COVID-19 aus neurologischer Sicht: Coronavirus greift womöglich auch Nerven und Gehirn

Von Arndt Reuning – 21. April 2020

Das Coronavirus greift möglicherweise auch Nerven und Gehirn an. Beeinträchtigung des Geruchssinns, Übelkeit und Verwirrtheitszustände – COVID-19 ist keine reine Lungen-krankheit. Die Symptome der aus dem Coronavirus resultierenden Krankheit sind vielfältig. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass das Virus auch Nervenzellen angreift.

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„Bild“ hetzt gegen China

Von Peter Schwarz – 21. April 2020

Der Vorwurf, die Politik der chinesischen Regierung sei für die Corona-Pandemie und die dadurch entstandenen ökonomischen Schäden verantwortlich, wird mittlerweile von Regierungen und Medien auf der ganzen Welt verbreitet. Dabei entbehrt er jeder faktischen Grundlage. Der Vorwurf dient den Herrschenden dazu, vom eigenen Versagen angesichts der Pandemie abzulenken und die öffentliche Meinung auf einen Krieg gegen China einzustimmen. Die USA und die imperialistischen Mächte Europas wollen mit allen, auch mit militärischen Mitteln verhindern, dass China ökonomisch und geopolitisch gestärkt aus der globalen Pandemie hervorgeht.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/04/21/chin-a21.html

Bidens Wahlkampfwerbung gegen Trump: Nicht die herrschende Klasse, sondern China ist schuld an Corona-Pandemie

Von Barry Grey – 21. April 2020

In den letzten Tagen haben der mutmaßliche Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, und seine Unterstützer Wahlkampfspots veröffentlicht, in denen China für die Corona-Krise verantwortlich gemacht wird. Diese Spots gehen in dieser Frage sogar noch weiter als Präsident Trump und attackieren diesen für sein „Einknicken“ vor dem chinesischen Präsidenten XiJinping. Außerdem soll Trump die angebliche Verantwortung der chinesischen Regierung für die Ausbreitung des Virus auf die USA und andere Staaten vertuschen.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/04/21/bide-a21.html

Zahl der Toten in den USA steigt auf über 40.000 – Trump eskaliert die rücksichtslose Kampagne zur Rückkehr an die Arbeitsplätze

Von Andre Damon – 21. April 2020

Am Sonntag überstieg die Zahl der Todesopfer der Covid-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten 40.000, wobei allein in der vergangenen Woche fast 20.000 Menschen starben. Die Pandemie hat das völlige Versagen der amerikanischen Gesellschaft und ihre Unfähigkeit, ihren Bürgern die grundlegendsten Notwendigkeiten zur Verfügung zu stellen, offengelegt – darunter medizinische Versorgung, Schutzausrüstung und sogar Nahrungsmittel. Die Regierung unternahm nichts, um sich auf die Pandemie vorzubereiten, Trump spielte die Krankheit als „Schwindel“ herunter, und die Medien ignorierten sie monatelang. Während Tausende heldenhafter Arbeiter des Gesundheitswesens, die unter unsicheren Bedingungen arbeiten mussten, erkrankten und starben, erhielten Banken und Unternehmen die größten Rettungspakete in der Geschichte der Menschheit.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/04/21/pers-a21.html

COVID-19: auch eine systemische Gefäßentzündung

Von Universitätsspital Zürich – 20. April 2020

COVID-19 wurde als Lungenkrankheit bekannt. Warum Patienten auch lebensgefährliche Versagen anderer Organe erleiden, war bisher unklar. Ein interdisziplinäres Team des Universitätsspitals Zürich zeigte nun, dass SARS-CoV-2 direkt Entzündungen in den Gefäßen auslöst und so zu Organversagen bis zum Tod führen kann. Die ersten COVID-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen erlitten vor allem virale, schwierig zu behan-delnde Lungenentzündungen als Komplikation. Für Coronaviren eine typische Erkrankung, da sie vor allem die Atemwege angreifen. Ärztinnen und Ärzte stellten jedoch fest, dass zunehmend Patientinnen und Patienten auch Herzkreislaufprobleme oder Multorgan-versagen zeigten. Ob und welchen Zusammenhang es dabei mit der Lungenentzündung gab, war aber nicht klar. Da vor allem ältere Patienten betroffen waren, gingen die Ärzte davon aus, dass die Belastung durch die Krankheit die Herzkreislaufprobleme bei der dafür typischen Altersgruppe auslöst.

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Warnten US-Geheimdienste schon Anfang November vor einer Epidemie in Wuhan?

