Selenskyj appelliert an deutschen Militarismus

Von Peter Schwarz – 19. März 2022

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Donnerstag per Videoschaltung zum Deutschen Bundestag. Seine Rede war ein Appell an die schlimmsten Traditionen der deutschen Geschichte. 80 Jahre nach dem deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, dem 27 Millionen ihrer Einwohner zum Opfer fielen, warf er Deutschland vor, nicht aggressiv genug gegen Russland vorzugehen, wo die Erinnerungen an den Terror von Hitlers Wehrmacht noch äußerst lebendig sind. Durch das lange Festhalten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die Ablehnung von präventiven Sanktionen gegen Russland und die Weigerung, die Ukraine in die NATO aufzunehmen, habe Deutschland daran mitgewirkt, sein Land zu isolieren und an Russland auszuliefern, beschuldigte Selenskyj die versammelten Abgeordneten, denen er mangelnde „Kraft“ und „Führungsstärke“ vorwarf.

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Russischer Analyst: „Der dritte Weltkrieg läuft bereits“

Von Thomas Röper – 18. März 2022

Ein Analyst der russischen Nachrichtenagentur TASS hat einen sehr interessanten Artikel geschrieben, den ich in ganz ähnlicher Form auch schreiben wollte: Der dritte Weltkrieg ist bereits ausgebrochen. – Der Westen geht, auch zum eigenen Schaden, mit allen Mitteln – außer mit militärischen – gegen Russland vor. Wir erleben ein Propaganda-Feuerwerk, wie es seit Jahrzehnten keines mehr gegeben hat. … Der Kampf der Globalisten im Westen gegen Staaten, die meinen, dass die Macht von Nationalstaaten und nicht von Konzernen ausgehen sollte, scheint in seine entscheidende Phase getreten zu sein.

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Eine Reportage des russischen Fernsehens aus Mariupol

Von Thomas Röper – 18. März 2022

In Mariupol hat das Nazi-Bataillon Asow die Menschen an der Flucht gehindert und sie als menschliche Schutzschilde missbraucht. Nun konnte ein Filmteam in die fast vollständig befreite Stadt. – Dass die Neonazis des Asow-Regiments die Menschen in Mariupol an der Flucht gehindert und sie als menschliche Schutzschilde benutzt haben, habe ich schon berichtet. Das russische Fernsehen hat am 18. März eine Reportage aus dem fast vollständig befreiten Mariupol gebracht, die ich übersetzt habe. Sollten Sie die Möglichkeit haben, den Beitrag anzuschauen, dann tun Sie das, denn ohne die Bilder ist der Text weit weniger verständlich und mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russischkenntnisse verständlich.

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„Der Nagel im Sarg des Kommunismus“

Von Ulrich Heyden – 18. März 2022

Vor 30 Jahren wurde in Russland – unter Anleitung von US-Beratern – das Staatseigentum verscherbelt: Nach Bolivien wurde auch Russland eine Schocktherapie verordnet. Westliche Lobbyisten gingen damals bei der russischen Regierung ein und aus. Oligarchen übernahmen die Macht. Das Volk verarmte.
Als ich im Frühjahr 1993 in Moskau aus der U-Bahn kam und durch die langen Fußgängertunnel auf die Straße ging, sah ich sie stehen: Menschen in einfacher Kleidung mit einer Woll- oder Pelzmütze auf dem Kopf und mit einem Schild vor der Brust. Darauf stand nur das Wort „Kuplju“ („Ich kaufe“). Alle wussten, was da aufgekauft wurde: Voucher, das waren Berechtigungsscheine für den Erwerb von Aktien bei Staatsunternehmen. Alle Russen (Erwachsene und Kinder) bekamen ab dem 1. Oktober 1992 einen Voucher im Wert von 10.000 Rubel. Das waren damals 17 Dollar und etwas mehr als das durchschnittliche Monatseinkommen eines Ingenieurs, das damals bei 7.500 Rubel lag. Die Voucher waren keine Eigentumstitel, sondern Berechtigungsscheine für den Erwerb von Aktien von staatlichen Unternehmen. Jeder dieser Berechtigungsscheine hatte eine Nummer. Dass der Name des Voucher-Besitzers auf dem Dokument nicht eingetragen wurde, war beabsichtigt und öffnete später Betrügern Tür und Tor.

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Ein Held unserer Zeit

Von Jens Berger – 18. März 2022

Es war wohl das erste Mal, dass der Staatschef eines fremden Landes per Live-Schalte vor dem Bundestag sprechen durfte. Aber was ist schon normal in diesen Tagen? Wolodymyr Selenskyj gilt als Held unserer Zeit. Und zumindest aus Propagandasicht ist Selenskyj sicher ein Volltreffer. Aber das war es dann auch. Denn ein Held ist Selenskyj sicher nicht. Echte Helden führen keine Kriege, sie verhindern sie. Echte Helden sorgen sich um die, die ihnen lieb sind, und bringen sie nicht in Gefahr. Wäre Selenskyj ein Held, hätte er nach seiner Amtsübernahme vor drei Jahren das Minsker Abkommen umgesetzt und den Krieg im Donbas beendet. Damit hätte er seinem Land und seinen Bürgern viel Leid erspart. Doch für solche wahren Helden hat unsere Kultur nur Spott übrig; man erbaut ihnen keine Denkmäler, nach ihnen werden keine Straßen benannt. Wer jedoch unschuldige junge Männer für ein „höheres Ziel“ auf dem Schlachtfeld opfert, der geht als Held in die Geschichte ein. Zeit, unser Heldenbild zu überdenken.

