Das Ende der Diplomatie – Ergänzende Information zum Denken an der Spitze Russlands: Lawrow Pressekonferenz

Von Albrecht Müller – 4. Oktober 2022

Der russische Außenminister hat im Anschluss an seine Rede vor der UNO am 24. September eine Pressekonferenz gegeben. Die NachDenkSeiten geben hiermit eine Übersetzung dieser Pressekonferenz zur Kenntnis. Zusammen mit den beiden schon gestern veröffentlichten Dokumenten … gibt dieses Dokument Aufschluss über die Veränderungen des Denkens und Fühlens in Moskau. Bei unseren Politikern und Medien werden diese uns alle betreffenden Veränderungen bisher vor allem oberflächlich und höhnisch kommentiert. Ein paar Beispiele für die Reaktion wichtiger Medien finden Sie nach der Dokumentation der Lawrow-Pressekonferenz.

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Hybride Kriegsführung: Der Westen setzt auf soziale Medien zur Unruhestiftung in Iran

Von RT DE – 4. Oktober 2022

Das Ausmaß der westlichen Berichterstattung über die Unruhen in Iran übertraf in den letzten Wochen bei Weitem die Bedeutung und Reichweite der Proteste im Land. Der Westen hat bei den jüngsten Aufständen in Iran auf soziale Medien gesetzt und versucht das Gefühl zu vermitteln, dass der Staat bald gestürzt werde. Dies berichtet Seyed Alireza Mousavi im Magazin „RT DE“. Weiter berichtet Mousavi auf RT DE: „Der dramatische Tod einer 22-jährigen Iranerin namens Mahsa Amini löste in Teheran in den vergangenen Wochen eine Welle an Protesten aus, die in kurzer Zeit in Unruhen und Mob-Gewalt aufgrund der orchestrierten Kampagne des Westens bezüglich des Vorfalls umschlugen. Die NATO hat seit dem Ukrainekrieg ihre hybride Kriegsführung gegen die Rivalen der USA intensiviert, die sich über mehrere Fronten erstreckt. Die jüngsten Unruhen in Iran sind im Kontext des durch die NATO geführten verdeckten Krieges gegen Russland, China und Iran zu betrachten.

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Dritter Weltkrieg: Warum Russland militärisch derzeit Schwierigkeiten hat

Von Thomas Röper – 4. Oktober 2022

Wenn man sich den Umfang der westlichen Unterstützung für die Ukraine anschaut, dann wird klar, warum Russland sich im Krieg mit dem gesamten Westen sieht und warum sich Russland derzeit militärisch so schwer tut. – Dass Russland in der Ukraine derzeit militärisch einige Probleme hat, ist offensichtlich. Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste ist, auch wenn das vor dem Hintergrund der westlichen Propaganda unglaublich klingt, die Einstufung als Militäroperation. Das bedeutet nämlich, dass die russische Armee quasi mit gefesselten Händen unterwegs ist, denn sie hat sich selbst Beschränkungen auferlegt. Die oberste Regel der Militäroperation ist, dass Leben von Zivilisten geschützt werden müssen, wofür ich im Donbass viele Beispiele sowohl von Zivilisten als auch von russischen Soldaten gehört habe. Das schränkt allerdings auch die militärischen Möglichkeiten ein, denn der Begriff der Militäroperation bedeutet auch, dass die russische Armee sich selbst Begrenzungen beim Einsatz bestimmter Waffen auferlegt hat. Russland hat längst noch nicht alle Arten konventioneller Waffen eingesetzt, die es hat. Der zweite Grund für Russlands militärische Schwierigkeiten liegt zweifellos in den westlichen Waffenlieferungen. Der Westen liefert unglaublich viele Waffen, das schauen wir uns gleich an. Wenn man diese massiven Lieferungen sieht, dann verwundert es allerdings, dass Russland nur so „geringe“ militärische Schwierigkeiten hat.

