Belgiens Verteidigungsminister gibt zu: Ukraine-Waffenruhe dient Einmarsch von NATO-Truppen

VON RT DE – 23. Mai 2025

Was Moskau behauptet hatte, bestätigt nun Belgiens Verteidigungsminister: Nach Beginn der von Russland geforderten Waffenruhe sollen „sofort“ westliche Truppen in der Ukraine stationiert werden – das temporäre Schweigen der Waffen dient der Eskalation. Kiew sieht „keinen Raum für Kompromisse“ bei Verhandlungen mit Moskau.

Gemeinsam mit Kiew hatten Großbritannien, Deutschland, Frankreich und andere EU-Staaten vor zwei Wochen einen 30-tägigen „bedingungslosen“ Waffenstillstand von Moskau gefordert. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte eine „massive“ Ausweitung der militärischen Unterstützung der Ukraine angekündigt, sollte Moskau nicht einlenken. Doch Russland ließ das Ultimatum verstreichen. „Eliten“

Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte Moskau weitere Sanktionen angedroht, sollte es keine baldige Waffenruhe in der Ukraine geben. Am Dienstag verhängte Brüssel dann sein 17. Sanktionspaket mit Verweis darauf, dass sich Moskau einem Waffenstillstand verweigert hat.

Kallas forderte nach Inkrafttreten der völkerrechtswidrigen Sanktionen „harte Maßnahmen“ von den USA, wenn Russland nicht zu einer Waffenruhe bereit sei. US-Präsident Donald Trump hat aber bereits erklärt, dass er die von den Europäern geforderte „bedingungslose“ Waffenruhe für Friedensgespräche ablehnt.

Warum die eingeforderte Waffenruhe genau 30 Tage und nicht länger andauern soll, wurde von den Vertretern der von Paris und London angeführten europäischen „Koalition der Willigen“ zu keinem Zeitpunkt erklärt.

Moskau verweigert die Zustimmung zu einem solchen Waffenstillstand mit der Begründung, ein Schweigen der Waffen könne nur das Ziel von Verhandlungen sein, und nicht deren Voraussetzung. Russland wirft der Koalition vor, mit der Waffenruhe der in Bedrängnis geratenen ukrainischen Armee nur eine Verschnaufpause verschaffen zu wollen, damit diese anschließend den Krieg umso intensiver fortsetzen kann.

Außerdem weist Moskau darauf hin, dass die „Koalition der Willigen“ im Windschatten einer Waffenruhe Truppen in die Ukraine entsenden will – um ihre Truppen ungefährdet von russischen Angriffen dort gruppieren zu können in der Hoffnung, den Konflikt einzufrieren, um ihn zu einem günstigeren Zeitpunkt in der Zukunft wieder anzuheizen.

Laut dieser Sichtweise wäre ein Waffenstillstand tatsächlich nur der Weg hin zu einer massiven Eskalation, da Moskau angekündigt hat, dass westliche Truppen in der Ukraine ein „legitimes Ziel“ wären und es somit nach Auslaufen der Waffenruhe zu einer direkten Konfrontation zwischen Russland und den beteiligten NATO-Staaten käme.

Dass Moskau mit seiner Lesart völlig richtig liegt, hat der belgische Verteidigungsminister Theo Francken nun freimütig bestätigt. Am Rande des Treffens des Rates für Auswärtige Angelegenheiten am Dienstag in Brüssel, an dem auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius teilnahm, sagte der Belgier: „Es gibt eine Planungsgruppe der Koalition der Willigen, die unter der Leitung der Briten und Franzosen arbeitet. Sie arbeiten einen Plan aus, und sie arbeiten sehr eng zusammen. Wir sind so gut wie am Ziel. Ich denke also, dass sich die Sache in die richtige Richtung entwickelt.“

Und dann sagte er den Satz, der deutlich macht, dass die „Koalition der Willigen“ einen Waffenstillstand nur als Zeitfenster nutzen will, um eigene Truppen in der Ukraine zu stationieren: „In dem Moment, in dem es einen Waffenstillstand gibt, kann die Koalition der Willigen sofort auf ukrainischem Boden operieren.“ Daher sei es „sehr wichtig, dass wir die Ukraine weiterhin unterstützen und dass die Ukraine weiß, dass sie auf Europa zählen kann“, fuhr Francken fort.