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Neutralität der Ukraine ist das Gebot der Stunde

Von Peter Nowak – 18. März 2022

Zur herrschenden Ukrainophilie, zur neuen Bewegung der „NATO-Linken“ sowie den Herausforderungen der Friedensbewegung. – „Wir rufen die Verantwortlichen der Konfliktparteien und der USA dazu auf, alles daran zu setzen, konstruktive und effektive Verhandlungen zur Wiederherstellung des Friedens in der Ukraine zu beschleunigen, um die Menschenleben in der Ukraine und Russland zu retten.“ (IPPNW) Mit diesem zivilgesellschaftlichen Appell ist die Organisation Ärztinnen und Ärzte zur Verhinderung eines Atomkriegs an die Öffentlichkeit getreten. Das Statement ist erkennbar von einer bürgerlichen Organisation verfasst. Aber es setzt Standards für Organisationen, die sich „Friedensbewegung“ nennen aus mehreren Gründen. Er wurde gemeinsam von der russischen und der ukrainischen Sektion der IPPNW unterschrieben. Bemerkenswert ist auch, dass in dem Aufruf auf die engen Verbindungen hingewiesen wird, die es zwischen der ukrainischen und der russischen Bevölkerung seit vielen Jahrzehnten gegeben hat.

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Reisen in das Konfliktgebiet in der Ost-Ukraine

Von Thomas Röper – 17./18. März 2022

Ich wurde eingeladen, als einer der ersten ausländischen Journalisten das Konfliktgebiet in der Ost-Ukraine zu besuchen. … Nachdem unsere erste Fahrt uns nur wenige Kilometer hinter die Grenze geführt hatte, sollte es am zweiten Tag nach Melitopol gehen. Die Stadt liegt etwa 180 Kilometer hinter der Grenze und sie hat in den letzten Tagen einige Schlagzeilen gemacht, weil der dortige Bürgermeister angeblich von der russischen Armee entführt und dann gegen russische Kriegsgefangene ausgetauscht worden ist. Wir waren alle sehr neugierig auf die Menschen dort, nachdem wir bei der ersten Reise schon die Angst der Menschen vor Ort gespürt hatten.

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[Zweite Reise – hier weiterlesen]

„Russland isolieren” (II)

Von German-Foreign-Policy.com – 18. März 2022

Die Bestrebungen des Westens, Russland weltweit zu isolieren, stoßen auf Widerstand; die überwiegende Mehrheit aller Staaten nimmt nicht an den Russland-Sanktionen teil. – Die Bestrebungen der transatlantischen Mächte, Russland möglichst weltweit zu isolieren, stoßen auf breiten Widerstand. Indien verweigert sich der Forderung, sich der Sanktionspolitik anzuschließen, arbeitet an einem alternativen, nicht auf SWIFT und den US-Dollar angewiesenen Zahlungssystem und plant eine Ausweitung seiner Erdölimporte aus Russland. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sperren sich gegen das Verlangen, ihre Ölförderung stark auszuweiten, um ein globales Ölembargo gegen Russland zu ermöglichen; der britische Premierminister Boris Johnson kehrte gestern nach Verhandlungen auf der Arabischen Halbinsel mit leeren Händen heim. Mehrere Staaten Südamerikas, darunter Argentinien, Brasilien und Chile, machen Druck, zumindest russische Düngemittelexporte zu ermöglichen; andernfalls, heißt es, sei die globale Versorgung mit Lebensmitteln in Gefahr. Die Staaten Lateinamerikas sowie Afrikas halten sich von der Sanktionspolitik ebenso fern wie die Türkei, beinahe alle Staaten Südostasiens und des Nahen und Mittleren Ostens sowie China. Die im Westen beliebte Aussage, Russland sei „in der Welt isoliert“, trifft nicht zu.

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Selenskyj drängt auf Kriegseintritt der NATO

Von Peter Schwarz – 17. März 2022

Der ukrainische Präsident drängt darauf, dass sich die NATO direkt an Kriegshandlungen gegen Russland beteiligt – auch wenn sie damit einen dritten Weltkrieg riskiert. – Wolodymyr Selenskyj sprach am Mittwoch per Videoschaltung zum US-Kongress und am Donnerstag zum Deutschen Bundestag. In beiden Reden kritisierte er die bisherigen Militärhilfen und Sanktionen gegen Russland als zu schwach und verlangte die Einrichtung einer Flugverbotszone. „Das ist ein Terror, wie ihn Europa seit 80 Jahren nicht mehr gesehen hat, und wir verlangen eine Antwort, eine Antwort auf diesen Terror von der ganzen Welt“, sagte er in Washington. „Ist es zu viel verlangt, eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten, um Menschen zu retten?“ Alternativ schlug er die Lieferung von hochwertigen Luftabwehrraketen vor, die sich in NATO-Beständen befinden.

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Ukrainischer Nachrichtensprecher zitiert Adolf Eichmann und ruft zum Völkermord an Russen auf

Von Jason Melanovski – 17. März 2022

Am 12. März rief der ukrainische Nachrichtensprecher Fahruddin Scharafmal von Kanal 24 in einer faschistischen Hetzrede im landesweiten Fernsehen dazu auf, russische Kinder zu massakrieren und Russland vom Angesicht der Erde auszulöschen. Als Anlass benutzte Scharafmal einen Bericht über den Tod seines Freundes, der den ukrainischen Streitkräften angehört hatte und am Wochenende im Kampf gegen Russland gefallen war. Er zeigte ein Foto des Nazi-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann und rief zur Ermordung von Millionen von russischstämmigen ukrainischen Staatsbürgern auf. Er erklärte: „Als Journalist muss ich objektiv sein. Ich muss ausgewogen sein, um Informationen mit kaltem Herzen zu verbreiten. Aber ehrlich gesagt wird das zunehmend schwer.“

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