USA weiten Krieg im Nahen Osten aus, UN warnt: „Jeder Mensch in Gaza hungert“

Von Andre Damon – 18. Januar 2024

Am Dienstag griff das US-Militär erneut völkerrechtswidrig den Jemen an – die dritte Serie von Bombardierungen in weniger als einer Woche. Die jüngsten Angriffe machen deutlich, dass die USA den Krieg auf den gesamten Nahen Osten ausweiten, wobei der Iran und seine Verbündeten die Hauptziele sind. Gleichzeitig geht der amerikanisch-israelische Völkermord in Gaza weiter.

Das US-Militär erklärte, sein Angriff am Dienstagmorgen habe sich gegen Raketenabschussbasen im Jemen gerichtet, von denen aus die pro-iranischen Huthi-Rebellen US-Kriegsschiffe angreifen, die logistische Unterstützung beim Völkermord in Gaza leisten. Bereits am Donnerstag und Freitag hatte es Luftangriffe gegeben.

Ebenfalls am Dienstag meldeten die USA, dass zwei Elitesoldaten der Navy SEALS letzten Donnerstag auf See vermisst wurden und als tot gelten. Sie befanden sich auf einer Mission mit dem Ziel, Waffen zu beschlagnahmen, die nach US-Angaben aus dem Iran an die Huthi-Rebellen geliefert wurden.

Die Eskalation des Kriegs vollzieht sich vor dem Hintergrund neuer und verzweifelter Warnungen vor der humanitären Katastrophe im Gazastreifen. Die Vereinten Nationen erklärten vor kurzem, dass jeder einzelne Mensch in Gaza hungert.

Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte warnte in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht, dass die Bewohner von Gaza inzwischen 80 Prozent aller weltweit von Hungersnot oder einer Hungerkatastrophe bedrohten Menschen ausmachen. Verantwortlich dafür sind Israels systematischen Luftangriffe und die Blockade von Nahrung, Wasser, Medizin und Strom.

Im Bericht heißt es:

Derzeit leidet jeder einzelne Mensch in Gaza Hunger. Ein Viertel der Bevölkerung hungert und hat Schwierigkeiten, Nahrung und Trinkwasser zu finden, es droht eine Hungersnot. Schwangere Frauen erhalten keine ausreichende Ernährung und medizinische Versorgung, was ihr Leben in Gefahr bringt. Zudem sind alle Kinder unter fünf Jahren – insgesamt 335.000 – von schwerer Unterernährung bedroht, da das Risiko einer Hungersnot anhält und wächst. Eine ganze Generation ist nun in Gefahr, zu verkümmern.

Die UN warnten, Hunger und Unterernährung in der Kindheit „verursachen irreparable körperliche und kognitive Beeinträchtigungen [und] werden die Lernfähigkeit einer ganzen Generation mindern“.

Der UN-Bericht machte deutlich, dass Israel die Verantwortung für die humanitäre Katastrophe trägt:

Im Gazastreifen ist es nirgendwo sicher. Seit dem 9. Oktober hat Israel eine „vollständige Belagerung“ über den Gazastreifen verhängt und damit 2,3 Millionen Palästinenser von Wasser, Nahrung, Treibstoff, Medizin und medizinischer Versorgung abgeschnitten. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer 17 Jahre andauernden israelischen Blockade, die vor diesem Krieg dazu führte, dass die Hälfte der Bevölkerung unter Ernährungsunsicherheit litt und mehr als 80 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen waren.

Zum Schluss heißt es: „Es ist beispiellos, eine ganze Zivilbevölkerung so schnell und so vollständig auszuhungern. Israel zerstört das Ernährungssystem des Gazastreifens und benutzt Nahrung als Waffe gegen die palästinensische Bevölkerung.“

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Corona-Politik: Impfungen sollten nie vor Infektion schützen, 2G war sinnlos

Von Thomas Röper – 17. Januar 2024

Inzwischen stellt sich heraus, dass praktisch die gesamte Corona-Politik sinnlos war, aber die Medien schweigen. Die Impfungen sollten nie vor Infektion schützen, 2G war sinnlos, die Lockdowns anscheinend auch. Wann beginnt die Aufarbeitung und die Bestrafung der Verantwortlichen?