[Hier weiterlesen]

Juristischer Putsch in Brüssel – EU-Bürokratenwillkür beendet Gewaltenteilung

Von Rainer Rupp – 23. Mai 2025

Der 20. Mai markiert das endgültige Ende der sogenannten Rechtsstaatlichkeit in der EU, denn die Verhängung von EU-Sanktionen gegen einen deutschen Staatsbürger bedeutet die Aufhebung seiner Bürgerrechte ohne Vergehen, ohne Anklage und ohne Gerichtsurteil. Es bedeutet de facto ein Berufsverbot und ein Reiseverbot innerhalb der EU sowie die komplette Enteignung aller Bank- und Spar-Guthaben sowie alle anderen Vermögenswerte. All das ist geschehen, ohne dass der Betroffene die Möglichkeit hätte, sich mit Rechtsmitteln zu verteidigen.

Eine völlig entgrenzte, durchgeknallte Exekutive verhängt ohne Gerichtsverhandlung und ohne rechtliches Gehör Strafen gegen Bürger der Mitgliedsstaaten wegen Handlungen oder Aussagen, die durch kein Gesetz verboten sind. Die an diesem Akt Beteiligten, meist anonyme EU-Beamten und – Politiker, benehmen sich dabei wie absolutistische Herrscher, die über dem Recht stehen. Der französische „Sonnenkönig“ und Musterexemplar des Absolutismus, Louis XIV., lässt grüßen. Die EU-Beamten praktizieren Willkür, Machtmissbrauch und drehen mit einem Fingerschnippen Jahrhunderte der Rechtsentwicklung zurück: Grundsätze wie Gewaltenteilung (Strafen dürfen eigentlich nur Gerichte verhängen), Verhältnismäßigkeit und „keine Strafe ohne Gesetz“ gelten nicht mehr.

In ihrem anti-Russland Wahn haben die EU-„Eliten“ im neuen, 17. Sanktionspaket gegen Russland erstmals auch individuelle Sanktionen gegen zwei deutsch Bürger beschlossen, die als Journalisten seit vielen Jahren aus Russland und aus dem umkämpften Donbass berichten. Dabei folgten die beiden allerdings nicht dem im EU-Westen vorgeschriebenen Narrativ, sondern berichteten, was sie vor Ort gesehen und gehört haben. Und das widersprach diametral dem offiziellen Erklärungsmuster, das von ganz oben in Brüssel und London und Paris und Berlin zur offiziellen „Wahrheit“ erklärt wurde.

Zu dieser, von so genannten Qualitäts-Medien zu einem komplexen Narrativ verwursteten „West-Wahrheit“ gehört natürlich die Mär von den wohlwollenden und selbstlosen Regierungen der EU- und NATO-Länder. Sie sind der unschuldig vergewaltigten Ukraine mit demokratischen Waffen und Finanzhilfen im Wert von Hunderten von Milliarden Euro zur Seite gesprungen, um ihr zum Sieg über Putin den Schrecklichen zu verhelfen. Dieses Ungeheuer aus den asiatischen Steppen hat nämlich der armen Ukraine vollkommen unprovoziert Gewalt angetan. In einem brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hat er am 24.02.2022 die ukrainische Musterdemokratie überfallen, völlig grundlos. Wahrscheinlich hatte Putin an diesem Tag nichts anderes zu tun und so kam er auf den Gedanken, einfach mal die Ukraine zu überfallen.

[Hier weiterlesen]

„Nicht mein Problem“ – Warum die Europäer zu recht befürchten, Trump könnte sie mit der Ukraine alleine lassen

Von www.mk.ru (Übersetzung: Thomas Röper) – 23. Mai 2025

Auch in deutschen Medienberichten ist die Angst der Europäer, Trump könnte sie mit der Ukraine alleine lassen, nicht zu übersehen. Diese Angst scheint mehr als nur berechtigt zu sein.

US-Präsident Trump scheint sich endgültig von der Ukraine und den sie unterstützenden Europäern abzuwenden, wobei man bei Trump natürlich nie wirklich sicher sein kann, ob er blufft, um Druck auszuüben, um bessere Bedingungen zu erreichen, oder ob er seine Aussagen wirklich ernst meint.

