Wiener Schulen: Hotspot der Islamisierung

Von Thomas Oysmüller – 6. Mai 2026

An Wiens öffentlichen Schulen sind im Durchschnitt mehr als vier von zehn Kindern pro Klasse islamischen Glaubens. Damit liegt Wien europaweit nur hinter Brüssel und Amsterdam, aber noch vor Paris und London.

Es ist keine besondere Neuigkeit, aber neue Zahlen geben Aufschluss darüber, wie stark der Islam an den Wiener öffentlichen Schulen bereits dominiert – und damit auch die säkulare Ordnung zunehmend unter Druck gerät. An Wiener Mittelschulen stellen muslimische Kinder mit rund 49 Prozent fast die absolute Mehrheit – all das ist ein Mittelwert. Es ist bekannt, dass einzelne Schulen, vor allem Volksschulen, bereits eine deutliche islamische Mehrheit haben.

Das ist das Ergebnis einer immer schnelleren Zuwanderung, die mit den „Gastarbeitern“ aus dem letzten Jahrhundert nur noch wenig zu tun hat. Dabei spielt die Türkei (kein Kriegsland) weiterhin eine wesentliche Rolle bei der Islamisierung Wiens – nicht nur durch die Zuwanderung selbst, sondern auch durch türkisch-muslimische Glaubens- und Moscheevereine. Diese sind meist offen an das politische Ankara gebunden.

Die konkreten Zahlen an Wiens Schulen zeigen ein klares Bild: Die muslimischen Kinder überwiegen mit 42 Prozent – eine Zunahme von knapp einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wiener Privatschulen dagegen bleiben von der muslimischen Zuwanderung weitgehend unberührt: 45 Prozent der Kinder sind katholischen Glaubens, gefolgt von Kindern ohne Bekenntnis und orthodoxen Christen. Muslimische Kinder machen dort nur 7,6 Prozent aus.

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Der Tod der Gänsegeier

Von Thomas Oysmüller – 6. Mai 2026

Es ist ein stiller Genozid, der noch dazu ein „grünes“ Label bekommen hat: jährlich werden allein in Deutschland 100.000 Vögel durch Windräder ermordet. Besonders hart trifft es Greifvögel.

Ein aktuelles Video, das viral geht, zeigt eine seltene Aufnahme und gibt dem Massenmord an der Vogelwelt ein Gesicht: Ein Gänsegeier, stolz und edel, gleitet durch die Luft – und wird im Augenblick eines Wimpernschlags von einem rotierenden Rotorblatt zerfetzt. Für ihn und seine Artgenossen wird es keine Greenpeace-Kampagne geben, keine Klimawerbung der Grünen. Er ist ein Opfer genau dieser „nachhaltigen“ Politik.

Politik und Mainstream halten weiter unbeirrt an der Lüge der Windkraft fest, obwohl Folgen und Gefahren verheerend sind. Für Menschen, ob bei der Förderung von Dürren, durch giftige Chemikalien oder Infraschall – aber ganz direkt auch für Tiere und zwar für Vögel, besonders für Greifvögel. Der Alltag der „grünen Energiewende“ ist ein Vogelschredder, ignoriert, ja sogar gefördert, von der Politik, mit der die Vogelwelt systematisch dezimiert wird.

In Deutschland sterben jährlich schätzungsweise 100.000 Vögel durch Kollisionen mit Windkraftanlagen – das ist eine konservative Schätzung des Naturschutzbundes NABU. Besonders verheerend trifft es Greifvögel: Die Deutsche Wildtierstiftung spricht von bis zu 12.000 getöteten Greifvögeln pro Jahr – es sind mit hoher Wahrscheinlichkeit viel mehr. Hier geht es um prachtvolle Vögel wie Adler, Bussarde oder Geier.

