Biden bekräftigt Unterstützung der USA für Israel, Netanjahu will Angriff auf Rafah fortsetzen

Von Andre Damon – 13. Februar 2024

Wie der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag erklärte, ist Israel entschlossen, Rafah anzugreifen. Mehr als eine Million Menschen haben in dieser südlichsten Stadt des Gazastreifens Zuflucht gefunden.

Netanjahu erklärte in einem Interview mit ABC: „Wir werden es tun. Wir werden die restlichen Bataillone der Hamas-Terroristen in Rafah erwischen.“

Der Angriff auf Rafah würde zu massiven zivilen Opferzahlen führen. Laut Euro-Med Monitor wurden durch Israels Völkermord in Gaza bisher 35.000 Menschen getötet, darunter mehr als 30.000 Zivilisten. Mehr als 85 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens wurden obdachlos, und eines von zehn Kindern unter fünf Jahren leidet an akuter Unterernährung.

Bezeichnenderweise behauptete Netanjahu, man werde die Bevölkerung des Gazastreifens in den Norden drängen. Zahlreiche Menschenrechtsexperten warnen jedoch, Israels eigentlicher Plan sei, die Bevölkerung des Gazastreifens über die Grenze nach Ägypten in den Südwesten zu treiben.

Netanjahu erklärte: „Nördlich von Rafah gibt es viel Platz, wo sie hinkönnen, und dort werden wir sie hinlenken. Und wir werden sie erneut auffordern und anweisen, mit Flugblättern, per Handy und mit sicheren Korridoren.“

Er erklärte weiter: „Unser Ziel ist der finale Sieg.“

Nach Netanjahus Auftritten bei ABC und Fox News am Sonntag veröffentlichte das Weiße Haus die Abschrift eines Telefonats zwischen US-Präsident Joe Biden und Netanjahu. Darin bekräftigte der US-Präsident seine Unterstützung für Israels militärisches Vorgehen und erklärte in der gleichen Rhetorik wie Netanjahu, dass Biden „unser gemeinsames Ziel bekräftigt hat, die Hamas besiegt zu sehen und die langfristige Sicherheit Israels und seiner Bevölkerung sicherzustellen“.

Laut der Abschrift bekräftigte Biden „seine Ansicht, dass eine Militäroperation in Rafah nicht ohne einen glaubwürdigen und durchführbaren Plan stattfinden sollte, der die Sicherheit und Unterstützung für die mehr als eine Million Menschen gewährleistet, die dort Zuflucht gefunden haben“.

Angesichts von Netanjahus Zusicherungen, das israelische Militär habe einen „Plan“ entwickelt, die Flüchtlinge in Rafah in den nördlichen Gazastreifen zu vertreiben, bedeuten Bidens Äußerungen grünes Licht für den geplanten Angriff.

Mustafa Barghouti, ein palästinensischer Politiker und Mitglied der Palästinensischen Nationalen Initiative, erklärte gegenüber Al Jazeera in Reaktion auf Bidens Stellungnahme: „Biden hat Netanjahu grünes Licht für die Invasion von Rafah gegeben … Die USA sind an diesem Angriff beteiligt.“

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Streit über Bidens Alter und Zurechnungsfähigkeit: Die tieferen Ursachen der Krise der Demokraten

Von Patrick Martin – 13. Februar 2024

Die Krise, die in der Demokratischen Partei nach dem Bericht des Sonderberaters über den Umgang von Präsident Joe Biden mit geheimen Dokumenten ausgebrochen ist, ist Ausdruck einer viel tieferen Krise des gesamten politischen Systems der Vereinigten Staaten.

Der Präsident, seine Berater im Weißen Haus, Vizepräsidentin Kamala Harris und führende Demokraten im Kongress sind Sonderstaatsanwalt Robert Hur vehement entgegengetreten und verurteilten seine Aussage, er habe keine Strafverfolgung gegen Biden empfohlen, weil kein Geschworenengericht einen „sympathischen, wohlmeinenden, älteren Mann mit schlechtem Gedächtnis“ verurteilen würde.

