef der indischen Armee zugibt, dem Iran in den Rücken gefallen zu sein, indem er die Position seines Schiffes an Israel weitergab, das später von den USA versenkt wurde, entpuppte sich als eine mit KI erstellte Fälschung aus Pakistan, doch die öffentliche Wahrnehmung war zu diesem Zeitpunkt bereits manipuliert. Dasselbe gilt für Pepe Escobars falsche Behauptung, Indien sei dem Iran und Russland „in den Rücken gefallen“, was deren Botschafter in Indien beiläufig widerlegten.

Indien sympathisiert mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC) und Israel, wobei Modi Israel noch wenige Tage vor Beginn des Dritten Golfkriegs besucht hatte – jenem Krieg, der mit dem [hinterhältigen, weil erneut während laufender diplomatischer Verhandlungen; die Red.] Überraschungsangriff der USA und Israels begann, bei dem der Oberste Führer des Iran ermordet wurde –, so wie Russland laut Aussage seines Botschafters im Vereinigten Königreich offen mit dem Iran sympathisiert. Im Gegensatz zu Russlands mutmaßlicher nachrichtendienstlicher Unterstützung für den Iran leistet Indien jedoch weder dem GCC noch Israel oder den USA irgendeine Unterstützung. In Verbindung mit Indiens BRICS-Vorsitz befähigt dies Modi, zwischen den USA und Israel zu vermitteln, sofern alle Seiten den Willen dazu haben.

Laut dem in der Einleitung zitierten Tweet der iranischen Botschaft in Indien sagte Peseschkian zu Modi, dass der Konflikt erst enden werde, wenn die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran einstellten; danach müsse es „Garantien“ gegen eine Wiederholung ihrer Aggression und im Idealfall ein regionales Sicherheitsrahmenwerk geben. Dies entspricht mehr oder weniger dem, was er Putin und dem pakistanischen Premierminister Anfang des Monats in Bezug auf seine drei Bedingungen für den Frieden mitgeteilt hatte, die, wie hier argumentiert wurde, durch eine von Russland angeführte kreative Diplomatie erreichbar seien.

Israel und die USA möchten vermutlich nicht, dass Russland dafür Anerkennung erhält, selbst wenn dessen Vorschläge wie das Konzept der kollektiven Sicherheit für den Golf umgesetzt werden; daher besteht die Möglichkeit, dass Indien anstelle von Russland die diplomatische Führung übernimmt, allerdings erst, nachdem Modi sich mit Putin abgestimmt hat. Ein erster Schritt könnte darin bestehen, dass Indien die BRICS-Staaten dazu bringt, sich auf eine gemeinsame Erklärung zum Krieg zu einigen, was angesichts der Feindseligkeiten zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten schwierig ist; doch der Präzedenzfall der G20-Erklärung von Delhi aus dem Jahr 2023 inmitten des Stellvertreterkriegs in der Ukraine zeigt, dass dies nicht unmöglich ist.

Auf diese Weise könnte, obwohl die BRICS-Staaten selbst die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran [aufgrund ihrer internen Divergenzen] realistischerweise nicht beenden können, Indiens Vorsitz in der Gruppe und seine Neutralität im Dritten Golfkrieg (trotz seiner Sympathien für die Golfstaaten und Israel) zu einer gemeinsamen Erklärung führen, die von Delhi vermittelte Waffenstillstandsgespräche in Gang bringt. Zugegebenermaßen ist dies ein optimistisches Szenario, das vielleicht nicht eintreten wird, aber es erklärt, was Peseschkian wahrscheinlich im Sinn hatte, als er Modi vorschlug, dass die BRICS eine Rolle bei der Beendigung des Krieges spielen sollten.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

Militärschlag gegen Iran: Ohne diese US-Basis in Deutschland wäre der Angriff nicht möglich gewesen

Von Reiner Braun – 23. März 2026

Schon Wochen vor dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran am 28.02.2026 hat es vielfältige Hinweise auf seine Vorbereitung gegeben. So herrschte auf der Ramstein Air Base ein intensiver Betrieb. Transportmaschinen vom Typ Boeing C-17 Globemaster III und Lockheed C-130 Hercules landeten und starteten „im Minutentakt“, so das Portal austrianwings.info; dazwischen zivile Boeing-747-Frachter der Atlas Air im Auftrag des amerikanischen Militärs. Dies war die logistische Choreografie eines Krieges, der Tausende Kilometer entfernt geführt wird – aber ohne das pfälzische Drehkreuz in dieser Form kaum denkbar wäre.

