CIA-Dokumente enthüllen: USA beeinflussen seit Jahrzehnten das Wetter mit giftigen Substanzen

Von Peter F. Mayer – 19. März 2026

Freigegebene CIA-Akten aus dem Jahr 1965 zeigen, dass die US-Regierung untersucht hat, wie man das Wetter als Waffe einsetzen kann und es auch getan hat. Die Dokumente sind echt. Die Frage ist: Haben sie jemals damit aufgehört?

Freigegebene CIA-Dokumente aus dem Jahr 1965 belegen, dass die US-Regierung aktiv an der Wetterbeeinflussung als militärischem Instrument geforscht hat. Die Akten befassen sich mit Wolkenimpfung – dem Ausbringen von Chemikalien in die Atmosphäre, um Niederschläge und Sturmsysteme zu verändern – und enthalten Anträge auf eine Aufstockung der Mittel.

Dies war keine reine Theorie. Während des Vietnamkriegs führte das US-Militär die Operation Popeye durch, ein geheimes Programm zur Wolkenimpfung, das darauf abzielte, die Monsunzeit entlang des Ho-Chi-Minh-Pfads zu verlängern und nordvietnamesische Versorgungswege zu überfluten. Das Programm lief von 1967 bis 1972 und wurde der Öffentlichkeit erst bekannt, nachdem ein Journalist es aufgedeckt hatte.

Die Amerikaner atmen seit Jahrzehnten Luft, die mit ungeklärten Metallen versetzt ist, doch zwei lange verborgene Regierungsakten aus dem Jahr 1965 beweisen nun, dass das US-Militär den Himmel vor Jahrzehnten in ein Schlachtfeld verwandelte – ohne Zustimmung, ohne Aufsicht und mit giftigen Folgen, die noch immer in Lungen, Böden und Familien zu spüren sind. Diese Dokumente, die nach ihrer Freigabe stillschweigend archiviert wurden, beschreiben detailliert Pläne, Chemikalien aus Flugzeugen abzuwerfen, um Stürme und Monsune zu beeinflussen, direkt unterstützt von Präsident Lyndon B. Johnson. Ihr Wiederauftauchen entlarvt die Lüge, dass Wetterbeeinflussung jemals nur der „Dürrehilfe“ diente, während Robert F. Kennedy Jr. als Gesundheitsminister schwört, die Programme im Rahmen von MAHA zu zerschlagen, um die menschliche Gesundheit zu schützen und saubere Luft für alle wiederherzustellen.

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Israel wendet die „Gaza-Doktrin“ im Libanon und im Iran an

Von Faris Giacaman – 19. März 2026

Während der Krieg der USA und Israels gegen den Iran andauert und die Hisbollah eine zweite Front im Libanon eröffnet hat, ist Gaza zum neuen Modell dafür geworden, wie asymmetrische Kriege geführt werden.

Am frühen Donnerstag besuchte der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich die Grenze zum Libanon und versprach, dass „Dahiya sehr bald wie Khan Yunis aussehen wird“. Damit brachte er eine historische Wende zum Ausdruck, die sich in den letzten zwei Jahren in der Beziehung Israels zu den Völkern dieser Region vollzogen hat.

Die israelische Armee hat eine allgemeine Evakuierungsanordnung für den gesamten südlichen Stadtteil Dahiya in Beirut erlassen, in dem weit über eine halbe Million Menschen leben. In der Stadt herrscht weit verbreitete Panik. Ähnliche umfassende Evakuierungsanordnungen wurden für den Südlibanon erlassen, der neben Dahiya überwiegend aus der Bevölkerung besteht, die die soziale Basis der Hisbollah bildet. Vergleiche mit Gaza drängten sich den Menschen auf, da sie befürchten, dass Beirut das gleiche Schicksal der totalen Vernichtung ereilen würde, wie Kommentatoren hervorhoben.

Weitere Berichte erkennen ein ähnliches Muster in den „apokalyptischen“ Szenarien, die sich in Teheran ereignen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat dies als „Tornado-Plan“ bezeichnet, um „Teheran zu zerstören“, und damit eine Strategie beschrieben, Ziele mit „hoher Sichtbarkeit in einer zivilen Umgebung“ in der Stadt zu zerstören. Erst gestern wurden im Rahmen dieser Kampagne zwei weitere Schulen im Südwesten Teherans angegriffen.

