Schluss mit der Entmenschlichung und Dämonisierung der Palästinenser

Von Evelyn Hecht-Galinski – 9. Januar 2024

Medien und Regierungen manipulieren die Öffentlichkeit, versuchen alles, um von israelischen Verbrechen und Völkermord abzulenken. Ich lernte früh, dass Medien und die politischen „Führer“ versuchen, die unterdrückten Palästinenser zu entmenschlichen und zu dämonisieren und deren Besatzung den Rücken kehren, während eine Glorifizierung des israelischen Regimes und seiner Bevölkerung eine philosemitische Erhöhung bekommt. Die unverkennbare Pro-Israel-Darstellung in den meisten deutschen Berichten über Israels andauernden Krieg gegen den Gazastreifen – die das israelische Leiden, die Bedrohungswahrnehmung über alles andere stellt – kam also für niemanden, der die Nachrichtenlandschaft des Landes vor dieser jüngsten Gewaltepisode aufmerksam verfolgte, eine Überraschung sein.

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Die Bauerproteste und die krude Weltsicht des „Spiegel“

Von Thomas Röper – 9. Januar 2024

Der Spiegel hat einen Leitartikel über die Bauernproteste veröffentlicht, der die krude Weltsicht der Spiegel-Redaktion eindrucksvoll aufzeigt.

Am Morgen des 8. Januar, also noch vor Beginn der Bauerproteste, hat der Spiegel einen Leitartikel mit der Überschrift „Protest der Landwirte – Die Bauern müssen sich entscheiden – wollen sie die Demokratie stärken oder beschädigen?“ veröffentlicht, der zeigt, wie weltfremd und krude die Spiegel-Redaktion denkt, und der mit folgender Einleitung begann:

„Protest ist essenziell für eine lebendige Demokratie, er kann sie aber auch beschädigen. Die Aktionen der Landwirte entscheiden darüber, wie das Land und sein politisches System am Ende dieser Woche dastehen.“

Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen und je unterschiedlicher sie sind, desto besser ist es für die Demokratie, denn nur im Wettstreit sehr unterschiedlicher Meinungen kann eine bestmögliche Lösung für Probleme gefunden werden. Politik und Medien maßen sich in Deutschland jedoch inzwischen an, zu entscheiden, welche Art von Meinung oder Protest demokratisch ist und welche nicht. Wo, wenn nicht hier, beschreibt die Redewendung von der „Arroganz der Macht“ die Situation passender? …

Diese Arroganz fand sich in dem Spiegel-Artikel mehrfach, wie dieses Beispiel zeigt:

„Wenn die Landwirte ab heute in ganz Deutschland demonstrieren, ist das ihr gutes Recht, auch wenn man die Verhältnismäßigkeit hinterfragen kann: Warum honorieren es die Bauern nicht, dass die Bundesregierung einen großen Teil der Subventionen, die sie streichen wollte, weiter zahlen wird? Rechtfertigt es der schrittweise Abbau eines Privilegs in einer hochsubventionierten Branche, Straßen zu blockieren und Landstriche lahmzulegen? Sicher nicht. Und dennoch: Das Recht auf Meinungsäußerung, auch auf laute, knatternde, übertriebene, gehört zum Fundament der Demokratie – wenn dabei die demokratischen Regeln respektiert werden.“

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, denn der Spiegel-Heini, der diesen Artikel geschrieben hat, schreibt im Klartext: Warum sind die Bauern nicht dankbar dafür, dass die Regierung ihnen nicht alles wegnimmt, was sie ihnen ursprünglich wegnehmen wollte? Das wäre so, als müsste man einem Dieb dankbar sein, wenn er hinterher einen Teil seiner Beute zurückgibt!

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Für einen internationalen Streik gegen den Völkermord in Gaza!

Von Sozialistische Gleichheitspartei und IYSSE – 9. Januar 2023

Unterstützt den Streik gegen den Völkermord in Gaza am 15. Januar und kommt zur Demonstration um 14 Uhr am Richardplatz in Berlin!

Die Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) und ihre Jugendorganisation IYSSE unterstützen den Streiktag am 15. Januar gegen den Genozid in Gaza und beteiligen sich an der Demonstration um 14 Uhr auf dem Richardplatz in Berlin. Der Streik muss zum Ausgangspunkt einer breiten und internationalen Mobilisierung der gesamten Arbeiterklasse gemacht werden.