In den Tagen vor dem Angriff wurde immer deutlicher, dass Ramstein ein Flughafen im Ausnahmezustand ist. Flugdatenauswertungen und Beobachtungen von Luftfahrtexperten dokumentierten einen drastischen Anstieg der Flugbewegungen. Personal und Material wurden über Ramstein in Richtung Naher Osten verlegt – etwa über Al Udeid (Katar) und andere Basen. Ramstein fungierte dabei als das, was es seit Jahrzehnten ist: das zentrale Scharnier zwischen dem amerikanischen Heimatkontinent und den Einsatzgebieten jenseits des Mittelmeers.

[Hier weiterlesen]

Zusammenbruch der internationalen Ordnung oder kontrolliertes Chaos?

Von Alexander Kouzminov – 22. März 2026

Einmal mehr versucht Alexander Kouzminov, der in Russland geborene Wissenschaftler, der seit vielen Jahren in New Zealand lebt und arbeitet, die geopolitischen Veränderungen unserer Zeit zu analysieren und zu formulieren – inklusive die fälligen Schlussfolgerungen, die daraus für unsere Zukunft zu ziehen sind. Dabei teilt Alexander Kouzminov die Weltkarte in sieben „Regionen“ auf, die hier auch separat studiert werden können – siehe unten. (cm)

Einleitung

Die Moderne wird fälschlicherweise als eine Abfolge chaotischer Krisen, zufälliger Konflikte und willkürlicher Entscheidungen einzelner Führer wahrgenommen. Tatsächlich befindet sich die Menschheit an einem historischen Punkt, der dem Mittelalter ähnelt, als ewige Institutionen zusammenbrachen, Reiche verschwanden und neue Machtzentren zu entstehen begannen.

Ein sehr wichtiger Prozess hat in der Welt begonnen – das Zeitalter des globalen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Wandels. Diese Transformation könnte mehrere Jahrzehnte dauern – geprägt von Krieg, Hungersnot und Krankheit. Der Wandel der Weltordnung vollzieht sich zunächst langsam und gewinnt dann sprunghaft an Geschwindigkeit. Seit nunmehr mehr als zwanzig Jahren befindet sich die Welt in einem Zustand globaler Umstrukturierung und Umverteilung von Macht und Autorität – deren Folgen sich in zahlreichen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konflikten zeigen. Es ist wichtig, die Komponenten dieses Prozesses zu verstehen und zu erkennen, wie sie sich auf die wesentlichen Aspekte der internationalen und innerstaatlichen Beziehungen auswirken werden.

[Hier weiterlesen]

Die Unterwerfung Lateinamerikas (II)

Von German-Foreign-Policy.com – 23. März 2026

Bundesregierung ignoriert US-Totalblockade gegen Kuba und weitere US-Maßnahmen zur Unterwerfung Lateinamerikas. Andere Staaten, etwa Spanien, stellen sich dagegen. In Kuba ist eine Solidaritätsflotille eingetroffen.

Die Bundesregierung ignoriert die anhaltende US-Totalblockade gegen Kuba und weitere Versuche der Trump-Administration, sich ganz Lateinamerika zu unterwerfen, und sucht „transatlantische Übereinstimmungen“. Während am Wochenende eine internationale Solidaritätsflotille in Havanna ankam und mit Spanien zudem ein EU-Mitglied Hilfslieferungen in den Karibikstaat schickt, schweigt Berlin und setzt auf „Partnerschaft“ mit den USA. Diese fordern aktuell den Sturz des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel sowie die Unterstellung des Landes unter ihr Kommando. Hatte schon die seit über sechs Jahrzehnten andauernde US-Blockade der Insel dort schwere Schäden verursacht, so ruft die aktuelle Ölblockade dramatische Versorgungsprobleme hervor. US-Präsident Donald Trump teilt zudem mit, er könne mit Kuba „tun, was ich will“. Parallel hat er eine neue Regionalorganisation gegründet („Shield of the Americas“), die nur aus ultrarechts regierten Staaten besteht und sich gegen China richtet. In Kolumbien und in Brasilien mischen sich die USA in die gegenwärtigen Wahlkämpfe ein, und zwar jeweils zugunsten ultrarechter Kandidaten.