Während der Krieg der USA und Israels gegen den Iran in den siebten Tag geht und die Hisbollah eine zweite Front im Libanon eröffnet, ist Gaza zum neuen Modell dafür geworden, wie asymmetrische Kriege geführt werden. Dies markiert eine qualitative Abkehr vom bisherigen Vorgehen Israels bei militärischen Aktionen, auch wenn es weiterhin einer ähnlichen Logik folgt.

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Elite-Einheit der US-Marine auf dem Weg in den Nahen Osten und zunehmende Drohungen mit Bodenoffensive

Von Andre Damon – 19. März 2026

Die USS Tripoli

Die USS Tripoli, ein amphibisches Angriffsschiff mit der 31. Marine Expeditionary Unit an Bord, wurde am Dienstag bei der Durchfahrt der Straße von Malakka auf dem Weg zum Persischen Golf geortet. Sie brach am 11. März von der japanischen Insel Okinawa auf und soll bis Ende März im Nahen Osten eintreffen. Ihr Einsatz erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Forderungen in den Medien und im politischen Establishment der USA nach einer Bodenoffensive im Iran.

Etwa 50.000 US-Militärangehörige sind bereits im Nahen Osten stationiert, unterstützt von zwei Flugzeugträgerkampfgruppen – der USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer und der USS Gerald R. Ford im Roten Meer. Eine dritte, die USS George H.W. Bush, ist auf dem Weg ins Mittelmeer. Die USS Tripoli und ihre Marines werden die erste Einheit am Kriegsschauplatz sein, die für Bodenkampf trainiert ist.

Der Einsatz erfolgt vor dem Hintergrund einer dramatischen Eskalation des Kriegs. Am Dienstag wurde der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani bei einem israelischen Luftangriff ermordet. Laridschani war Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und faktisch Staatschef des Iran seit der Ermordung des Obersten Führers Ali Chamenei in den ersten Stunden des Kriegs am 28. Februar.

Am Dienstag sprach sich der republikanische Abgeordnete Pete Sessions (Texas) im Fernsehsender CNN offen für eine Invasion der Insel Charg durch US-Marines aus. Die Insel ist Irans wichtigster Exporthafen für Öl, von dem aus 90 Prozent der Rohölexporte des Landes abgewickelt werden. Absurderweise bestritt er, dass dies ein „Einsatz von Bodentruppen“ wäre.

Sessions erklärte: „Diese 2.500 Marines, die Marine Expeditionary Force, würden vermutlich die Insel sichern. Meiner Meinung nach handelt es sich bei der Insel nicht um einen Bodentruppeneinsatz im Kampf, sondern um die Sicherung der Anlage.“ Er machte einen Unterschied zwischen der Einnahme einer Insel und einem Kampfeinsatz „innerhalb des Irans, wo sie in den Städten sind, wo wir Situationen erleben, die wir in der Vergangenheit mit großen Bevölkerungszentren hatten, mit Kämpfern gegen uns, und es herrscht Chaos.“

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EDIP: Wie die EU Europa zur Kriegswirtschaft umbaut

Von Michael Hollister – 18. März 2026

Agnes Strack-Zimmermann wird in die Geschichte Deutschlands eingehen – als eine der Vorkämpferinnen einer katastrophalen Entwicklung …

Eine umfassende Analyse des »European Defence Industry Programme« und der »European Defence Industrial Strategie«

Europa befindet sich in einer tiefgreifenden Zäsur: Während zivile Industrien abwandern, soziale und infrastrukturelle Haushalte gekürzt werden, läuft parallel eine massive militärische Aufrüstung. Doch diese Aufrüstung erscheint nicht lediglich als Antwort auf geostrategische Bedrohungen – sie ist Teil einer viel weitergehenden strategischen Logik: Europas Wirtschaft wird von Friedens- auf Kriegswirtschaft umgeschaltet. In diesem Prozess spielen zwei EU-Instrumente eine Schlüsselrolle: die European Defence Industrial Strategy (EDIS) sowie das European Defence Industry Programme (EDIP).