Was gegenwärtig in Gaza geschieht, ist ein ungeheuerliches Verbrechen – ein Völkermord. In einem Gebiet, das deutlich kleiner ist als Berlin und in dem 2,3 Millionen Menschen leben, wird seit drei Monaten von der israelischen Armee ein systematischer Bombenterror ausgeübt. Jeden Tag kommen neue Gräueltaten und Kriegsverbrechen hinzu.

Krankenhäuser und Schulen werden ebenso bombardiert und dem Erdboden gleichgemacht, wie überfüllte Flüchtlingslager und UN-verwaltete Unterkünfte und Schutzräume. In den ersten zehn Monaten dieses Kriegsterrors wurden bereits mehr als 25.000 Menschen, zumeist Frauen und Kinder getötet. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind 600.000 Menschen vom Hungertod bedroht.

Millionen Menschen überall auf der Welt sind schockiert und fordern einen sofortigen Waffenstillstand und ein Ende der Kampfhandlungen. Doch das rechtsextreme Netanjahu-Regime setzt sich über alle Friedens-Appelle hinweg und verschärft täglich seinen Terror gegen die palästinensische Bevölkerung.

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Das Ende Berg-Karabachs: ein beklemmender Präzedenzfall

Von Amalia van Gent – 8. Januar 2024

Die gewaltsame Vertreibung der Bevölkerung aus Berg-Karabach findet begeisterte Nachahmer im Nahen Osten. Ein Rückblick. – Im Zentrum der armenischen Hauptstadt Jerewan erinnert nichts an die grosse Flucht vom letzten September, als über hunderttausend traumatisierte Menschen aus Berg-Karabach in Armenien Zuflucht suchten: Man sieht keine Flüchtlinge, die an Strassenrändern die Passanten um einen Gefallen bitten, keine Zelte, keine ausserordentlichen Zeichen der Not. Tagsüber wirkt der weitläufige „Platz der Republik» ausgelassen – wie schon seit je: Im Park neben dem Regierungsgebäude nippen Studenten an ihrem Kaffee oder tanzen beschwingt nach den Klängen ihrer Smartphones. Ältere Damen und Herren suchen sich laut gestikulierend sonnige Ecken aus, während junge Mütter ihren Kleinen zärtlich mahnend nachrennen. Ein Strassenmusikant zaubert aus seinem selbstgebauten, aus Glasflaschen in unterschiedlichsten Grössen bestehenden Instrument Melodien und versetzt die Zuschauer ins Staunen. „Es sind die Nächte, die wir nicht ertragen“, sagt der armenische Autor Grigor Shashikyan. „Trauer und Traumata holen uns dann ein; und dieses Gefühl der ständigen Bedrohung“.

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Sohn des Al-Jazeera-Büroleiters bei israelischem Angriff getötet. Israel bekennt sich zu vorsätzlichen Angriffen auf Journalisten

Von Andre Damon – 8. Januar 2023

Am Sonntag stieg die Zahl der Journalisten, die in Gaza von Israel getötet wurden, auf 109. Bei einem gezielten Drohnenangriff auf das Auto des Al-Jazeera-Reporters Hamza al-Dahdouh wurden dieser und sein Kollege Mustafa Thuraya getötet.

Hamza war der älteste Sohn des Leiters des Al-Jazeera-Büros für Gaza, Wael al-Dahdouh, und das fünfte Mitglied seiner Familie, das von dem kriminellen, von den USA unterstützten israelischen Regime vorsätzlich und gezielt ermordet wurde.

Dahdouh erklärte am Sonntag gegenüber Al Jazeera: „Hamza war mein ein und alles, mein ältester Sohn, die Seele meiner Seele. Das sind die Tränen des Abschieds und des Verlusts, die Tränen der Menschlichkeit.“

Das israelische Militär bestätigte nach stundenlangem Schweigen angesichts von Fragen der Journalisten, dass es das Fahrzeug des Journalisten bewusst angegriffen hat, und bezeichnete die Ermordeten als „Verdächtige“.