Öffnung für US-Unternehmen

Die kubanische Regierung hat kürzlich bestätigt, dass sie Verhandlungen mit der Trump-Administration aufgenommen hat, um ein Ende wenigstens der Erdölblockade zu erreichen. Laut US-Berichten ist in die Verhandlungen unter anderem Raúl Guillermo Rodríguez Castro involviert, ein Enkel von Raúl Castro; er soll sich mit US-Außenminister Marco Rubio persönlich ausgetauscht haben.[1] Die Regierung in Havanna hat Anfang vergangener Woche erste größere Zugeständnisse gemacht und angekündigt, Schritte zur ökonomischen Öffnung einzuleiten. Demnach sollen im Ausland lebende Kubaner in Kuba Unternehmen gründen und in bestehende Unternehmen investieren dürfen.[2] Dies gilt explizit auch für Kubaner in den USA, darunter viele, die in den vergangenen Jahren das Land verlassen haben, aber auch der ultrarechte Kern des alten kubanischen Exils in Florida, dem unter anderem der US-Außenminister entstammt. US-Konzerne allgemein dürfen umfassende Investitionen in Kuba tätigen; wie Kubas stellvertretender Ministerpräsident Oscar Pérez-Oliva Fraga bestätigt, werden insbesondere US-Investitionen in die Infrastruktur des Landes erlaubt. Die Regierung sei grundsätzlich „offen“ für „flexible Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen“, bestätigt Pérez-Oliva Fraga.[3] In US-Medien ist bereits von einer „Cubastroika“ die Rede.[4]

[Hier weiterlesen]

Was wird die fünfte Energiekrise der Geschichte für die Welt bedeuten?

Von Olga Samofalowa – 23 März. 2026 

Ein Szenario, das noch vor Kurzem wie ein „Schreckgespenst“ wirkte, wird nun Realität: Die Ölpreise könnten auf 180 bis 200 US-Dollar pro Barrel steigen. Wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt, wird die Welt Ende April in die fünfte Energiekrise der Geschichte eintreten – und diese wird alle ohne Ausnahme treffen.

Analysten des größten saudischen Unternehmens, Saudi Aramco, haben eine Ölprognose für den kommenden Monat vorgelegt. Ihr Leichtöl verkaufen sie bereits über ihren Hafen am Roten Meer für 125 US-Dollar pro Barrel an asiatische Abnehmer. Doch bereits nächste Woche könnte der Preis auf 138 bis 140 US-Dollar steigen, schätzen Experten. Grund dafür sind sinkende Lagerbestände und eine zunehmende physische Verknappung des Rohstoffs weltweit.

Sollten die Lieferunterbrechungen bis Mitte April nicht aufhören und die Straße von Hormus geschlossen bleiben, könnten die Preise 150 US-Dollar erreichen und in den folgenden Wochen auf 165 oder 180 US-Dollar steigen. Jede weitere Woche des Stillstands im April wird den Preis um 10 bis 15 US-Dollar pro Barrel in die Höhe treiben, prognostizieren Analysten.

Auch Ölhändler setzen auf einen Anstieg. Sie erwarten, dass die Brent-Futures im April 130, 140 oder 150 US-Dollar pro Barrel erreichen werden. Die Marktteilnehmer glauben offenbar nicht daran, dass der Konflikt Ende März beendet sein wird. Unterdessen kündigte Iran am Sonntag die Öffnung der Straße von Hormus für Schiffe aus befreundeten Ländern an, während US-Präsident Donald Trump von Teheran die vollständige Freigabe der Meerenge innerhalb von 48 Stunden forderte. Andernfalls drohte er Iran mit Angriffen auf Kraftwerke.

[Hier weiterlesen]

23. Tag des Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 09:30 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 22. März 2026

Der Angriffskrieg gegen den Iran geht in eine neue Phase. Es scheint, als ob der Iran förmlich danach fiebert, dass die USA eine Bodenoffensive beginnen. Und die USA drohen mit der Zerstörung iranischer Atomkraftwerke, was der Drohung eines Atomschlages gleichkommt.