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Bernie Sanders schlägt Alarm: Eine Superintelligenz könnte die gesamte Menschheit vernichten

Von Michael Holmes – 6. Mai 2026

Bernie Sanders hat eine Podiumsdiskussion mit führenden KI-Wissenschaftlern aus den USA und China moderiert – und die Botschaft war unmissverständlich: Der Wettlauf zur Superintelligenz könnte die Menschheit auslöschen. Und eine Handvoll Tech-Milliardäre treibt ihn voran. […]

Was passiert, wenn ein Senator der Vereinigten Staaten – bekannt für seinen Kampf gegen Konzernmacht und die Herrschaft der Superreichen [Anm. der GG-Redaktion: Diese Einschätzung teilen wir nicht – tatsächlich spielt Sanders und die mit ihm verbundene politische Strömung Democratic Socialists of America (DSA) seit Jahren die Rolle eines pseudolinken Feigenblatts, das jede ernsthafte antikapitalistische Opposition gegen den US-Imperialismus systematisch verhindert und die Energie von Arbeitern und Jugendlichen, die durch Krieg und Ungleichheit radikalisiert werden, konsequent zurück auf die Mühlen der Demokratischen Partei lenkt.]

Bernie Sanders hat am 29. April eine öffentliche Podiumsdiskussion einberufen, die in ihrer Ernsthaftigkeit kaum zu übertreffen war. Eingeladen hatte er vier führende Wissenschaftler: Max Tegmark vom MIT, David Krueger von der Universität Montreal sowie Zhang Yi und Xue Lan aus China – ausgewiesene Experten für KI-Sicherheit. Die Botschaft, die sie gemeinsam vermittelten, war so klar wie erschreckend: Die Menschheit bewegt sich sehenden Auges auf eine historisch beispiellose Katastrophe zu – und unsere Regierungen schauen zu.

Worum es wirklich geht

Im linken und progressiven Spektrum wird KI meist als Treiber von psychischen Störungen, Überwachung, Jobverlust und wachsender Ungleichheit dargestellt. Das alles ist real – und wichtig. Sanders sprach es in seiner Einleitung an. Aber er blieb nicht dabei stehen, denn es gibt ein Szenario, vor dem alle anderen Fragen verblassen: eine Superintelligenz, die außer Kontrolle gerät und die Menschheit auslöscht.

Gemeint ist damit eine KI, die den menschlichen Verstand in allen Bereichen so weit übertrifft, wie ein Mensch eine Ameise überragt — nicht ein bisschen klüger, sondern in einer anderen Liga. Die wichtigsten KI-Labore der Welt, darunter OpenAI, Anthropic und Google DeepMind, arbeiten offen und erklärtermaßen auf genau dieses Ziel hin – nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt, mit Hunderten von Milliarden Dollar, rund um die Uhr.

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AI-Datenzentren als „nationale Sicherheit“ deklariert. Bürger-Mitsprache ausgeschaltet

Von Peter F. Mayer – 6. Mai 2026

Was einst als ziviles Infrastrukturprojekt galt, wird nun als „militärische Operation“ deklariert. Lokale Gemeinden, die von massiven Rechenzentren betroffen sind, verlieren jede Mitsprache. „Nationale Sicherheit“ lautet das Zauberwort, das Bürgerrechte, Planungsverfahren und Transparenz außer Kraft setzt.

In Texas soll das „Project Matador“ bis zu 96 Milliarden kWh Strom pro Jahr verbrauchen – fast die Hälfte des gesamten privaten Stromverbrauchs des Staates. In Louisiana berichten Anwohner von explodierenden Energiekosten, Verkehrschaos und Lebensqualitätsverlusten durch die Expansion von Meta. In Utah wird das Stratos-Projekt, unterstützt von Investor Kevin O’Leary, mit militärischer Autorität des Gouverneurs Spencer Cox durchgepeitscht – öffentliche Anhörungen? Fehlanzeige.

Das Muster ist klar: Sobald ein Projekt unter dem Deckmantel der „nationalen Sicherheit“ läuft, ändern sich die Regeln. Bürgerinitiativen, Gemeinderäte und Umweltbedenken werden marginalisiert. Die betroffenen Menschen, deren Lebensraum, Stromrechnungen und Landschaft auf dem Spiel stehen, haben plötzlich am wenigsten zu sagen.

