Polen erwägt Stationierung amerikanischer Atomwaffen

Von Andre Damon – 6. Oktober 2022

Immer häufiger wird davor gewarnt, dass der Krieg zwischen Russland und der Nato in der Ukraine nuklear eskalieren könnte. Der polnische Premierminister Andrzej Duda sagte am Mittwoch, dass er mit den Vereinigten Staaten über die Stationierung von Atomwaffen im Land gesprochen habe. Polen hat eine 120 Meilen lange gemeinsame Grenze mit der russischen Enklave Kaliningrad. „Das erste Problem ist, dass wir keine Atomwaffen haben“, sagte Duda der Zeitung Gazeta Polska. „Es besteht immer die Möglichkeit, sich dem Programm der nuklearen Teilhabe anzuschließen. Wir haben mit amerikanischen Politikern darüber gesprochen, ob die Vereinigten Staaten diese Möglichkeit in Betracht ziehen.“ Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Behörden in Kiew damit begonnen haben, in den Evakuierungszentren der Stadt Kaliumjodtabletten zu verteilen, die vor der Strahlenbelastung durch nukleare Detonationen schützen sollen.

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Auch Frankreich ist gemäß Völkerrecht im Krieg mit Russland

Von Thomas Röper – 6. Oktober 2022

Die Weitergabe operativer Geheimdienstinformationen an die Ukraine macht das entsprechende Land gemäß Völkerrecht zu einer Kriegspartei gegen Russland. Nun wurde bekannt, dass auch Frankreich aktiv Geheimdienstdaten mit der Ukraine teilt. – Ich habe schon vor Monaten über das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages berichtet, das unter anderem zu dem Schluss gekommen ist, dass die Weitergabe von operativen Geheimdienstinformationen, die die Ukraine militärisch gegen Russland nutzen kann, das weitergebende Land gemäß Völkerrecht zu einer Kriegspartei macht. In dem Gutachten heißt es zur Übermittlung von Geheimdienstinformationen: „Hier sind die genauen Umstände entscheidend: Je substanzieller die Unterstützung wird und je abhängiger die unterstützte Partei, also die Ukraine in unserem Fall, davon ist, desto näher kommt man der roten Linie. Strategisch relevante Geheimdienstinformationen fallen dabei natürlich ins Gewicht. Ihrer Natur gemäß sind sie aber natürlich geheim und für die gegnerische Seite nicht oder nur schwer nachzuweisen.“ Westliche Medien haben, ohne dass die entsprechenden Regierungen das bestritten hätten, berichtet, dass die USA und Großbritannien die Ukraine nicht nur mit operativen Geheimdienstinformationen versorgen, sondern sogar an der Planung militärischer Offensiven gegen Russland beteiligt sind. Kürzlich wurde auch berichtet, dass auch der deutsche BND die Ukraine mit Geheimdienstinformationen versorgt. Nun wurde bekannt, dass auch der französische Militärgeheimdienst die Ukraine mit Geheimdienstinformationen unterstützt. Darüber hat die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet, deren Meldung darüber ich übersetzt habe.

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Menschenkette um das Parlament in London und deutsche Premiere von Film über Julian Assange

Von Moritz Müller – 6. Oktober 2022

Am kommenden Samstag sollen in London 5.000 Menschen zusammenkommen, um zum ersten Mal in der Geschichte Hand an Hand die Houses of Parliament zu umstellen und damit ihre Unterstützung für den politischen Häftling Julian Assange zu demonstrieren. Er sitzt nur wenige Kilometer flussabwärts seit 3½ Jahren isoliert in Haft. Davon und von den Hintergründen handelt auch der Film „Ithaka“, der am 13. Oktober in Berlin Deutschlandpremiere hat.

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New York Times erkennt Ukraine als Drahtzieher der Ermordung von Darja Dugina an

Von David North – 6. Oktober 2022

In ihrem Bericht über das Moskauer Autobomben-Attentat auf Darja Dugina, die Tochter des russischen „Faschisten“ Alexander Dugin, vom 20. August beeilte sich die New York Times zu erklären, dass es „keine Beweise dafür gibt, dass der Anschlag mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängt“. Die Times zitierte ohne einen Hauch von Skepsis das Dementi jeglicher ukrainischen Beteiligung durch Selenskyj-Berater Mykhailo Podolyak: „Die Ukraine hatte sicherlich nichts mit der gestrigen Explosion zu tun. Wir sind kein krimineller Staat wie die Russische Föderation, geschweige denn ein terroristischer Staat.“

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Hören Sie auf, menschliche Tragödien zu benutzen, um eine „Samtene Revolution“ im Iran anzuzetteln!