Military Summary berichtete gestern am Abend, dass der Jemen, nach westlicher Lesart die Huthis, bereits den Zugang für Schiffe der Angriffskoalition gesperrt hat. Dieser Schritt erfolgte, nachdem Donald Trump die Absicht verkündet hatte, sich aus dem Nahen Osten zurückzuziehen, und die Straße von Hormus den Anliegerstaaten zu überlassen. Während der Iran erklärte, jedes Schiff, dessen Öl in chinesischer Währung bezahlt wurde, und für die sichere Passage durch iranisches Hoheitsgewässer eine Gebühr entrichtet, passieren kann. Die Darstellung des Military Summary Channel erweckt den Eindruck, dass der Iran versucht, die USA vom Abzug fern zu halten, und zu einer Bodenoffensive zu nötigen. Ob diese These Bestand hat, wird vielleicht schon der 23. Tag des Angriffskriegs zeigen.

07 Uhr 00

In den letzten 9 Stunden hat sich der Krieg der USA und Israels gegen den Iran mit mehreren Eskalationen fortgesetzt. Iranische ballistische Raketen haben die südisraelischen Städte Arad und Dimona getroffen und dabei mehr als 100 Menschen verletzt, darunter Dutzende schwer. Ein Katastrophenfall wurde ausgerufen, der Notstand erklärt, zahlreiche Gebäude wurden zerstört, und die israelische Luftabwehr konnte nur wenige Geschosse abfangen – die Angriffe zielten auch auf Gebiete nahe des NuklearforschungszentrumsEs war eine eindeutige Warnung des Irans, nicht weiter auf Atomanlagen des Landes zu zielen. Das israelische Militär hat in derselben Zeit Wohnhäuser in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen; die Armee untersucht zudem das Versagen der eigenen Luftabwehr bei den iranischen Gegenangriffen.

Der Angriff war ganz offensichtlich die Antwort auf eine Veröffentlichung von US-Präsident Donald Trump, der dem Iran per Truth-Social-Post ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt hatte: Die Straße von Hormus müsse vollständig und ohne Drohung geöffnet werden, sonst würden die USA iranische Kraftwerke „vernichtet“, beginnend mit dem größten. Darin eingeschlossen wären demnach auch die Kernkraftwerke.

Die Antwort des Irans: Zerstören die USA oder Israel iranische Kraftwerke und Kernkraftanlagen, wird der Iran die israelischen und möglicherweise andere vernichten. Die Zerstörung eines in Betrieb befindlichen Kernkraftwerkes kann man als gleichbedeutend mit einem Angriff mit Kernwaffen, also der berühmten „Atombombe“, ansehen. Somit hat Donald Trump nun nicht mehr nur verdeckt, sondern auch offen mit einem Atomschlag gedroht.

Das Damavand-Kraftwerk ist das größte Einzelkraftwerk Irans – größer als alle Kernkraftwerke (Bushehr bisher (!) nur 915 MW), Wasserkraftwerke oder Solar-/Windanlagen. Es ist ein reines thermisches Gas-Kraftwerk und macht einen wichtigen Teil der rund 98.800 MW Gesamtleistung des iranischen Stromnetzes aus. Mit anderen Worten, das erste Kraftwerk wäre noch kein Kernkraftwerk, aber der Verlust für die Stromversorgung des Landes verheerend.

Der Artikel 56 des Zusatzprotokolls der Genfer Konventionen sieht ausdrücklich vor, dass Angriffe auf Atomanlagen zur zivilen Nutzung verboten sind. Aber die USA sehen sich nicht an das Verbot gebunden, wie ja eigentlich an gar kein Verbot des Völkerrechts.

08 Uhr 00:

Steigende Energiepreise werden für EU zum unlösbaren Problem

Die EU hat sich mit ihren mittlerweile 20 Sanktionspaketen komplett von günstigen und zuverlässigen Energielieferungen abgeschnitten. Statt mit über Jahrzehnte laufenden Langfristverträgen, müssen die Länder nun auf den Spotmärkten mit Erdöl und Ergas einkaufen. Und wegen des Krieges der USA steigen die Preise derzeit enorm.

