Trotz Coronavirus-Risiko: Julian Assanges Freilassung auf Kaution abgelehnt

Von Thomas Scripps – 27. März 2020

Die britische Richterin Vanessa Baraitser lehnte am Mittwoch einen Antrag des WikiLeaks-Gründers Julian Assange auf Entlassung auf Kaution rundheraus ab. Assange befindet sich immer noch in Untersuchungshaft im Londoner Hochsicher-heitsgefängnis Belmarsh, wo er auf den Abschluss seiner Auslieferungsanhörung warten muss. Er soll an die Vereinigten Staaten ausgeliefert werden, wo ihm lebenslange Haft wegen des Vorwurfs der Spionage droht.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/27/assa-m27.html

Wenn aber die Pandemie vorbei ist …

Von Nebojša Katic – 27. März 2020

Auch wenn es abwegig klingen mag, für die herrschenden politischen und wirtschaft-lichen Strukturen im Westen ist Covid 19 ein Geschenk des Himmels. Die Pandemie wird verheerende wirtschaftliche Folgen haben. Aber auch ohne sie war eine große Wirtschaftskrise unvermeidlich. Der Beginn der Krise hatte sich bereits im September 2019 deutlich gezeigt. Die Pandemie wird jetzt dazu dienen, diese Tatsache zu vertuschen und unbequeme Fragen unter den Tisch zu kehren.

Finanzinvestor Dibelius: Wirtschaft hat Vorrang vor Gesundheit

Von Peter Schwarz – 25. März 2020

Vor einigen Wochen hätte sich noch kaum jemand vorstellen können, dass in führenden deutschen Tageszeitungen offen darüber debattiert wird, wie viele Arbeiterleben wirtschaftlichen Interessen geopfert werden sollen. Zu tief saß die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis, die in den großen Industriebetrieben Deutschlands Millionen von Zwangsarbeitern buchstäblich zu Tode gearbeitet hatten. Doch mit der Corona-Krise lassen die Vertreter des Kapitals ihren faschistischen Vorstellungen wieder freien Lauf.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/25/dibe-m25.html

USA – Die Botschaft der Großkonzerne zur Coronavirus-Pandemie: Rettet Profite, nicht Leben

Von Andre Damon – 25. März 2020

Die Coronavirus-Pandemie breitet sich weiter auf der ganzen Welt aus und in den Vereinigten Staaten steigt die Zahl der gemeldeten Fälle schneller als in jedem anderen Land. Gleichzeitig zeichnet sich eine klare Linie der herrschenden Klasse in Amerika ab, die lautet: „Das Heilmittel ist schlimmer als die Krankheit.“ Mit anderen Worten, das Leben von Millionen Arbeiterinnen und Arbeitern soll im Interesse der Unternehmens-profite geopfert werden.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/25/pers-m25.html

Wie gefährlich ist Covid-19? Ein Grundproblem ist das Fehlen verlässlicher und vergleichbarer Daten

Von Florian Rötzer – 24. März 2020

Ein Problem beim neuen Coronavirus könnte sein, dass die Infektion bei vielen Menschen so harmlos ist, dass sie eine Erkrankung gar nicht bemerken. Nach chinesischen Daten könnte ein Drittel der durch Tests positiv, aber asymptomatisch Infizierten zur Kategorie der „stillen Träger“ gehören.

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Keine Rettungsaktionen für Banken und Konzerne! Direkte finanzielle Mittel an die Arbeiter, nicht an die kapitalistische Elite!

Von: Sozialistische Gleichheitspartei – 24. März 2020

Zu Beginn der neuen Woche steigt die Zahl der mit dem COVID-19-Virus infizierten Menschen in Europa und den Vereinigten Staaten exponentiell an. Am schlimmsten ist die Lage in Italien. Dort stieg die Zahl der Toten allein gestern erneut um 601 auf mittlerweile über 6.077 und die Zahl der Erkrankten um 4.789 auf fast 64.000. Auch die Lage in Spanien ist dramatisch. Die Zahl der Toten stieg gestern um 435 auf über 2300, die der Infizierten auf mehr als 35.000.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/24/pers-m24.html

Corona-Notpaket der Bundesregierung: Milliarden für die Reichen, Almosen für die Armen

Von Peter Schwarz – 24. März 2020

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ Der berühmte Satz des Militärtheoretikers Clausewitz lässt sich auf das 756-Milliarden-Notpaket übertragen, das die Bundesregierung gestern für den „Krieg“ gegen die Corona-Krise beschlossen hat. Es setzt die Politik der Bereicherung der Reichen auf Kosten der Armen fort, die die Große Koalition seit Jahren verfolgt.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/24/pake-m24.html

US-Justizministerium will im Notstand Menschen unbegrenzt ohne Prozess inhaftieren können

Von Florian Rötzer – 23. März 2020

Wie schon beim Terrorismus wird die Corona-Pandemie ausgenutzt, um die Macht des Staats auch bei Naturkatastrophen und „zivilem Ungehorsam“ zu erweitern. Während in Deutschland an neuen staatlichen Befugnissen auf Bundes- und Landesebene earbeitet wird, um einen Gesundheitsnotstand auszurufen, der es erlaubt, Material zu beschlagnahmen oder Menschen zu Leistungen zu verpflichten, geht die US-Regierung weit darüber hinaus. Ähnlich wie die EU, die ihre Grenzen abgedichtet hat und keine Asylanträge mehr annimmt, sucht auch US-Präsident Donald Trump die Coronavirus-Pandemie politisch zu instrumentalisieren.

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Die Ausbreitung der Pandemie und die Lehren der letzten Woche

Von Joseph Kishore und David North – 23. März 2020

In der vergangenen Woche hat sich endgültig herausgestellt, dass die Coronavirus-Pandemie ein Ereignis von immenser historischer Bedeutung ist. Mit der Ausbreitung der Pandemie auf der ganzen Welt wächst sich der Gesundheitsnotstand rasch zu einer Krise der globalen Gesellschaftsordnung aus. Die steigende Zahl der Todesopfer, die Stilllegung der Großstädte und der Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen für Hunderte Millionen macht den sozialen, wirtschaftlichen, politischen und nicht zuletzt moralischen Bankrott des kapitalistischen Systems unübersehbar.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/23/pers-m23.html

Virus und Sanktionen: Irans doppelter Kampf in der Corona-Krise

Von Fabian Goldmann – 23. März 2020

Iran gilt vielen Beobachtern als Negativbeispiel dafür, wie man es in der Corona-Krise nicht machen sollte. Dabei dürfte die hohe Zahl an Toten und Infizierten im Land vor allem auf das Konto der US-amerikanischen Sanktionspolitik gehen. Es sind ungewöhnliche Schritte, die die iranische Regierung derzeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unternimmt. Auf Twitter wandte sich Irans Außenminister Javad Zarif vergangene Woche mit einer Art Wunschliste an die internationale Gemeinschaft. Benötigt würden unter anderem 1000 Beatmungsgeräte, 3,2 Millionen Test-Kits, über 170 Millionen Atemmasken. Grund für den Aufruf seien die „Beschränkungen beim Zugang zur Medikamenten und Geräten“, denen sich der Iran ausgesetzt sehe. Konkreter wurde Präsident Hassan Rohani wenige Tage später. In einem Brief an mehrere Staatschefs bat er diese, nicht zuzulassen, dass die US-Sanktionen Irans Kampf gegen den Covid-19-Virus behinderten und forderte sie auf, der „illegalen und unmenschlichen Schikane” der USA entgegenzutreten.