Die Demokraten haben Hurs Bericht als politisch motiviert und das Produkt eines parteiischen Republikaners angegriffen, obwohl Hur von Bidens eigenem Generalstaatsanwalt, Merrick Garland, ernannt wurde. Solche Anschuldigungen sind jedoch völlig nebensächlich. Der Hur-Bericht hat in erster Linie deshalb verheerende Auswirkungen, weil seine Beschreibung Bidens so offensichtlich zutreffend ist.

Der US-Präsident ist ein Mann, dem man sein Alter unverkennbar ansieht. Er geht steif, gestikuliert zögernd, ist häufig abgelenkt, verzettelt sich beim Sprechen und ihm unterlaufen verbale Ausrutscher und Fehler, die nicht als Überbleibsel des Stotterns abgetan werden können, das er als Jugendlicher überwinden musste. Seit mehr als 50 Jahren, seit seiner ersten Wahl in den US-Senat 1972, ist er intensiv auf höchster politischer Ebene des kapitalistischen Staates tätig, und niemand kann die Verschleißerscheinungen übersehen.

Hurs Bericht hat die Krise der Demokratischen Partei nicht verursacht, sondern sie nur an die Oberfläche gebracht.

Zu den tieferen Ursachen gehört die überwältigende Unbeliebtheit der Biden-Harris-Regierung. Dies ist vor allem auf ihr unerschütterliches Bekenntnis zum imperialistischen Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen zurückzuführen, sowie auf die anhaltende Verschlechterung der Lebensbedingungen der arbeitenden Menschen und insbesondere der jungen Generation: sinkende Reallöhne, explodierende Schulden für die Hochschulausbildung, ausufernde Polizeigewalt und Angriffe auf demokratische Rechte.

Bedeutende Teile der US-amerikanischen herrschenden Elite befürchten nun, dass die diesjährige Präsidentschaftswahl beim gegenwärtigen Verlauf des Wahlkampfs wahrscheinlich mit einem Wiedereinzug Trumps ins Weiße Haus enden wird. Ihre Sorge vor Trump gilt dabei nicht seiner Bedrohung der Demokratie – die Finanzaristokratie hat reichlich Erfahrung mit diktatorischen Regimen auf der ganzen Welt –, sondern den Folgen auf außenpolitischem Gebiet, auf dem der Ex-Präsident als instabil und impulsiv gilt.

Zusätzliche Unruhe löste Trump mit seinen Äußerungen auf einer Wahlkampfveranstaltung am Samstagabend in South Carolina aus, als er Nato-Staaten anprangerte, die zu wenig für das Militär ausgeben, und andeutete, dass er die Streitkräfte des russischen Präsidenten Wladimir Putin ermutigen würde, mit ihnen zu machen, „was immer sie wollen“. Trumps Einfluss in der republikanischen Partei hat bereits scheinbar zu einer Blockade der von Biden vorgeschlagenen zusätzlichen Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 60 Milliarden Dollar geführt, die zwar den Senat passiert hat, aber bisher im von den Republikanern kontrollierten Repräsentantenhaus zum Erliegen gekommen ist. Der faschistische Ex-Präsident ist natürlich kein Pazifist, sondern konzentriert sich mehr auf China und einen rein wirtschaftlichen Ansatz in der Handels- und Außenpolitik.

Dies steht im Widerspruch zum zentralen Anliegen der Biden-Regierung, der Demokratischen Partei, der Wall Street und des Militär- und Geheimdienstapparates, eine entscheidende Niederlage Russlands im Stellvertreterkrieg zwischen den USA und der NATO in der Ukraine herbeizuführen. Das ukrainische Regime, das 2014 durch einen von den USA unterstützten und von neonazistischen Kräften angeführten Putsch an die Macht gebracht wurde, steht nun vor einem Debakel. Die „Frühjahrsoffensive“ von 2023, die sich bis in den Herbst hineinzog, hat außer dem Abschlachten von mehr als 100.000 ukrainischen Soldaten wenig gebracht. In der vergangenen Woche brach die politische Krise des Regimes offen zutage, als Präsident Wolodymyr Selenskyj den obersten Militärbefehlshaber General Walerij Saluschnyj, absetzte.