Die Corona-Politik der westlichen Regierungen hat sich als vollkommen sinnlos erwiesen, denn inzwischen hat die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) mitgeteilt, dass die sogenannten Covid-19-Impfstoffe „nicht zur Verhinderung der Übertragung von einer Person auf eine andere zugelassen“ wurden. Damit waren alle von den Regierungen eingeführten Regelungen (1G, 2G, 3G), die verhindern sollten, dass Nicht-Geimpfte das Virus übertragen, sinnlos, denn alle konnten das Virus übertragen, egal ob geimpft oder nicht.

Und auch die Covid-Impfpässe, die die EU eingeführt hat, waren nie nötig, weil die sogenannte Impfung mit den experimentellen mRNA-Impfstoffen keine Ansteckungen verhindern sollte. Trotzdem wurden die Impfpässe eingeführt und sie werden wohl zur Grundlage der digitalen Identität, die Ursula von der Leyen bewirbt.

Mit der digitalen Identität kann die ultimative Überwachung eingeführt werden … Da die digitale Identität, also eine zentrale Datenbank, in der all unsere Daten (Führerschein, Bankkarte, Gesundheitsakte, Vermögensregister, Ausweis, etc.) gespeichert sind, den Datenschutz de facto abschafft, der vor der sogenannten Pandemie mal wichtig war, könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass die Pandemie „wie gerufen“ kam, um die digitale Identität inklusiver totaler Überwachung und faktischer Abschaffung des Datenschutzes durchsetzen zu können.

Um das möglich zu machen, musste die Corona-Panik geschaffen werden, die den Menschen so viel Angst gemacht hat, dass sie bereit waren, auf Datenschutz und vieles andere – sogar die Freiheitsrechte –, was noch 2019 regelrecht heilig war, zu verzichten. Genau diese Panik haben Politik und Medien im Westen von 2020 bis 2023 befeuert. …

Die sogenannten Impfungen mit der vorher nie zugelassenen – und daher per Definition experimentellen – mRNA-Technologie wurden durchgedrückt, weil die angebliche Impfung die Ansteckung verhindern und die Verbreitung der angeblichen Seuche stoppen sollte. Das war gelogen, denn im Oktober 2023 hat die EMA auf eine Anfrage eines Abgeordneten aus dem EU-Parlament geantwortet:

Sie stellen fest, dass die Impfstoffe aufgrund der zugelassenen Indikationen „nur Personen verabreicht werden sollten, die einen persönlichen Schutz suchen, und dass sie nicht zur Verringerung der Übertragung oder der Infektionsraten (Übertragungskontrolle) zugelassen sind“. Sie stellen auch fest, dass die zugelassene Indikation nicht mit den Verwendungszwecken übereinstimmt, die von „Pharmaunternehmen, Politikern und Angehörigen der Gesundheitsberufe“ propagiert werden. Sie haben in der Tat Recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass die COVID-19-Impfstoffe nicht zur Verhinderung der Übertragung von einer Person auf eine andere zugelassen sind. Die Indikationen dienen nur dem Schutz der geimpften Personen. Aus der Produktinformation für COVID-19-Impfstoffe geht eindeutig hervor, dass die Impfstoffe für eine aktive Immunisierung zur Verhinderung von COVID-19 bestimmt sind. Darüber hinaus wird in den Bewertungsberichten der EMA über die Zulassung der Impfstoffe darauf hingewiesen, dass keine Daten zur Übertragbarkeit vorliegen.

Wenn die angebliche Impfung die Übertragung der „Seuche“ gar nicht verhindern konnte, welchen Sinn haben dann die Einschränkungen für Ungeimpfte gehabt? Richtig – gar keinen! Millionen Menschen wurden vollkommen grundlos ihrer angeblich in Verfassungen und dem Grundgesetz festgeschriebenen Freiheitsrechte beraubt.

Und das ist keineswegs eine Neuigkeit. Ich habe schon im November 2022 berichtet, dass ein niederländischer Abgeordneter bei einer Pfizer-Managerin nachgefragt hat, ob der sogenannte Impfstoff vor Markteintritt darauf geprüft worden sei, ob er die Übertragbarkeit des Virus verhindere. Die Antwort war ein klares Nein. Es habe an der nötigen Zeit gefehlt.