Energie- und Ressourcenfresser im Dienst der Überwachung

Diese Rechenzentren sind keine harmlosen Serverfarmen. Sie verschlingen enorme Mengen an Strom und Wasser, erzeugen immense Abwärme und treiben die lokalen Energiepreise in die Höhe. Frühere Berichte auf TKP haben bereits gezeigt, wie KI-Rechenzentren Dürre begünstigen und das lokale Klima beeinflussen können. Nun wird dieser Ressourcenraub mit nationaler Sicherheit gerechtfertigt – ein bequemer Vorwand, um Kritik im Keim zu ersticken.

Gleichzeitig drängt die US-Regierung unter Trump auf engere Kontrollen bei der Freigabe neuer KI-Modelle. Laut Berichten des New York Times erwägt das Weiße Haus eine Art Vorabprüfung durch eine Arbeitsgruppe aus Regierungsvertretern und Tech-Executives von Anthropic, Google und OpenAI. Das Ziel: Politische Schäden durch mögliche Cyberangriffe vermeiden und frühzeitig Zugang zu Modellen erhalten, die militärisch nützlich sein könnten.

Trump hatte zunächst auf minimaler Regulierung bestanden, um im Wettbewerb mit China nicht zurückzufallen. Nun scheint ein pragmatischer Schwenk stattzufinden – weniger aus Sorge um die Bevölkerung, sondern um staatliche und militärische Interessen zu sichern. Das Pentagon schließt bereits Deals mit Google und OpenAI für klassifizierte Modelle. Anthropic geriet sogar in Konflikt, weil es Safeguards für Überwachung und autonome Waffen nicht lockern wollte.

Demokratie aushöhlen unter Sicherheitsvorwand

Dieser Schritt erinnert fatal an andere Bereiche, in denen „nationale Sicherheit“ als Allzweckwaffe gegen unliebsame Bürgerbeteiligung eingesetzt wird. Lokale Demokratie wird zur lästigen Formalität erklärt, wenn es um strategische Infrastruktur geht. Die betroffenen Kommunen sollen die Lasten tragen – höhere Strompreise, Wasserverbrauch, Infraschall, erhöhte Landoberflächentemperaturen, veränderte Landschaft –, während die Profite bei den großen Playern landen und der Staat sich frühzeitigen Zugriff auf die Technologie sichert.

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Die methodische Militarisierung und Kriegsvorbereitung der EU

Von Boris Roschin (Übersetzung: Thomas Röper) – 6. Mai 2026

Die EU bereitet sich, das sagt sie selbst, auf einen Krieg mit Russland vor. Wie weit die Vorbereitungen in einigen Ländern bereits gehen, ist beängstigend.

Dass die EU sich auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet, ist schon lange keine russische Propaganda oder Verschwörungstheorie mehr, denn das sagen Politiker und Militärs in Europa ja inzwischen ganz offen. In der TASS ist ein Artikel erschienen, der am Beispiel der Maßnahmen ausgewählter europäischer Länder aufzeigt, wie weit die Kriegsvorbereitungen bereits gediehen sind, und ich habe den Artikel übersetzt, weil er zeigt, wie in Russland die warnenden Stimmen zunehmen. […]

Die Militarisierung Europas oder die methodische Kriegsvorbereitung

Boris Roschin darüber, wie der Westen, unter Berufung auf eine Bedrohung aus dem Osten, sein wirtschaftliches, politisches und soziales Leben militärischen Zielen unterordnet.

Vor dem Hintergrund der diplomatischen Pause in den Ukraine-Verhandlungen bereitet sich Europa weiterhin aktiv auf den „unvermeidlichen Krieg mit Russland“ vor. Rhetorisch hört man ständig Aussagen, Moskau stehe kurz davor, „das friedliche Europa anzugreifen“, und man müsse sich bis 2027, 2029 oder 2030 darauf vorbereiten.

