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Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU


Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


Warum Frankreichs Atomschirm für Europa viel gefährlicher ist als der amerikanische

Von Thomas Röper – 28. Mai 2026

Nachdem die USA Europa den Rücken kehren, will Frankreich seinen Atomschirm auf andere europäische Länder ausdehnen. Bisher scheinen Polen und Norwegen das Angebot angenommen zu haben und Polen übt mit Frankreich bereits Atomangriffe auf Russland. Warum der französische Atomschirm gefährlicher als der amerikanische ist.

Nachdem die USA Europa in der Sicherheitspolitik den Rücken kehren, hat in der EU die Diskussion darüber begonnen, wie die EU atomar geschützt werden kann. Frankreich ist das einzige Land in der EU, das über Atomwaffen verfügt, weshalb Präsident Macron eine Chance sah, Frankreichs Einfluss innerhalb der EU zu erhöhen, indem es sich als atomare Schutzmacht der EU positioniert.

Parallel dazu hat Macron auch verkündet, dass Frankreich die Zahl seiner Atomsprengköpfe von derzeit geschätzt etwa 300 erhöhen werde, wobei er nicht erklärte, wie viele Sprengköpfe das künftige Ziel Frankreichs sind.

Im März 2026 verkündete Macron eine strategische Kooperation mit europäischen Partnern, darunter Deutschland, Polen, Niederlande, Griechenland, Dänemark, Belgien und Schweden. Gerade erst ist auch Norwegen dieser Initiative beigetreten. Neben einem gemeinsamen Frühwarnsystem und Entwicklung neuer Raketen sollen diese Länder künftig an gemeinsamen Übungen teilnehmen können. Auch die Stationierung französischer Kernwaffen in diesen Staaten sei in der Zukunft möglich.

In einer gemeinsamen Erklärung verkündeten Präsident Macron und Bundeskanzler Merz die Gründung einer deutsch-französischen Lenkungsgruppe zur strategischen Zusammenarbeit bei der atomaren Abschreckung. Allerdings waren das erst einmal nur Erklärungen über eine Zusammenarbeit und wenn man die Konkurrenz zwischen Deutschland und Frankreich um Einfluss in der EU bedenkt, dürfte die Idee gerade bei Deutschland noch vor vielen Stolpersteinen stehen.

Anders ist es bei Polen, das die französischen Atomwaffen geradezu herbeisehnt.

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EU und NATO geben Russland die Schuld an ukrainischen Drohnenangriffen durch NATO-Luftraum

Von Thomas Röper – 27. Mai 2026

Seit Ende März bestreitet der Westen nicht mehr, dass ukrainische Drohnen für Angriffe auf Russland den Luftraum von NATO-Staaten nutzen. Nach Wochen ohne Protest dagegen, begannen die baltischen Staaten Anfang Mai in Kiew dagegen zu protestieren, während NATO und EU Russland die Schuld dafür geben.

Ende März begannen auch westliche Medien zu berichten, was man auf dem Anti-Spiegel schon seit letztem Sommer erfahren konnte, nämlich, dass ukrainische Drohnen für Angriffe auf den Nordwesten Russlands den Luftraum der baltischen Staaten nutzen. Im Sommer wurde die russische Raffinerie in Ust-Luga nahe der estnischen Grenze mit Drohnen angegriffen und beschädigt. Und just in der Nacht wurden aus dem Baltikum Drohnensichtungen gemeldet, die exakt entlang des Kurses lagen, den Drohnen aus der Ukraine dabei nehmen müssten. Eine der Drohnen ist dabei in Estland abgestürzt.

Die ukrainischen Drohnen nutzen dabei nicht nur den Luftraum der Baltenstaaten, sondern auch den finnischen Luftraum. Und um die Baltenstaaten und Finnland überhaupt erreichen zu können, müssen sie auch den polnischen Luftraum durchfliegen. Das passiert schon sehr lange (nach meinen Informationen schon seit mindestens Sommer 2024), was bedeutet, dass diese Staaten de facto Kriegsparteien im Krieg gegen Russland sind, wenn sie ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung stellen.

