Alles gegen Russland: Litauischer Präsident fordert Umdenken im Christentum

Von Thomas Röper – 26. April 2025

Der litauische Präsident hat bei der Beerdigung des Papstes ein Umdenken im Christentum gefordert. Er sprach sich gegen den zentralen Inhalt der Gewaltfreiheit in der christlichen Lehre aus und begründete das mit Russland.

Dass westliche Politiker und Medien die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umschreiben, wie unter anderem die aktuelle Ausladung des russischen Botschafters in Deutschland zu den Feierlichkeiten des 80. Jahrestags des Kriegsendes und andere Beispiele zeigen, ist nicht neu. Politik und Medien ordnen alles ihren aktuellen Narrativen unter, denen zufolge Russland angeblich das ultimative Böse ist.

Dass diese Politiker nun wegen des angeblich bösen Russland sogar die Gewaltfreiheit, die Grundlage des Christentums [das ist eine Legende, die Geschichte des Christentums ist eine Geschichte der Gewalt, weshalb der Historiker Karlheinz Deschner sein mehrbändiges Werk völlig zu Recht mit „Kriminalgeschichte des Christentums“ betitelte; die GG-Red.] abschaffen wollen, ist ein neues Niveau der Kriegspropaganda. Und es zeigt, dass den Vertretern des Westens im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr heilig ist.

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Was deutsche Medien über den russischen Angriff auf Kiew verschweigen

Von www.mk.ru (Einleitung/Übersetzung: Thomas Röper) – 26. April 2025

In der Nacht auf den 24. April gab es einen russischen Angriff auf Kiew, über den deutsche Medien melden, es habe neun Tote und 63 Verletzte gegeben. Was sie verschweigen, ist das tatsächliche Ziel des russischen Angriffs.

Der Spiegel veröffentlichte am 24. April einen Artikel mit der Überschrift „Russlands Angriffskrieg – Ukraine meldet mindestens neun Tote und 63 Verletzte bei Angriff auf Kyjiw“ und wiederholte darin mal wieder wortwörtlich die ukrainische Kriegspropaganda:

„In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind bei einem russischen Angriff in der Nacht zu Donnerstag neun Menschen getötet worden. 63 Menschen seien verletzt worden, teilte der Rettungsdienst weiter mit. Unter den Verletzten seien sechs Kinder. Es habe sich um einen kombinierten Angriff mit Raketen und Drohnen gehandelt. »Es gibt Zerstörungen. Die Suche nach Menschen unter den Trümmern geht weiter«, erklärten die Rettungsdienste auf Telegram.“

Natürlich verschwieg der Spiegel wieder einmal alles, was nicht ins gewollte Bild passt. Mindestens einer der Angriffe auf Kiew galt nämlich offenbar einem ukrainischen Kommandobunker, der im Kiewer Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe des Maidan-Platzes untergebracht war.

Um auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen, übersetze ich eine russische Meldung über den Angriff: Russische Rakete hat ein Wespennest angegriffen: Ein unterirdischer Bunker beim Maidan wurde zerstört.

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Logistikkonzerne für den Krieg

Von German-Foreign-Policy.com – 25. April 2025

Bundeswehr bezieht Logistikkonzerne wie Deutsche Bahn und Lufthansa zunehmend in ihre Kriegsplanungen ein: zum Transport an die Front, zur Ausbildung von Soldaten, zur Wartung und zur Reparatur von Kriegsgerät.