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Was Russland bei Friedensverhandlungen (von den USA) fordern würde

Von Thomas Röper – 12. Februar 2024

Westliche Medien verbreiten, dass Russland gar keine Friedensverhandlungen möchte. Das ist bekanntlich nicht wahr, weshalb ich hier aufzeigen werde, was Russland in möglichen Friedensverhandlungen fordern würde.

Westliche Medien und Politiker behaupten, Russland wolle keine Friedensverhandlungen. Dass das glatt gelogen ist, habe ich oft thematisiert, zumal es die Ukraine ist, die jede Art von Friedensverhandlungen nicht nur ablehnt, sondern Präsident Selensky hat Verhandlungen mit Russland Ende September 2022 sogar unter Strafe gestellt. Aber davon haben westliche Medien nie berichtet.

Eine weitere Formulierung, die ich in letzter Zeit in westlichen Medien finde, ist, dass Russland nicht bereit sei, über annehmbare Bedingungen zu verhandeln. Das kommt der Wahrheit bedeutend näher, nur berichten die westlichen Medien nicht darüber, welche Bedingungen Russland stellen würde.

Ich habe immer wieder einige der Bedingungen genannt und Leser meines Buches „Putins Plan“ haben darüber schon viel gelesen, denn in dem Buch habe ich aufgezeigt, worum es Russland in dem Konflikt mit dem Westen geht. Daraus kann man auch auf die Forderungen schließen, die Russland bei Gesprächen mit dem US-geführten Westen stellen dürfte.

In diesem Artikel werde ich aufführen, was Russland bei Friedensverhandlungen fordern wird. Ich benutze bewusst die Formulierung „fordern wird“ und nicht „fordern dürfte“, weil ich von Quellen dazu einiges erfahren habe und daher ziemlich sicher bin, dass das die Forderungen sind, die die russische Regierung stellen wird. Ich verbreite damit keine geheimen Informationen, denn über diese Dinge wird in Moskau sehr offen gesprochen. Ich stelle diese Dinge hier nur deshalb zusammen, weil ich bisher keinen Artikel gesehen habe, in dem das getan wurde.

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Vorweg sei gesagt, dass man an den Forderungen deutlich sehen kann, was ich immer wieder berichtet habe: Russland sieht sich nicht im Krieg mit der Ukraine, sondern es sieht sich im Krieg mit dem kollektiven Westen. Und da der Westen nun einmal von den USA dominiert wird und die USA ihren Satelliten die Politik vorgeben, richten sich praktisch alle russischen Forderungen schlussendlich an die USA. Es gibt keine Forderungen an Kiew oder die EU, weil man in Moskau weiß, dass die Regierungen in Kiew und den EU-Staaten ohnehin nicht souverän sind und im Großen und Ganzen nur Anweisungen aus Washington umsetzen.

Weist die Entlassung von Ghassan Hage zurück! Verhindert die Gleichschaltung von Forschung und Lehre!

Von SGP – 12. Februar 2024

Die Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) protestiert auf das Schärfste gegen die Entlassung von Ghassan Hage durch die Max-Planck-Gesellschaft und fordert seine sofortige Wiedereinstellung. Wir appellieren an Akademiker, Studierende und alle, die demokratische Rechte nicht widerstandlos den Angriffen der Rechten preisgeben wollen, sich diesem Protest anzuschließen.

Der libanesisch-australische Wissenschaftler, der in Melbourne, Beirut, Nanterre (Paris), Kopenhagen und Harvard gelehrt hat, war seit April 2023 als Gastdozent am Max-Planck-Institut für Sozialanthropologie in Halle (Saale) tätig. Nun hat ihn die Max-Planck-Gesellschaft fristlos entlassen, weil er in sozialen Medien den israelischen Massenmord an den Palästinensern verurteilt hat.