Erklärung des U.S. Peace Council – 2. Oktober 2022

Der United States Peace Council (USPC) ist tief besorgt über die aktuellen Ereignisse im Iran und die internationale Reaktion darauf.

Zunächst einmal verurteilt der USPC unmissverständlich die Ereignisse, die zum Tod von Mahsa Amini im Gewahrsam der „Moralpolizei“ führten, weil sie keinen Hidschab trug. Die USPC unterstützt das Recht der Frauen im Iran und auf der ganzen Welt, über ihren eigenen Körper und ihr Leben zu entscheiden, einschließlich der Entscheidung darüber, was sie tragen. Keine staatliche Organisation hat das Recht, sich in solche Entscheidungen einzumischen, und keine Frau sollte wegen der Art und Weise, wie sie ihre Rechte wahrnimmt, verhaftet, verhört oder anderweitig misshandelt werden.

Gleichzeitig ist die USPC sehr besorgt darüber, wie dieser Todesfall von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten für schändliche Zwecke benutzt wird, die nichts mit einer aufrichtigen Sorge um die Rechte der Frauen zu tun haben. Die westlichen Medien – Voice of America, BBC, Deutsche Welle, Radio France International sowie viele andere imperialistische Medien auf der ganzen Welt – haben diese menschliche Tragödie ausgenutzt, um eine weltweit koordinierte Kampagne gegen die iranische Regierung zu starten, die darauf abzielt, die iranische Regierung zu diskreditieren und einen erzwungenen Regimewechsel in diesem Land zu rechtfertigen.

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass diese ganze Tragödie und die entsprechende weltweite Medienkampagne gegen den Iran in derselben Woche stattfand, in der der Iran das Schanghaier Abkommen unterzeichnete und der iranische Präsident vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen sprechen sollte. In Anbetracht all dessen ist es für den U.S. Peace Council klar, dass die US-Regierung und andere westliche Kräfte eine Tragödie im Iran ausnutzen, um einen gewaltsamen Regimewechsel im Iran voranzutreiben, wie es seit dem Sturz des demokratisch gewählten iranischen Premierministers im Jahr 1953 der Modus Operandi der USA ist.

Wir halten es für äußerst heuchlerisch, dass die beispiellose Besorgnis, die derzeit in den Vereinigten Staaten um die Rechte der Frauen im Iran geäußert wird, auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall Dobbs folgt, mit der jahrzehntelange Präzedenzfälle aufgehoben wurden, in denen das Recht der Frau auf einen Schwangerschaftsabbruch festgelegt wurde – eine weitere wichtige Entscheidung, die nur Frauen über ihren Körper und ihr Leben treffen sollten. Angesichts der Tatsache, dass in den USA jährlich fast 1.000 Menschen von der Polizei getötet werden und dass 40 bis über 50 davon Frauen sind, ist der unverhältnismäßige Aufschrei über das tragische Schicksal einer iranischen Frau in Polizeigewahrsam ziemlich heuchlerisch.

Die wichtige und unbestreitbare Tatsache, die die Menschen in den USA berücksichtigen müssen, ist, dass die einseitigen und illegalen Wirtschaftssanktionen, die die USA gegen den Iran verhängt haben, mehr Mädchen und Frauen töten, z. B. durch die Verweigerung lebensrettender Medikamente, als irgendwelche Handlungen der iranischen Sicherheitskräfte. Eine Reihe von US-Beamten hat bereits deutlich gemacht, dass es die eigentliche Absicht dieser Sanktionen ist, das iranische Volk leiden zu lassen. Rudolph Giulani meinte kürzlich, dass Iraner, die um Essen betteln und ihre Organe verkaufen, um zu überleben, ein Zeichen dafür sind, dass die Sanktionen ihre Wirkung zeigen. Und doch hat es kaum ein Flüstern des Protests gegen diese kriminellen, menschenfeindlichen Sanktionen gegeben.