Die Kriegsplanungen der Bundeswehr sehen eine erweiterte Nutzung ziviler Logistikkonzerne wie der Deutschen Bahn oder der Lufthansa für den Transport von Nachschub an die Front, für die Soldatenausbildung und für die Wartung von Kriegsgerät vor. Dies berichtet das Handelsblatt. Demnach sind etwa für den Fall eines Kriegs mit Russland Flüge für NATO-Soldaten mit Lufthansa-Maschinen an die Ostfront im Gespräch. Die Lufthansa, die sich schon seit den 1960er Jahren an der Ausbildung von Transportpiloten der Bundeswehr beteiligt, könne dies künftig auch für Kampfjetpiloten tun, heißt es. Zudem will die Konzernsparte Lufthansa Technik Defense in Zukunft Kampfjets, Hubschrauber und Seefernaufklärer der Bundeswehr warten und reparieren; sie würde damit zum Rüstungskonzern. Die Deutsche Bahn wiederum hat sich verpflichtet, auf Abruf etwa Flachwagen für den Transport von Panzern bereitzustellen. Laut Berichten ist sie mit der Bundeswehr zudem über einen Umbau von ICE-Waggons zu Bettenwagen in Verhandlung – zum Verwundetentransport. Deutsche Bahn, Lufthansa und wei]tere Firmen geraten damit in den Sog des Umbaus der deutschen Wirtschaft zur Kriegsindustrie.

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160 Jahre seit der Ermordung Abraham Lincolns

Von Tom Mackaman – 26. April 2025

Der Frühling 1865 war in Washington ungewöhnlich mild. Die Temperaturen kletterten am 14. April auf fast 22 Grad Celsius, wie das US Naval Observatory an diesem Tag maß. In der Hauptstadt blühten Flieder, Azaleen, Hartriegel und einheimische Kirschen und trugen zur freudigen Stimmung nach der Kapitulation von Robert E. Lee in Appomattox fünf Tage zuvor bei, die ein Ende des vierjährigen Bürgerkriegs zu versprechen schien. An diesem warmen Frühlingsabend strömten die Menschen auf die Straßen. Präsident Abraham Lincoln und First Lady Mary Todd Lincoln besuchten eine Aufführung der britischen Komödie Unser amerikanischer Cousin im Ford’s Theater.

Gegen 22:15 Uhr betrat John Wilkes Booth, ein bekannter Schauspieler, Lincolns Privatloge und feuerte während des Stücks, in einem Moment der Heiterkeit, aus zwei Metern Entfernung mit seiner Pistole auf den Präsidenten. Die Kugel mit einem Durchmesser von etwas weniger als einem halben Zoll drang in Lincolns Hinterkopf in der Nähe des linken Ohrs ein, durchdrang das Gehirn und kam über dem rechten Auge zum Halt. Inmitten der Verwirrung im Theater floh Booth, und die englische Schauspielerin Laura Keene, die an diesem Abend die Hauptrolle in der Aufführung gespielt hatte, begab sich in die Privatloge des Präsidenten. Dort wiegte sie Lincolns blutenden Kopf in ihrem Schoß.

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Kriegsgefahr: Indien beschuldigt Pakistan nach Terroranschlag

Von Keith Jones – 25. April 2025

Die beiden rivalisierenden südasiatischen Atommächte Indien und Pakistan steuern zusehends auf einen Krieg zu, nachdem Indien Pakistan beschuldigt hat, für einen brutalen Terroranschlag im indisch besetzten Kaschmir verantwortlich zu sein. In der Nähe von Phalagram im malerischen Baisaran-Tal wurden am Dienstag bei einer Kommandoaktion 26 Touristen getötet, alle bis auf einen waren indische Staatsbürger.

Etwas mehr als 24 Stunden später kündigte die indische Regierung der hindu-chauvinistischen Bharatiya Janata Party (BJP) eine Reihe von kriegerischen „Vergeltungsmaßnahmen“ gegen Pakistan an. Zudem hat sie deutlich gemacht, dass diese Maßnahmen nur der Anfang sind. Sie zieht einen Militärschlag gegen Pakistan, der größer ist als die Angriffe von 2016 und 2019, die den Subkontinent an den Rand eines offenen Kriegs brachten, in Erwägung oder bereitet ihn sogar schon vor.

Indien beteiligt sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts, und insbesondere unter dem Hindu-chauvinistischen Möchtegern-Diktator Narendra Modi, an der ständig verschärften militärisch-strategischen Offensive des US-Imperialismus gegen China. Zweifellos zählt Neu-Delhi darauf, dass Trump das indische Vorgehen gegen Pakistan mindestens genauso unterstützt wie 2019, als er in seiner ersten Amtszeit einen illegalen indischen Angriff tief im Inneren Pakistans gelobt hatte.