Die „russische Bedrohung“ ist ein bequemes Schreckgespenst, um Militarisierung, Wettrüsten, den Machterhalt unpopulärer Regierungen und das „Gürtel enger schnallen“ für die Bevölkerung zu rechtfertigen. Sie wird auch als Sündenbock für soziale und wirtschaftliche Probleme, den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, die Schließungen von Industriebetrieben und das Scheitern des Multikulturalismus und der „grünen Wende“ benutzt.

Doch das beschränkt sich nicht auf die bombastische Rhetorik über die im Westen erdachte, angebliche russische Aggression und verbale Drohungen gegen Moskau. Es werden systematische und praktische Anstrengungen unternommen, um die Kriegsbereitschaft zahlreicher europäischer Länder für einen offenen Krieg mit Russland zu erhöhen. Das betrifft mittlerweile alle Bereiche, von der Propagandamaschinerie und den Streitkräften über die Rüstungsindustrie und die Geheimdienste bis hin zu Zivilschutz und der Transport- und Logistikinfrastruktur.

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Trump entsendet Kriegsschiffe in die Straße von Hormus und verschärft den Krieg gegen den Iran

Vom WSWS Editorial Board – 5. Mai 2026

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, das US-Militär werde die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus „begleiten“, bedeutet eine erhebliche Eskalation in diesem verbrecherischen Angriffskrieg. Die World Socialist Web Site ruft die Arbeiter in den Vereinigten Staaten und weltweit auf, einzugreifen und zu fordern: US-Truppen raus aus dem Nahen Osten! Der US-israelische Krieg gegen den Iran, der die ganze Welt mit einer Katastrophe bedroht, muss bedingungslos beendet werden.

Laut US-Zentralkommando wird „Project Freedom“ den Einsatz von Lenkwaffenzerstörern, mehr als 100 Flugzeugen und rund 15.000 Soldaten umfassen. Nur wenige Stunden nach Trumps Erklärung begann der fragile Waffenstillstand zu bröckeln, der am 7. April die sechswöchigen brutalen, von den USA angeführten Bombardements gegen iranische Städte unterbrochen hatte.

Trump behauptet, US-Streitkräfte hätten sieben iranische Kleinboote zerstört, während die Vereinigten Arabischen Emirate melden, am Montag seien 15 Drohnen und vier Raketen aus dem Iran auf ihr Territorium abgefeuert worden. Das Korps der Iranischen Revolutionsgarden gab an, „Warnschüsse“ auf US-Zerstörer abgefeuert zu haben, die sich der Meerenge näherten.

Die Straße von Hormus – durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt – lässt sich nicht einfach durch die Begleitung von Tankern mit Kriegsschiffen „sichern“. Trump gefährdet rücksichtslos das Leben tausender amerikanischer Matrosen und Flieger, indem er sie an dieser Engstelle in die Schusslinie bringt – denn der Iran hat weiterhin die Möglichkeit, den Verkehr mit Drohnen, Raketen und kleinen Kriegsschiffen zu stören. Es geht Trump nicht darum, den „Handel zu schützen“, sondern die Voraussetzungen für eine Provokation zu schaffen. Jeder Zusammenstoß kann als Vorwand für eine neue Phase imperialistischer Barbarei herangezogen werden.

Trumps Eskalation folgt direkt auf das Scheitern des Krieges, der seine Ziele nicht erreicht hat. Washington hat diesen Krieg in der Annahme begonnen, dass der Iran schnell zur Unterwerfung gezwungen werden könnte, dass seine staatlichen Strukturen unter Enthauptungsschlägen und Massenbombardements zerbrechen würden und dass die US-Kontrolle über den Persischen Golf ohne größere Störungen durchgesetzt werden könnte. Der Iran hat jedoch nicht kapituliert, und die Meerenge bleibt umkämpft.