Ghassan Hage [Photo by Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung; das Bild und die Website sind inzwischen gelöscht]

Die Bedeutung des Angriffs auf Ghassan Hage geht weit über den individuellen Fall hinaus. Hier wird ein Präzedenzfall geschaffen, um Forschung und Lehre gleichzuschalten. Die Max-Planck-Gesellschaft hat mit 84 Forschungseinrichtungen, 24.000 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 2,5 Milliarden Euro enormen Einfluss darauf, welche Forschungsinhalte in Deutschland gefördert werden und wer eine Professoren- oder Doktorandenstelle erhält.

In einer Zeit, in der Deutschland massiv aufrüstet und die Regierung verkündet, die Deutschen müssten wieder „kriegstüchtig“ werden, signalisiert die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Rauswurf Hages, dass sie keine Lehrinhalte und Meinungen mehr duldet, die im Gegensatz zu den politischen Zielen der Regierung und der herrschenden Eliten stehen.

Den Anlass für die Entlassung Hages lieferte ein reißerischer Hetzartikel, der am 5. Februar in der Tageszeitung Welt erschien. Unter der Überschrift „Antisemitismus-Skandal erschüttert deutsche Nobelpreis-Schmiede“ warf das rechte Springer-Blatt dem Wissenschaftler vor, er predige „Israel-Hass“ und glorifiziere unverkennbar den „Terror der Hamas“. Drei Tage später erfuhr Hage von seinem Rausschmiss durch die Führung der Max-Planck-Gesellschaft in München. „Niemand in München, ob Anwalt oder jemand anderes, hat mich kontaktiert oder um meine Meinung gebeten,“ berichtet er auf seinem Blog.

Die Max-Planck-Gesellschaft teilte in einer kurzen Stellungnahme von zwei Absätzen mit, man habe sich von dem „in der Fachcommunity bekannten und angesehenen libanesisch-australischen Wissenschaftler“ getrennt, weil „unter den von ihm in jüngerer Zeit über soziale Medien verbreiteten Ansichten viele mit den Grundwerten der Max-Planck-Gesellschaft unvereinbar“ seien. „Rassismus, Islamophobie, Antisemitismus, Diskriminierung, Hass und Hetze haben in der Max-Planck-Gesellschaft keinen Platz.“

Hage weist diese verleumderischen Vorwürfe kategorisch zurück. „Ich stehe zu allem, was ich in meinen sozialen Medien sage,“ schreibt er. „Ich habe ein politisches Ideal, für das ich in Bezug auf Israel/Palästina immer gekämpft habe. Es ist das Ideal einer multireligiösen Gesellschaft, die aus Christen, Muslimen und Juden besteht, die in diesem Land zusammenleben. Meine akademischen Schriften zu diesem Thema, und sie sind umfangreich, zeugen davon, wie ich immer für dieses Ideal gekämpft habe.“

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„Scholz kennt die Wahrheit über die Nord Streams, darf sie aber nicht erzählen“

Von vesti7.ru (Übersetzung: Thomas Röper) – 12. Februar 2024r

Letzte Woche hat Schweden die Ermittlungen zur Sprengung der Nord Streams eingestellt und Scholz war wieder mal beim dementen US-Präsidenten. Ein Rückblick auf die politische Woche in und um Deutschland.

Für den Deutschland-Korrespondenten des russischen Fernsehens war die letzte Woche wahrscheinlich ein Fest, denn die Ereignisse gaben seiner ironischen Art, über den Polit-Zirkus in Deutschland zu berichten, wieder viel Nahrung. Daher habe ich seinen Bericht über die politische Woche in Deutschland, der am Sonntag im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens ausgestrahlt wurde, auch dieses Mal wieder übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Scholz kennt die Wahrheit, darf sie aber nicht erzählen

Die schwedischen Staatsanwälte haben ihre Ermittlungen zur Sprengung der Nord Streams eingestellt und das gesamte gesammelte Material an Deutschland übergeben, wo sie versprechen, die Ermittlungen fortzusetzen. Tucker Carlson fragte Putin unverblümt:

Carlson: Wer hat Nord Stream in die Luft gejagt?
Putin: Sie, natürlich. (Beide lachen)
Carlson: Ich war an dem Tag beschäftigt. Ich habe Nord Stream nicht in die Luft gejagt.
Putin: Sie persönlich haben vielleicht ein Alibi, aber die CIA hat kein Alibi.
Carlson: Haben Sie Beweise, dass die NATO oder die CIA es getan haben?
Putin: Wissen Sie, ich werde nicht ins Detail gehen, aber in solchen Fällen heißt es immer: Suche nach jemandem, der ein Interesse hat. Aber in diesem Fall sollten wir nicht nur nach jemandem suchen, der ein Interesse hat, sondern auch nach jemandem, der das tun kann. Denn es mag viele Interessenten geben, aber nicht alle können auf den Grund der Ostsee tauchen und diese Explosion durchführen. Diese beiden Komponenten muss man miteinander verbinden: wer ein Interesse hat und wer es tun kann.

Die Untätigkeit der deutschen Behörden und die schmerzhafte Unterwürfigkeit der deutschen Regierung unter Amerika kommen die Menschen in Deutschland und ganz Europa jedenfalls teuer zu stehen.

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Britische Regierung greift demokratische Rechte von Gaza-Protesten massiv an

Von Thomas Scripps – 11. Februar 2024

Am Donnerstag veröffentlichte Premierminister Rishi Sunak ein einminütiges Videostatement, in dem er ein hartes Durchgreifen gegen die Massenproteste gegen den Völkermord im Gazastreifen ankündigte.

Sunak, an dessen eigenen Händen Blut klebt, warf den Demonstranten „entsetzliche Beispiele von Antisemitismus, gewalttätige Einschüchterung und Verherrlichung des Terrorismus“ vor. Er fügte drohend hinzu, er habe sich „mit der Frage an die Polizei gewandt, welche Befugnisse sie braucht, um Ordnung auf unsere Straßen zu bringen“.

Er kündigte erste Maßnahmen an, die sich gegen die Verwendung von Leuchtraketen und Feuerwerkskörpern bei Demonstrationen, das Verhüllen des Gesichts und das Klettern auf Kriegsdenkmäler richten, und erklärte abschließend: „Diejenigen, die ihre Freiheit zu protestieren missbrauchen, untergraben die öffentliche Sicherheit und unsere demokratischen Werte. Und ich werde der Polizei die nötigen Befugnisse geben, um gegen dieses einschüchternde und entsetzliche Verhalten hart durchgreifen zu können.“

Diese Äußerungen sind eines Polizeistaats würdig. Sie signalisieren einen weiteren Angriff auf die demokratischen Rechte im Vereinigten Königreich, der sich aus der Unterstützung der britischen herrschenden Elite für Israels Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser ergibt.

Die Verhaftungen und Festnahmen, die in den letzten Monaten auf der Grundlage von Gesetzen gegen „Hasskriminalität“ und „Anti-Terror“-Gesetzen durchgeführt wurden, verdeutlichen die rechte, diktatorische Agenda der konservativen Regierung, die von der oppositionellen Labour Party nach Kräften unterstützt wird.

Zu den Betroffenen gehören der Journalist Craig Murray, der Mitbegründer des Palästina-Solidaritätskomitees Tony Greenstein, der Gründer des schottischen Palästina-Solidaritätskomitees Mick Napier sowie Mitglieder der Kommunistischen Partei Großbritanniens (Marxistisch-Leninistisch), der Revolutionary Communist Group und der International Marxist Tendency. Die Angriffe auf diese Personen stehen sämtlich im Zusammenhang mit Aktivitäten in Bezug auf Gaza. Bei vielen wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt und elektronische Geräte beschlagnahmt. Zudem wurden strenge Kautionsauflagen verhängt.

Diese Verhaftungen, die sich gegen Mitglieder linker Organisationen richten, sind nicht nur ein Akt der politischen Einschüchterung. Sie sind die Vorbereitung auf eine viel umfassendere Kampagne politischer Unterdrückung, wie sie von Sunak angekündigt wurde.

