Hilferuf aus dem Gazastreifen

Von Martin Lejeune
31. Juli 2014

Seit dem 22. Juli bin ich im Gazastreifen und ich kann einfach nicht glauben, was hier passiert. Ich erlebe die schlimmsten Tage meines Lebens. Alle Menschen in Gaza erleben die schlimmsten Tage ihres Lebens. Denn so massiv wie in dieser Wochen waren noch keine Angriffe auf Gaza. Hinter diesen Worten verbergen sich menschliche Tragödien. Die humanitäre Katastrophe in Gaza hat einen neuen Höhepunkt erreicht.

http://www.inamo.de/index.php/israel-palaestina-beitrag-lesen/items/hilferuf-aus-dem-gazastreifen.html

Schwache Staaten schaffen

Destabilisierung von strategischen Regionen als Ansatz westlicher Außenpolitik

Von Malte Daniljuk
31. Juli 2014

Ukraine, Syrien, Irak, Libyen. In den vergangenen Monaten verstand die breite Öffentlichkeit, dass die politischen Verhältnisse um Europa herum sich dramatisch verschlechtert haben. Aus der Ukraine zieht der Rauch der Gefechte direkt bis in die deutschen Wohnzimmer. Und der Schock darüber, dass ein Krieg in Europa möglich ist, überraschte viele Menschen ebenso wie die Geschwindigkeit der Eskalation. Ähnlich wie schon beim Angriff der NATO auf Jugoslawien im Jahr 1999 wird Krieg erstmals wieder aus der Nähe erfahrbar.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42394/1.html

Zwischen Loyalität und Rebellion

Adam Hochschild zeichnet ein bewegendes Psychogramm der britischen Gesellschaft während des Ersten Weltkriegs

Von Alexander Bahar
31.Juli 2014

Der US-amerikanische Journalist und Historiker Adam Hochschild ist hierzulande kein Unbekannter. Seine Bücher über die Ausrottungspolitik im Belgisch-Kongo sowie über den Kampf um die Abschaffung der Sklaverei wurden auch in Deutschland viel beachtet. Bereits 2011 legte er ein Buch über den Ersten Weltkrieg vor, das der Stuttgarter Klett-Cotta-Verlag pünktlich zur hundertsten Jährung des Kriegsbeginns in einer deutschsprachigen Ausgabe auf den Markt gebracht hat.

http://www.jungewelt.de/2014/07-31/018.php

China im US-Fadenkreuz

Washington hat einen militärischen „Schwenk nach Asien“ verkündet. Neben Drohungen und Blockaden gegenüber Peking wird auch Krieg nicht ausgeschlossen

Von Rainer Rupp
31. Juli 2014

Vor drei Jahren beschloss Washington eine langfristige strategische Umorientierung: 60 Prozent der US-Streitkräfte sollen in Zukunft für den Einsatz in Asien ausgerichtet werden. Dieser „Asian Pivot“ getaufte Schwenk soll in der bei weitem wachstumsstärksten Weltregion das aufsteigende China eindämmen und die Hegemonialstellung der USA auch dort sichern.

http://www.jungewelt.de/2014/07-31/044.php

Benzin ins Feuer gießen. Ausbau der US-Militärmacht vor den Küsten Chinas

Von Rainer Rupp
31. Juli 2014

Die US-Militärbasis auf der japanischen Insel Okinawa wird derzeit als wichtiges Zentrum für die Ausrichtung der amerikanischen Militärmacht gegen China modernisiert und ausgebaut. Die Siebente US-Flotte hat Yokosuka als Basis. Die 3rd Marine Expeditionary Force liegt auf der Insel. 130 Kampfjets der US-Luftwaffe befinden sich auf den Stützpunkten in Misawa und Kadena. 2010 waren bereits mehr als 35000 US-Soldaten und 5500 Zivilangestellte des Pentagon in Japan stationiert.