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Eine von Paris indirekt unterstützte islamistische Offensive erschüttert Mali

Von Alex Lantier – 6. Mai 2026

Präsident Assimi Goïta beim Begräbnis von General Sadio Camara am 30. April 2026 [Photo: @aesalerte]

Am 25. April begann ein Bündnis aus nationalistischen Tuareg-Milizen und Islamisten eine koordinierte Offensive in ganz Mali. Diese Offensive erschütterte die herrschende Militärjunta, die 2013 als Reaktion auf die Massendemonstrationen gegen den von Frankreich geführten Krieg in Mali den Rückzug der französischen Truppen durchgesetzt und sich mit dem Kreml verbündet hatte.

Die Junta konnte sich zwar an der Macht halten und kontrolliert weiterhin die bevölkerungsreicheren Städte im Süden des Landes, doch die Offensive der Tuareg und Islamisten hat sie schwer erschüttert. Mopti im Norden geriet unter die Kontrolle von Islamisten- und Tuareg-Kräften, die vom algerischen Militärregime und vor allem von Paris unterstützt werden. Im globalen Kontext der imperialistischen Kriege gegen den Iran und Russland tritt der Konflikt zwischen den antiimperialistischen Bestrebungen der malischen Massen und der bürgerlichen Politik der Junta immer deutlicher zutage.

Die Offensive begann mit Überraschungsangriffen im gesamten Land. Ziel der Angriffe waren Kidal und Gao im Norden, Sévaré und Mopti in der Mitte und Kati sowie die Hauptstadt Bamako im Süden. Laut dem X-Account des in Mali stationierten russischen Afrikakorps wurden für die Offensive zwischen 10.000 und 12.000 Kämpfer mobilisiert. In Kati wurde der stellvertretende Kommandeur der Junta, Verteidigungsminister Sadio Camara, durch einen Autobombenanschlag ermordet. Camara war einer der Hauptinitiatoren des Bündnisses zwischen der Junta und Moskau.

Ein Einwohner von Bamako erklärte gegenüber Radio France Internationale (RFI): „[Der Tag des ersten Angriffs] war wirklich furchterregend, wir hatten Angst. (…) Wir wurden durch Beschuss mit schweren Waffen geweckt, und nach einer Stunde Schusswechseln merkten wir, dass es ein terroristischer Angriff war. Es begann alles gegen 6 Uhr morgens und dauerte bis in den Nachmittag.“

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Spirit-Arbeiter verlieren Gehalt und Sozialleistungen, Führungskräfte wollen 10,7 Millionen Dollar an „Bindungsprämien“

Von Tom Hall – 5. Mai 2026

17.000 Arbeiter der Ultra-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines haben über Nacht erfahren, dass sie ihre Jobs, Sozialleistungen und möglicherweise auch ihre letzten Gehaltsschecks verloren haben. Gleichzeitig reichten die Anwälte von Spirit beim Bundeskonkursgericht in New York einen Antrag ein, mit dem sie 10,7 Millionen Dollar an Bleibeprämien für Führungskräfte und Manager fordern, welche die Abwicklung der Airline beaufsichtigen, sowie nicht näher bezifferte zusätzliche Beträge für die drei obersten Führungskräfte.

Antonio Mancheno, Vorsitzender der Flugbegleitergewerkschaft Association of Flight Attendants (AFA-CWA) Local 76, sagte am Sonntag: „Wir wissen nicht einmal, ob wir unsere letzten Gehaltsschecks bekommen. Die meisten von uns werden ihre Altersvorsorge aufbrauchen und als Notfallreserve nutzen müssen, weil viele Flugbegleiter von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben.“ Die Kranken-, Zahn- und Augenversicherungsleistungen für alle Spirit-Mitarbeiter wurden in dem Moment gekündigt, als der letzte Flug landete. Die Pilotengewerkschaft Air Line Pilots Association riet ihren über 2.000 Spirit-Mitgliedern, sofort ihre eigenen Gehaltsabrechnungen herunterzuladen, bevor die Unternehmenssoftware abgeschaltet wird.

