Ein Land als Beute

Der Euromaidan und sein Pferdefuß – Mathias Bröckers und Paul Schreyers Buch über die Drahtzieher des ukrainischen Bürgerkriegs

Von Reinhard Lauterbach
29. September 2014

Mathias Bröckers ist bisher nicht als Osteuropa-Spezialist hervorgetreten, auch sein Koautor Paul Schreyer hat zuletzt einen „Faktencheck 11. September“ vorgelegt. Wenn zwei verdiente Enthüller von der offiziellen Darstellung abweichender Tatsachen und Zusammenhänge zum 11. September 2001 nun über die Ukraine schreiben, muss man damit rechnen, daß ein großer Teil des Buches doch nicht in Kiew oder Donezk spielt, sondern in Washington. Und so ist es auch.

http://www.jungewelt.de/2014/09-29/009.php

Der Schwarze Kanal: Ein Frontschwein

Von Arnold Schölzel
27. September 2014

Die Kette deutscher Kriege wird verlängert, die Sprache der Propaganda folgt. Am Montag veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) einen Artikel des „freiberuflichen Historikers“ Gerd Koenen unter dem Titel „Russland ist kein Bär, sondern eine Sau, die ihre Jungen auffrißt“. Die Schlagzeile zieht sich über eine Seite, bedeutet wird: Keine Gnade mit Barbaren, mit slawischen Un- und Untermenschen.

http://www.jungewelt.de/2014/09-27/003.php

„Freedom and Democracy“

Seit Weltkriegsende ist die CIA in der Ukraine aktiv: von der Unterwanderung der Kulturszene über die Inszenierung einer „orangen Revolution“ bis zur heutigen Militärberatung

Von Paul Schreyer
22. September 2014

In der Ukraine-Krise liegt der mediale Fokus weiterhin auf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Was will er, was plant er, was denkt er? So fragen viele Kommentatoren und vermeiden dabei in der Regel einen ähnlich gründlichen Blick in die andere Richtung, gen Westen. Nicht wenige Beobachter waren daher überrascht, diesen selbstkritischen Blick nun in der aktuellen September-Ausgabe der altehrwürdigen Zeitschrift Foreign Affairs zu entdecken, bekanntlich herausgegeben vom konservativen New Yorker Eliteklub „Council on Foreign Relations“.

http://www.jungewelt.de/2014/09-22/001.php

US-Hilfe für Neofaschisten

Ukraine: Kommandeur des Bataillons „Donbass“ in Washington. NATO-Manöver in der Ukraine begonnen. Verwirrung um Waffenlieferungen für Kiew

Von Reinhard Lauterbach
16. September 2014

Etwa 1300 Soldaten aus der Ukraine und mehreren NATO-Staaten haben am Montag in der Westukraine mit dem Manöver „Rapid Trident 2014“ begonnen. Es findet auf dem Truppenübungsplatz Jaworiw direkt an der Grenze zu Polen statt. Die Bundeswehr hat drei Offiziere als Beobachter entsandt.

http://www.jungewelt.de/2014/09-16/044.php

„Revionistisches“ Russland

Der scheidende Nato-Generalsekretär Rasmussen tritt für eine aggressive NATO ein

Von Florian Rötzer
16. September 2014

Wenn Nato-Generalsekretär Rasmussen die Haltung der Mitgliedsländer vertritt, was angesichts fehlender Kritik seitens der Regierungen der Fall zu sein scheint, so will der Westen offenbar weiter direkt eskalieren. In einem Gespräch mit dem Thinktank Carnegie Europe zum Ende seiner Amtszeit erklärte Rasmussen, Russland habe die Nato zum Feind gemacht, während die Nato lange dafür gearbeitet habe, Russland zum Partner zu machen und dessen Sicherheitsbedenken zu berücksichtigen.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42781/1.html

Wirtschaftskrieg gegen Russland

Weitere Sanktionen und Aggressionen der „westlichen Allianz“ –

Von Wolfgang Bittner
16. September 2014 –

Während in der Westukraine Manöver stattfinden, Rumänien die Stationierung von NATO-Kampfflugzeugen erwartet, nach Polen weitere Soldaten entsandt werden und die Kiewer Regierung Waffen von NATO-Staaten erhält, haben sich die EU-Botschafter auf neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland geeinigt. Dabei beruft sich der Westen auf die kritische Situation in der Ostukraine, die man selbst verursacht hat.

http://www.hintergrund.de/201409153243/wirtschaft/wirtschaft-welt/wirtschaftskrieg-gegen-russland.html

Vereinigte Staaten und EU weiten Sanktionen gegen Russland aus

Von Niles Williamson
16. September 2014

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union gaben am Freitag eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland im Bereich der Finanz-, Energie- und Verteidigungssektoren bekannt. Die neuen Maßnahmen verschärfen den wirtschaftlichen und militärischen Druck auf Russland, obwohl in der Ukraine eine Feuerpause zwischen dem Kiewer Regime und den prorussischen Separatisten der Ostukraine besteht.

http://www.wsws.org/de/articles/2014/09/16/euru-s16.html

Deutsch-polnisches Bündnis gegen russische Aggression?

Von Arno Klönne
15. September 2014

Kritisches zur Bundestagsrede des polnischen Staatspräsidenten Komorowski
Keineswegs herrscht bei den Staaten des nordatlantischen Bündnisses intern Übereinstimmung in der Frage, wie mit dem Ukraine-Konflikt und Rußland strategisch umzugehen sei. Differenzen bestehen in dieser Sache auch zwischen der polnischen und der deutschen Politik. In diesem Zusammenhang ist eine repräsentative Wortmeldung von Bronislaw Komorowski in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42775/1.html

Gauweiler darf nicht auf die Krim?

Von Thomas Pany
15. September 2014

Bundestagspräsident Lammert untersagt laut Medienberichten den Besuch des Kritikers der Regierungspoliktik im Ukraine-Konflikt auf der Halbinsel. Update
„Eine demokratische Gesellschaft komme nicht voran. Von Wahlen halte er nichts“, wird Oleg Odnoroschenko, Vizekommandant des Freiwilligen-Bataillons Asow, zitiert. Und weiter: „‚Aus Krieg und Revolution'“ müsse ein neuer Staat heranwachsen, ein Staat auf der Basis der ukrainischen Freiwilligen-Kultur. Mit harter Hand werde man danach regieren, auch mit der Todesstrafe, so lange und so hart, bis die Meritokratie, die Herrschaft der Besten, etabliert sei.“ Odnoroschenko bezeichnet das Asowsche Bataillon als eine „rechtsextreme, nationalistische“ Organisation.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42772/1.html

Der Mann des Westens und die Neonazis

Der Ukraine stehen Parlamentswahlen bevor. Der US-Favorit Arsenij Jazenjuk setzt dabei auf die Popularität faschistischer Milizionäre

Von Thomas Eipeldauer
15. September 2014 –

Bataillon AzovIm Great Game um die Macht in der Ukraine nach dem Sturz von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch war Arsenij Jazenjuk stets der Mann der USA. In Washington machte man daraus keinen Hehl und spätestens seit dem an die Öffentlichkeit geratenen Gespräch zwischen der US-Diplomatin Victoria Nuland und dem amerikanischen Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, war klar, dass der Weggefährte Julia Timoschenkos in der Gunst der politischen Elite der Vereinigten Staaten weit oben stand.

http://www.hintergrund.de/201409153242/politik/welt/der-mann-des-westens-und-die-neonazis.html