1. Die Ausgangslage: Wirtschaft ohne Wachstum, Industrie in der Krise

Das westliche Wirtschaftsmodell beruht auf wachsendem Output, steigendem Konsum und expandierender Industrie. Doch genau dieses Modell gerät zunehmend unter Druck. Viele Industriezweige wandern ab, produktions- und energieintensive Branchen verlassen Deutschland und Europa. BASF verlagert Standorte nach China, Opel reduziert Kapazitäten, ThyssenKrupp kämpft ums Überleben. Gleichzeitig werden Sozial-, Infrastruktur- und Gesundheitsausgaben gekürzt – die öffentlichen Mittel konzentrieren sich auf neue Prioritäten.

In dieser Situation wird die militärische Industrie zur Alternative: Rüstung, Verteidigung, militärische Infrastruktur bieten große, staatlich gestützte Nachfrage mit langfristiger Perspektive. Wenn zivile Märkte stagnieren und klassische Wachstumsmotoren versagen, bleibt dem System eine historisch erprobte Lösung: die Umstellung auf Kriegswirtschaft.

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Die globale militärische Dominanz der USA bröckelt

Von Ralph Bosshard – 18. März 2026

Dass die Ära der globalen militärischen Dominanz der USA langsam zu Ende geht, zeigt der Krieg in der Ukraine schon seit Ende 2023. Wer sich nicht weigerte, das zu sehen, sah es schon länger. Dass die USA und Israel sich möglicherweise am Iran die Zähne ausbeißen könnten, zeichnete sich seit Juni vergangenen Jahres ab. Überraschend kommt jetzt aber, dass ausgerechnet das Vorprellen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Erosion beschleunigte, vielleicht sogar einen Erdrutsch in Gang setzte, der weltweit Auswirkungen haben könnte.

In den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm hatte Teheran nur wenige Stunden vor dem Angriff der Israelis und Amerikaner erstmals eingewilligt, kein angereichertes Uran mehr im eigenen Land zu lagern, was den Bau einer Atombombe faktisch unmöglich gemacht hätte. Dennoch griff Donald Trump dieses Zugeständnis nicht auf, um einen diplomatischen Erfolg zu verkünden, sondern entschied sich für eine militärische Eskalation.

Hier manifestierte sich der grundsätzliche Zielkonflikt zwischen Donald Trump und Benjamin Netanjahu: Während Trump einen Deal mit dem Iran anstrebte, will Netanjahu nach wie vor den Ian zerschlagen. Als Universal-Argument für immer wieder neue Kriege dient Netanjahu das iranische Uran, das über den Grad angereichert ist, den man für eine friedliche Nutzung brauchen würde. Die Iraner aber wollen das Uran nicht aus den Händen geben, ohne wesentliche Zugeständnisse zu erhalten, wie zum Beispiel die totale Aufhebung der seit Jahrzehnten in Kraft befindlichen Sanktionen. Mit anderen Worten: Netanjahu braucht das iranische Uran fast mehr, als die Iraner selbst. In dem Moment, als ein Deal in Aussicht stand, musste Netanjahu zuschlagen und die USA in einen Krieg hineinziehen (1).

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Wie zerstört hat der Iran die US-Basen?

Von Thomas Oysmüller – 18. März 2026

Im aktuellen Golfkrieg herrscht ein hohes Maß an Zensur. Es gibt kaum Bilder, weder aus dem Iran noch von Golfstaaten oder aus Israel. Zudem kann man keinem Staat und seiner Darstellung trauen. Das größte Geheimnis sind aber die Schäden der Amerikaner. 

Der Golfkrieg ist zunehmend ein Krieg zweier sich völlig widersprechender Realitäten. Heißt es auf der einen Seite bereits, Tel Aviv sei schwer zerstört und die USA hätten bereits nach Indien flüchten müssen, behauptet die andere Seite, die USA und Israel hätten nur wenig Schäden erlitten und schon gewonnen, während der Iran täglich am schwersten getroffen werde. Man kann davon ausgehen, dass alle Darstellungen Propaganda sind und nichts mit der Wahrheit zu tun haben – die liegt irgendwo dazwischen.