Die Arbeiter wurden bis zur letzten Minute bewusst im Unklaren gelassen. WARN-Act-Mitteilungen – gesetzlich vorgeschriebene Vorankündigungen von Massenentlassungen – wurden erst nach der Schließung herausgegeben. Spirit begründete dies in der Gerichtsakte damit, dass eine frühere Bekanntgabe der Entlassungen „die Bemühungen um zusätzliche Finanzmittel behindert hätte“.

Spirit hat dem Gericht mitgeteilt, dass es nicht einmal über genügend Bargeld verfügt, um eine strukturierte Versteigerung seiner verbleibenden Vermögenswerte, darunter 131 Flugzeuge, zu organisieren. Stattdessen beantragt das Unternehmen die Erlaubnis, diese Ausrüstung aufzugeben oder sie von den Gläubigern zurücknehmen zu lassen. Der Großteil der Flotte von Spirit befand sich eigentlich nicht im Besitz der Fluggesellschaft, sondern war von großen Banken wie Wells Fargo geleast.

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Trumps neuer Iran-Unterhändler ist ein Israel-Lobbyist, der Verhandlungen mit dem Iran abgelehnt hat

Von Max Blumenthal – 5. Mai 2026

Nick Stewart, der als Berater für Steve Witkoff in Iran-Fragen ausgewählt wurde, hat zuvor jegliche Verhandlungen mit gewählten iranischen Führern verurteilt. Seine Anwesenheit festigt den militärischen Konflikt als einzige Option der Trump-Regierung.

Der neueste Neuzugang im Iran-Verhandlungsteam der Trump-Regierung, Nick Stewart, hat seine absolute Ablehnung von Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran erklärt. Laut Stewart „ist es wichtig, dass wir den Menschen diese Vorstellung nehmen“, dass irgendjemand aus der derzeitigen iranischen Führung als „ehrlicher Vermittler“ fungieren könnte.

Stewart argumentierte, dass selbst der reformorientierte Präsident Masoud Pezeshkian als unversöhnlicher Feind behandelt werden müsse, da er „Teil der theokratischen, tyrannischen, autoritären Regierung des Iran“ sei. Er betonte, dass Pezeshkian „kein Reformer ist und wir uns nicht auf diese Darstellung einlassen sollten, denn das lenkt uns nur von unserer Wachsamkeit ab.“

Stewart äußerte sich so, als er am 4. Oktober 2024 in Washington DC den Vorsitz einer Podiumsdiskussion der kriegsbefürwortenden Vandenberg Coalition innehatte. Er saß neben Cameron Khansarinia, dem Sekretär des selbsternannten „Kronprinzen“ Reza Pahlavi, dem neokonservativen Ideologen und ehemaligen Sonderberater für den Iran Elliot Abrams sowie Behnam Ben Taleblu, einem Mitarbeiter der Foundation for the Defense of Democracies (FDD).

Zu dieser Zeit fungierte Stewart als oberster Lobbyist der FDD im Kapitol.

Bei ihrer Gründung im Jahr 2001 trug die FDD den Namen EMET, was auf Hebräisch „Wahrheit“ bedeutet. Der Think Tank beschrieb seine Mission darin, „das Ansehen Israels in Nordamerika und das Verständnis der Öffentlichkeit für Fragen, die die israelisch-arabischen Beziehungen betreffen, zu verbessern“.

Im Jahr 2017 nannte ein hochrangiger israelischer Militärgeheimdienstler die FDD als Partner in einer verdeckten israelischen Kampagne zur Bespitzelung von Amerikanern, die sich im Solidaritätsaktivismus für Palästina engagierten. Unter Trump hat die Organisation die Iran-Politik der Regierung derart diktiert, dass das Weiße Haus seine Rechtfertigung für einen Angriff auf den Iran aus einem auf der Website der FDD veröffentlichten Dokument plagiierte.