Tatsächlich zielen diese Sanktionen, die für einen Großteil des Leids und der Wut der iranischen Bevölkerung verantwortlich sind und als Hintergrund für den Ausbruch verschiedener Proteste dienten, absichtlich darauf ab, die iranische Gesellschaft zu destabilisieren, indem sie eine „samtene Revolution“ im Sinne der von der Brookings Institution im Jahr 2009 vorgeschlagenen Politik anstiften:

[D]ie naheliegendste und schmackhafteste Methode, ihren [der iranischen Regierung] Sturz herbeizuführen, wäre die Förderung einer Volksrevolution nach dem Vorbild der „samtenen Revolutionen“, die ab 1989 viele kommunistische Regierungen in Osteuropa stürzten. Für viele Befürworter eines Regimewechsels scheint es selbstverständlich zu sein, dass die Vereinigten Staaten das iranische Volk ermutigen sollten, die Macht in ihrem eigenen Namen zu übernehmen, und dass dies die legitimste Methode eines Regimewechsels wäre…[*]

Der U.S. Peace Council verurteilt in aller Deutlichkeit alle US-Sanktionen gegen den Iran und alle Bemühungen der USA, einen Regimewechsel im Iran herbeizuführen. Das iranische Volk, Frauen wie Männer, muss selbst über die Art seiner Regierung und sein eigenes Schicksal entscheiden. Die USA haben kein Recht, sich durch Zwang in diese Entscheidungen einzumischen, ganz gleich, ob dieser Zwang in Form von Sanktionen, verdeckten Operationen, der Unterstützung der von der CIA unterstützten Oppositionskräfte oder psychologischer Kriegsführung erfolgt.

[*] Kenneth M. Pollack, u.a.: “Which Path to Persia? Options for A New American Strategy Toward Iran,” Analysis Paper, Nr. 20, The Bookings Institution, Juni 2009, S. 103.

Kiew verhindert UN-Inspektion des bombardierten Gefängnisses in Jelenovka

Von Thomas Röper – 6. Oktober 2022

Die UNO muss ihre Kommentare stets mit Vorsicht wählen, nun aber wurde endgültig klar, dass es Kiew ist, das eine Untersuchung des bombardierten Gefängnisses für potenzielle ukrainische Kriegsverbrecher in Jelenovka verhindert. – Am 29. Juli, als ich noch in Donezk war, wurde das Untersuchungsgefängnis für ukrainische Kriegsverbrecher in dem Donezker Vorort Jelenovka mit Raketen beschossen, wobei es über 50 Tote und über 130 Verletzte gab. Die Donezker Behörden beschuldigten Kiew und begründeten den Vorwurf, Kiew beschieße seine eigenen, in Gefangenschaft befindlichen Soldaten damit, dass in dem Gefängnis ausschließlich Soldaten der Nazi-Regimente (zum Beispiel Asow) einsitzen, denen Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Da viele der Gefangenen angefangen haben auszusagen und dabei auch die Befehlsketten genannt haben, also bestätigt haben, dass viele der von den Nazi-Regimentern begangenen Kriegsverbrechen auf direkten Befehl aus Kiew begangen wurden, wollte Kiew einerseits Zeugen beseitigen und andererseits Angst unter den Gefangen schüren, damit diese nicht mit Donezk kooperieren und aussagen. Kiew hingegen beschuldigte Russland, das unter seiner Kontrolle stehende Gefängnis selbst beschossen zu haben. Diese Version wurde von den westlichen Medien dankbar aufgegriffen und verbreitet.

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Putin hat sich auf die Seite der Hardliner geschlagen – und wird von den USA endlich ernst genommen …

Von Gilbert Doctorow – 6. Oktober 2022

Putins Rede am 30. September wird unterschiedlich bewertet. Gilbert Doctorow, Harvard-University-Absolvent und intimer Russland-Kenner, glaubt an eine Wende: Putins Bekenntnis zum Kurs der Hardliner habe in den USA ein Umdenken bewirkt. Man habe auch im US-Außenministerium begriffen, dass es keinen Sinn mache, sich mit ihm immer noch mehr anzulegen – was für den Rest der Welt mehr Sicherheit bedeute. Ein Kommentar.