Es war also den Impfstoffherstellern und der EMA – und damit auch den Regierungen – von Anfang an bekannt, dass die Impfstoffe keine Infektionen verhindern, trotzdem wurden die Beschränkungen in Form der „G-Regeln“ 2021 eingeführt, um die Menschen zur „Impfung“ zu zwingen, weil Ungeimpfte das Virus verbreiten würden.

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Lachen oder Weinen? Die Heiligsprechung eines egomanen Menschenverächters und Demokratie-Killers am WEF in Davos

Von Christian Müller – 17. Januar 2024

Da reden die Top-Politiker am WEF in Davos unter dem Beifall von annähernd 3000 Superreichen aus aller Welt über einen Friedensplan für den Krieg in der Ukraine – mit Selenskyj, aber ohne Russland am Tisch. Dass Selenskyj etliche Parteien im Land einfach verboten und die fälligen Präsidenten-Wahlen im März 2024 in der Ukraine abgesagt hat – er will ja ukrainischer Kriegsrecht-Alleinherrscher bleiben – und Friedensverhandlungen mit Putin per Dekret hat verbieten lassen, interessierte in den Schweizer Bergen kaum jemanden. Dabei zeigt schon Selenskyjs eigener Friedensplan, dass er fern jeder Realität lebt und bereit ist, weitere Hunderttausende von ukrainischen Menschenleben zu opfern, ohne jede Aussicht auf einen Sieg.

Man muss nur den 10-Punkte-Friedensplan von Selenskyj genauer anschauen, um zu sehen, dass er unter „Frieden“ eine totale Niederlage Russlands versteht, was fern jeder Realität ist. Immer mehr Militärexperten, nicht nur in Deutschland, mittlerweile auch innerhalb der NATO-Führung und in den USA, weisen darauf hin, dass die sogenannte Gegenoffensive der Ukraine total gescheitert ist und dass ein militärischer Sieg der Ukraine über Russland nicht mehr erwartet werden kann.

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Ein Jahrestag, den der Westen lieber vergessen würde

Von M. K. Bhadrakumar (Übersetzung: Andreas Mylaeus) – 16. Januar 2024

[…] Heute ist der Jahrestag der Belagerung von Leningrad mit Sicherheit ein Ereignis, an das sich die USA und viele ihrer europäischen Verbündeten lieber nicht erinnern würden. Doch auch seine aktuelle Bedeutung ist nicht zu übersehen.

Die nationalsozialistische Führung beabsichtigte, die gesamte Bevölkerung Leningrads durch erzwungenen Hungertod auszurotten. Der Hungertod war eine bewusste Maßnahme des Deutschen Reiches. Nach den Worten von Joseph Goebbels hatte Adolf Hitler „die Absicht, Städte wie Moskau und St. Petersburg auszurotten“. Dies sei „notwendig“, schrieb er im Juli 1941, „denn wenn wir Russland in seine Einzelteile zerlegen wollen“, dürfe es „kein geistiges, politisches und wirtschaftliches Zentrum mehr haben“. […]

[…] Im Klartext: Die Bevölkerung Leningrads wurde dem Hungertod überlassen – ähnlich wie die Millionen sowjetischer Kriegsgefangener, die von der Wehrmacht festgehalten wurden. Der Historiker Jörg Ganzenmüller schrieb später, dass diese Form des Massenmordes für Berlin kostengünstig war, denn es war „Völkermord durch Nichtstun“.

„Völkermord durch Nichtstun“! Diese abschreckenden Worte gelten auch heute noch für die „Sanktionen aus der Hölle“ des Westens mit dem Hintergedanken, Russland „auszuradieren“ und fünf neue Staaten aus seiner riesigen Landmasse mit fabelhaften Ressourcen herauszuschneiden, die von der industriellen Welt unterworfen werden könnten.

Die Mutter aller Ironien ist, dass Deutschland auch heute noch an der Spitze der Strategie des „Völkermords durch Nichtstun“ steht, um die Russische Föderation zu schwächen und in die Knie zu zwingen. Die Biden-Administration verließ sich auf eine Troika von drei deutschen Politikern, die bei diesem gescheiterten Versuch, Russland auszulöschen, die Hauptlast trugen: die EU-Spitzenbürokratin in Brüssel, Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock.