In der Erklärung hieß es:

Ein israelisches Militärflugzeug hat einen Terroristen identifiziert und ausgeschaltet, der ein Flugzeug gesteuert hat, das eine Gefahr für Soldaten darstellte. Wir wissen von den Berichten, laut denen sich während des Angriffs zwei weitere Verdächtige in dem gleichen Fahrzeug wie die Terroristen befanden und ebenfalls getroffen wurden.

Der dritte Mann in dem Auto war Hazem Rajab, ein Fotojournalist, der unter anderem für die Bedienung von Fotodrohnen zuständig war. In Wirklichkeit wurde die Gruppe von Journalisten angegriffen, weil sie in einem Gebiet, das Israel offiziell zur „sicheren Zone“ für Zivilisten erklärt hatte, ihrer beruflichen Tätigkeit nachgegangen sind.

US-Außenminister Antony Blinken wurde am Sonntag in Katar gefragt, ob die USA Israels Angriffe auf Journalisten verurteilen.

Blinken weigerte sich, den Mord an Hamza oder Israels Praxis der gezielten Tötung von Journalisten zu verurteilen. Stattdessen vergoss er Krokodilstränen darüber, was für eine „Tragödie“ sein Tod sei.

Blinken erklärte: „Ich bedauere diesen fast unvorstellbaren Verlust Ihrer Kollegen zutiefst. Ich bin selbst Vater. Ich kann mir kaum das Grauen vorstellen, was er nicht nur einmal, sondern sogar zweimal durchgemacht hat. Es ist eine unvorstellbare Tragödie.“

Blinken ist ein wichtiger Helfer und Unterstützer von Israels Politik, Journalisten zu ermorden. Die USA haben diese Praxis nie verurteilt und erklären weiterhin, es gäbe keine „roten Linien“ dafür, was Israel tun darf. Die USA haben Israel in den letzten drei Monaten 10.000 Tonnen militärische Ausrüstung zur Verfügung gestellt, die von mehr als 200 Frachtflugzeugen geliefert wurden.

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Die Souveränität des Irak

Von German-Foreign-Policy.com – 8. Januar 2024

Bagdad fordert nach dem jüngsten US-Drohnenmord am Kommandeur einer irakischen Miliz den Abzug der US-geführten Militärkoalition aus dem Irak. Betroffen sind auch Einheiten der Bundeswehr.

Die Bundeswehr steht vor einem möglichen erzwungenen Abzug aus dem Irak. Grund dafür ist der US-Drohnenmord an dem Kommandeur einer irakisch-schiitischen Miliz vom vergangenen Donnerstag. Wie der irakische Ministerpräsident Mohammed Shia al Sudani in Reaktion auf den Angriff erklärt, sei er entschlossen, die Präsenz der US-geführten Militärkoalition im Irak zu beenden, zu der auch die Bundeswehr gehört; eigenmächtige US-Operationen auf irakischem Territorium wie der jüngste Drohnenmord würden nicht mehr toleriert. Die auswärtige Militärpräsenz wird schon seit Jahren vor allem von Organisationen der schiitischen Bevölkerungsmehrheit attackiert, darunter Kräfte, die Iran nahestehen. Die westlichen Staaten wiederum, die ihre Truppenstationierung bis heute mit dem Kampf gegen den IS legitimieren, bestehen darauf, die Einheiten im Irak zu belassen; das gilt als nützlich im Einflusskampf gegen Teheran. Die Spannungen verschärfen sich im Gefolge des Kriegs im Gazastreifen. Ein etwaiger Abzug liefe auf einen empfindlichen Einflussverlust auch Deutschlands im Mittleren Osten hinaus.

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Polens Rolle bei der Sprengung der Nord Streams

Von Thomas Röper – 8. Januar 2024

Das Wall Street Journal hat unter Berufung auf europäische Ermittler gemeldet, dass Polen die Untersuchung der Nord-Stream-Sprengungen behindert. Hier gehe ich auf die geopolitischen Interessen bei der Sprengung der Nord Streams ein und übersetze den Artikel des Wall Street Journal.