http://www.jungewelt.de/2014/07-31/046.php

Chinas Achillesferse

Von Rainer Rupp
31. Juli 2014

Laut einem der Presse zugespielten internen Bericht des Pentagon hat „China zum Schutz seiner Energieinteressen entlang der Seewege vom Nahen Osten zum Südchinesischen Meer seine strategische Beziehungen mit den Anrainerstaaten ausgebaut, um je nach Lage entweder defensiv oder offensiv reagieren zu können“. Dies gleiche einer „Perlenkette von strategischen Basen und diplomatischen Beziehungen“.

http://www.jungewelt.de/2014/07-31/045.php

Inszenierter Zwischenfall

Vor 50 Jahren: Ein angeblicher Beschuss zweier US-Kriegsschiffe durch nordvietnamesische Schnellboote im Golf von Tongking Anfang August 1964 diente den USA zur Rechtfertigung ihres Krieges gegen Vietnam

Von Knut Mellenthin
31.Juli 2014

Am 2. August 1964 meldete die US-Regierung, daß es im Golf von Tongking, vor der Küste im Norden Vietnams, einen „unprovozierten Angriff“ nordvietnamesischer Torpedoboote auf ein amerikanisches Kriegsschiff gegeben habe. Das war der Beginn des sogenannten Tongking-Zwischenfalls (englisch: Tonkin-Incident), der von Präsident Lyndon B. Johnson als Einstieg zu einer ungeheuren Ausweitung der Militärintervention in Indochina benutzt wurde.

http://www.jungewelt.de/2014/07-31/023.php

Die Wiederkehr deutscher Großmachtpolitik und die Attacken auf den Historiker Fritz Fischer

Von Ulrich Rippert und Peter Schwarz
31. Juli 2014

Der hundertste Jahrestag des Ersten Weltkriegs hat in Deutschland eine Flut von Artikeln, Kommentaren, Buchveröffentlichungen, Sondersendungen und Veranstaltungen aller Art ausgelöst. Sie beschränken sich nicht darauf, die „Urkatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts“ nachzuerzählen; vielmehr gibt es gezielte Bemühungen, das bisherige Verständnis der Ursachen des Kriegs und der Verantwortung Deutschlands zu revidieren und in Übereinstimmung mit den neuen außenpolitischen Zielen der deutschen Regierung zu bringen.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/07/31/muen-j31.html

Ukrainische Patrioten

Fünf Monate nach dem von Berlin energisch geförderten Umsturz in Kiew sehen Umfragen in der prowestlich gewendeten Ukraine eine Partei der äußersten Rechten als stärkste politische Kraft.

Von German Foreign Policy
30. Juli 2014

Einer aktuellen Untersuchung zufolge könnte die Radikale Partei des Rechtsaußen-Politikers Oleh Ljaschko bei Wahlen derzeit mit 23,2 Prozent der Stimmen rechnen. Ljaschko hat sich vor allem mit brutalen Aktionen im Kampf gegen ostukrainische Regimegegner einen Namen gemacht. Zudem ist er als Mitgründer und Unterstützer des Bataillons Asow bekannt, einer mehrere hundert Kämpfer umfassenden Miliz, die überwiegend aus Faschisten besteht.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58924

Nacht des Schreckens

Israel verstärkt Bombenangriffe auf Gazastreifen. Mehr als 100 Tote in 14 Stunden. Hunderttausende auf der Flucht

Von Karin Leukefeld
30. Juli 2014

Nach einer kurzzeitigen trügerischen Einschränkung der Angriffe auf den Gazastreifen haben die israelischen Streitkräfte den Beschuß am Montag abend wiederaufgenommen. Innerhalb weniger Stunden feuerten die israelischen Streitkräfte auf 150 Ziele. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden dabei in nur 14 Stunden mehr als 100 Menschen getötet.

http://www.jungewelt.de/2014/07-30/060.php