Russland hat diese Provokation, wie so viele andere auch, nicht an die große Glocke gehängt, weshalb außer Insidern niemand davon wusste. Das änderte sich Anfang März, als westliche Medien und Politiker das selbst offen zugegeben haben.

Zwar haben die Baltenstaaten und Finnland daraufhin halbherzig erklärt, sie hätten der Ukraine nicht erlaubt, ihre Lufträume für Angriffe auf Russland zu nutzen, aber sie haben die ukrainischen Drohnen weiterhin fast sechs Wochen lang vollkommen unbehelligt über ihre Länder nach Russland fliegen lassen.

Das änderte sich Anfang Mai. Über die Gründe dafür kann man spekulieren, dazu kommen wir am Ende dieses Artikels. Zunächst will zum Verständnis die Entwicklungen seit Anfang Mai zusammenfassen.

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Israel eskaliert Amoklauf im Libanon

Von Andre Damon – 27. Mai 2926

Am 26. Mai flog das israelische Militär mehr als 120 Luftangriffe auf den Libanon – die stärkste Eskalation an einem einzelnen Tag, seitdem Israel Anfang März seine Bombardierungen des Landes wieder aufgenommen hat. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden bei den Angriffen im gesamten Süden sowie im Bekaa-Tal mindestens 31 Menschen getötet und 40 verwundet.

Die anhaltende Zerstörung des Libanon erfolgt im Rahmen des Irankriegs, den die USA und Israel am 28. Februar begonnen haben. Während sich die US-Medien auf die Bedingungen der Verhandlungen mit dem Iran konzentrieren, weitet Israel seine Massenmord- und Annexions-Kampagne im Libanon aus. Die Bombardierungen sind eine Ausweitung des Angriffs auf die gesamte Region, der im Oktober 2023 mit dem Völkermord in Gaza seinen Anfang nahm.

Bei einem nächtlichen Angriff auf Burj al-Shamali töteten israelische Streitkräfte 14 Menschen, darunter zwei Kinder und drei Frauen. In Mashghara im Bekaa-Tal wurden bei israelischen Angriffen elf Menschen getötet, darunter eine Frau und zwei Kinder. In Kawthariyat al-Ruz töteten sie fünf Menschen, in Habboush weitere vier, darunter jeweils zwei Kinder.

Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden seit Wiederaufnahme der israelischen Bombardements auf das Land am 2. März insgesamt 3.213 Menschen getötet und 9.737 verwundet. Die Weltgesundheitsorganisation verzeichnete 608 Tote im Libanon seit Inkrafttreten des Waffenstillstands am 16. April.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Dienstag vor seinem Sicherheitskabinett: „Die IDF operieren mit starken Bodenstreitkräften und besetzen dominantes Gelände. Wir befestigen den Sicherheitsstreifen, um die nördlichen Gemeinden zu schützen.“

Am Montag veröffentlichte Netanjahu ein Video, in dem er erklärte: „Wir befinden uns im Krieg mit der Hisbollah. Wir nehmen den Fuß nicht vom Gaspedal. Im Gegenteil, ich habe sie [die IDF] angewiesen, noch fester aufs Pedal zu treten.“

Am Dienstag sind israelische Bodentruppen über die sogenannte Gelbe Linie hinaus vorgerückt – eine Pufferzone, die Israel im Süden des libanesischen Staatsgebiets deklariert hat. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärte gegenüber Reuters, das Militär operiere „gezielt jenseits der vorderen Verteidigungslinie im Libanon (…) im Einklang mit den Anweisungen der politischen Führungsebene“.

Die Hisbollah behauptete am Dienstag, sie habe bei 32 separaten Operationen israelische Truppen in Zawtar al-Sharqiya mit Raketen, Artillerie und Sprengstoffdrohnen angegriffen.