Der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh erklärte am Mittwoch, eindeutig an die Adresse Pakistans gerichtet: „Wir werden nicht nur gegen diejenigen vorgehen, die diese Tat verübt haben, sondern auch gegen diejenigen, die sich hinter den Kulissen verschworen haben, solche Taten auf indischem Boden zu begehen.“

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Kein Waffenstillstand mit Russland

Von German-Foreign-Policy.com – 24. April 2025

Ukraine-Treffen in London bringt keinen Durchbruch zum Waffenstillstand. Selenskyj und Berlin verweigern Zugeständnisse an Russland, wie sie wachsende Teile der ukrainischen Bevölkerung inzwischen befürworten.

Der von Washington erhoffte Durchbruch hin zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg ist auf dem gestrigen Ukraine-Treffen in London ausgeblieben. Die Trump-Administration hatte, wie inzwischen bekannt wurde, Kiew auf dem vorherigen Ukraine-Treffen am vergangenen Donnerstag in Paris einen Plan vorgelegt, der den Krieg beenden soll, indem die russische Kontrolle über die besetzten Territorien der Ukraine anerkannt und eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft ausgeschlossen wird. Die USA wollen zudem die Zugehörigkeit der Krim zur Russischen Föderation juristisch anerkennen. Im Gegenzug werden Kiew europäische „Friedenstruppen“ und Wiederaufbauhilfen zugesagt. Berlin lehnt territoriale Zugeständnisse sowie einen Verzicht auf eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft weiterhin ab. Offenbar auf ähnliche Positionen auch in anderen Staaten Westeuropas gestützt, wies der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den US-Plan schon vorab zurück. Dessen Scheitern und damit die Fortführung des Krieges rücken näher. Dabei sind wachsende Teile der Bevölkerung der Ukraine zu territorialen Zugeständnissen an Russland und zum Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft bereit.

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Taurus? Ja bitte! – Eine paradoxe Intervention

Von Leo Ensel – 24. April 2025

Warnungen bringen nichts mehr. Was großmäulig auftretende – in Wahrheit atemberaubend phantasie- und verantwortungslose – deutsche Politiker mit einer möglichen Tauruslieferung an die Ukraine anrichten könnten und wohin sie unser Land damit führen würden, das sollte längst jeder wissen, der noch in der Lage ist, eins und eins zusammenzuzählen. – Probieren wir es also einmal anders!

Sie wollen Deutschland in einen Krieg mit Russland ziehen? Möglichst schnell, nachhaltig und so richtig effektiv? – Dann hätte ich eine Idee …

Liefern Sie Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine!

Solange noch Zeit ist. Also sofort und zwar massenhaft. (Denn es könnte ja vielleicht doch noch Frieden drohen.) Schicken Sie, wie der ehemalige ukrainische Botschafter Andri Melnyk jüngst forderte, mindestens 150 Stück. Am besten aber alle, die Deutschland zur Verfügung hat. (Von rund 600 sollen schließlich 300 einsatzbereit sein.)

Sie wissen ja: Der Taurus ist im wahrsten Sinne des Wortes ein anderes ‚Kaliber‘ als die zahmen britischen Storm Shadows oder ihre französischen Cousinen, die SCALP-Marschflugkörper! Der fliegt doppelt so weit. An die 500 Kilometer. Und ist, einmal abgeschossen, praktisch nicht mehr zu eliminieren. Also todsicher.

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Die Londoner Sudan-Konferenz

Von German-Foreign-Policy.com – 23. April 2025

Eine von Deutschland mitveranstaltete Konferenz zum Krieg im Sudan wird scharf kritisiert: Auswärtige Interessen hätten im Mittelpunkt gestanden; nichts sei gegen drohende Massaker in Darfur unternommen worden.

