„Das ist kein Kriegs-, sondern ein Mordprogramm“

Mit dem Drohnenkrieg ist gezieltes Töten zur Routine geworden

Von Arnim Wertz
16. Februar 2015

Die letzten der tödlichen Waffen im Arsenal der USA sind unbemannte Luftfahrzeuge wie die MQ-1-Predator oder MQ-9-Reaper, allgemein als Drohnen bekannt, die aus sicherer Höhe Ziele ausspähen und Hellfire- oder neuerdings Scorpion-Raketen abfeuern können. Ein Bericht des Budgetbüros des US-Kongresses erwähnte 2011, dass das Verteidigungsministerium im Laufe der kommenden Dekade etwa 730 neue mittelgroße unbemannte Flugzeuge, also Drohnen vom Typ Reaper, anschaffen wolle.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44148/1.html

Ohne Rücksicht schreiben

Die algerische Schriftstellerin Assia Djebar bestand auf der ungehinderten Entfaltung der Frauen

Von Sabine Kebir
16. Februar 2015

Am 6. Februar starb Assia Djebar in Paris. In den Nachrufen wurde sie „die große Dame der algerischen Literatur“ genannt. Verdiente Anerkennung wurde ihr erst im Tod zuteil. Hunderte Menschen erwiesen ihr die letzte Ehre, als ihr am 12. Februar nach Algier überführter Sarg in Cherchell beigesetzt wurde.zu den glücklichsten Entscheidungen des Börsenvereins, dass sie 2000 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels entgegennehmen konnte.

https://www.jungewelt.de/2015/02-16/008.php

IS tötet koptische Geiseln in Libyen

Das jüngste Kriegspropaganda-Video hat neue Diskussionen über eine militärische Intervention in Libyen im Gefolge

Von Thomas Pany
16. Februar 2015

Äygptens Präsident as-Sisi hatte gestern Abend im Staatsfernsehen Vergeltung für die Ermordung von 21 koptischen Geiseln durch den „Islamischen Staat“ angekündigt. Heute Morgen gibt es erste Meldungen, wonach die Stadt Darna im Nordosten Libyens, unweit der Grenze zu Ägypten, von äpytischen Kampffliegern angegriffen wurde.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44151/1.html

Rafah vor Zerstörung

Ägyptisches Militär geht brutal gegen bewaffnete Gruppen auf Sinaihalbinsel vor. 1.220 Häuser sollen abgerissen werden

Von Karin Leukefeld
16. Februar 2015

Nach mehreren blutigen Attacken auf der Sinaihalbinsel holt die ägyptische Armee zum Schlag gegen dschihadistische Gruppen wie „Ansar Beit Al-Maqdis“ und „Islamischer Staat in der Provinz Sinai“ im Grenzgebiet zum Gazastreifen aus. In den Ortschaften Rafah und Scheich Zuweid kommt es fast täglich zu Razzien; systematisch werden Häuser gesprengt.

https://www.jungewelt.de/2015/02-16/038.php

Noch lange nicht Schluss

US-Spezialtruppen sollen jahrelang in Afghanistan bleiben

Knut Mellenthin
14. Februar 2015

Die US-Administration „prüft ein afghanisches Begehren, den Truppenabzug zu verlangsamen“, meldeten Nachrichtenagenturen und Medien am Mittwoch. Gerade sechs Wochen ist es her, dass die NATO ihren feierlichen Abzug aus Afghanistan inszenierte und ein Chor von Journalisten, die mittlerweile auf das Lügen als Teil ihres Berufsbildes dressiert sind, die internationale Militärintervention in Afghanistan für „over“ (beendet) erklärte.

https://www.jungewelt.de/2015/02-14/044.php

„Wir sind nicht mehr dasselbe Volk“

Gespräch. Mit Georges Bensoussan. Über die erstarkende Rechte in Frankreich, Antisemitismus und die Furcht vor der imperialistischen Attitüde Berlins

Interview: Hansgeorg Hermann/Paris
14. Februar 2015

Georges Bensoussan wurde 1952 in Marokko geboren. Er ist Spezialist für die Geschichte der europäischen Juden und Verlagsleiter des Pariser „Mémorial de la Shoah“, der zentralen Shoah-Gedenkstätte in Frankreich. In seinen Forschungsarbeiten vertritt Bensoussan die These, dass die Shoah in der Gesamtgeschichte Europas nicht als „Anomalie“, sondern als Folge einer logischen Entwicklung zu betrachten ist.

https://www.jungewelt.de/2015/02-14/004.php

Machtpoker am Nil

Russland und Ägypten verstärken ihre Zusammenarbeit

Sofian Philip Naceur, Kairo
13. Februar 2015

Ägyptens Militärregime unter Präsident Abdel Fattah Al-Sisi macht Ernst mit der Annäherung an Russland. Nach dem Kairo-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag stehen die Zeichen auf Wandel. Ägyptens Führung ließ die Hauptstadt mit dem Konterfei Putins pflastern und empfing ihn mit militärischen Ehren, bevor fleißig Verträge signiert wurden. Neben engerer wirtschaftlicher Zusammenarbeit ging es dabei vor allem um eine rüstungs- und sicherheitspolitische Kooperation.

https://www.jungewelt.de/2015/02-13/010.php

Der Räuberbaron

Michail Chodorkowski und der Westen

Von Matthias Rude
13. Februar 2015

Reich ist der frühere russische Oligarch Michail Chodorkowski geworden – mit der Einhaltung der Gesetze nahm er es dabei allerdings nicht so genau. Nach einem Jahrzehnt in Haft kehrt er nun zurück auf die Bühne der russischen Politik – mit Präsidentschaftsambitionen. Als pro-westliche Alternative zu Putin wird er gestützt von europäischen und US-amerikanischen Eliten, denen er sich angedient hat.

http://www.hintergrund.de/201502133426/politik/welt/der-raeuberbaron.html

Leichen im Keller

Anschuldigungen gegen prominente Saudis erinnern an „Ermittlungsfehler“ vor 11. September

Knut Mellenthin
10. Februar 2015

„Prominente Mitglieder der saudischen Königsfamilie“ sollen in den 90er Jahren Osama bin Ladens Terrororganisation Al-Qaida „finanziell unterstützt“ haben. Die Anschuldigung ist plausibel und nicht neu. In der vergangenen Woche wurde das immer noch unbewiesene Gerücht kurz wiederbelebt – und verschwand sogleich wieder in der Versenkung.

https://www.jungewelt.de/2015/02-10/041.php

Saudi-Arabien, der 11. September und der “Krieg gegen den Terror”

Von Patrick Martin
7. Februar 2015

Mehr als dreizehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September sind endlich in einem Prozess vor einem Bundesgericht in den USA Ereignisse und Beziehungen entlarvt worden, die bisher von den Medien und den Behörden verschleiert und unter der Decke gehalten wurden. In dem von Verwandten von Opfern des Terroranschlags angestrengten Prozess wurde offen gelegt, dass al-Qaida und die Attentäter vom 11. September von der saudischen Monarchie finanziert wurden.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/02/07/saud-f07.html