Roger Waters‘ engagierte Rede vor UN-Sicherheitsrat: Beendet den Krieg!

Von Kevin Reed – 12. Februar 2023

Der internationale Rockstar Roger Waters, Gründungsmitglied der Rockband Pink Floyd, hat sich am Mittwoch per Videostream an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewandt. In seiner engagierten Ansprache hat er einen sofortigen Waffenstillstand im Stellvertreterkrieg der USA und der Nato gegen Russland in der Ukraine gefordert. Er sprach als Künstler mit tiefer demokratischer Überzeugung. Waters begann seine gut 14 Minuten lange Ansprache mit den Worten, er wolle vor der UNO das ausdrücken, was seiner Meinung nach „unzählige unserer Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt empfinden“. Waters sagte, er fühle sich „zutiefst geehrt von der einmaligen Gelegenheit“, diese Sicht der Dinge in einer UN-Sitzung vorzutragen, die den möglichen Friedenschancen in der vom Krieg zerrissenen Ukraine gewidmet sei. Dies umso mehr, angesichts der „ständig anwachsenden Menge an Waffen, die in diesem unglücklichen Land eintreffen“. Waters sprach, wie er sagte, „für die stimmlose Mehrheit“, die nichts anderes begehre, als in Frieden und „unter gleichberechtigten Bedingungen“ zu leben, „um für sich selbst und ihre Lieben zu sorgen“. Er stellte klar, dass der Einmarsch der Russischen Föderation in die Ukraine illegal sei, und sagte: „Ich verurteile ihn auf das Schärfste.“ Er fuhr fort: „Außerdem war der russische Einmarsch in die Ukraine nicht unprovoziert. Deshalb verurteile ich auch die Provokateure auf das Schärfste“, und er fügte hinzu: „So, das hätten wir.“ Waters äußerte sich im UN-Sicherheitsrat im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“. Das Thema hatte Russland auf die Tagesordnung gesetzt, um „die Aussichten für eine friedliche Beilegung der Krise um die Ukraine vor dem Hintergrund der zunehmenden westlichen Rüstungslieferungen“ zu erörtern, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung des UN-Sicherheitsrats heißt.

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From Hero to Zero – die jämmerlichen Reaktionen des deutschen Mainstreams auf Seymour Hershs Enthüllungen

Von Jens Berger – 10. Februar 2023

Deutsche Medien, die sich noch vor wenigen Jahren mit ihren Elogen über den „besten investigativen Reporter der Welt“ (SZ) und die „Journalismus-Ikone“ (Spiegel) überboten, sind nun eifrig damit beschäftigt, das von ihnen mitgebaute Denkmal mit Kot zu bewerfen. Man kritisiert die Arbeitsmethoden, die man früher gelobt hat, führt dabei eine der Grundlagen investigativen Journalismus, nämlich den Quellenschutz, ad absurdum und wirft ad hominem mit Begriffen wie „Verschwörungstheorien“ nur so um sich. Es ist einfach nur jämmerlich. Und doch hat dies System. Solange Seymour Hershs Enthüllungen die Verbrechen „böser“ Präsidenten wie Nixon oder Bush jr. betrafen, war er der Held. Als er jedoch zum ersten Mal den „guten“ Barack Obama angriff, wurde er zum Ausgestoßenen, und nun, wo es um den „heiligen“ Krieg um die Freiheit Europas geht, ist er offenbar der Leibhaftige. Es ist nur noch jämmerlich.

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Seymour Hershs Enthüllungen über die Sprengung von Nord Stream 2: eine Lektion und eine Warnung

Von Andre Damon – 10. Februar 2023

Am Mittwoch hat der Journalist Seymour Hersh enthüllt, dass die US-Marine auf Anweisung von Präsident Joe Biden für die Angriffe auf die Nord-Stream-Pipelines am 26. September 2022 verantwortlich war. Die Pipelines hatten zuvor Erdgas zwischen Russland und Deutschland transportiert.

Dieser Artikel, der in den großen US-Medien mit völligem Schweigen bedacht wurde, hat das gesamte Narrativ von der Beteiligung der USA am Krieg als Reaktion auf eine „unprovozierte russische Aggression“ in Frage gestellt. Er legt weitreichende Pläne offen, den eskalierenden Konflikt mit Russland zu nutzen, um die wirtschaftliche und militärische Vorherrschaft der USA über Europa zu festigen.