Ich habe schon oft berichtet, dass ich die von den Medien verbreitete Version, die Nord Streams seien von einer kleinen pro-ukrainischen Gruppe von einem kleinen Segelboot aus gesprengt worden, für Unsinn halte. Faktisch wäre die Aktion so nicht durchführbar gewesen, was schon alleine daran liegt, dass die hunderte Kilogramm schweren Bomben von dem kleinen Segelboot aus nicht kontrolliert zu Wasser gelassen werden können. Hinzu kommt, dass solche Tauchgänge kaum ohne Druckkammer durchgeführt werden, die es auf dem Boot nicht gab, und dass die Ostsee quasi ein NATO-Binnenmeer und eines der am besten überwachten Seegebiete der Welt ist, weshalb die Aktion kaum von der NATO unbemerkt hätte durchgeführt werden können. Dass zur offiziellen Version auch noch der obligatorische, an Bord vergessene Pass gehört, kommt hinzu.

Ich halte die von Seymour Hersh verbreitete Version, dass die US-Regierung die Nord Streams gesprengt hat, für wesentlich realistischer und schlüssiger. In meinen Augen ist die von den Medien verbreitete Version über die pro-ukrainische Gruppe ein Ablenkungsmanöver von der Täterschaft der USA.

Aber darum soll es hier nicht gehen, hier will ich zunächst die geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen der (möglicherweise) beteiligten Staaten aufzeigen. Anschließend kommen wir zur Übersetzung des Artikels des Wall Street Journal darüber, wie Polen laut europäischen Quellen die Untersuchungen der Sprengung behindert hat.

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Wohin soll die Reise gehen?

Von Anton Latzo – 8. Januar 2024

Unterschiedliche politische Lager schätzen ein, dass sich die Welt in einer „Ära globaler Veränderungen“ befindet, wie es sie seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat. Nicht alle sagen aber, in welche Richtung die Reise geht. Trotz Antikommunismus, Antisowjetismus, Russophobie, trotz Rückschlägen können wir heute feststellen: Vor 100 Jahren gab es noch keine VR China, es gab auch kein Indien. Es gab keine unabhängigen afrikanischen Staaten. Es gab „Europa“ und die Kolonialreiche seiner Mächte sowie die aufstrebenden USA, die die Weltkriege genutzt haben, um ihre weltweite Herrschaft aufzubauen. Die Wende wurde 1917 von der Oktoberrevolution in Russland eingeleitet.

Nach der Zerschlagung der Sowjetunion und der Niederlage des Sozialismus in Europa sind die aktuelle internationale Lage und ihre Entwicklung tatsächlich schwer berechenbar – wie lange nicht. Die Ursache: Die USA und die ehemaligen europäischen Mächte haben sich für den Kampf gegen den gesellschaftlichen Fortschritt entschieden. Für sie wurde der Kampf um Hegemonie zum Leitstern! Diesen Kampf tragen sie auch gegeneinander aus. Dafür führten und führen sie Kriege, Weltkriege! Wir mussten ein Jahrhundert voller Kriege erleben. Zwei davon, die beide von Deutschland ausgingen, waren Weltkriege. Und Deutschland erlebte dabei zwei Niederlagen.

Jetzt nähern wir uns der Beendigung der Hegemonie der USA in weiten Teilen der Welt. Ein wesentliches Charakteristikum der neuesten Zeit besteht darin, dass der Wunsch nach Erhaltung der hegemonialen Zustände weiter besteht, dass aber der Widerspruch zwischen den Zielen der imperialistischen Strategie und Politik und den materiellen und politischen Möglichkeiten zu ihrer Verwirklichung immer offensichtlicher wird.

Für die nächste Zeit bleiben die USA die Hauptkraft des Imperialismus. Aber die Zeit der absoluten Dominanz des USA-Imperialismus geht trotzdem dem Ende entgegen. Die grundlegenden Widersprüche im System und auseinanderstrebende Interessen und Tendenzen mindern die Fähigkeit der USA, die Kontrolle auf Dauer zu behalten.

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Mehr als 30.000 Tote in Gaza – USA weiten Krieg im Nahen Osten aus

Von Andre Damon – 8. Januar 2024

Wie der Euro-Med Human Rights Monitor am Freitag berichtete, wurden seit dem 7. Oktober 30.676 Palästinenser von den Israelischen Verteidigungskräften (IDF) getötet. Diese Zahl berücksichtigt sowohl diejenigen, deren Leichen identifiziert wurden, als auch diejenigen, die seit mehr als zwei Wochen vermisst werden – die meisten von ihnen begraben unter den Trümmern zerstörter Gebäude. Zu dieser erschütternden Zahl an Todesopfern gehören 12.040 Kinder, 6.103 Frauen, 241 Beschäftigte des Gesundheitswesens und 105 Journalisten. Dazu kommen 58.960 Menschen, die bei den Angriffen verwundet wurden.