Das israelische Militär ordnete in den frühen Morgenstunden des Dienstags die Evakuierung der gesamten Stadt Nabatiyeh an, der zweitgrößten Stadt im Süden des Libanon. Im Verlauf des Tages folgten weitere Evakuierungsbefehle für 21 weitere Städte und Dörfer, darunter Mashghara und Sahmar im Bekaa-Tal und Khirbet Selm, Bir al-Sanasil, Qabrikha, Majdal Selem, Qalawiya, Kfar Dunin, Touline und as-Sawana im Süden.

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Auf den Spuren des Irrsinns

Von Michael Silnizki – 27. Mai 2026

Roderich Kiesewetter. Bild: Leonhard Lenz/CC0

Kiesewetter und sein Feldzug gegen Russland.

  „Um die Wahrheit zu sagen: … wenn Putin eskaliert – und dazu hat er jetzt die Chance – was bleibt dann von Europa? Nicht viel.“ –  Gabrielius Landsbergis, Litauens Ex-Außenminister1

1. Regiert uns „eine Horde Irrsinniger“?

Wenn man manche Publikationen liest, so sähe es aus, als wäre die Zeit stehen geblieben, der Zweite Weltkrieg gerademal vor ein paar Jahren zu Ende gegangen und als befänden wir uns immer noch inmitten des „Kalten Krieges“. Geschichtsvergessen, wie sie sind, beschwören sie die russische Bedrohung, vor der wir uns schützen müssen.

„Zwei katastrophal verlorene Weltkriege hat Deutschland hinter sich“, schrieb Helmut Wolfgang Kahn in seinem trotzigen Buch „Die Russen kommen nicht“ vor siebensundfünfzig Jahren 1969. „Es verlor sie, weil seine Machthaber die Realitäten nicht anerkennen wollten. In den ersten schlitterten die ehrenwerten Herren des Wilhelminischen Reiches mit Kriegszielen, die jeden Wirklichkeitssinn vermissen ließen. Danach wollte man die Niederlage nicht wahrhaben. Die Nazis machten sich daran, die entstandenen Realitäten gewaltsam zu verändern, unterschätzten wieder Deutschlands Umwelt und verloren den zweiten.“2

Und heute? Heute muten uns manche Volksvertreter mit ihren „geistreichen“ Ideen und Ideologemen einiges zu und man fragt sich verwundert, ob sie wie „die ehrenwerten Herren des Wilhelminischen Reiches“ ebenfalls „jeden Wirklichkeitssinn vermissen“ lassen.

Neulich veröffentlichte der CDU-Bundestagabgeordnete, Roderich Kiesewetter, der seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine zur zweifelhaften Berühmtheit geworden ist, zusammen mit seiner Coautorin, Susann Worschech, einen am 11. Mai 2026 im Focus erschienenen Gastbeitrag, der es in sich hat.

Allein der Titel dieser Kampf- und Schmähschrift „Europa muss auf die Kapitulation Russlands hinarbeiten“ spricht Bände und man fragt sich mit Max Weber irritiert: Regiert uns „eine Horde Irrsinniger“?

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Die Ehrung eines Nazis in der Ukraine: Chronik eines Protests

Von Andrea Drescher – 27. Mai 2026

Bild: The Monument of the SS-Galicia in Lviv Ukraine

Die Exhumierung von Andrij Melnyk und seiner Frau auf einem Friedhof in Luxemburg und das anschließende feierliche Begräbnis der sterblichen Überreste in der Ukraine auf Anordnung des ukrainischen Präsidenten lösten bei vielen Nazi- und Neonazi-Gegnern Entsetzen aus. Wer sich intensiver mit der Shoa beschäftigt hat, weiß um die unehrenvolle Rolle Melnyks.

