Der Ausverkauf beginnt

Nach dem Machtwechsel in Kiew steht die Ukraine vor dem Staatsbankrott. Die neue Regierung will das Problem in Kooperation mit USA, EU und IWF lösen

Von Thomas Eipeldauer
5. März 2014

Viktor Janukowitsch wird wohl nie wieder Präsident der Ukraine werden. Insofern haben die Demonstranten vom Kiewer Maidan eines ihrer wesentlichen Ziele erreicht. Alles andere aber liegt im Argen. Die Oligarchie ist keineswegs entmachtet, Russland wurde so lange provoziert, bis es zur Wahrung seiner geostrategischen Interessen eine Machtdemonstration auf der Krim für geboten hielt, die Verwaltungsstrukturen des Landes funktionieren kaum noch und die gesellschaftliche wie politische Kluft zwischen Ost und West ist merklich größer geworden.

http://www.hintergrund.de/201403053018/wirtschaft/welt/der-ausverkauf-beginnt.html

Argument Kalaschnikow

Der Maidan als Wellness-Oase für internationale Ultrarechte, Söldner und Desperados

Von Susann Witt-Stahl
4. März 2014

Der politische Umsturz in der Ukraine weckt bei vielen prowestlichen Rechten, radikalen Nationalisten und Faschisten nicht nur Begehrlichkeiten. Er zeitigt große Visionen von einem neuen hochmodernen ultranationalistischen Staat, in dem es keine Russen und keine Linken mehr gibt und der von jeglicher ernstzunehmenden kritischen Opposition gesäubert ist.

http://www.hintergrund.de/201403043014/politik/welt/argument-kalaschnikow.html

Obama und Kerry belehren Russland zum Thema Ukraine

Von Bill Van Auken
4. März 2014

US-Außenminister John Kerry nutzte am Freitag eine Pressekonferenz des Außenministeriums, um Russland über die Notwendigkeit zu belehren, die „Stabilität“ und „territoriale Integrität“ der Ukraine zu beachten, während die westliche Intervention die Lage dort zunehmend explosiv macht.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/03/04/ukra-m04.html

Die Ukraine: ein Putsch des Westens

Von Ludwig Watzal
3. März 2014

Zur Einkreisung Russlands werden seit Jahren vom US-Imperium und seinen westlichen Vasallen-Staaten so genannte „Designer-Revolutionen“ inszeniert, deren Narrative von US-amerikanischen Werbeagenturen mit blumigen Begriffen wie Tulpen-, Rosen-, Kornblumen- oder Orangen-Revolution drapiert und von den willfährigen Medien nach westlichem Skript weltweit verbreitet werden. Was in der Ukraine inszeniert worden ist, war keine Revolution, sondern ein westlich gesteuerter Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung. Neudeutsch war es ein „Regime Change“, den sich die USA wenigstens fünf Milliarden US-Dollar haben kosten lassen.

http://between-the-lines-ludwig-watzal.blogspot.de/

USA und Europa verschärfen Drohungen gegen Russland wegen Ukraine

Von Stefan Steinberg
1. März 2014

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel verschärfte nach einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel am Donnerstag den Druck auf die russische Regierung.
Hagel erklärte: „Wir erwarten, dass andere Nationen die Souveränität der Ukraine respektieren und auf Provokationen verzichten. Deshalb beobachte ich die russischen Militärübungen an der ukrainischen Grenze, die sie gestern angekündigt haben, genau.“

http://www.wsws.org/de/articles/2014/03/01/ukra-m01.html

Nach Pro-EU-Putsch in der Ukraine: Russland versetzt Militär in Alarmbereitschaft

Von Alex Lantier
28. Februar 2014

Der Kreml führte am Mittwoch umfangreiche Militärübungen entlang der ukrainischen Grenze durch, während die Spannungen mit dem vom Westen unterstützten Regime zunehmen, das am Samstag durch einen faschistischen Staatsstreich die Macht in der Ukraine an sich gerissen hat.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/02/28/ukra-f28.html

Viel Konfliktstoff

Nach dem Putsch in Kiew: Spaltet der Streit um die Ukraine die NATO?

Von Rainer Rupp
28. Februar 2014

Der von Washington höchstwahrscheinlich unterstützte bewaffnete Putsch am Wochenende in Kiew ist in vielerlei Hinsicht folgenreich. So hat er das von der EU und besonders von Deutschland unter Einbindung Moskaus mühsam in die Wege geleitete Abkommen zwischen den Oppositionsparteien einerseits und der Regierung und dem Präsidenten Viktor Janukowitsch andererseits binnen weniger Stunden zu Makulatur werden lassen. Die nach dem Umsturz im Westen gezeigte überschwengliche Freude war daher nicht ungeteilt. Erneut ist deutlich geworden, daß die USA und die EU, insbesondere Washington und Berlin, in bezug auf die Ukraine und Rußland nach unterschiedlichen, teils gegensätzlichen Agenden agieren.

http://www.jungewelt.de/2014/02-28/017.php
http://www.jungewelt.de/2014/02-28/018.php
http://www.jungewelt.de/2014/02-28/019.php

Grenzen der Geduld

Rußland und die Krim-Krise

Von Knut Mellenthin
28. Februar 2014

Rußlands Regierung hat dafür zwar keinen Anlaß gegeben. Arrogante Verhaltensmaßregeln und Drohungen Richtung Moskau können aber trotzdem nicht schaden, scheinen viele Politiker des Westens zu denken. »Jede Art von Militärintervention, die die souveräne territoriale Integrität der Ukraine verletzten würde, wäre ein riesiger und schwerer Fehler«, sagte US-Außenminister John Kerry am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten in Washington. »Die territoriale Integrität der Ukraine« müsse »respektiert werden«. Von Rußland, wohlgemerkt, und von den über acht Millionen Russen, die vor allem im Osten der Ukraine leben und denen das von USA und EU unterstützte Putschregime gerade das verfassungsmäßige Recht auf ihre eigene Sprache aberkannt hat.

http://www.jungewelt.de/2014/02-28/034.php

Meuterei auf der Krim. Eine kleine Geschichte des Konflikts um die Krim

Von Reinhard Lauterbach
28. Februar 2014

Ukraine: Gruppe „Selbstverteidigung der russischsprachigen Bevölkerung“ besetzt Parlamentsgebäude in Simferopol. Abgeordnete rufen zu Referendum über Zukunft der Halbinsel auf

http://www.jungewelt.de/2014/02-28/027.php
http://www.jungewelt.de/2014/02-28/039.php

Die geopolitische Dimension des Umsturzes in der Ukraine

Von Peter Schwarz
27. Februar 2014

„Als die Sowjetunion Ende 1991 zusammenbrach, wollte Dick nicht nur die Zerlegung der Sowjetunion und des russischen Reichs erleben, sondern auch von Russland selbst, damit es die restliche Welt nie wieder bedrohen konnte“, berichtet der ehemalige amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates in seinen kürzlich erschienenen Memoiren. Mit Dick ist der damalige Verteidigungsminister und spätere Vizepräsident Dick Cheney gemeint.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/02/27/ukra-f27.html