Während man einzelne Bilder aus dem Iran trotz Internet-Shutdown erhält (vorwiegend über Al Jazeera, aber auch über das US-nahe Magazin Iran International), israelische pro-zionistische Medien über Einschläge berichten und Livestreams aus Tel Aviv und Jerusalem rund um die Uhr online sind (wenn man den Bildern noch trauen möchte), herrscht vor allem in den Golfstaaten – besonders rund um die US-Basen – eine strenge Zensur. Während man sich also noch halbwegs ein Bild über die Schäden im Iran und in Israel machen kann, ist das bei den US-Militäreinrichtungen in der Region kaum möglich.

Der US-Journalist Jon Rappoport sagt dazu aktuell:

Wir erhalten nur bruchstückhafte Berichte. Das Pentagon veröffentlicht keinen umfassenden Bericht.

Das nennt man Zensur.

Viele oder die meisten Amerikaner glauben, dass die USA enorme Zerstörungen anrichten, selbst aber kaum Schaden davontragen.

Hier ist eine Liste von US-Stützpunkten, von denen gemeldet wird, dass sie in gewissem Umfang beschädigt wurden:

Kuwait: US-Einsatzzentrale in der Nähe von Camp Arifjan.

Bahrain: Hauptquartier der 5. Flotte der Marine.

VAE: Stützpunkte in Al Dhafra.

Irak: Mehrere US-Stützpunkte.

Katar: Luftwaffenstützpunkt Al Udeid.

Dann gibt es Berichte über „versuchte“ Angriffe auf US-Militäranlagen in Bahrain, Katar, Kuwait, den VAE, Jordanien, Saudi-Arabien, dem Irak und der Türkei.

Uns wird mitgeteilt, dass 14 US-Soldaten getötet wurden.

Man sollte sich an alte Worte erinnern: „Der Nebel des Krieges.“ „Das erste Opfer jedes Krieges ist die Wahrheit.“

In Vietnam wurde mindestens die Hälfte des Krieges an Orten ausgetragen, von denen wir nichts wussten.

Es gibt viele Details über den Iran-Krieg, von denen wir vielleicht jahrelang nichts erfahren werden. Wenn überhaupt.

Für den Präsidenten, seine Berater und das Pentagon ist es ein Leichtes, Zensur mit der nationalen Sicherheit zu rechtfertigen. Der Schutz „operativer Geheimdienstinformationen“. Diese Kategorie lässt sich in jede Richtung ausdehnen.

Sie kann jede peinliche Niederlage abdecken.

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19. Tag im Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran (Ticker 16:00 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 18. März 2026

Der Krieg geht unvermindert weiter, wobei Israel nicht nur den Iran angreift, sondern auch den Libanon und weiter in Gaza Völkermord begeht sowie in der Westbank gegen dort seit Jahrhunderten ansässige Palästinenser vorgeht. Die Straße von Hormus ist weiter geschlossen, Energiepreise steigen und es drohen steigende Lebenmittelpreise sowie in manchen Teilen der Welt auch Hungersnöte, da auch die Ausfuhr von Düngemitteln gestoppt ist, die 35% des Welthandels ausmachen.

Laut staatlichen Medien und dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat gaben iranische Beamte bekannt, dass Ali Larijani bei einem israelischen Angriff zusammen mit seinem Sohn Morteza und einem seiner Mitarbeiter getötet wurde. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, die Morde würden das politische System nicht erschüttern, da es auf Institutionen beruhe. Larijani bekleidete viele einflussreiche Positionen in den Machtzentren des Iran, darunter als Leiter des staatlichen Rundfunksenders Irib, als Parlamentspräsident und als Vorsitzender des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran.

Israel und die USA führen ihren Angriffskrieg weiter mit gezielten Morden von zivilen und militärischen Führern des Iran. Was aber nur dazu führt, dass radikalere Nachfolger die Möglichkeit eines Kompromisses nur weiter verschlechtern. War früher die Ermordung von politischen Anführern eines Landes ausschließlich von kolonialen Eroberern und Terroristen begangen, normalisieren westliche Medien diese Vorgänge inzwischen mit möglicherweise dramatischen Folgen. Und der Iran beginnt entsprechend zu reagieren.