Ein russischer Artikel hat die für die Europäer frustrierenden und beängstigenden Entwicklungen der letzten Tage und Wochen lesenswert zusammengefasst und ich habe den Artikel übersetzt. […]

Beginn der Übersetzung: «Не моя проблема»: проанализирована новая позиция Трампа по Украине

„Nicht mein Problem“ – Analyse der Haltung des US-Präsidenten zum Ukraine-Konflikt
US-Medien sehen die Spaltung der NATO in Trumps Zurückhaltung, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen

„Trumps neue Position zum Ukraine-Konflikt lautet: ‚Das ist nicht mein Problem‘“, so beginnt eine Analyse der New York Times. In dieser heißt es, Präsident Trump weigere sich offenbar, sich der europäischen Bewegung für neue Sanktionen gegen Russland anzuschließen, und wolle offenbar zu lukrativen Geschäftsabschlüssen mit Moskau übergehen.

Seit Monaten schon droht Präsident Trump damit, sich selbst und die USA aus den Waffenstillstandsgesprächen zwischen Russland und der Ukraine, die bisher ihr offizielles wichtigstes Ziel nicht erreicht haben, einfach zurückzuziehen, erinnert das US-Blatt.

Die tiefer liegende Frage sei heute, ob Trump auch das seit drei Jahren bestehende amerikanische Projekt zur Unterstützung der Ukraine aufgeben wird, heißt es im Leitartikel der New York Times weiter.

Trump habe Wladimir Selensky und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs nach seinem Telefonat mit Putin mitgeteilt, dass Russland und die Ukraine allein einen Ausweg aus dem Konflikt finden müssten. Nur wenige Tage zuvor hatte er erklärt, nur er und Putin könnten eine Einigung vermitteln. Und er nahm seine eigenen Drohungen zurück, sich einer europäischen Druckkampagne anzuschließen, die neue Sanktionen gegen Russland beinhaltet hätte, wobei die Zeitung auf sechs, wie es heißt, mit den Diskussionen vertraute Beamte verweist.

[Hier weiterlesen]

Israels Vernichtungskrieg. Die überraschenden Entwicklungen rund um Israel

Von Andrej Schirokow (Übersetzung: Thomas Röper) – 23. Mai 2025

[…] Die Entwicklungen rund um israelischen Vernichtungskrieg in Gaza der letzten Wochen sind hochinteressant. Es gibt Berichte über eine Entfremdung zwischen US-Präsident Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, und sogar die EU beginnt, wenn auch gegen den Widerstand Deutschlands, ihre Politik gegenüber Israel zumindest zu hinterfragen. Da ich bisher nicht dazu gekommen bin, selbst darüber zu schreiben, übersetze ich hier einen Artikel des Israel-Korrespondenten der russischen Nachrichtenagentur TASS über die aktuellen Entwicklungen. […]

„Gideons Streitwagen“: Ein anderer Krieg in Gaza?

Andrej Schirokow, Leiter des TASS-Büros in Israel, zur Frage, wohin Israel den Konflikt im Nahen Osten führt

Am 18. Mai gab Israel den Beginn intensiver Kampfhandlungen im Gazastreifen im Rahmen der neuen groß angelegten Bodenoperation „Gideons Streitwagen“ bekannt, an der sich gleich fünf Divisionen der israelischen Armee beteiligen, wie es nur in den ersten Monaten des Krieges in der palästinensischen Enklave Ende 2023 der Fall war.

Das ist nicht nur um eine Fortsetzung der vor 19 Monaten begonnenen Militäroperation, sondern ein neuer, intensiverer Krieg, der unter veränderten Bedingungen und vor allem unter zunehmendem internationalen Druck geführt wird.

[Hier weiterlesen]

Wie das Foreign Council die Wahlen in Rumänien erklärt

Von Veronica Anghel (Übersetzung: Thomas Röper) – 23. Mai 2025

Bei den Präsidentschaftswahlen in Rumänien sind die Transatlantiker mit einem blauen Auge davon gekommen, denn der Pro-EU- und Pro-NATO-Kandidat hat die Wahl knapp gewonnen. Aber es bleiben Fragen.