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Nach Erdbeben: US-Besatzungsregime verweigert Syrien Zugang zu dringend benötigter Energieversorgung

Von Bill Van Auken – 10. Februar 2023

Hinter dem Rücken der amerikanischen Bevölkerung hat die Biden-Regierung die illegale Besetzung Syriens durch US-Truppen fortgesetzt. – Die syrische Bevölkerung versucht verzweifelt, die Opfer des massiven Erdbebens vom Montag aus den Trümmern zu befreien und den schrecklichen Hunger und die Kälte zu überleben. Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels am Freitagabend wurden allein in Syrien mindestens 3.513 Todesopfer gezählt. Unter diesen Bedingungen kommen die militärische Besetzung und das vernichtende Sanktionsregime der USA, das die Lieferung von Hilfsgütern behindert, einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich.

In Syrien sind knapp 900 US-Soldaten stationiert, die meisten von ihnen auf einem Stützpunkt mitten im größten Ölfeld des Landes, al-Omar, in der östlichen Provinz Deir Ezzor. Sie werden u.a. durch Einheiten der Spezialkräfte und andere unterstützt, die regelmäßig in das Land versetzt und abgezogen werden. Sie unterstehen dem US Central Command (CENTCOM), das insgesamt 30.000 Soldaten in der Region stationiert hält.

Die westlichen Medien haben berichtet, dass sich die russischen Soldaten, die mit Erlaubnis und Unterstützung der syrischen Regierung im Land sind, an den Hilfsaktionen beteiligen. Auf Videos in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie sie gemeinsam mit syrischen Zivilisten Menschen aus eingestürzten Gebäuden befreien. Die Medien stellen jedoch nicht die Frage: Was tun die US-Truppen?

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Nord-Stream von USA gesprengt – Wer hatte je Zweifel daran?

Von Dagmar Henn – 9. Februar 202315:38 Uhr

Vor vielen Jahrzehnten enthüllte er das Verbrechen von Mỹ Lai im vietnamesischen Dorf Son Mỹ, und seitdem folgten weitere, teils spektakuläre Enthüllungen von Seymour Hersh. Sein jüngster Artikel zum Anschlag auf Nord Stream mag unter Politikern in Berlin nichts bewegen; aber er wird dort und anderswo auf jeden Fall für Unruhe sorgen, und vielleicht sogar für Klarheit. – Die deutschen Medien mühen sich nach Kräften, die Äußerungen der Journalistenlegende Seymour Hersh gar nicht ernst zu nehmen, die USA und Norwegen hätten die Sprengung der Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 durchgeführt. Schließlich hätten sowohl das Weiße Haus in Washington, D.C. als auch die CIA erklärt, sie wären es nicht gewesen. Als wäre es jemals vorstellbar, dass sich Sprecher sowohl der Regierung als auch des Geheimdienstes vor die Kameras stellten und sagten: Ja, wir waren es. Allerdings werden in der Berichterstattung auch fast alle Momente verschwiegen, in denen US-Vertreter eben solch einer Aussage schon sehr nahe kamen. Selbst Victoria Nuland hat erst vor wenigen Wochen vor dem US-Parlament ausgesagt und konnte dabei vor lauter Freude über die Zerstörung der Pipelines kaum mehr an sich halten, so dass es in Kommentaren dazu hieß, man habe ihr anmerken können, wie gerne sie sich dafür gelobt hätte.

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Die Details werden bekannt: Wie die USA Nord Stream gesprengt haben

Von Seymour Hersh. Übersetzung: Thomas Röper – 9. Februar 2023

Der amerikanische Star-Journalist Seymour Hersh hat in einem exklusiven Artikel im Detail enthüllt, wie die USA die Sprengungen von Nord Stream vorbereitet und durchgeführt haben. Ich habe seinen Artikel übersetzt. – Seymour Hersh ist eine journalistische Legende, denn er hat bei der Aufdeckung der meisten Skandale der US-Regierung seit dem Vietnamkrieg mitgewirkt. Schon 1969 wurde er weltbekannt, als er während des Vietnamkriegs Kriegsverbrechen der US-Armee aufdeckte. 2004 publizierte er zum Folterskandal der US-Armee während des Dritten Golfkrieges im irakischen Abu-Ghuraib-Gefängnis, er war es, der als erster die wahre Geschichte über die Ermordung von Bin Laden veröffentlicht hat, er deckte politische Morde unter der Regierung von Bush und Obama auf, die Liste seiner Enthüllungen ist unglaublich lang.