Überall im Gazastreifen gibt es noch tausende Leichen, die bisher nicht beerdigt wurden, darunter Hunderte entlang den Straßen, die von den israelischen Besatzungstruppen benutzt werden.

Laut Euro-Med sind vier Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens entweder tot, verwundet oder vermisst. In den USA würde dieser Anteil einer Zahl von mehr als 13 Millionen entsprechen.

Bisher wurden 1,9 Millionen Palästinenser, d.h. 90 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens, zu Binnenvertriebenen; viele waren gezwungen, mehrmals zu fliehen.

Israel hat laut Euro-Med in knapp drei Monaten etwa 70 Prozent der zivilen Infrastruktur des Gazastreifens zerstört oder beschädigt, darunter sage und schreibe 247.696 Häuser, 318 Schulen und 169 Gesundheitseinrichtungen.

Die andauernde Zerstörung des Gazastreifens geht einher mit wachsenden Forderungen nach einer dauerhaften Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung.

Am Mittwoch berichtete die Times of Israel: „Die ,freiwillige‘ Umsiedlung der Palästinenser aus dem Gazastreifen wird langsam zur entscheidenden offiziellen Politik der Regierung. Einer ihrer höchsten Vertreter erklärte, Israel habe mit mehreren Ländern Gespräche über deren mögliche Aufnahme geführt.“

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USA tadeln israelische Minister, die den stummen Teil der ethnischen Säuberung laut aussprechen

Von Caitlin Johnstone – 7. Januar 2024

Es wird Sie wahrscheinlich nicht überraschen, dass die Erklärung lediglich leere Schelte enthält. Im Gegensatz zum selbstgerechten moralischen Getue des Außenministeriums ist man also nicht wirklich wütend auf Itamar Ben Gvir und Bezalel Smotrich, die sich für die ethnische Säuberung des Gazastreifens starkmachen.

Das US-Außenministerium hat eine Erklärung herausgegeben, in der es zwei offizielle Vertreter Israels mit erhobenem Zeigefinger rügt. Sie hatten kürzlich für Schlagzeilen gesorgt, weil sie die ethnische Säuberung des Gazastreifens offen befürworten.

Die Erklärung lautet wie folgt:

„Die Vereinigten Staaten weisen die jüngsten Äußerungen der israelischen Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben Gvir zurück, die sich für die Umsiedlung von Palästinensern außerhalb des Gazastreifens aussprechen. Diese Rhetorik ist aufrührerisch und unverantwortlich. Die israelische Regierung, einschließlich des Ministerpräsidenten, hat uns wiederholt und konsequent erklärt, dass solche Äußerungen nicht die Politik der israelischen Regierung widerspiegeln. Sie sollten sofort aufhören.

Wir waren klar, entschieden und unmissverständlich, dass der Gazastreifen palästinensisches Land ist und palästinensisches Land bleiben wird. Die Hamas wird nicht länger die Kontrolle über die Zukunft des Gazastreifens haben, und es wird keine Terrorgruppen geben, die Israel bedrohen können. Das ist die Zukunft, die wir anstreben, im Interesse von Israelis und Palästinensern, der umliegenden Region und der Welt.“

Ben Gvir und Smotrich propagierten in ihren beleidigenden Äußerungen die Idee, die Palästinenser zu ermutigen, massenhaft aus dem Gazastreifen zu fliehen. Absurderweise bezeichneten sie dieses hypothetische Ergebnis als „freiwillige Migration“, obwohl Israel alles in seiner Macht Stehende getan hat, um ein Leben im Gazastreifen unmöglich zu machen.

Es wird Sie wahrscheinlich nicht überraschen, dass die Erklärung lediglich leere Schelte enthält. Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass auch nur die geringste Möglichkeit besteht, irgendwelche Konsequenzen zu ziehen, wenn israelische Offizielle weiterhin offen für die Beseitigung der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen und deren Ersetzung durch jüdische Siedlungen eintreten. Das liegt daran, dass die USA nicht die Absicht haben, überhaupt etwas zu unternehmen, um Israels Pläne zur ethnischen Säuberung zu behindern.

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