Melnyk leitete die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), die mit Nazi-Deutschland kollaborierte und erheblich an der Gewalt gegen Juden und Polen beteiligt war. Die 1943 aufgestellte 14. Waffen-Grenadier-Division der SS „Galizien“ wurde von Teilen der OUN-M unterstützt.

Scharfe Kritik kommt insbesondere auch aus jüdischen Kreisen. Dabei steht die ukrainische Jüdin Dr. Marta Havryshko nicht im Verdacht, russische Propaganda zu verbreiten. Noch im März 2024 gab sie dem Spiegel ein Podcast-Interview, das mit folgenden Worten eingeleitet wurde:

Was haben der Zweite Weltkrieg und Russlands Krieg gegen die Ukraine gemein? Die Entmenschlichung der Gegner durch sexualisierte Gewalt und Propaganda.

Die Nazis trieben jüdische Frauen nackt und kahl geschoren durch die Straßen und machten sie so zu Zielen öffentlicher Anfeindung und Misshandlung. In russischen Propagandameldungen werden ukrainische Frauen als »Nazi-Schlampen« und »Nazi-Huren« bezeichnet. So rechtfertigt Russland eigene Kriegsverbrechen durch seine eigenen Narrative – und mit ihnen die sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen im Krieg.

Marta Havryshko erforscht, wie sexualisierte Gewalt im Krieg benutzt wird, taktisch und strategisch. Und wie diese Gewalt das Streben nach Gleichberechtigung beeinflusst. Ursprünglich arbeitete sie als Dozentin an der Universität Lwiw und floh nach dem russischen Angriff aus der Ukraine. Momentan lehrt sie als Gastdozentin an der Clark University in Massachusetts. In ihrer Forschung zieht sie Parallelen zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem russischen Krieg gegen ihre Heimat.

»Im Mai 2022 werden Hunderte von Frauen in Mariupol von Russland gefangengenommen. Einige von ihnen können nach einem Jahr befreit werden. Sie schildern die brutale Behandlung durch russische Soldaten«, erzählt sie im Podcast. »Sie erinnern sich an Schläge. Sie erinnern sich an erzwungene Nacktheit und daran, wie russische Soldaten Fotos von nackten ukrainischen Soldatinnen machten.«

Ihre pro-ukrainische Haltung hat sich über die Jahre relativiert. Wer ihre Postings auf Facebook verfolgt, sieht ihre scharfe Kritik an der „Bus-ifizierung“ junger Männer – sprich der gewaltsamen Rekrutierung für die ukrainische Armee und insbesondere auch ihre klare Position gegen die Neonazis in der Ukraine.

Ihre Haltung bezüglich der Exhumierung Melnyks lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die folgenden Texte – Postings und Bilder vom 25. und 26. Mai – wurden mit Havryshkos Einverständnis ihrem Facebook-Profil entnommen und übersetzt. Sie freute sich über meine Anfrage, da sie der Meinung ist, dass die deutschsprachige Öffentlichkeit umfassender darüber informiert werden müsse.

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»Die EU stellt das Gesinnungsverbrechen wieder her«

Interview mit Alfred de Zayas. Interview: Zeitgeschehen im Fokus – 27. Mai 2026

Prof. Dr.  jur. et phil. Alfred de Zayas ist Völkerrechtler und Historiker und hat sowohl die US-amerikanische als auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Er war von Mai 2012 bis April 2018 Unabhängiger Experte des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung.

Zeitgeschehen im Fokus Sie spielen in einem politischen Artikel auf das klassische Drama »Antigone« von Sophokles an. Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen dem Inhalt beziehungsweise der Aussage des Dramas und der heutigen Weltpolitik?