Über die Skandalwahl in Rumänien, die im Dezember annulliert wurde, weil die falschen Kandidaten in die Stichwahl gekommen waren, habe ich viel berichtet. Nun ist die Wiederholungswahl gelaufen und die Transatlantiker können aufatmen, denn ihr Kandidat hat knapp gewonnen.

Ich werde in den nächsten Tagen noch einen gesonderten Artikel über diese Wahlen schreiben, denn es bleiben Fragen. Gewonnen hat der Kandidat nämlich nur knapp und das trotz der massiven Unterstützung der pro-westlichen Medien und der Mobilisierung der moldawischen Wähler, denn viele Moldawier haben einen rumänischen Pass, weil Rumänien Moldawien in seinen Staat eingliedern will. Sogar die moldawische Präsidentin Sandu hat medienwirksam in Rumänien gewählt, denn auch sie hat die rumänische Staatsbürgerschaft und tritt faktisch für die Auflösung Moldawiens und seinen Anschluss an Rumänien ein.

Hinzu kommt, dass Pavel Durow, der Gründer von Telegram, gegen den in Frankreich ein Verfahren läuft, den Mut hatte, trotz des Verfahrens zu erklären, der französische Staat habe von Telegram gefordert, die konservativen Telegram-Kanäle in Rumänien, die den „falschen“ Kandidaten unterstützen, zu blockieren.

Hier übersetze ich einen Artikel aus Foreign Affairs, der Zeitung des einflussreichen Council on Foreign Relations, über die Wahlen und über Rumänien. Obwohl der Artikel natürlich streng transatlantisch eingefärbt ist, erklärt er die Probleme und die Situation für die amerikanischen Entscheidungsträger, für die er geschrieben wurde, recht gut. […]

Rumäniens aufgeschobene Rechenschaftspflicht

Eine Wahlwiederholung verhinderte eine Autokratie, brachte aber gleichzeitig die Demokratie in Gefahr.

Von Veronica Anghel | Foreign Affairs

Nach Monaten innenpolitischer Unruhen ist es in Rumänien nur knapp gelungen, die Wahl eines Präsidenten zu verhindern, der sich offen gegen die demokratischen Grundlagen des Landes stellt. In einer Stichwahl am 18. Mai unterlag der rechtsextreme Kandidat George Simion, der die erste Runde der Abstimmung klar gewonnen hatte, dem gemäßigt-konservativen Bürgermeister von Bukarest Nicușor Dan.

[Hier weiterlesen]

Netanjahu nennt erstmals ethnische Säuberung Gazas als offizielles Kriegsziel

Von Andre Damon – 23. Mai 2025

US-Präsident Donald Trump begrüßt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am 7. April 2025 im Weißen Haus in Washington [AP Photo/Evan Vucci]
Am Mittwoch erklärte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erstmals offiziell, dass ein Kriegsziel Israels die ethnische Säuberung Gazas sei. Netanjahu sprach damit offen aus, was seit dem 7. Oktober 2023 das unausgesprochene Ziel Israels war.

In einer Pressekonferenz sagte Netanjahu, Israel sei „bereit, den Krieg unter klaren Bedingungen zu beenden, die die Sicherheit Israels gewährleisten – alle Geiseln kommen nach Hause, die Hamas legt ihre Waffen nieder, tritt von der Macht zurück, ihre Führung wird aus dem Gazastreifen verbannt … Gaza wird vollständig entwaffnet, und wir führen den Trump-Plan durch. Ein Plan, der so richtig und so revolutionär ist.“

Die Zeitung Times of Israel kommentierte: „Dies ist das erste Mal, dass der Plan des US-Präsidenten zur Umsiedlung der Zivilbevölkerung aus dem Gazastreifen als israelische Forderung für die Beendigung des Krieges präsentiert wird.“

Im Februar erklärte US-Präsident Trump: „Die USA werden den Gazastreifen übernehmen … Er wird uns gehören.“ Er sagte, die USA würden ihn „dem Erdboden gleichmachen“ und „eine wirtschaftliche Entwicklung auslösen, die unbegrenzt Arbeitsplätze schafft“.

Trump forderte ausdrücklich die ethnische Säuberung Gazas und erklärte, dass andere Länder „verschiedene Gebiete errichten, die letztendlich von den 1,8 Millionen Palästinensern, die in Gaza leben, besiedelt werden“.

