Coronavirus: „Schon für das normale Tagesgeschäft sind Kliniken aus pflegerischer Sicht nicht gewappnet“

Von Marcus Klöckner – 16. März 2020

Personalmangel, spärliche Ausstattungen und Pflegekräfte, die an ihrem Limit arbeiten: In Zeiten der Coronakrise dürfte so manchem langsam dämmern, dass die seit langem bekannten Probleme in unserem Gesundheitssystem und in der Pflege sich irgendwann bitter rächen werden. Monja Schünemann, ausgebildete Krankenschwester und Historikerin, findet auf ihrem Blog mypflegephilosophie.com immer wieder klare Worte zum Thema Pflege. Im NachDenkSeiten-Interview verdeutlicht sie, wie schlimm es um die Pflege bestellt ist.

Corona-Pandemie: Bundesregierung war gewarnt und tat nichts

Von Gustav Kemper – 14. März 2020

Fehlende Ärzte, fehlendes Pflegepersonal, unzureichende Bettenzahl auf Intensiv-stationen, fehlende Schutzmasken, Schutzbrillen, Schutzkleidung und Beatmungs-geräte – die Situation in vielen Krankenhäusern und Arztpraxen ist den Heraus-forderungen einer wirksamen Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht gewachsen. Die Bundesregierung war gewarnt – und tat nichts. Bereits im Jahr 2012 hatte eine Studie eindringlich darauf hingewiesen, dass die notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung im Falle einer Virus-Pandemie „die vorhandenen Kapazitäten um ein Vielfaches übersteigt“. Die Studie war unter Federführung des Robert Koch-Instituts erstellt und von der Bundesregierung selbst im Rahmen der „Berichterstattung zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“ an den Bundestag übermittelt worden.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/14/risi-m14.html

Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012

Coronavirus-Pandemie weitet sich aus – Kapitalismus im Kriegszustand mit der Gesellschaft

Von Joseph Kishore und David North – 14. März 2020

Die Coronavirus-Pandemie entwickelt sich zu einer sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krise von bislang unbekannten Ausmaßen. Am 11. März kam es an den Börsen weltweit und insbesondere in den USA zu drastischen Einbrüchen. Das letzte Mal, dass die Wall Street innerhalb eines Tages einen derartigen Verlust verzeichnete, war im Jahr 1987. Alles deutet darauf hin, dass die Pandemie die Weltwirtschaft massiv beeinträchtigen und tiefe Verwerfungen in der bestehenden Gesellschaftsordnung hervorrufen wird.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/14/pers-m14.html

Julian Assanges Mutter und Ärzte warnen: Coronavirus erhöht sein Risiko

Von Oscar Grenfell – 12. März 2020

Christine Assange, die Mutter des WikiLeaks-Herausgebers Julian Assange, warnt eindringlich davor, dass ihr Sohn sich im britischen Belmarsh-Gefängnis mit dem Coronavirus anstecken könnte, und dass dies sein Leben noch stärker bedroht. Nach fast zehn Jahren willkürlicher Inhaftierung und der Weigerung der Behörden, ihn angemessen medizinisch zu versorgen, ist sein Immunsystem stark beeinträchtigt.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/12/assa-m12.html

Die Coronavirus-Pandemie und das Scheitern des Kapitalismus

Von Andre Damon und David North – 11. März 2020

Am Montag erlitt der Dow Jones Aktienindex seinen schlimmsten Einbruch in der Geschichte, als sich die Auswirkungen der globalen Coronavirus-Pandemie in einem Ausverkauf an den Märkten manifestierten. Der Dow fiel um 2.013 Punkte oder 7,79 Prozent. Der Rückgang war so schnell, dass er zum ersten Mal seit 23 Jahren eine Stromunterbrechung auslöste, was zur Einstellung des Handels für 15 Minuten führte. Aktien von Energieunternehmen fielen um erstaunliche 20 Prozent, gefolgt von Finanztiteln, die um 11 Prozent fielen, da die Renditen der US-Staatsanleihen inmitten einer beispiellosen Flucht in Sicherheit auf ein Rekordtief fielen.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/11/pers-m11.html

