Internationale Filmfestspiele von Venedig: Stehende Ovationen für die in den USA geächteten Woody Allen und Roman Polanski

Von Stefan Steinberg – 10. September 2023

Der stürmische Beifall von Kritikern und Publikum bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Venedig für die neuen Filme von Woody Allen, Roman Polanski und Luc Besson, die von der #MeToo-Kampagne unablässig verfolgt wurden, war eine eindeutige Solidaritätserklärung mit den drei Filmemachern und eine entschiedene Abfuhr für die #MeToo-Kampagne. Aufgrund des Drucks durch die #MeToo-Hexenjagd finden die Filme von Allen und Polanski in den USA faktisch keinen Verleih. Momentan stehen beide so fest auf der schwarzen Liste wie die Opfer der „Kommunistenjagd“ der McCarthy-Ära in den 1940er und 1950er Jahren. In den feigen, eingeschüchterten US-Medien im Allgemeinen und in der Presse der Filmindustrie im Besonderen gibt es keine Proteste gegen diesen beschämenden Zustand.

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Die Ergebnisse des G20-Gipfels

von Thomas Röper/TASS – 9. September 2023

Der G20-Gipfel in Indien ist zu Ende und daher werfen wir einen Blick in die Abschlusserklärung und was die Entscheidungen bedeuten. – Die Abschlusserklärungen großer Gipfeltreffen sind keine interessante Lektüre, denn die Formulierungen sind sehr trocken. Da über die Erklärung des G20-Gipfels so intensiv verhandelt wurde, wie nur selten über ein solches Dokument, sollte man sich die Formulierungen jedoch genauer anschauen, denn sie zeigen, wo die Bruchlinien zwischen dem Westen und dem Rest der Welt verlaufen. … Ich [habe] die Zusammenfassung der russischen Nachrichtenagentur TASS übersetzt [und] werde die einzelnen Punkte …mit (kursiv in Klammern) geschriebenen Kommentaren zum Verständnis erläutern. Eines dazu vorweg: Das Problem bei vielen solchen internationalen Dokumenten ist, dass die Beteiligten sie meist nach ihren eigenen Wünschen auslegen. Das zeigt diese Abschlusserklärung besonders deutlich.

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Ukrainisches Debakel: Die USA fordern, dass das Blutbad weitergeht

Von Andre Damon – 8. September 2023

Inmitten des Debakels der ukrainischen Sommeroffensive reiste US-Außenminister Antony Blinken am Montag in die Ukraine. Er bekräftigte das Engagement der USA am Krieg, „so lange er auch dauert“, und wie viele Tote er auch immer erfordern werde. Pünktlich zu Blinkens Ankunft erklärte das Selenskyj-Regime einen Raketeneinschlag auf einen Markt in Kostjantyniwka, bei dem 17 Menschen starben, zu einem russischen Anschlag. Dabei gibt es zuverlässige Berichte, dass die Rakete vom Westen her abgefeuert wurde, und der Westen wird vollständig von ukrainischen Streitkräften kontrolliert. Blinkens Besuch sollte die Botschaft vermitteln, dass der Krieg der USA und der NATO gegen Russland, der mit dem Leben von Ukrainern und Russen bezahlt wird, ungeachtet aller Todesopfer auf jeden Fall weitergehen müsse. Die amerikanischen Medien hatten die ukrainische Offensive mit dem legendären D-Day, der Landung der US-Amerikaner im Zweiten Weltkrieg in der Normandie, verglichen. Allerdings rücken trotz enormer Verluste an Menschenleben die ukrainischen Truppen, wenn überhaupt, dann immer nur um wenige Meter vor.

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Stimmen aus der Ukraine: Wie Kiew jeden Kritiker zum Staatsverräter erklärt

Von Maxim Goldarb – 8. September 2023

Maxim Goldarb ist Vorsitzender der ukrainischen „Union der Linken Kräfte – Für einen neuen Sozialismus“, die den NATO-Krieg gegen Russland ablehnt und von der Selenskyj-Regierung verboten wurde und verfolgt wird.

In letzter Zeit lesen bzw. hören wir oft in den ukrainischen Nachrichten oder im Fernsehen von „Staatsverrätern“, die vom ukrainischen Sicherheitsdienst oder den Staatsanwälten enttarnt wurden und staatsfeindlicher Aktivitäten sowie des Verrats verdächtigt werden. In der Regel handelt es sich bei den „Verrätern“ um bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder Politiker, welche die Politik der Regierung kritisieren, sich für Frieden aussprechen oder korrupte Machenschaften des derzeitigen Regimes aufdecken. Viel weniger bekannt sind jedoch die zahlreichen Fälle, in denen normale Bürger wegen absolut geringfügiger „Vergehen“ ebenso als „Verräter“ gebrandmarkt werden. Regierungskritische Beiträge in sozialen Netzwerken oder auch nur ein Like auf Facebook reichen aus. Ein Einblick in die Mechanismen des Kiewer Unterdrückungsapparates …

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Die ganze Sinnlosigkeit der ukrainischen Offensive auf einem Bild

Von Thomas Röper – 6. September 2023

Die ukrainische Gegenoffensive ist gescheitert und hat zehntausende Menschen das Leben gekostet. Wie sinnlos das war, zeigt das Titelbild dieses Artikels.