Netanjahus Erklärung entlarvt die Biden-Regierung, die fälschlicherweise behauptete, sie wolle die Voraussetzungen für eine „Zweistaatenlösung“ schaffen, während sie gleichzeitig den Völkermord Israels finanzierte, bewaffnete und rechtfertigte. In Wirklichkeit war die vollständige Besetzung und ethnische Säuberung Gazas immer das Ziel der Netanjahu-Regierung. Sie hatte die Ereignisse vom 7. Oktober als Vorwand benutzt, um diesen Plan durchzuführen.

[Hier weiterlesen]

Tödlicher Arbeitsunfall: Drei Bauarbeiter aus großer Höhe abgestürzt

Von Marianne Arens – 23. Mai 2025

Auf einer Brückenbaustelle bei Horb im Neckartal, südlich von Stuttgart, sind am Dienstagmittag, den 20. Mai, drei Bauarbeiter aus großer Höhe in den Tod gestürzt. Als sie in der mannshohen, an einem Kran befestigten Käfiggondel zu ihrem Arbeitsplatz auf einem Brückenpfeiler hochgezogen wurden, riss das Stahlseil über ihnen, und die Gondel stürzte ab. Feuerwehr und Rettungsdienste konnten nur noch den Tod der drei Männer feststellen.

Die getöteten Männer, zwei polnische und ein deutscher Bauarbeiter im Alter zwischen 40 und 46 Jahren, gehörten zu der Baukolonne, die an einer der wichtigsten Großbaustellen Baden-Württembergs arbeitet. In einer Höhe von bis zu 90 Metern wird hier eine Autobrücke der B32 über den Neckar errichtet, um den Verkehr aus dem kleinen Städtchen Horb (Landkreis Freudenstadt), das im Tal liegt, herauszuhalten.

Während der Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) Beileidserklärungen abgaben und Krokodilstränen vergossen, drängte der verantwortliche Baukonzern Porr aus München, der schon für das Bahnprojekt Stuttgart 21 tätig war, rasch auf die Wiederaufnahme der Arbeit an der Baustelle. Schon ab Montag soll wieder gearbeitet werden, obwohl die Unfallursachen noch in keiner Weise geklärt sind.

In Frage steht in erster Linie der Zustand des gerissenen Trageseils, das die Gondel mit dem Kran verband. Solche Stahlseile sind normalerweise korrosionsempfindlich, bzw. nicht rostfrei, und müssen daher regelmäßig kontrolliert werden. Weiter ist auffällig, dass die Transportgondel nur an einem einzigen Seil befestigt war, und dass es keine weiteren Schutzvorrichtungen gab.

[Hier weiterlesen]

Bio-Imperialismus made in USA

Von Tunç Akkoç – 22. Mai 2025

Die USA betreiben weltweit Biolabore unter dem Deckmantel von Gesundheit und Sicherheit. Diese Einrichtungen, oft militärisch geprägt und unter Pentagon-Kontrolle, entziehen sich lokaler Aufsicht. Kritiker werfen den USA vor, in Ländern wie der Ukraine, Georgien und diversen Staaten Afrikas biologische Tests durchzuführen. Besonders umstritten sind Verbindungen zu Firmen wie Metabiota und politische Figuren wie Hunter Biden. Trotz öffentlicher Kritik fehlt es an Transparenz und internationaler Kontrolle. Von Tunç Akkoç.

Bemühungen zur Eindämmung des Einsatzes chemischer und biologischer Waffen gehören zu den ältesten diplomatischen Initiativen in der Menschheitsgeschichte. Die früheste bekannte Vereinbarung in diesem Bereich ist das Straßburger Abkommen von 1675 zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Der Einsatz von Giften im Krieg reicht jedoch weit in frühere Zeiten zurück. Im modernen Zeitalter offenbarte der Einsatz von Chlor- und Senfgas im Ersten Weltkrieg das ganze Ausmaß dieser Bedrohung. Der tragische Verlust von etwa einer Million Menschenleben löste eine reflexartige Reaktion der internationalen Gemeinschaft aus und führte 1925 zur Unterzeichnung des Genfer Protokolls. Dieses Protokoll verbot den Einsatz chemischer und biologischer Waffen, versäumte es jedoch, verbindliche Beschränkungen für deren Herstellung oder Lagerung festzulegen. Die Vereinigten Staaten traten diesem Protokoll erst 1975 bei – gleichzeitig unterzeichneten sie auch das Übereinkommen über biologische Waffen, nachdem sie ihre Beteiligung bis dahin hinausgezögert hatten.