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Preisgekrönte Schriftstellerin Lana Bastašić prangert deutsch-österreichischen Literaturbetrieb wegen Akzeptanz des israelischen Völkermordes in Gaza an

Von Erik Schreiber – 11. Februar 2024

Die bosnisch-serbische Schriftstellerin Lana Bastašić ist zu einer weiteren Zielscheibe der staatlich unterstützten Unterdrückung pro-palästinensischer Künstler im deutschsprachigen Raum geworden.

Das Literaturfest Salzburg und das Literaturhaus NÖ, zwei bedeutende österreichische Literaturorganisationen, haben Bastašićs bevorstehenden Aufenthalt und ihre Lesung abgesagt, weil sie gegen das Schweigen des S. Fischer Verlags, ihres deutschen Verlegers, zum anhaltenden Völkermord Israels an den Palästinensern protestiert hat. Weit davon entfernt, Bastašić zum Schweigen gebracht zu haben, hat die feige Absage eine heftige Reaktion der Schriftstellerin provoziert, die Künstlern überall als Vorbild dienen sollte.

Lana Bastašić [Photo by Elena Ternovaja / CC BY 3.0]

Bastašić wurde 1986 in einer serbischen Familie in Zagreb, Jugoslawien, geboren. Nach dem Zerfall Jugoslawiens war Bastašićs Familie gezwungen aus Kroatien, aus dem „nationalistischen Wahn der frühen 1990er Jahre“ zu fliehen, wie sie kürzlich im Guardian schrieb. Dieser Wahnsinn wurde von den imperialistischen Mächten, allen voran den Vereinigten Staaten und Deutschland, geschürt, wobei es um den Zugang zu reichen Bodenschätzen und um strategisch-geopolitische Vorteile ging.

In ihrer Kindheit in Bosnien erlebte Bastašić die giftigen Auswirkungen des Nationalismus aus erster Hand. Ihre muslimischen Klassenkameraden und Nachbarn wurden als gewalttätige und gefährliche Bestien abgestempelt, ähnlich wie der israelische Staat heute die Menschen im Gazastreifen als „menschliche Tiere“ bezeichnet. „Als ich acht Jahre alt war, wurde mir der Unterschied zwischen uns und ihnen beigebracht“, schrieb Bastašić im Guardian. „Eine Lehrerin war keine Lehrerin mehr, sie war eine Serbin. Ein Klassenkamerad war nicht länger ein Klassenkamerad. Er war ein Muslim. Ein Arzt war nicht länger ein Arzt. Er war jetzt ein Kroate.“

Diese Erfahrungen flossen in ihren ersten Roman „Catch the Rabbit“ (2018, dt. „Fang den Hasen“, 2021) ein; er wurde mit dem Literaturpreis der Europäischen Union (EUPL) 2020 ausgezeichnet. Das Buch befasst sich mit den Fragen von Exil und Identität, denen Bastašić als Kind nicht ausweichen konnte.

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Ukraine: Selenskyj entlässt offiziell Oberbefehlshaber Saluschnyj

Von Jason Melanovski – 11. Februar 2024

Die offizielle Entlassung von General Walerij Saluschnyj als Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte durch Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt einen wichtigen Wendepunkt in dem fast zwei Jahre andauernden Nato-Stellvertreterkrieg dar, der mindestens 400.000 ukrainische Soldaten das Leben gekostet hat.

Selenskyj gab die Entscheidung am Donnerstagabend auf seinen X/Twitter- und Telegram-Kanälen bekannt und beendete damit die seit über zehn Tagen andauernden Spekulationen über die baldige Entlassung Saluschnyjs.