George Santayana, der spanisch-amerikanische Philosoph, Essayist, Dichter und Romancier, sagte einmal: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Auf diese Weise gedeihen die Rechtsextremen.

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[Zum Originalbetrag auf indianpunchline.com]

„Darum geht es – den Völkermord sofort zu stoppen!“

Interview mit Alfred de Zayas. Interview: Zeitgeschehen im Fokus – 17. Januar 2024

„Israel wehrt sich dagegen, sein Vorgehen gegen die Hamas als Völkermord bezeichnet zu sehen.“ … Die Tatsache, dass das Vorgehen Israels gegen die Palästinenser vor dem Internationalen Gerichtshof gekommen ist, ist eine historische Zäsur, eine bewusste Ablehnung der Straflosigkeit Israels seit 75 Jahren, ein Schrei für Gerechtigkeit, ein Ausdruck der Hoffnung in der internationalen Justiz, eine logische Folge der Verpflichtungen, die sich aus der UNO-Charta ergeben. Besonders wichtig ist der Antrag gemäß Art. 41 des Statuts des IGH, vorsorgliche Maßnahmen zu bezeichnen. Dies bedeutet ein Antrag, dass Israel sofort aufhört, Palästinenser abzuschlachten.

Südafrika hat den Anklage-Brief am 29. Dezember 2023 eingereicht, und das Gericht hat den Fall als Nr. 192 registriert. Allerdings wäre es besser gewesen, wenn die Initiative von einer Koalition von Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Europa (zum Beispiel Spanien, Norwegen, Schweden) gekommen wäre. In einer derartigen fundamentalen Frage der jahrzehntelangen Impunität des Staates Israel für die laufenden Okkupationsverbrechen, für die Apartheidspolitik, für die Unterdrückung der Palästinenser braucht man internationale Solidarität. Heute, am 11. Januar 2024, nimmt der IGH seine Untersuchungen auf, indem beide Seiten verhört werden und ihre Argumente vorbringen können. Israel wehrt sich dagegen, sein Vorgehen gegen die Hamas als Völkermord bezeichnet zu sehen.

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Hundert Tage imperialistisch-zionistischer Völkermord in Gaza

Von Joseph Kishore – 17. Januar 2024

Am Sonntag sind hundert Tage vergangen, seitdem der von den Imperialisten unterstützte israelische Völkermord in Gaza begonnen hat. In etwas mehr als drei Monaten wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums fast 24.000 Palästinenser getötet, d. h. etwa einer von hundert in Gaza lebenden Menschen. Darunter sind nicht weniger als 9.600 Kinder. Mehr als 60.000 – drei von hundert Menschen – wurden verletzt. Im Verhältnis übertragen auf die USA wäre dies eine Dimension von 3,3 Millionen Toten und 10 Millionen Verletzten.

Durch die Bombardements wurden mehr als die Hälfte aller Gebäude beschädigt oder zerstört. Nur 15 der 36 Krankenhäuser in Gaza sind noch teilweise funktionsfähig. Diejenigen, die noch geöffnet sind, haben mit einem akuten Mangel an medizinischem Material, Medikamenten und Personal zu kämpfen.

Ende letzten Monats hieß es, dass 1,9 Millionen Menschen im Gazastreifen, d. h. mehr als 85 Prozent, Binnenvertriebene sind und in ein winziges Gebiet gezwungen wurden, das weniger als ein Drittel der Gesamtfläche des Gazastreifens ausmacht. Der Gazastreifen umfasst selbst nur 365 km², das entspricht in etwa der Hälfte der Fläche Berlins. Unter den Bedingungen der starken Ballung von Menschen und des fehlenden Zugangs zu Nahrungsmitteln, Wasser, Strom und grundlegenden sanitären Einrichtungen breiten sich Krankheiten aus.

In den vergangenen drei Monaten reihte sich eine Gräueltat an die nächste – begonnen bei der Bombardierung von Flüchtlingslagern und Krankenhäusern über die Ermordung von Journalisten und Medienmitarbeitern (bereits weit über hundert) bis hin zur Massenhinrichtung von Gefangenen.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat den 100. Tag des Blutbads mit einer Erklärung gefeiert: „Niemand wird uns aufhalten – auch nicht Den Haag [eine Anspielung auf das Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof], nicht die Achse des Bösen und auch sonst niemanden.“ Israel werde „bis zum Ende weitermachen – bis zum vollständigen Sieg“, warnte Netanjahu, was nur bedeuten kann, dass jeder Palästinenser im und im Westjordanland getötet oder ins Exil getrieben wird.