Das Titelbild dieses Artikels zeigt in blau, welche „Erfolge“ die ukrainische Armee bei ihrer nun drei Monate andauernden Offensive erzielt hat. Zur Erinnerung: Angekündigt wurde, dass die Ukraine mit der Sommeroffensive schnell bis zur Krim und nach Mariupol vorrücken und Russland einen entscheidenden Schlag versetzen würde. Stattdessen sind nach russischen Angaben fast 70.000 ukrainische Soldaten sinnlos gestorben. Dabei ist es egal, ob diese Zahl stimmt, denn in jedem Fall sind zehntausende Menschen sinnlos geopfert worden, weil der Westen Russland unbedingt schwächen will. Selbst wenn man pro-ukrainisch eingestellt ist, muss man doch erkennen, dass das vollkommen sinnlos ist. Und gerade wenn man pro-ukrainisch eingestellt ist, muss man ein Ende des Wahnsinns fordern, bei dem vor allem ukrainische Soldaten sinnlos verheizt werden.

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Wie die Diktatur in Chile sich auf deutsche Nazis im BND verlassen konnte

Von Marta Andujo – 6. September 2023

Der Sturz Allendes durch die Feinde der Demokratie. Eine Dokumentation beleuchtet die ideologische Ausrichtung der westdeutschen Nachkriegspolitik. – Neue Recherchen haben die Rolle deutscher Nazis beim Putsch von General Augusto Pinochet gegen die Regierung von Salvador Allende am 11. September 1973 bekannt gemacht. Eine Reihe von Zeugnissen beleuchtet dabei das Wirken des damals als Kriegsverbrecher gesuchten ehemaligen SS-Standartenführers Walter Rauff und der deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat die Erkenntnisse vor wenigen Tagen mit einem Feature von Wilfried Huismann gesendet.

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Übersterblichkeit: Zu viele Menschen sterben und keinen interessiert es

Von Andreas von Westphalen – 24. August 2023

In den letzten beiden Jahren ist eine ausgeprägte Übersterblichkeit festzustellen. Erstaunlicherweise sind die Zehntausende Menschen, die mehr gestorben sind, als erwartet wurde, kaum ein Thema in Medien und Politik. Der Philosoph Michael Andrick fragte kürzlich in der Berliner Zeitung. Warum gab es 2020 keine statistisch relevante Übersterblichkeit in Deutschland, obwohl so dramatisch über die Corona-Pandemie berichtet wurde? Warum aber stiegen die Todesfälle hierzulande ab April 2021 über die statistisch zu erwartenden Werte an? Was geschah ab April 2021, das vorher nicht geschah? Hat jemand eine Idee?

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Bidens Kriegsgipfel mit Japan und Südkorea

Von Peter Symonds – 23. August 2023

Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden, dem japanischen Premierminister Fumio Kishida und dem südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol am vergangenen Freitag in Camp David war ein unheilvoller Meilenstein im Kriegskurs der USA gegen China. Unter dem Deckmantel der Aufrechterhaltung von „Frieden und Stabilität“ in Asien und der „Abschreckung Chinas“ haben der US-Imperialismus und seine beiden Verbündeten in Nordostasien militärische und wirtschaftliche Vereinbarungen getroffen, die einzig und allein den Kriegsvorbereitungen dienen. Dazu gehören jährliche gemeinsame Militärmanöver, ein erweiterter Austausch von Militär- und Geheimdienstinformationen, die Stärkung der Lieferketten und eine Krisenhotline der Regierungsspitzen. Die militärische Zusammenarbeit Japans und Südkoreas ist für die Kriegspläne der USA mit dem atomar bewaffneten Rivalen China von großer Bedeutung. In beiden Ländern liegen wichtige amerikanische Stützpunkte und sind Zehntausende Soldaten stationiert. Die Kommunikation und der Austausch von Geheimdienstinformationen sind in jedem Kriegskonflikt entscheidend, aber besonders für die Koordinierung der hochentwickelten Raketenabwehrsysteme in Japan und Südkorea, die zentral für die US-Strategie in einem Atomkrieg mit China sind.

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Ukraine-Krieg: US-Strategen wissen es besser als Ukrainer?

Von Thomas Pany – 23. August 2023

Frust in Washington über ukrainische Vorgehensweise bei der Offensive? Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan widerspricht. Er geht nicht von einer Pattsituation aus. Zuletzt hab es keine good news vom Verlauf der ukrainischen Offensive. Einschätzungen von informierten, aber anonymen Geheimdienstkreisen gehen, wie es die Washington Post herausstellte, gehen davon, dass die Offensive nicht so schnell vorangeht wie erhofft. Der Vormarsch stockt, so der Tenor des Artikels. Es ist nicht der erste Beitrag in reichweitenstarken US-Medien, der Erwartungen zurückschraubt. Am gestrigen Dienstag hat sich mit dem Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan nun auch ein Mitglied der US-Regierung dazu offiziell zu Wort gemeldet. Mit einer Aussage, die eine weit verbreitete Einschätzung kontert: „We do not assess that the conflict is a stalemate“, erklärte Sullivan. Auf Deutsch: „Wir bewerten den Konflikt nicht als Pattsituation.“ Allzu konkret und verbindlich wollte der Sicherheitsberater gegenüber Journalisten aber nicht werden. Er verriet kein Wissen, das nur Geheimdienste haben.

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