Selenskyj schrieb: „Ich habe mich mit General Walerij Saluschnyj getroffen und ihm für die Verteidigung der Ukraine in den letzten zwei Jahren gedankt. Wir haben die Erneuerung besprochen, die die Streitkräfte der Ukraine brauchen. Wir haben auch darüber gesprochen, wer an der erneuerten Führung der Streitkräfte der Ukraine beteiligt sein sollte. Der Zeitpunkt für eine solche Erneuerung ist jetzt. Ich schlug General Saluschnyj vor, Teil des Teams zu bleiben. Wir werden auf jeden Fall gewinnen! Ruhm der Ukraine!“

Zusammen mit seiner Ankündigung veröffentlichte Selenskyj ein Foto, auf dem er und Saluschnyj sich die Hände schütteln und lächeln. Dies sollte offensichtlich einen freundlichen Meinungsaustausch zwischen den beiden nahelegen, obwohl gut dokumentiert ist, dass ihre Beziehung äußerst angespannt ist.

Wie der amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh letzte Woche berichtete, befürchtet Selenskyj eine „drohende Meuterei“ der Streitkräfte sowie von rechtsextremen politischen Gruppen, die den Krieg am lautstärksten unterstützen und vor allem bei den ukrainischen Spezialoperationen eine wichtige Rolle spielen. Hersh verwies auf einen Vertreter der US-Regierung, der erklärte, Selenskyi sei ein „toter Mann“, wenn er Saluschnyj entlässt. Hersh berichtete außerdem, Saluschnyj habe sich mit Vertretern der USA und anderer westlicher Staaten getroffen, um über Verhandlungen für einen Waffenstillstand mit Russland zu sprechen. Selenskyj sei darüber verärgert gewesen.

Saluschnyjs Nachfolger wird General Oleksandr Syrskyj sein, der zuvor seit 2019 Oberbefehlshaber der ukrainischen Bodentruppen war.

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Wie deutsche Medien verhindern wollen, dass Deutsche das Putin-Interview anschauen: durch Lügen und Verschweigen

Von Thomas Röper – 10. Februar 2024

In den Redaktionen der deutschen Medien scheint das Putin-Interview von Tucker Carlson regelrechte Panik verursacht zu haben, denn der Aufwand, mit dem deutsche Medien versuchen, den Deutschen auszureden, sich das Interview anzuschauen, ist wirklich beachtlich.

Ich habe es von Anfang an erwartet: Die westlichen Medien tun alles, um zu verhindern, dass sich das westliche Publikum das Putin-Interview von Tucker Carlson anschaut. Schon im Vorwege wurde versucht, Tucker Carlson als extremistischen und Lügen verbreitenden Sonderling zu diskreditieren. Putin wird für die westliche Öffentlichkeit ohnehin als der Teufel in Menschengestalt hingestellt.

Folgerichtig war die Botschaft der deutschen Medien schon vor der Veröffentlichung des Interviews, dass man seine Zeit nicht damit vergeuden sollte, ein Gespräch zwischen einem rechtsextremen Spinner und dem schlimmsten Diktator der Welt anzuschauen. Dabei würde ohnehin nur gelogen, wozu sich das anschauen?

Die Angst der westlichen Medien vor Putins Argumenten

Die Panik der westlichen Medien ist verständlich. Ihre offensichtlichen Lügen über Russland, Putin und die Ukraine funktionieren nur so lange, wie sie es schaffen, die russischen Argumente geheim zu halten. Russische Medien wurden im Westen daher schon vor knapp zwei Jahren zensiert und aus dem westlichen Internet verbannt. Und vor kurzem wurde bekannt, dass der WDR, ein Teil des ersten Kanals des deutschen Staatsfernsehens, Anfang Februar 2022, also kurz vor Beginn der russischen Militäroperation, ein Interview mit dem russischen Präsidenten Putin abgelehnt hat. Die Angst davor, dass Putins Argumente beim Aufbau des Feindbildes Russland stören könnten, war einfach zu groß.

Russland hat vor der Eskalation in der Ukraine einige Schritte unternommen, um eine friedliche Lösung zu finden. Darüber haben die deutschen Medien jedoch nicht berichtet. Das Publikum der deutschen Medien wusste nichts von den gegenseitigen Sicherheitsgarantien, die Russland der NATO und den USA im Dezember 2021, also zwei Monate vor der Eskalation, vorgeschlagen hat und die der US-geführte Westen Ende Januar 2022 abgelehnt hat.