Professor Dr. Alfred de Zayas: In der »Antigone« zeigt uns Sophokles, dass das autoritäre Prinzip »dura lex, sed lex«(das Gesetz ist hart, aber es ist eben das Gesetz) überwunden werden muss. Rechtsstaatlichkeit bedeutet nicht blinden Positivismus, sondern aktive Gerechtigkeit. Bereits 50 Jahre vor Christus hat Cicero argumentiert: »summum ius, summa iniuria« – strenge Gesetze und Anordnungen führen zur höchsten Ungerechtigkeit.1

Antigone weigert sich, das brutale und unmenschliche Gesetz König Kreons zu befolgen. Sie wird zum Tode verurteilt und begeht Selbstmord. Kreons Sohn, Haimon, der mit Antigone verlobt war, nimmt sich das Leben. Kreons Frau, Eurydike, kann den Verlust ihres Sohnes nicht ertragen und begeht auch Selbstmord. Kreon steht allein da vor einem Scherbenhaufen. Seine Intransigenz hat sich gerächt.

Man kann also sagen, Antigone führt den Kampf gegen staatliche Willkür.

Genau, das meine ich. Antigone ist ein Archetypus für den Widerstand gegen Ungerechtigkeit. Wir alle haben nicht nur das demokratische Recht, sondern auch die Verpflichtung, gegen staatliche Willkür zu demonstrieren, zu schreiben, zu agieren. Der Totalitarismus in Europa beschleunigt sich rasant, und Menschen, die die Meinungs- und Pressefreiheit umsetzen, werden verfolgt. Die Gerichte schützen sie nicht.

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Wie viele Menschen in den letzten Wochen ukrainischen Angriffen zum Opfer gefallen sind

Von Wladimir Kostyrew (Übersetzung: Thomas Röper) – 27. Mai 2026

Die verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland bleiben nicht ohne Wirkung. In den letzten fünf Wochen wurden dabei in Russland 951 Zivilisten (darunter 69 Kinder) verletzt und 165 (darunter 8 Kinder) getötet. Hinzu kommen teilweise schwere Schäden an Raffinerien und anderen Industrieanlagen.

Die Verlegung der Produktion von Drohnen aus der Ukraine nach Europa zeigt Wirkung, denn in den letzten Wochen ist die Zahl der ukrainischen Angriffe auf Ziele tief in Russland stark angestiegen. Damit einher ging auch ein Anstieg der Opferzahlen und der beschädigten Objekte. Die TASS hat über Details der zivilen Opfer der ukrainischen Angriffe berichtet und ich habe den TASS-Artikel übersetzt. […]

Das Fass ist übergelaufen: Wie Kiews Terror Vergeltung provoziert

Wladimir Kostyrew darüber, wie Kiew und der Westen den Konflikt eskalieren.

Am 25. Mai veröffentlichte das russische Außenministerium eine Erklärung, in der es hieß, der Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf die Schule in Starobelsk habe das „Maß der Geduld erschöpft“ und die russischen Streitkräfte führten systematische Angriffe auf Einrichtungen der Rüstungsindustrie in Kiew durch. Die Angriffe würden sich auch gegen Entscheidungszentren und Kommandoposten richten.

Der Angriff auf die Schule und das Wohnheim in Starobelsk ist eine furchtbare Tragödie. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich dort 86 Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. 21 Menschen wurden getötet. Laut Leonid Pasetschnik, dem Präsidenten der Volksrepublik Lugansk, wurden 65 Kinder und Jugendliche verletzt. Man könne die Fotos dieser jungen Männer und Frauen, die noch so jung waren und nun nicht mehr da sind, nicht ohne Tränen in den Augen ansehen. Darüber hinaus erklärte Russlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Wassili Nebensja, der Angriff sei vorsätzlich und mit dem Ziel maximal hoher Opferzahlen durchgeführt worden.

Was, wenn nicht dies, könnte das letzte Argument sein?

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Mehr als 1.000 Ebola-Fälle im Kongo und in Uganda, zwei Verdachtsfälle in Italien

Von Benjamin Mateus – 26. Mai 2026

Mittlerweile liegt die Zahl der bestätigten und mutmaßlichen Erkrankungen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus bei über 1.000, und mindestens 231 Menschen sind daran gestorben. Darüber hat am Montag die niederländische Nachrichtenagentur BNO News berichtet.