[Hier weiterlesen]

Dunkle Corona-Zeiten: Wer steckt hinter dem Brandanschlag vom Mai 2020 in Stuttgart?

Von Thomas Moser – 22. Mai 2025

Der Strafprozess gegen Michael Ballweg wird zum Medium für unbekannte Ereignisse aus den Zeiten des Ausnahmezustandes: Zum Beispiel ein schwerer Anschlag, der Ermittlungsbehörden, Politik und etablierte Medien nicht interessiert.

Während bei Corona-Demonstrationen jede falsche Bewegung eines Teilnehmers als „rechte Gewalt“ verdammt wurde, interessiert dieselben Ordnungsrufer ein schwerer Sprengstoffanschlag auf eine Firma, die Technik für Querdenken-Demos verlieh, nicht im Geringsten.

Frühjahr 2020. Alles muss sich Corona unterordnen. Am Samstag, den 16. Mai 2020, war auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart eine große Demonstration gegen die restriktiven Corona-Maßnahmen geplant, organisiert von Michael Ballweg und seiner Gruppierung namens Querdenken. Ballweg wurde wegen dieser politischen Aktivitäten im Jahr 2023 von der Staatsanwaltschaft angeklagt und steht derzeit in Stuttgart vor Gericht. Dort konnte man durch eine Zeugenvernehmung jetzt Einzelheiten eines nahezu unbekannten Anschlages erfahren, der einen Sachschaden in sechsstelliger Euro-Höhe verursachte, bei dem auch Menschen hätten verletzt oder getötet werden können und der bis heute nicht aufgeklärt ist. Die Täter wurden nicht ermittelt, die Akte wurde geschlossen.

[Hier weiterlesen]

Bundesregierung sieht kein Problem in Kampfausbildung für deutsche Neo-Nazis durch ukrainische Armee

Von Florian Warweg – 22. Mai 2025 um 13:00

Das „Deutsche Freiwilligenkorps“ (DFK), welches sich vor allem aus dem Umfeld der Neonazi-Partei „Der 3. Weg“ rekrutiert, wurde kürzlich offiziell in die ukrainische Armee integriert, genauer in das 49. Sturmbataillon „Karpaten-Sitsch“. Mit der Integration des Freiwilligenkorps in die offiziellen Strukturen der ukrainischen Armee gehen der Zugang zu westlichen Waffen und Ausbildung nach NATO-Standard einher. Die NachDenkSeiten wollten vor diesem Hintergrund wissen, ob es Kanzler Merz beunruhigt, dass jetzt Dutzende gewaltbereiter deutscher Neo-Nazis von der ukrainischen Armee ausgebildet und mit Waffen aus US- und EU-Produktion versorgt werden und ob Kiew die Bundesregierung vor diesem Schritt informiert hat. Die „Antwort“ wird selbst hartgesottene BPK-Zuschauer überraschen.

Hintergrund

Seit April 2025 gehört das „Deutsche Freiwilligenkorps“ (DFK), wie die auf rechtsradikale Bewegungen in der Ukraine spezialisierte Journalistin Susann Witt-Stahl für die junge Welt berichtet („Kiew gliedert deutsches Neonazikorps in die reguläre ukrainische Armee ein“), dem 49. Sturmbataillon „Karpaten-Sitsch“ der ukrainischen Bodentruppen an. „Karpaten-Sitsch“ wiederum wurde 2014 nach dem Maidan-Putsch (siehe hierzu den NDR-Panorama-Beitrag von März 2014 „Putsch in Kiew: Welche Rolle spielen die Faschisten?“) von Mitgliedern der rechtsradikalen Swoboda-Partei und der Wehrsportgruppe „Sokil“ als Freiwilligeneinheit gegründet, zwischenzeitlich aufgelöst, 2022 reaktiviert und in die ukrainische Armee integriert.

[Hier weiterlesen]