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Nord-Stream-Sprengung durch die USA: Oops, I did it again?

Von Thomas Röper – 4. Oktober 2022

Bei den Berichten über Hinweise auf die Täterschaft der USA bei der Sprengung von Nord Stream wird vergessen, dass die USA so etwas in der Vergangenheit bereits getan haben. – Dass die „Qualitätsmedien“ alles tun, um ihre Leser von dem offensichtlichen Interesse der USA an der Sprengung der für Deutschland so wichtigen russischen Nord-Stream-Pipelines abzulenken, können wir täglich beobachten. … Heute möchte ich daran erinnern, dass die USA schon früher eine russische (genauer gesagt, eine damals noch sowjetische) Pipeline gesprengt haben.

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US-Außenminister Blinken zur Zerstörung von Nord Stream 2: „Dies bietet eine enorme strategische Chance für die kommenden Jahre“

Von Florian Warweg – 4. Oktober 2022

US-Außenminister Antony J. Blinken hat vergangenen Freitag, bisher unbeachtet von deutschen Medien, einige Klarstellungen zur Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines getätigt. Diese Aussagen lassen aufhorchen. So erklärte er unter anderem, dass die Sabotage eines der zentralen europäischen Energieversorgungsnetze „eine enorme strategische Chance für die kommenden Jahre“ biete. Zudem betonte der US-Chefdiplomat in diesem Zusammenhang: „Wir sind jetzt der führende Anbieter von LNG in Europa.“ Natürlich ist das kein offizielles Schuldeingeständnis. Blinkens Aussage spricht aber Bände darüber, wie die USA auf diesen Sabotageakt gegen die Versorgungssicherheit ihrer engsten europäischen Verbündeten schauen: als eine hochwillkommene „business opportunity“ ganz im Sinne von „America First“.

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Entschlüsselung des Online-Kriegs des Pentagons gegen den Iran

Von Kit Klarenberg – 4. Oktober 2022

Von einem Mausklick in den USA bis zur Gewalt auf den Straßen von Teheran: Die jüngsten Proteste im Iran werden von außen gesteuert und provoziert. Die zivilen Unruhen im Iran als Reaktion auf den kürzlichen Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, während sie auf einer Teheraner Polizeistation wartete, sind zwar auf legitime Beschwerden zurückzuführen, tragen aber auch die Handschrift eines vom Westen gesponserten verdeckten Krieges, der sich über mehrere Fronten erstreckt. Wenige Tage nach dem Ausbruch der Proteste am 16. September enthüllte die Washington Post, dass das Pentagon eine umfassende Überprüfung all seiner Online-Psyops-Bemühungen eingeleitet hatte, nachdem eine Reihe von Bot- und Troll-Konten, die von der Abteilung Central Command (CENTCOM) betrieben wurden, die für alle US-Militäraktionen in Westasien, Nordafrika sowie Süd- und Zentralasien zuständig ist, aufgedeckt und daraufhin von den wichtigsten sozialen Netzwerken und Online-Plattformen gesperrt worden waren. Die Konten wurden in einer gemeinsamen Untersuchung des Social-Media-Forschungsunternehmens Graphika und des Stanford Internet Observatory aufgedeckt, die „fünf Jahre pro-westlicher verdeckter Einflussnahme“ auswertete. Die Ende August veröffentlichte Studie fand damals in der englischsprachigen Presse kaum Beachtung, wurde aber offensichtlich wahrgenommen und löste auf höchster Ebene der US-Regierung Besorgnis aus, sodass die Prüfung eingeleitet wurde. Während die Washington Post lächerlicherweise suggerierte, dass der Unmut der Regierung von den ungeheuerlichen, manipulativen Aktivitäten des CENTCOM herrührte, die die „Werte“ und die „moralische Überlegenheit“ der USA gefährden könnten, ist es mehr als deutlich, dass das eigentliche Problem darin bestand, dass das CENTCOM entlarvt wurde. … Der geografische Zuständigkeitsbereich des CENTCOM umfasst den Iran, und angesichts des langjährigen Status der Islamischen Republik als Hauptfeind der USA ist es vielleicht nicht überraschend, dass ein erheblicher Teil der Online-Desinformation und psychologischen Kriegsführung der Einheit dorthin gerichtet war.

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