Das Zentrum der Epidemie liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK), allerdings hat sie sich auf Uganda ausgebreitet. Mit 1.005 Erkrankungen und 230 Todesfällen ist die DRK am stärksten betroffen. Infektionscluster konzentrieren sich in Ituri, dem Norden und Süden von Kivu, und nun sind auch in wichtigen Zentren wie Bunia und Goma bestätigte Fälle aufgetreten. Uganda meldete fünf bestätigte Fälle und einen Todesfall, darunter auch die ersten lokal übertragenen Erkrankungen, die am 23. Mai bestätigt wurden.

Am Montagabend meldeten die italienischen Gesundheitsbehörden zwei Verdachtsfälle in der Lombardei. Es handelt sich dabei um Mitglieder zweier Familien, die vor kurzem aus Uganda zurückgekehrt waren. Ein Patient, ein 31-jähriger Einwohner von Bulgarograsso, wies Fieber um 38 Grad und Magen-Darm-Symptome auf. Fünf weitere Familienmitglieder stehen unter ärztlicher Beobachtung. Unabhängig davon, ob diese Fälle bestätigt werden, verdeutlicht das Auftreten von Verdachtsfällen in Westeuropa – ebenso wie die Evakuierung eines infizierten amerikanischen Arztes nach Deutschland einige Tage zuvor – die immensen Gefahren, die von der Ausbreitung dieser Krankheit ausgehen, deren Letalitätsrate bei etwa 25 bis 50 Prozent liegt.

Geographische Ausbreitung der Ebola-Infektionen im Osten Kongos und in Uganda. Die höchste Konzentration findet sich in der Provinz Ituri, die grenzübergreifenden Infektionen haben bereits Kampala erreicht, die Hauptstadt Ugandas. [Photo by Sources: Natural Earth, geoBoundaries. Map by WSWS. / CC BY 4.0]

Seit die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch am 16. Mai zur gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite (PHEIC) erklärte hatte, hat sich die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle mehr als verdoppelt. Binnen weniger Tage gab WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bekannt, dass die Organisation ihre Risikobewertung nach oben korrigiert habe – auf „sehr hoch“ auf nationaler Ebene für die Demokratische Republik Kongo und auf „hoch“ auf regionaler Ebene in Afrika. Das globale Risiko wurde weiterhin als „gering“ eingestuft. Dass die Zahlen fast zeitgleich mit der Hochstufung die 1.000er-Marke überschritten, bestätigt, was unabhängige Modellrechnungen seither belegt haben: Der Ausbruch war bereits weit stärker verbreitet, als es die offizielle Überwachung erfasst hatte.

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USA führen vor den Gesprächen in Katar Raketenangriffe auf den Iran durch

Von Kevin Reed – 26. Mai 2026

Das US-Militär flog am späten Montagabend neue Angriffe auf den Süden des Iran. Währenddessen trafen iranische Vertreter in Doha ein, um an Verhandlungen teilzunehmen, an denen katarische Vermittler unter der Leitung der Trump-Regierung beteiligt sind.

Die Angriffe wurden vom US-Zentralkommando (CENTCOM) als „defensiv“ bezeichnet, um „unsere Truppen vor Bedrohungen durch iranische Streitkräfte zu schützen“. Die US-Luftangriffe richteten sich Berichten zufolge gegen Raketenabschussrampen und Minenlegerboote in der Straße von Hormus.

Laut NBC News teilte das US-Militär mit, die Angriffe hätten Ziele in Bandar Abbas getroffen, dem wichtigsten iranischen Hafen und Marinestützpunkt in der Nähe der Meerenge.