Dem The Wall Street Journal (WSJ). zufolge erreicht die Staatsverschuldung einiger europäischer Länder, insbesondere Großbritanniens und Frankreichs, ein 60-Jahres-Hoch. Ein starker Anstieg der Öl- und Gaspreise könnte der europäischen Wirtschaft einen verheerenden Schlag versetzen, doch den europäischen Behörden fehlen die Mittel, um die Folgen abzumildern, berichtete

Die Staatsverschuldung einiger europäischer Länder, insbesondere des Vereinigten Königreichs und Frankreichs, erreicht laut der Publikation 60-Jahres-Höchststände. Die Kreditkosten steigen auf dem gesamten Kontinent, wobei Unternehmen und Haushalte nicht mehr auf staatliche Zahlungen zurückgreifen können, wie sie beispielsweise während der COVID-19-Pandemie geleistet wurden. Im Jahr 2022, als die Energiepreise in der Europäischen Union aufgrund der Weigerung, aus Russland zu importieren, in die Höhe schossen, stellten die EU-Regierungen Milliarden Euro zur Unterstützung von Haushalten und Unternehmen bereit. Diesmal fehlen den europäischen Regierungen solche finanziellen Mittel, so die Publikation.

Bei einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am 11. März kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass die Gaspreise in der Europäischen Union seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten um 50 Prozent und die Ölpreise um 27Prozent gestiegen seien. Die ersten zehn Tage des Konflikts hätten die europäischen Steuerzahler zusätzlich drei Milliarden Euro für Importe fossiler Brennstoffe gekostet, sagte sie.

Massive Angriffe des Iran auf Israel

Das apokalyptische Tel Aviv in Orange wird von zahlreichen iranischen ballistischen und Hyperschallraketen getroffen. Die Aufnahmen stammen etwa vom 20./21. März.

08 Uhr 45

Israel hat inzwischen über 100 medizinische Einrichtungen im Libanon bombardiert, meldet die israelische Zeitung Haaretz, und dabei mindestens 40 Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen getötet, ungezählte verletzt. Der Südlibanon erfährt nun die „Gaza-Behandlung“, wie von Politikern Israels angekündigt, ohne dass die Welt es wagt, dem Imperium und Israel in den Arm zu fallen. Während die IDF den Libanon bombardiert, brennen palästinensische Siedlungen, angezündet von zionistischen Siedlern. Was im Westen kaum Erwähung in den Medien findet.

ICC-Ankläger rehabilitiert

In einer Schmutzkampagne war der Chefankläger, welcher die Haftbefehle gegen Netanjahu und Gallant beantragt hatte, mit Vorwürfen konfrontiert gewesen, sexuelles Fehlverhalten begangen zu haben. Ein vom Leitungsgremium des Kriegsverbrechertribunals eingesetztes Gremium erklärt nun, dass die UN-Untersuchung kein „Fehlverhalten oder eine Pflichtverletzung“ festgestellt hätte. Aber etwas wird schon kleben bleiben, wie immer, wenn man jemanden mit Schmutz bewirft. Bei den Haftbefehlen ging es um Vorwürfe von Kriegsverbrechen VOR dem Beginn des Völkermordes in Gaza.

Aber ein Richter, welcher bei der Ausstellung des Haftbefehls beteiligt war, befindet sich in digitalem Hausarrest. Der Krieg gegen den Iran ist nur die vorläufig letzte Stufe im Krieg Israels mit Hilfe der USA auf dem Weg zur Errichtung von Eretz-Israel. Dem Großisrael. Nach Gaza wird derzeit der Rest von Palästina „gesäubert“ und die Besatzung des südlichen Libanons wurde begonnen. Das einzige Land, das sich dem in den Weg gestellt hatte, war der Iran, und ein Richter am IStGH.

[Hier weiterlesen]

Deutschlands Gier nach Krieg: Konfrontation statt Diplomatie, Geopolitik statt Völkerrecht, Aufrüstung statt Werte

Von Bernd Liske – 22. März 2026

»Deutschland – wach auf! Du verspielst deine Werte. Ohne Werte verspielst du deine Zukunft!« Bernd Liske, nein, kein Journalist, aber ein Denker und Schaffer, erklärt, wie sich Deutschland in die falsche Richtung bewegt – und wer darunter zu leiden haben wird. (cm)

Wissen tun es eigentlich alle: Der Angriff von Israel und den USA auf Iran ist absolut völkerrechtswidrig. Aber wie reagieren? Das Verhalten des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz ist mehr als nur peinlich. Bernd Liske hat dazu eigenhändig – mit Hilfe von KI – ein Cartoon geschaffen, das den deutschen Bundeskanzler treffend charakterisiert. (cm)

