Von Marcus Klöckner – 5. August 2026
Kriegsgeld. Kriegsgeld? Ja, Kriegsgeld. Neue Euro-Scheine lassen sich doch mit Panzern und Waffen versehen. Was soll das sein? Ein Scherz? Nein, nein. In Zeiten, in denen Deutschland kriegstüchtig werden soll und die Europäische Union den Feind in Russland sieht, ist alles möglich. Am Wochenende berichtete die FAZ über den Vorschlag aus Luxemburg, das Geld von etwa 350 Millionen Bürgern mit Kriegsgerät zu versehen. Zwar wurde der Vorschlag unter einem sich rasch formierenden Protest zurückgenommen, aber: Einmal mehr ist der Blick frei auf eine EU, die ihren Hang zum Militarismus längst nicht mehr verbergen will.
Wir erinnern uns an ein Zitat von Jean-Claude Juncker und einen Spiegel-Bericht:
Jean-Claude Juncker ist ein pfiffiger Kopf. »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert«, verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. »Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.«
So wurde bei der Einführung des Euro verfahren, als tatsächlich kaum jemand die Tragweite der ersten Beschlüsse 1991 zur Wirtschafts- und Währungsunion wahrnehmen mochte.
Politiker sind nicht dumm. Sie wissen, wie sie ihre Vorhaben durchsetzen können. Was Juncker beschreibt, ist eine Methode – eine sehr wirkungsvolle.
Diese Methode spiegelt sich in dem Entwurf des Kriegsgeldes wider. „Luxemburg schlägt Euroscheine mit Gewehr und Panzer vor“, hieß es in der Überschrift der FAZ. Im Artikel ist zu lesen, der Vorschlag für die Motive der im Hintergrund offensichtlich in Planung befindlichen neuen Euroscheine sei von der luxemburgischen Verteidigungsbehörde gekommen.