In den letzten 8 Stunden hat sich der Irankrieg, der von Quellen des Globalen Südens als US-Israel-Krieg gegen Iran bezeichnet wird, durch weitere Vergeltungsschläge und Trauerfeiern weiter verschärft.  Teheran trauert um die Getöteten, während Iran als Reaktion Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel startete, bei denen zwei Menschen in Ramat Gan südlich von Tel Aviv ums Leben kamen und Schäden entstanden.

Golfstaaten wie Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien erklären, iranische Raketen und Drohnen abgefangen zu haben. Das Posten von Folgen der iranischen Angriffe in sozialen Medien steht in den Golfmonarchien und Israel unter Strafe. Der iranische Armeechef Amir Hatami hat nach Angaben von TRT World (Türkei) eine „entschiedene und bedauerliche“ Vergeltung für die Tötung Larijanis angekündigt. Iran hat laut der türkischen Nachrichtenagentur angeblich bereits die 61. Welle von Raketenangriffen auf Israel ausgeführt.

The Hindu (Indien) berichtet in seinen Live-Updates, dass die Konflikte sich ausweiten, mit über 2100 Toten und weiteren Angriffen auf US-Truppen. Press TV (Iran) bestätigt die jüngsten iranischen Raketenangriffe auf Israel als Rache für den Tod von „Märtyrer“ Larijani und meldet Tote auf israelischer Seite nach dem Einschlag in der Nähe von Tel Aviv. teleSUR English (Lateinamerika) hebt zudem die Ankündigung der iranischen Revolutionsgarden zum Tod des Basij-Kommandeurs Gholam Reza Suleimani hervor, der dem Angriff zugeschrieben wird, und betont die wachsende regionale Spannung.

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Trump im Kennedy Center: Die Unterwelt an der Macht

Von Patrick Martin und David North – 18. März 2026

In einem einstündigen öffentlichen Auftritt im Kennedy Center – das er per Dekret nach sich selbst umbenannt hat – verteidigte US-Präsident Donald Trump seinen Angriff auf den Iran und behauptete, die bisherigen Ergebnisse des Kriegs seien bereits ein großer Erfolg. Seine Rede glitt zusehends ab in wirre Anekdoten, abrupte Gedankensprünge, flapsige Bemerkungen über die Ehefrauen seiner politischen Kumpane, Anmerkungen zur Akustik des Theaters – durchsetzt mit Prahlereien darüber, ein Land mit 93 Millionen Einwohnern in Schutt und Asche zu legen.

Trump sprach wie eine Figur aus einem Film von Martin Scorsese und ganz im Tonfall der organisierten Kriminalität: lässige Sprüche über das Töten von Anführern, Loyalitätstests, ein kaltschnäuzig geschäftsmäßiger Blick auf Bündnisse, versteckte Drohungen, Selbstbeweihräucherung nach Gewalttaten und eine ungenierte Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid anderer.

Wer sich zum ersten Mal zuschaltet, müsste sich unweigerlich fragen: Ist dieser Mensch wirklich Präsident der Vereinigten Staaten? Es drängt sich der Schluss auf, dass die kriminelle Unterwelt an die Spitze der amerikanischen Politik aufgestiegen ist.

Trump begann seine Ausführungen mit einer Litanei über die Zerstörung, die über den Iran niedergegangen sei. „Unsere mächtige Militäroperation“, tönte er, „wurde in den letzten Tagen mit voller Kraft fortgesetzt. Sie sind buchstäblich ausgelöscht worden. Die Luftwaffe ist weg. Die Marine ist weg. Viele, viele Schiffe sind versenkt worden. Es waren Kriegsschiffe, aber offensichtlich wussten sie nicht, wie man sie benutzt. Und die Flugabwehr ist dezimiert. Ihr Radar ist weg, und ihre Anführer sind weg. Ansonsten geht es ihnen ganz gut.“

Dieser groteske Scherz macht deutlich, wie sehr sich Trump an den Opfern des von ihm begonnenen Kriegs weidet. Tausende Iraner sind getötet worden, und fast tausend Libanesen sind unter israelischem Bombardement ums Leben gekommen – mit Waffen, die von den USA geliefert wurden. Auch dreizehn US-Soldaten wurden getötet.