Von Florian Rötzer – 19. April 2020

Der israelische Fernsehsender Channel 12 berichtete, dass US-Geheimdienste schon im November Israel von einer Coronavirus-Epidemie informiert haben sollen. Sie hätten in der zweiten Novemberwoche die Epidemie in Wuhan erkannt und einen Geheimbericht darüber verfasst. Zu der Zeit gab es zumindest in der Öffentlichkeit keine Informationen darüber, eventuell wussten chinesische Behörden davon. Die WHO wurde erst Ende Dezember über erste Fälle von Pneumonien mit unbekannter Ursache von China informiert. .. Wenn die Berichte zutreffen würden, entsteht die Frage, wie US-Geheimdienste von der Covid-19-Epidemie schon informiert waren, bevor sie in größerem Maße ausgebrochen ist. In China zirkuliert bekanntlich die Theorie, dass das Virus von den 280 US-Soldaten eingeschleppt worden sein könnte, die an den World Military Games vom 18. bis 27. Oktober in Wuhan teilgenommen haben.

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Gebt die Schuld für das Covid-19-Versagen euren Regierungen und nicht China

Von Davide Mastracci – 18. April 2020

Wer gemeint hatte, angesichts der gemeinsamen Gefahr würde man im Westen die Feind-seligkeiten gegenüber den Systemgegnern und geopolitischen Konkurrenten aufgeben, sieht sich enttäuscht. China wird in vielen Artikeln in der westlichen Welt als der Akteur gesehen, der uns das Virus beschert hat und für dessen Verbreitung verantwortlich ist. Dabei hat China auf den Ausbruch vorbildlich reagiert, meint die WHO. Und wird dafür von Donald Trump und vielen Medien scharf kritisiert. Doch ein Gedankenspiel: Man stelle sich vor, nicht China, sondern Sierra Leone hätte es zuerst getroffen – oder auch Brasilien oder die USA, dessen Präsidenten sich wochenlang über die Virus-Hysterie lustig machten und die Hände in den Schoß legten – was dann? Davide Mastracci, Chefredakteur und Gründer des kanadischen Portals Readpassage, anti-chinesische Mythen im Zusammenhang mit Corona und fördert in seinem Beitrag erstaunliche Erkenntnisse zutage.

Corona: die unerträgliche Inkompetenz des Jens Spahn

Von Alexander Unzicker – 18. April 2020

Obwohl es praktisch nichts gibt, was er richtig gemacht hat, präsentiert sich der Gesund-heitsminister nun als Retter Deutschlands. Man konnte bereits vor der Corona-Krise ahnen, dass der gelernte Bankkaufmann nicht die Idealbesetzung für das Gesundheitsressort war. Anstatt wirkliche Probleme zu lösen wie den Mangel an Pflegekräften oder Krankenhaus-keime, kaprizierte er sich auf Steckenpferde wie die Masern-Impfpflicht. Verletzte Eitelkeit kann man vermuten, wenn ein Experte wie Alexander Kekulé, der dies kritisiert hatte, in der Corona-Krise kein Gehör mehr fand und medial durch Christian Drosten ersetzt wurde, der die untätige Regierung stets bauchpinselte.

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Trotz Corona-Pandemie: Wirtschaftsvertreter rechtfertigt Schließung von Kliniken

Von Markus Salzmann – 17. April 2020

Obwohl sich Covid-19-Infektionen in Europa weiterhin rasant ausbreiten und Tausende erkranken und sterben, verteidigen Wirtschaftsvertreter die Klinikschließungen der letzten Jahrzehnte und bereiten neue vor. Die katastrophalen Bedingungen in Kliniken und Pflegeheimen spielen sie herunter oder ignorieren sie. Der Volkswirt Professor Boris Augurzky vom RWI – Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung behauptet, es gebe in Deutschland nicht zu wenige, sondern zu viele Krankenhäuser, und fordert, die Krise gezielt zu nutzen, um weiter Kliniken abzubauen. Er sei „traurig darüber“, dass nicht noch mehr Kliniken geschlossen worden seien. „Warum soll in einer Pandemie wie der jetzigen eine effizientere Krankenhausstruktur schlechter sein?“, fragte er im Podcast Tonspur Wissen. Dabei versteht er unter effizient lediglich profitabel.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/04/17/klin-a17.html

Chinesische Botschaft in Paris kritisiert Politik der „Herden-Immunität“: Frankreich bestellt chinesischen Botschafter ein

Von Alex Lantier – 17. April 2020

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hat am Montag den chinesischen Botschafter in Frankreich, Lu Shaye, einbestellt. Zuvor hatte dessen Botschaft Chinas Vorgehen während der Corona-Pandemie verteidigt. Im Mittelpunkt dieses diplomatischen Vorfalls steht der Gegensatz zwischen Europa und China, wo die Pandemie derzeit als eingedämmt gilt und die wenigen Dutzend neuen Fälle größtenteils aus dem Ausland stammen. Obwohl in Frankreich und ganz Europa täglich Tausende an Covid-19 sterben, fordern die Regierungen ein Ende der Ausgangs-beschränkungen und zwingen die verängstigte Bevölkerung zurück an die Arbeit. Gleichzeitig läuft in den französischen Medien eine antikommunistische Kampagne, um China als ursprünglichem Epizentrum der Corona-Pandemie die Schuld an der Katastrophe in Europa zu geben.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/04/17/pari-a17.html