Palästina: Kurz vor Explosion

Erneut Tote in Ostjerusalem. Israels Regierung kündigt Ausbau von Siedlungen an und lässt palästinensische Häuser zerstören

Von Karin Leukefeld
5. November 2014

In Jerusalem ist am Mittwoch vormittag ein Mann mit seinem Fahrzeug absichtlich in eine Menge von Personen gefahren. Krankenhausberichten zufolge wurde dabei ein Mensch getötet, mindestens 13 Personen wurden verletzt. Der Fahrer soll nach Augenzeugenberichten ausgestiegen sein und Passanten mit einer Metallstange angegriffen haben. Kurz darauf wurde er von der israelischen Grenzpolizei erschossen. Der Vorfall ereignete sich laut Polizeiangaben an einer Straßenbahnhaltestelle an der „Grünen Linie“, wie die Grenze zwischen West- und dem von Israel besetzten Ostjerusalem genannt wird.

https://www.jungewelt.de/ausland/kurz-vor-explosion

Amerikanische Waffen für al-Qaida

Washingtons “Rebellen” in Syrien reichen diese Waffen weiter

Von Bill Van Auken
5. November 2014

Drei Monate nach Beginn des neuen US-Kriegs im Irak und in Syrien hat die amerikanische Strategie nun am vergangenen Wochenende offenbar Schiffbruch erlitten. In der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens ist eine der letzten Hochburgen von Washingtons angeblich „moderaten Rebellen“ an die Nusra-Front, den syrischen Ableger von al-Qaida, gefallen.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/11/05/syri-n05.html

Libyen: „Ghaddafi zu stürzen, war ein schwerer Fehler“

In Libyen herrscht die Anarchie, Hunderte bewaffnete Gruppen machen sich die Macht im Lande streitig. Ein Gespräch mit Angelo Del Boca

Interview: Raoul Rigault
4. November 2014

Der Italiener Angelo Del Boca zählt zu den wichtigsten Historikern des europäischen Kolonialismus in Nordafrika. Er kämpfte als Partisan gegen deutsche und Mussolini-Faschisten.

https://www.jungewelt.de/ausland/%C2%BBghaddafi-zu-st%C3%BCrzen-war-ein-schwerer-fehler%C2%AB

Blackwater: Killer im Angebot

Ein Urteil gegen vier frühere Blackwater-Söldner rückt das Unternehmen wieder ins Licht der Öffentlichkeit – dabei sollte es doch längst aufgelöst sein

Von Dago Langhans
2. November 2014

Schuldig, lautete das Urteil für vier frühere Mitarbeiter des privaten „Militärdienstleisters“ Blackwater. Am 22. Oktober ahndete ein US-Bundesgericht in Washington die Beteiligung der Söldner an einem Blutbad 2007 in Bagdad. Eier der Angeklagten wurde wegen Mordes, die drei anderen wurden wegen Totschlags im Affekt verurteilt. Ein konkretes Strafmaß wurde noch nicht verkündet. Zwei Verteidiger haben bereits erklärt, den Gerichtsspruch anzufechten.

https://www.jungewelt.de/kapital-arbeit/killer-im-angebot

Primitive Rache: die Zerstörung palästinensischer Häuser als Strafmaßnahme

Von Jeff Halper
30. Oktober 2014

Israel stellt sich gerne als liberale westliche Demokratie dar, genaugenommen als einzige Demokratie im Nahen Osten. Was eine Demokratie kennzeichnet ist die Rechtsstaatlichkeit und diese ist Millionen von Palästinensern routinemäßig verwehrt, die seit 47 Jahren unter israelischer Kontrolle leben. Israels Politik der Hauszerstörungen – ungefähr 48 000 Häuser sind seit Beginn der Besatzung 1967 zerstört worden – ist eine zynische Beugung des Rechts für politische Zwecke.

http://icahd.de/?p=957

„Ein düsterer Weg …“

Am 29. Oktober 1914 beschoss die Flotte des Osmanischen Reiches die russischen Häfen Odessa und Sewastopol. Sie kam damit dem deutschen Drängen nach Kriegseintritt an der Seite der Mittelmächte nach.

Von Alexander Bahar
29. Oktober 2014

Von der deutschfreundlichen Fraktion unter Kriegsminister Enver Paşa angetrieben, hatte die jungtürkische Regierung zwischen zwei Übeln das scheinbar kleinere gewählt.

https://www.jungewelt.de/thema/»ein-düsterer-weg-«

Bundesregierung plant massive Aufrüstung der Bundeswehr

Von Philipp Frisch
28. Oktober 2014

Die führenden Verteidigungspolitiker der Großen Koalition fordern in ihren Anträgen für den Bundeshaushalt 2015, die Bundeswehr umfassend mit schweren Waffen aufzurüsten. Als Vorwand dient dabei der Bürgerkrieg in der Ukraine, der von der Bundesregierung durch die Unterstützung faschistischer Kräfte in Kiew selbst angeheizt wurde.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/10/28/bund-o28.html

Der Ukraine-Konflikt und die veränderten internationalen Beziehungen

Der Westen kann sich die Ablösung der westlichen Hegemonie nur als Rückkehr zur Bipolarität oder als Neuauflage des Kalten Krieges vorstellen

Von Gabriela Simon
28. Oktober 2014

Im Ukraine-Konflikt hat der Westen sein Feindbild und sein Selbstbewusstsein wieder gefunden. Offen bleibt, welche internationalen Konstellationen sich daraus entwickeln. Beginnt gerade ein neuer Kalter Krieg? Eine Rückkehr zur bipolaren Welt? Erleben wir den Durchmarsch der alleinigen Weltmacht USA? Oder den Beginn eines großen globalen Durcheinanders?

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43140/1.html