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Verloren in Syrien

Von Karin Leukefeld – 9. Februar 2023

Das schwere Erdbeben, das am vergangenen Montagmorgen das türkisch-syrische Grenzgebiet erschütterte, hat Reliefweb zufolge bis zu 15.000 Menschenleben gefordert. Die Zahl der Verletzten wird von dem UN-Portal, das über humanitäre Hilfe weltweit berichtet, mit mehr als 30.000 angegeben. Doch mit jeder Stunde steigen die Opferzahlen und die Schäden werden deutlich. Sowohl in der Türkei als auch in Syrien sprachen Überlebende davon, dass sie an den Weltuntergang dachten, als die Erde unter ihnen bebte und ihre Heimat, ihre Nachbarschaft, ihre Familien, ihren Alltag, ihr Lebenswerk und alle Pläne zerstörte. Das Erdbeben ist für die Menschen jenseits aller Grenzen eine schreckliche Erfahrung und eine schwere Belastung. Für das kriegszerstörte, international vom Westen politisch, wirtschaftlich und medial blockierte Syrien ist die Last dennoch größer. Krieg und Wirtschaftskrieg, Flucht und Vertreibung, Tod und Zerstörung – Syrien hat seit 2011 alles verloren, was es aus eigener Kraft aufgebaut hatte. Bei der international versprochenen Hilfe für die Menschen in den verwüsteten Gebieten werden große Unterschiede deutlich. USA, EU und auch die Bundesregierung verteilen ihre Hilfe selektiv.

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Ukraine-Krieg. Jagd nach Kanonenfutter

Von Dmitri Kowalewitsch (Kiew) – 9. Februar 2023

Ukraine: Hohe Verluste an der Front. Die Rekrutierungskampagne wird verschärft. – Mehrere Kleinbusse fahren plötzlich auf dem Marktplatz von Wasilkow im Gebiet Kiew vor. Ukrainische Soldaten springen heraus, einige davon mit Waffen. Sie sperren den Platz ab und beginnen, alle Männer zu ergreifen, die im Alter von 18 bis 60 Jahren scheinen. Zwanzig Männern werden Einberufungsbescheide zum Militär übergeben, vier weitere werden unter ­Schreien und Drohungen auch mit Waffen in den Bus gedrängt. Danach verlassen alle fluchtartig den Marktplatz. Ähnliche Szenen habe ich in den vergangenen zwei Monaten mehr als einmal auch in anderen Städten gesehen. Die Razzien hören selbst während der Luftangriffe nicht auf. Wer sich weigert, den Vorladungen Folge zu leisten, wird mitunter vom Militär geschlagen und mit unbekanntem Ziel abgeführt. Wjatscheslaw Asarow, Gründer der Union der Anarchisten der Ukraine (UAU), berichtet in seinem Telegram-Kanal, dass er am 2. Februar Zeuge wurde, wie Arbeiter eines Internetanbieters, die Kabel verlegten, einen Wagen der ukrainischen Armee bemerkten und sich unter ihrem Fahrzeug versteckten. Nachdem er wieder weggefahren war, brachen die Handwerker ihre Arbeit ab und zogen sich zurück. In Odessa benutzt das Militär jetzt Krankenwagen, um sich unauffällig potentiellen Opfern zu nähern und ihnen die Vorladungen auszustellen.

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US-Investigativjournalist Hersh: USA stecken hinter Nord-Stream-Anschlägen

Von RT DE – 8. Februar 2023

Laut dem US-amerikanischen Investigativjournalisten Seymour Hersh stecken die USA hinter den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines. Demnach haben Taucher der US-Marine im vergangenen Sommer Sprengstoff unter den Pipelines platziert, der drei Monate später von den Norwegern aktiviert wurde. – Zumindest offiziell war lange Zeit unklar, wer hinter den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines steckt. Doch nun bestätigte der bekannte US-amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh das, was viele bereits vermutet haben. Unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet Hersh auf seiner Website, dass die USA und auch Norwegen hinter den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines steckten. Demnach haben Taucher der US-Marine im vergangenen Sommer Sprengstoff unter den Nord-Stream-Pipelines platziert, der drei Monate später von den Norwegern aktiviert wurde, so Hersh unter Berufung auf seine Quelle.#

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Der Gaskrieg der USA um Europas Südosten

Von Jens Berger – 7. Februar 2023

Letzte Woche begannen in Bulgarien die Bauarbeiten für eine Gasverbundleitung nach Serbien. Damit wird Serbien noch in diesem Jahr als einer der letzten europäischen Binnenstaaten an ein Verbundnetz angeschlossen, das in der Lage ist, das bisherige Versorgungsmonopol Russlands zu beenden. Nach dem Nordkorridor mit den Nord-Stream-Pipelines, dem Mittelkorridor mit den über polnisches und ukrainisches Gebiet verlaufenden Pipelines ist der Südkorridor das letzte umkämpfte Schlachtfeld im Gaskrieg der USA gegen Russland. Und wie es zurzeit aussieht, sind die USA drauf und dran, diesen Krieg zu gewinnen.

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