Al Jazeera berichtet ebenfalls, dass die Angriffe den Süden des Iran getroffen haben, als zeitgleich hochrangige iranische Unterhändler zu Gesprächen in Katar eintrafen. Unter Berufung auf Marinekapitän Tim Hawkins heißt es in dem Bericht, die Ziele seien Einrichtungen und Boote gewesen, die mit Minenlegeoperationen in Verbindung stünden. The Hill berichtet zudem, dass in Bandar Abbas und in Küstengebieten nahe der Meerenge Explosionen zu hören waren.

Die neuen Angriffe wurden von CENTCOM-Sprecher Hawkins kommentiert. Demnach waren sie defensiver Natur, auch wenn keine Details oder Beweise für angebliche iranische Bedrohungen vorlegt wurden. Hawkins sagte: „Das US-Zentralkommando verteidigt weiterhin unsere Streitkräfte und übt dabei Zurückhaltung während des andauernden Waffenstillstands.“

Die Angriffe waren zweifellos zeitlich auf die Ankunft der iranischen Unterhändler in Doha abgestimmt. Mehreren Berichten zufolge gehören Außenminister Abbas Araghchi, Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf und Zentralbankchef Abdolnaser zur iranischen Delegation.

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Bombardierung der Ukraine: Worauf wurde die Oreschnik abgefeuert?

Von MKRU (Übersetzung: Thomas Röper) – 26. Mai 2026

In der Nacht auf Sonntag hat Russland bei einem Vergeltungsangriff für die Bombardierung des Schülerwohnheims durch die Ukraine auch eine Oreschnik-Rakete eingesetzt. Aber was war das Ziel der Rakete?

Der dritte Einsatz einer Oreschnik-Rakete hat weltweit Schlagzeilen gemacht, allerdings herrscht Rätselraten, gegen welches Ziel die Rakete eingesetzt wurde. Darauf hat ein russischer Experte eine Antwort, über die ein russisches Nachrichtenportal berichtet hat. Ich habe die Meldung übersetzt. […]

„Der Flugzeugreparaturkomplex ist dort nur eine Tarnung“: General Lipowoi enthüllt, was die Oreschnik-Rakete in Belaja Zerkow wohl zerstört hat

Der „Held Russlands“ Sergej Lipowoi erklärt, was das wahre Ziel des Angriffs mit der ballistischen Hyperschallrakete Oreschnik in Belaja Zerkow bei Kiew gewesen sein könnte.

In ukrainischen sozialen Medien kursiert die Information, dass das Ziel der auf Belaja Zerkow bei Kiew abgefeuerten Oreschnik-Rakete eine Garagengenossenschaft gewesen sei. Tatsächlich aber wurde der Flugzeug-Wiederinstandsetzungskomplex Belaja Zerkow zerstört und dem Vorsitzenden des Präsidiums der Allrussischen Organisation „Offiziere Russlands“ und „Helden Russlands“ Generalmajor Sergej Lipowoi zufolge sei der unterirdische Teil davon weitaus wichtiger gewesen als der oberirdische. Dort wurde auch ein Eisenbahnknotenpunkt zerstört, an dem in den letzten Monaten Züge mit Rüstungsgütern aus NATO-Staaten entladen wurden. Die nahegelegenen Garagen und Werkstätten fielen der Hyperschallwaffe lediglich als Kollateralschaden zu Opfer.

„Der Flugzeugreparaturkomplex ist ein ganzes Netzwerk von Fabriken, die in eine gemeinsame Logistikkette eingebunden sind. von den Flugzeugen, die die Ukraine aus Sowjetzeiten geerbt hat, sind praktisch keine mehr übrig“, so Generalmajor Lipowoi. „Die von der NATO an Kiew gelieferten ausgemusterten Flugzeuge erfordern jedoch sorgfältige und langfristige Wartung. Andernfalls werden sie, um es mit den Worten der Luftfahrtsprache zu sagen, zu Brennholz, zu Eimern. Da versucht man, sie zu reanimieren, in der Hoffnung, dass sie wieder fliegen können. Doch das russische Militär gibt ihnen diese Chance nicht. Die Technik wurde zerstört.“

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