Coronavirus-Pandemie: Kontrollverlust

Von Jens Berger – 11. März 2020

In Italien hat die „Erkrankung, die verläuft wie ein Schnupfen“ (Zitat des Leiters des Frankfurter Gesundheitsamtes) nun bereits 631 Menschenleben gefordert und das Gesundheitssystem an den Rand des Chaos geführt. Und dies ist nur der Beginn. Was wir heute in Italien beobachten, wird mit zwei, drei Wochen Verzögerung auch in Deutschland zu beobachten sein. Dennoch lautet die Devise von Bund und Ländern „Augen zu und durch“. Wertvolle Zeit wurde und wird vertrödelt, die Kanzlerin ist auf Tauchstation, ihr Gesundheitsminister chronisch überfordert und übt sich in Beschwichtigungsversuchen. Während andere Länder handeln, streitet man sich in Deutschland über Zuständigkeiten. Auch wenn es bitter klingt: In Sachen Corona ist Deutschland ein „failed state“ – der Politik ist die Kontrolle entglitten.

Was im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie getan werden muss

Von der Sozialistischen Gleichheitspartei – 7. März 2020

Die Coronavirus-Pandemie breitet sich weiter aus. Dutzende Länder sind mittlerweile betroffen. Es ist einer schlimmsten Infektionsausbrüche in den letzten hundert Jahren, und er bedroht das Leben von Millionen.Den verlogenen Beschwichtigungen der Bundesregierung, der Europäischen Union und des Weißen Hauses zum Trotz nimmt die Anzahl der Erkrankungen weltweit rapide zu. Die Reaktion auf allen staatlichen Ebenen war fahrlässig und inkompetent. In den reichsten kapitalistischen Ländern der Welt zeigt sich ein völliger Mangel an Planung.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/07/pers-m07.html

Die katastrophale Reaktion des Kapitalismus auf die Coronavirus-Pandemie

Von Andre Damon und David North – 5. März 2020

Die Bemühungen der Trump-Regierung, die Gefahr des Coronavirus herunterzuspielen, werden durch die rasche Ausbreitung der Krankheit in den Vereinigten Staaten konterkariert. Wissenschaftler warnen, dass ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung gefährlich erkranken könnte. Man musste jetzt zugeben, dass sich der Virus seit Wochen unentdeckt in den USA verbreitet hat. In 16 Bundesstaaten gibt es bestätigte Fälle, neun Menschen sind gestorben. In Kalifornien, Washington und New York wurden Übertragungen der Krankheit festgestellt, bei denen die Herkunft der Infektion „unbekannt“ ist. Das bedeutet, dass Hunderte oder sogar Tausende von Menschen im ganzen Land infiziert sein könnten.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/05/pers-m05.html

Eine Frage der Humanität. Menschenrechtsorganisation fordert Freilassung von Julian Assange

Von Knut Albrecht – 3. März 2020

In einem offenen Brief an die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler, fordert die Internationale Liga für Menschenrechte die sofortige Freilassung des Enthüllungsjournalisten Julian Assange aus humanitären Gründen und geißelt die Missachtung der Foltervorwürfe des UN-Sonderberichterstatters. Sie fordert angemessene Gesundheitsfürsorge, Zugang zu allen Akten für seine Verteidigung, Schutz vor Auslieferung an die USA, Ausreise nach Australien oder Asyl in den Mitgliedsstaaten der EU. Die Organisation kritisiert das Desinteresse der Bundesregierung an dem Fall und pocht auf universelle Menschenrechte.

https://www.rubikon.news/artikel/eine-frage-der-humanitat

The Lancet veröffentlicht Aufruf von Ärzten: „Beenden Sie die Folter und medizinische Vernachlässigung von Julian Assange“

Von Laura Tiernan – 19. Februar 2020

Das Magazin The Lancet, die weltweit bedeutendste medizinische Fachzeitschrift, veröffentlicht diese Woche einen Appell von 117 Ärzten aus 18 Ländern, die erneut sofortige Maßnahmen fordern, um das Leben von WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange zu retten. Ihr Brief erscheint somit kurz vor Beginn der Anhörung über den Auslieferungsantrag der USA, die über Assanges Schicksal entscheiden könnte. Der zweiseitige Brief der Ärzte wurde in der Rubrik „Korrespondenz“ unter der Überschrift „Beenden Sie die Folter und medizinische Vernachlässigung von Julian Assange“ veröffentlicht. Er wurde von Dr. Stephen Frost (Großbritannien), der klinischen Psychologin Dr. Lissa Johnson (Australien), Dr. Jill Stein (der ehemaligen Vorsitzenden der amerikanischen Grünen) und William Frost (Großbritannien) verfasst.

https://www.wsws.org/de/articles/2020/02/19/lanc-f19.html