Das Publikum der deutschen Medien wusste auch nichts davon, dass Deutschland und Frankreich die Umsetzung des Minsker Abkommens im November 2021, also drei Monate vor der Eskalation, offiziell abgelehnt haben. Nicht einmal die Interviews, in denen Merkel, Poroschenko und Hollande, die das Minsker Abkommen unterzeichnet haben, offen gesagt haben, dass sie das Abkommen nie umsetzen, sondern zur Zeit zur Bewaffnung der Ukraine für einen Krieg gegen Russland herausholen wollten, wurden von den westlichen Medien thematisiert. Im Westen weiß davon fast niemand.

Das waren nur Beispiele dafür, was die deutschen Medien ihrem Publikum damals alles verschwiegen haben (und bis heute verschweigen). Das funktioniert nur deshalb, weil die russischen Medien im Westen zensiert sind und praktisch niemand im Westen Russisch spricht und sich selbst informieren kann. Daher kommt die Angst der westlichen Medien und Politiker vor einem Interview, in dem der russische Präsident seine Argumente ungeschnitten und in voller Länger vorbringen kann – das würde eine Bresche die Mauer des Verschweigens reißen, die die westlichen Medien aufgebaut haben.

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1,5 Mio. Zivilisten in Gefahr: Israel will in Rafah eine „massive Operation“ durchführen

Von Thomas Röper – 10. Februar 2024

In Rafah, der letzten noch nicht von Israel besetzten Stadt in Gaza, will Israel eine „massive Operation“ durchführen, obwohl dort 1,5 Millionen Zivilisten auf engstem Raum gedrängt sind. Und der Westen? Protestiert nicht.

Die Meldung, die am 9. Februar kam, ist ist mit dem Wort „schockierend“ nur sehr unzureichend beschrieben. Der Spiegel berichtete:

„Nun hat Premierminister Benjamin Netanyahu eigenen Angaben zufolge das Militär angewiesen, einen Plan zur Evakuierung der Bevölkerung von Rafah auszuarbeiten. Der Einmarsch rückt offenbar näher. Netanyahu sagte, in Rafah sei eine »massive Operation« erforderlich. Er habe Sicherheitsbeamte gebeten, einen »Doppelplan« vorzulegen, der die Evakuierung von Zivilisten und eine Militäroperation zur »Zerschlagung« der verbliebenen militanten Hamas-Einheiten vorsehe.“ …

Um zu verstehen, was diese Meldung bedeutet, muss man auf die Landkarte schauen. Die israelische Armee hat schon fast den gesamten Gazastreifen erobert. Die Zerstörung dort ist schlimmer als in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Norden des Gazastreifens sind bis zu über 80 Prozent der Häuser zerstört. Die Menschen wurden aus dem Norden des Gazastreifens in den Süden vertrieben und befinden sich nun dicht gedrängt der Stadt Rafah, der letzten noch nicht besetzten Stadt des Gazastreifens.

In der Stadt, die vor dem Krieg etwa 300.000 Einwohner hatte, sind nun etwa 1,5 Millionen eingeschlossen. Gerade wurde gemeldet, dass die humanitäre Hilfe nur ausreicht, um zehn Prozent der Menschen in Gaza notdürftig zu versorgen und zu ernähren. Den Menschen droht der Tod durch Hunger und Verdursten, weil auch das Trinkwasser knapp ist.

Aber Israel verhindert eine Erhöhung der humanitären Lieferungen. Man kann das, was die israelische Regierung tut, nur als zumindest drohenden Völkermord bezeichnen. … Und es ist auch eine ethnische Säuberung. Die UNO hat das, was Israel in Gaza tut, schon Anfang Dezember als „die größte Vertreibung des palästinensischen Volkes seit 1948“ bezeichnet. Die israelische Regierung will Gaza von Palästinensern säubern. Sollten die Menschen nicht verschwinden, droht ihnen der Tod durch Hunger, Durst oder israelische Bomben.

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