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Oxfam-Bericht: Vernichtende Anklage gegen Monopolmacht und Ungleichheit

Von Nick Beams – 17. Januar 2024

Zum Auftakt des jährlichen Treffens der globalen Eliten beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos veröffentlichte die internationale Hilfsorganisation Oxfam einen verheerenden Bericht über das Anwachsen der Ungleichheit.

Der Bericht demonstriert, wie das enorme Anwachsen von Macht und Reichtum der Konzerne die Welt verändert, Milliarden Menschen in das soziale Elend stürzt und einer Handvoll Oligarchen sagenhaften Reichtum beschert.

Zu Beginn des Berichts heißt es, dass die fünf reichsten Personen der Welt ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt haben: von 405 Milliarden auf 869 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Zunahme von 14 Millionen pro Stunde. Gleichzeitig sind fast fünf Milliarden Menschen, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, ärmer geworden.

Der geschäftsführende Direktor von Oxfam, Amitabh Behar, erklärte zu dem Bericht: „Wir erleben den Beginn eines Jahrzehnts der Spaltung. Milliarden Menschen müssen die wirtschaftlichen Schockwellen von Pandemie, Inflation und Krieg bewältigen, während die Vermögen der Milliardäre boomen.“

Weiter erklärte er: „Diese Ungleichheit ist kein Zufall; die Milliardärsklasse sorgt dafür, dass die Konzerne ihnen auf Kosten aller anderen noch mehr Reichtum aushändigen.“

Bezeichnenderweise wies er auch auf einen Trend hin, den auch die World Socialist Web Site in ihrer Neujahrsperspektive betont hat: Sowohl das Wachstum des individuellen Reichtums als auch die Macht und Konzentration großer Konzerne spielen eine entscheidende Rolle für die Unterhöhlung der demokratischen Strukturen und das Aufkommen rechtsextremer und faschistischer Regimes.

Behar erklärte: „Die unkontrollierte Macht der Konzerne und Monopole ist eine Maschinerie, die Ungleichheit erzeugt: Indem sie Arbeiter auspressen, Steuern hinterziehen, den Staat privatisieren und den Zusammenbruch des Klimas beschleunigen, spülen die Konzerne ihren ultrareichen Besitzern endlosen Reichtum in die Taschen. Aber sie eignen sich auch Macht an und untergraben damit Demokratien und unsere Rechte.“

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Luftschläge im Jemen – wo bleibt da eigentlich unsere neu entdeckte Liebe für das Völkerrecht?

Von Jens Berger – 16. Januar 2024

Die USA und Großbritannien bombardieren seit dem Wochenende Ziele im Jemen. Dabei berufen sie sich auf das Recht zur Selbstverteidigung. Das ist absurd. Es gibt kein völkerrechtliches Mandat für Gewaltakte auf dem Gebiet des souveränen Staates Jemen. Auch fuhr keines der Schiffe, die in den letzten Wochen von den jemenitischen Huthi-Rebellen angegriffen wurden, unter britischer oder US-amerikanischer Flagge. Hinzu kommt, dass die Sicherheit der Schifffahrtswege durch das UN-Seerechtsübereinkommen geregelt wird. Das haben fast alle Staaten der Welt ratifiziert, die USA haben es noch nicht einmal unterschrieben. Die USA treten einmal mehr das Völkerrecht mit Springerstiefeln und weder die Bundesregierung noch die Kommentatoren in den Leitmedien interessiert dies. Das Völkerrecht ist offenbar nur dann ein Thema, wenn man es gegen Russland ins Feld führen kann.

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US-Biowaffenprogramme und Covid-19: Russland wirft Pfizer den „Verkauf von für die menschliche Gesundheit gefährlichen Medikamenten“ vor

Von Thomas Röper – 16. Januar 2024

Das russische Verteidigungsministerium hat wieder eine Erklärung zu den US-Biowaffenprogrammen veröffentlicht. Darin wirft Russland Pfizer und anderen vor, „an der Ausbreitung Pandemie beteiligt“ gewesen zu sein und „Imit dem Verkauf von für die menschliche Gesundheit gefährlichen Medikamenten Superprofite gemacht“ zu haben.