Eine von Deutschland mitveranstaltete Konferenz zum Krieg im Sudan stößt bei Hilfsorganisationen sowie sudanesischen Aktivisten auf scharfe Kritik. Die in London abgehaltene Konferenz hatte in der vergangenen Woche nur zur Zusage von humanitärer Hilfe durch europäische Staaten, darunter die Bundesrepublik, geführt. Politischer Fortschritt blieb aus. Insbesondere wurden keine Schritte eingeleitet, um einen drohenden Massenmord in der westsudanesischen Region Darfur zu verhindern, wo die Bürgerkriegsmiliz RSF (Rapid Support Forces) schon in den ersten Kriegsmonaten mehr als 10.000 Angehörige einer schwarzafrikanischen Bevölkerungsgruppe, der Masalit, umbrachte. Aktuell sind die RSF dabei, die letzte Stadt in Darfur, die sie noch nicht kontrollieren, zu erobern. Beobachter fürchten einen Genozid. Erstarken konnten die RSF unter anderem dank Maßnahmen der EU zur Flüchtlingsabwehr im Sudan. Experten stufen die Tatsache, dass Regionalmächte wie Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate führenden Einfluss im Sudan haben und der Westen die Kontrolle über das Geschehen verloren hat, als ein Beispiel für den Übergang zu einer „multipolaren Welt“ ein.

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US-Regierung: Sanktionen, Zölle und maximaler Druck gegen Venezuela

Von Ricardo Vaz – 26. April 2025

Die Regierung von Donald Trump ist kaum drei Monate im Amt, aber jeder Tag fühlt sich wie eine Achterbahnfahrt an. Drohungen fliegen nur so umher, und jetzt ist eine brutale Bombenkampagne im Jemen im Gange. Die uneingeschränkte Unterstützung des Völkermords in Palästina ist die eine Konstante. Was Venezuela betrifft, so brachten Analysten verschiedene Szenarien für die politischen Ansätze der USA vor, die von einer Neuauflage von Trumps „maximalem Druck” bis hin zu pragmatischeren Szenarien reichten. Doch nach einem Auftakt, der auf einen pragmatischeren Ansatz hindeutete, hat die Trump-Regierung ihre Angriffe gegen Venezuela verstärkt.

Ein frühes direktes Gespräch zwischen dem Weißen Haus und der Regierung von Nicolás Maduro erweckte die Illusion eines eher unorthodoxen und weniger feindlichen Ansatzes. Alle nachfolgenden Schritte weisen jedoch in eine andere Richtung. Trump verstärkt den Druck auf Venezuela.

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[Zum Originalbeitrag auf amerika21]

Israels Sicherheitsminister kündigt Bombardierung der Lebensmittellager an – Gazastreifen seit 50 Tagen blockiert

Von Andre Damon – 24. April 2025

Am 22. April nahm der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, an einem Treffen mit führenden US–Kongressmitgliedern in Donald Trumps Mar-a-Lago Resort in Palm Beach (Florida) teil. Dort kündigte er an, Lebensmittel- und Hilfsgüterdepots im Gazastreifen zu bombardieren, und behauptete anschließend, die anwesenden Abgeordneten hätten seine Vorschläge gebilligt.

„Ich hatte die Ehre und das Privileg, mich mit hochrangigen Vertretern der Republikanischen Partei in Trumps Anwesen Mar-a-Lago zu treffen“, schrieb Ben-Gvir in einem Beitrag auf X. „Sie bekundeten ihre Unterstützung für meine sehr klare Position, wie in Gaza vorzugehen sei, und dass die Lebensmittel- und Hilfsdepots bombardiert werden sollten, um militärischen und politischen Druck auszuüben, damit unsere Geiseln sicher nach Hause gebracht werden können.“

Ben-Gvir brachte damit die tatsächliche Politik der israelischen Regierung zum Ausdruck, die darauf abzielt, die palästinensische Bevölkerung in Gaza durch gezieltes Aushungern ethnisch zu säubern.

Am selben Dienstag dauerte die vollständige Blockade durch Israel bereits den fünfzigsten Tag in Folge an, bei der jede Lieferung von Lebensmitteln, Wasser, Strom und medizinischer Versorgung in den Gazastreifen unterbunden wird.

Wie das UN-Büro für die Koordinierung von Hilfeleistungen in einer Erklärung bestätigt hat, ist dies die längste Zeit ohne jegliche Lieferungen in den Gazastreifen seit Beginn der israelischen Offensive im Oktober 2023.

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