Stewart wurde Berichten zufolge von Jared Kushner ausgewählt, um Steve Witkoff zu beraten, einen Immobilienmagnaten und Golfpartner Trumps, der den ironisch anmutenden Titel „Sonderbeauftragter für Friedensmissionen“ trägt. Kushner Witkoffs offensichtliche Unkenntnis in iranischen Angelegenheiten, seine reflexartige Unterwürfigkeit gegenüber Israel und seine plumpe Profitgier trugen dazu bei, dass der Iran die letzte Verhandlungsrunde ablehnte. Mit Stewart in ihrem Team sollte Teheran klar sein, dass es in Washington keinen ehrlichen Vermittler gibt.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Redaktion von Globale Gleichheit wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf The Grayzone]

Russland verweigert Iran erneut S-400-Flugabwehrsystem

Von Bernd Müller – 5. Mai 2026

Moskau lehnt Teherans Forderung nach dem Langstrecken-Luftverteidigungssystem ab – trotz enger Rüstungskooperation und iranischer Drohnenlieferungen an Russland.

Iran und Russland gelten als Freunde und in gewisser Hinsicht auch als Verbündete. Aber es gibt etwas, da scheint die Freundschaft aufzuhören, nämlich beim Flugabwehrsystem S-400. Die Regierung in Teheran hätte das System gern, um seinen Luftraum besser zu schützen, doch Moskau weigert sich seit Jahren, es zu verkaufen.

Seit 2019 weist Russland entsprechende Anfragen aus dem Iran zurück. Und wie Arie Egozi, ein renommierter Journalist aus Israel, der sich bei Themen rund um Sicherheit und Verteidigung einen Namen gemacht hat, bei Defence Network schreibt, hat Moskau auch im Mai 2026 noch keine Lieferung bestätigt.

Gerade im aktuellen Krieg könnte es Teheran gute Dienste leisten. Denn das Langstrecken-System kann Flugzeuge und Raketen in bis zu 400 Kilometern Entfernung und 30 Kilometern Höhe erfassen und zerstören. Es gilt als eines der leistungsfähigsten Flugabwehrsysteme weltweit.

Die Verweigerung steht in deutlichem Kontrast zur sonstigen militärischen Zusammenarbeit beider Staaten. Anfang 2026 gab es laut Egozi Berichte über Vereinbarungen zu Verba-MANPADS (tragbaren Flugabwehrraketen) und Su-35-Kampfjets.

Israels Luftüberlegenheit als rote Linie

Die Gründe für die Ablehnung haben sich seit 2019 kaum verändert, werden aber zunehmend offensichtlicher. Bereits damals wies Präsident Putin iranische Anfragen persönlich zurück – unter Verweis auf die Spannungen in der Golfregion, wie Bloomberg unter Berufung auf zwei russische Beamte berichtete.

Moskau betont laut Egozi die „Übereinstimmung mit den Zielen Israels“. Das S-400 könnte israelische F-35-Stealth-Flugzeuge erfassen und damit die Luftüberlegenheit Israels in der Region gefährden.

Nach Israels Luftangriff auf den Iran im Juni 2025 verschärfte Teheran den Druck. Die Angriffe legten massive Lücken in der iranischen Luftverteidigung offen.

Im April 2026 forderte der iranische Außenminister Abbas Araghchi bei einem Treffen mit Putin in Moskau die Lieferung des Systems, wie Kurdistan24 berichtet. Russland lehnte die Forderung erneut ab.

Türkei und Saudi-Arabien – Moskaus Doppelstandards

Vor diesem Hintergrund wird die russische Position gegenüber Iran zunehmend unglaubwürdig. Denn es sind seine potenziellen Rivalen, die von Moskau beliefert werden.

So stationierte etwa die Türkei im Jahr 2019 ihr erstes S-400-Bataillon, nachdem sie 2017 einen Vertrag über 2,5 Milliarden US-Dollar unterzeichnet hatte – trotz US-Sanktionen und dem Ausschluss aus dem F-35-Programm.

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