Ich erinnere daran, dass die russischen Erklärungen über das US-Biowaffenprogramm keine russische Propaganda sind, sondern dass mir und meinem Informanten … viele der jetzt von Russland veröffentlichten Informationen schon lange aus öffentlich zugänglichen Quellen bekannt waren. Das Pentagon hat das meiste jedoch nach Beginn der russischen Veröffentlichungen vom Netz genommen, um die Spuren zu verwischen … Die USA bestreiten zwar, in der Ukraine und anderen Ländern an Biowaffen zu forschen, aber sie lassen im Rahmen der Biowaffenkonvention keine internationalen Kontrollen in den fraglichen Labors zu. Warum nicht, wenn sie nichts zu verbergen haben?

Hinzu kommt, dass das russische Verteidigungsministerium in seinen letzten Veröffentlichungen aufgezeigt hat, dass die US-Regierung die Programme zu vertuschen versucht, indem es sie aus dem Pentagon in andere Ministerien, vor allem in das US-Außenministerium und das US-Energieministerium, auslagert, und indem es vermehrt Pharma-Konzerne und NGOs als Auftragnehmer zwischenschaltet. …

Die USA behaupten zwar, alle ihre Forschungen in dem Bereich würden rein zivilen Zielen und der Gesundheits- und Pandemievorsorge dienen, aber immer mehr Staaten fragen sich, warum diese Forschungen dann vom Pentagon, also dem US-Verteidigungsministerium, durchgeführt werden, dessen Aufgabe nicht die Gesundheitsvorsorge, sondern Waffen sind. Hinzu kommt, dass sich in vielen Staaten, in denen die USA bei der „Verbesserung der Gesundheitsvorsorge“ helfen, Ausbrüche ungewöhnlicher Infektionen häufen, was man auch in der Ukraine beobachten konnte. …

Russland hat Covid-19 schon im August 2022 als von den USA erschaffene Biowaffe bezeichnet und diesen Vorwurf immer wieder wiederholt. Auch in der aktuellen Erklärung ist das ein Thema. Konkret heißt es in der aktuellen Erklärung, dass die Chefs von Pfizer und Moderna „an der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie beteiligt waren und vom Vertrieb minderwertiger Impfstoffe finanziell profitierten“, indem sie „mit dem Verkauf von für die menschliche Gesundheit gefährlichen Medikamenten Superprofite gemacht haben“.

Die russische Erklärung erwähnt auch wieder die mit Geldern der CIA gegründete Firma Metabiota und die NGO Eco-Health Alliance … Außerdem wirft Russland den USA vor, verbotene Forschungen an Pocken, Marburg und anderen hochgefährlichen Erregern durchzuführen, wobei sie versuchen, künstliche Erreger dieser Krankheiten zu entwickeln.

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Ausblick auf 2024 – Die Unterschiede den geopolitischen Prognosen aus Russland und den USA

von Andrej Schitow (Übersetzung: Thomas Röper) – 16. Januar 2024

Zu Jahresbeginn veröffentlichen Thinktanks gerne ihre Prognosen für das kommende Jahr. Dabei ist es interessant zu sehen, wie sich Prognosen von Experten aus den USA und aus Russland unterscheiden. Andrej Schitow ist in meinen Augen einer der besten USA-Kenner, die es in Russland gibt. Er war vier Jahrzehnte als Korrespondent in den USA und ist dort entsprechend gut vernetzt und kennt den Washingtoner Apparat von innen. Daher habe ich schon viele seiner Analysen übersetzt, die er für die russische Nachrichtenagentur TASS schreibt. Nun hat er einen Artikel veröffentlicht, in dem er die Prognose des New Yorker Thinktanks eurasiagroup: „Top Risks 2024“ und die Analyse des Thinktanks des Moskauer Staatlichen Instituts für Internationale Beziehungen (MGIMO) des Außenministeriums der Russischen Föderation: „Eurasische Strategien“ vergleicht. Die unterschiedliche Sichtweise US-amerikanischer und russischer Experten ist ausgesprochen interessant, weshalb die bei der TASS veröffentlichte Analyse von Schitow übersetzt habe:

Das Jahr Voldemort: Geopolitische Prognosen für 2024

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