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Europäische Union stellt Bedingungen für Beteiligung am Krieg gegen Iran

Von Peter Schwarz – 18. März 2026

Die Europäische Union hat der Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an einem Militäreinsatz in der Straße von Hormus zu beteiligen, eine deutliche Absage erteilt. „Niemand will sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen“, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister, das am Montag in Brüssel stattfand. „Das ist nicht unser Krieg.“

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und andere europäische Regierungschefs sprachen sich gegen eine Kriegsteilnahme aus. „Es stellt sich nicht die Frage, ob wir uns beteiligen,“ sagte Merz. „Wir werden es nicht tun.“ Zur NATO sagte er, sie sei „ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis“, deshalb sei ihr Einsatz hier nicht gefragt.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die europäischen Verbündeten gedrängt, sich an der Sicherung des Seewegs zu beteiligen, der seit dem US-israelischen Angriff vom Iran blockiert wird, und im Falle einer Weigerung mit Konsequenzen für die NATO gedroht.

„Es ist nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert“, sagte Trump gegenüber der Financial Times. „Wenn es keine Reaktion gibt oder wenn die Reaktion negativ ausfällt, wird das meiner Meinung nach sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein.“ Am Montag wiederholte er diese Drohung auf einer Pressekonferenz.

Das europäische Nein bedeutet weder eine Ablehnung des kriminellen Kriegs gegen den Iran, noch schließt es aus, dass die Europäer mit eigenen Truppen ins Kriegsgeschehen eingreifen werden. Sie sind lediglich nicht bereit, sich auf einen Krieg einzulassen, auf dessen Verlauf und Ergebnis sie keinen Einfluss haben. Sie wollen den Preis für ihre Kriegsteilnahme in die Höhe treiben.

Merz hatte Trump noch vor zwei Wochen, unmittelbar nach Kriegsbeginn, seine Unterstützung versichert. „Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran weg muss, und wir werden darüber reden, was am Tag danach passieren wird, wenn sie weg sind,“ sagte er bei einem Besuch im Weißen Haus.

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One Battle After Another gewinnt die wichtigsten Oscars; Javier Bardem zeigt Mut in einer allgemeinen Atmosphäre von Unruhe und Opposition

Von David Walsh – 18. März 2026

Paul Thomas Andersons Film One Battle After Another, der am Sonntagabend bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles als bester Film ausgezeichnet wurde, beginnt mit einer Szene, in der eine Gruppe von linken Aktivisten Immigranten aus einem staatlichen Haftzentrum befreit.

Anschließend macht sich der Film über einen korrupten und grausamen Offizier lustig, der mit rassistischen Faschisten zusammenarbeitet. Er dramatisiert die brutale Jagd und Hinrichtung von selbsternannten Revolutionären und zeigt eine paramilitärische Operation in einer amerikanischen Stadt im Stil der ICE, die als Drogenbekämpfung gerechtfertigt wird. Die Bilder von Männern, Frauen und Kindern ohne Papiere auf der Flucht vor Repression sind die eindringlichsten und überzeugendsten Momente dieses Films.

Wir schrieben dazu in einer Filmkritik:

In den erschütterndsten und bewegendsten Szenen stellen Anderson und seine Kollegen den derzeitigen Kurs auf Polizeistaatsherrschaft mit großer Genauigkeit dar. Die Brutalität und der faschistische Charakter der Hysterie gegen Immigranten und vor allem die ICE-Razzien werden in dem Film überzeugend zum Ausdruck gebracht.

Dass One Battle After Another am Sonntag mit sechs Oscars ausgezeichnet wurde – in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Nebendarsteller“, „Bester Schnitt“ und „Bestes Casting“ – ist vermutlich das deutlichste Zeichen für die Veränderungen, die sich in der Welt der Kunst vollziehen. Sie sind ein komplexes Abbild wichtiger Veränderungen im allgemeinen Bewusstsein.

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