Einsatz der Nationalgarde nach Protesten wegen Polizeimord in Baltimore

Von Jerry White
29. April 2015

Nachdem es in Baltimore am Montag zu Protesten der Bevölkerung gegen Polizeigewalt und Armut gekommen war, rief der Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, den Notstand in der Stadt aus und entsandte 5.000 Nationalgardisten. Die Stadt Baltimore hat 620.000 Einwohner und liegt nur 64 Kilometer von der US-Hauptstadt Washington DC entfernt.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/04/29/balt-a29.html

Mit „Mandy“ auf der Tupperparty

Die frühere V-Frau „Krokus“ Thema im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages in Baden-Württemberg.

Von Wolf Wetzel
27. April 2015

Wieviel Staat in der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ steckt, zeigt die ungewöhnliche Geschichte der V-Frau »Krokus«. Jetzt ist sie Thema im NSU-Untersuchungsausschuss des Stuttgarter Landtags

https://www.jungewelt.de/2015/04-27/006.php

Speerspitze der Revolution

Vor 225 Jahren gründeten Marat, Danton, Hébert und andere die Kampfvereinigung der „Cordeliers“

Von Alexander Bahar
25. April 2015

Der Klub der Cordeliers sah sich im Unterschied zu den überwiegend kleinbürgerlich geprägten Jakobinern als Sprachrohr vor allem der unteren Volksschichten und hatte wesentlichen Einfluss auf die revolutionären Erhebungen der Jahre 1792/93. Ziel der Cordeliers war es, den Missbrauch der Macht und die Verletzung der Menschenrechte zu verhindern, die Revolution voranzutreiben, dabei Regierung und gesetzgebende Versammlung zu beobachten und gegebenenfalls unter Druck zu setzen.

https://www.jungewelt.de/2015/04-25/015.php

Mörderischer Akt: Verbannung ins Nichts

In Zeitun, heute Süleymanli, begann der Völkermord an den Armeniern

Von Alexander Bahar
24. April 2015

Süleymanli in der Provinz Kahramanmaras im zentralen Taurusgebirge im Südosten der Türkei ist ein unscheinbarer Ort. Bekannt dürfte manchem hierzulande sein, dass Süleymanli, als es noch Zeitun hieß, ein armenisches Städtchen war. Kaum bekannt ist hingegen, dass mit dem Deportationsbefehl für dessen Einwohner im März 1915, im zweiten Jahr des Ersten Weltkrieges, der Völkermord an den Armeniern begann.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/968944.moerderischer-akt-verbannung-ins-nichts.html?action=print

„Frauen im Visier des kolumbianischen Militärs – Ein Fall für den Internationalen Strafgerichtshof“

Claudia Mejía Duque, Sisma Mujer (Kolumbien)
Prof. Dr. Beate Rudolf, Deutsches Institut für Menschenrechte
Anna von Gall, ECCHR
Wolfgang Kaleck, ECCHR

Montag, 27. April 2015, 18.30 Uhr
European Center for Constitutional and Human Rights e.V. (ECCHR)
Zossener Str. 55-58, Aufgang D
10961 Berlin

Vergewaltigung als Vergeltung, sexuelle Übergriffe als Mittel zur Unterdrückung, Stigmatisierung als Ausdruck militärischer Macht: Das sind weder vereinzelte noch zweitrangige Verbrechen im bewaffneten Konflikt in Kolumbien. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist Teil der Strategie des Militärs und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Als solche müsste die kolumbianische Justiz diese Verbrechen strafrechtlich verfolgen. Es gibt zwar spezielle Gesetze zur Gewalt gegen Frauen, doch nur wenige Fälle werden vor Gericht verhandelt – schon gar nicht, wenn die Täter hochrangige Mitglieder der Streitkräfte sind. Solange Kolumbien nicht in der Lage oder nicht willens ist, diese Straflosigkeit sexualisierter Gewalt gegen Frauen zu beenden, muss der Internationale Strafgerichtshof tätig werden.

– Claudia Mejía Duque ist Direktorin der kolumbianischen Frauenrechtsorganisation Sisma Mujer. Sie arbeitet mit den Überlebenden sexualisierter Gewalt und wird über deren Schwierigkeiten, Zugang zu Recht und    Gerechtigkeit zu bekommen, berichten.
– Prof. Dr. Beate Rudolf ist Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Ihr Fokus wird auf dem Verhältnis der Menschenrechte von Frauen zum Völkerstrafrecht liegen.
– Anna von Gall arbeitet im ECCHR zu „Gender und Menschenrechte“. Sie analysiert den völkerrechtlichen Ansatz im Kampf gegen die Straflosigkeit in Kolumbien, insbesondere die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs.
– Wolfgang Kaleck ist Gründer und Generalsekretär des ECCHR. Er wird die Veranstaltung moderieren.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt. Anmeldung unter info@ecchr.eu

Massensterben im Mittelmeer geht weiter

Von Johannes Stern
21. April 2015

Nach Informationen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind am Montag drei weitere Flüchtlingsschiffe im Mittelmeer in Seenot geraten. Dies habe ein Anrufer, der sich angeblich auf einem der Boote befand, berichtet, teilte ein IOM-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Eines der Schiffe mit über 300 Flüchtlingen an Bord sei am Sinken, 20 Menschen seien bereits gestorben.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/04/21/refu-a21.html

Europol will Quasi-Geheimdienst werden

Zwei EU-Agenturen wollen mehr sensible Daten verarbeiten

Von Matthias Monroy
21. April 2015

Die Polizeiagentur Europol will zukünftig geheimdienstliche Informationen speichern und analysieren. Dies geht aus einem von ihr selbst verfassten Papier hervor, das die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch nun veröffentlicht hat. Demnach sollen Informationen auch mit Geheimdiensten getauscht werden. Auf diese Weise will Europol „zentrale Nachrichtenlücken“ schließen.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44706/1.html

Prozess gegen früheren SS-Mann Oskar Gröning beginnt in Lüneburg

Von Elisabeth Zimmermann
21. April 2015

Am Dienstag, den 21. April, beginnt vor der 4. Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg der Prozess gegen den 93-jährigen früheren SS-Unterscharführer Oskar Gröning. Die Anklage lautet auf Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen. Gröning war von September 1942 bis Oktober 1944 SS-Wachmann und „Buchhalter“ im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz im besetzten Polen.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/04/21/proz-a21.html

Der Krieg im Jemen droht außer Kontrolle zu geraten

Amerikanische, ägyptische, saudische und iranische Kriegsschiffe befinden sich in der Meerenge Bab al-Madab

Von Florian Rötzer
21. April 2015

Im Jemen herrscht Chaos, seitdem die schiitischen Huthi-Rebellen große Teile des Landes eingenommen und die von Saudi-Arabien und den USA unterstützte sunnitische Regierung vertrieben haben. Saudi-Arabien hat mit einer Koalition arabischer Staaten und mit Unterstützung des Westens einen Luftkrieg gegen die Huthis begonnen, der nach vier Wochen allerdings noch wenig Wirkung zeigt, aber immer mehr zivile Opfer kostet. Der Führer der Huthis lehnt Verhandlungen mit den Saudis ab.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44711/1.html

Wirtschaftliche Stagnation und Finanzparasitismus prägen Jahrestagung von IWF und Weltbank

Von Nick Beams und Barry Grey
21. April 2015

Am Wochenende fand in Washington die Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank statt. Während die Realwirtschaft weiterhin stagniert, nehmen Finanzparasitismus und soziale Ungleichheit ein beispielloses Ausmaß an.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/04/21/pers-a21.html