Wenn ich im vergangenen Jahr mehrfach geschrieben habe, die Bundestagswahl würde eine Volksabstimmung über Deutschlands Weg zum Krieg werden, so findet das nicht nur in der seit dem Dienstag nach der Wahl forcierten Aufrüstung seine Bestätigung. Wie Pestizide und Schwermetalle in Lebensmitteln zu finden sind und die chemische Struktur der DNA angreifen, ist seit der „Zeitenwende“ eine exorbitant steigende Belastung der medialen Versorgung der Bevölkerung mit Russophobie festzustellen. Sie lässt die Bevölkerung daran gewöhnen, dass die Aufrüstung primäres Investitionsziel geworden ist und die Unterstützung der Ukraine quasi als Ewigkeitsklausel wirkt, denn sie wird an das Ziel geknüpft, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf und am besten besiegt wird.

Unsere Gesellschaft nimmt all das überwiegend teilnahmslos hin, denn von einer großen Friedensbewegung mit relevanter Wirkung kann man nicht sprechen. Doch wer nun meint, mit Russophobie das sich zunehmend wieder ausbreitende aggressive deutsche Wesen ausreichend beschrieben zu haben, muss zunehmend feststellen, dass er nicht in dessen tieferliegende Schichten eingedrungen ist. Schon ein Blick auf die deutsche Haltung zum Krieg im Gaza verdeutlicht das, doch das deutsche Wesen hat inzwischen noch mehr zu bieten. Als Israel den Iran im vergangenen Jahr angriff, meinte Bundeskanzler Friedrich Merz am 17. Juni im ZDF:

„Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle. … Ich kann nur sagen, größten Respekt davor, dass die israelische Armee, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.“

[Hier weiterlesen]

Im Krieg gegen den Iran droht eine Bodeninvasion der USA

Von Jprdan Shilton – 22. März 2026

Weniger als drei Wochen, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel ihren verbrecherischen Krieg gegen den Iran vom Zaun gebrochen haben, wird eine Bodeninvasion amerikanischer Truppen vorbereitet. Damit könnte sich der Konflikt zu einem globalen Flächenbrand ausweiten.

Innerhalb weniger Tage werden rund 7.500 US-Marines in der Region eintreffen. Drei amphibische US-Angriffsverbände sind beteiligt: Die USS-Tripoli-Gruppe wurde aus dem asiatisch-pazifischen Raum umdirigiert. Das Personal der in Kalifornien stationierten USS Boxer Amphibious Ready Group brach seinen Urlaub ab, um früher in Richtung Nahost auszulaufen. Eine dritte, ähnlich große Einheit von Marines ist ebenfalls auf dem Weg in die Region.

Die katastrophalen Folgen einer Bodeninvasion ergeben sich aus dem verbrecherischen Charakter des Kriegs. Keine zwei Tage, nachdem sich amerikanische und iranische Diplomaten in Genf zu einer dritten Gesprächsrunde getroffen hatten, gab US-Präsident Donald Trump in der Nacht des 28. Februar den Kriegsbeginn bekannt. Das erklärte Ziel ist die Zerstörung der iranischen Gesellschaft, wie Trump und sein faschistischer Kriegsminister Pete Hegseth mehrfach bekräftigt haben. Am Freitag brüstete sich Trump erneut mit den gezielten Tötungen, durch die amerikanische und israelische Streitkräfte bereits zahlreiche führende Militärs und Politiker des Iran ermordet haben, darunter den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei. Trump erklärte: „Sie sind alle weg … Wir würden gerne mit ihnen reden, aber wir haben niemanden mehr zum Reden. So gefällt uns das.“

Diese Mafiasprüche können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Vernichtungskrieg den amerikanischen und den Weltimperialismus in eine Krise getrieben hat. Trumps Plan, das bürgerlich-klerikale Regime in Teheran zu enthaupten und einen „Regimewechsel“ herbeizubomben, ist gescheitert. Der Iran hat die Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen und Vergeltungsschläge gegen US-Stützpunkte und Energieinfrastruktur in der gesamten Golfregion geführt. Die Öl- und Gaspreise sind in die Höhe geschossen und drohen, in den imperialistischen Zentren Nordamerikas und Europas soziale und wirtschaftliche Unruhen auszulösen. Die hohe Inflation lässt Millionen verarmen.

[Hier weiterlesen]