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Trotz russischer Atomdrohungen: Bundesregierung verkündet neue Waffenlieferungen an Kiew

Von Johannes Stern – 4. Oktober 2022

Die Bundesregierung reagiert auf die russische Annexion ukrainischer Gebiete und Putins Atomdrohungen mit einer Verschärfung der eigenen Kriegsoffensive, was immer unmittelbarer die Gefahr eines dritten Weltkriegs heraufbeschwört. Am Wochenende reiste Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) zum ersten Mal persönlich in die Ukraine, inspizierte deutsche Panzer vor Ort und verkündete weitere massive Waffenlieferungen für das anti-russische Kriegsregime in Kiew.

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„Gaspreisbremse“: Die Gasumlage ist tot, lang lebe die Inflation!

Von Thomas Röper – 4. Oktober 2022

Die Bundesregierung hat die Gasumlage gekippt und stattdessen eine „Gaspreisbremse“ angekündigt, die 200 Milliarden Euro kosten soll. Das wird die Staatsschulden und die Inflation in die Höhe treiben, an der Lage aber nichts ändern.
Dass die erst Anfang August präsentierte Gasumlage eines der asozialsten Gesetze war, die es in den letzten Jahren gegeben hat, habe ich damals bereits aufgezeigt. Das Prinzip der Gasumlage war ganz einfach: Die Energiekonzerne haben jahrelang fantastische Gewinne gemacht, nun aber können sie die hohen Gaspreise nicht ohne weiteres an ihre Kunden weitergeben und machen Verluste. Da wir im Kapitalismus leben, wäre es eigentlich ganz einfach: Wenn ein Energiekonzern Probleme bekommt, dann müssen die Aktionäre eben Geld nachschießen, ansonsten ist der Konzern pleite. Da die Energieversorgung jedoch wichtig ist, könnte dann der Staat einspringen, einen pleite gegangenen Energiekonzern verstaatlichen und so seinen Betrieb und die Energieversorgung sichern. Den Konzern könnte der Staat später, wenn er saniert ist, wieder an die Börse bringen. Dabei könnte der Staat am Ende sogar einen Gewinn machen.

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Deutschlands Traditionspartner (3 Teile)

Von German-Foreign-Policy.com – 27./29. September/4. Oktober 2022

Bereits seit seiner Unabhängigkeit war die Geschichte Bulgariens eng mit der von Deutschland verknüpft. Das Land war sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg mit Berlin verbündet. Auch nach der Auflösung des Warschauer Pakts waren die Regierungen Bulgariens lange eng mit deutschen Parteienstiftungen verbunden – auch die, die EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien verhindert hat. Nun hat eine von CDU/CSU aufgebaute Partei die Parlamentswahl in Bulgarien gewonnen.

[Teil I]

[Teil II]

[Teil III]

Vierfachbumms und Doppelwumms

Von Rüdiger Rauls – 4. Oktober 2022

Nach den vier Explosionen an den Nordstream-Pipelines kommt unserer Regierung nichts gelegener als die Spekulation über die Urheber der Anschläge. Damit wird die Aufmerksamkeit von den Gefahren der Berliner und Brüsseler Politik auf die Suche nach Schuldigen gelenkt.

Propaganda: Wenn der Spiegel keine Argumente hat …

Von Thomas Röper – 3. Oktober 2022

Der Spiegel echauffiert sich darüber, dass viele die USA beschuldigen, die Nord-Stream-Pipelines gesprengt zu haben. Dabei ergeht sich der Spiegel in Beschimpfungen, anstatt Argumente vorzubringen. Normalerweise gehe ich nicht auf Kolumnen, Meinungsartikel und Kommentare ein, die in den „Qualitätsmedien“ erscheinen, denn das sind Meinungsäußerungen, die meist nicht auf Fakten beruhen. Und bekanntlich darf jeder seine Meinung haben. Heute mache ich aber eine Ausnahme, weil einer der Spiegel-Kolumnisten so einen Unsinn verzapft hat, bei dem er auch noch den Anti-Spiegel erwähnt, dass ich darauf eine kurze Antwort geben möchte. Christian Stöcker scheint es als neue Berufung zu empfinden, gegen die böse russische Propaganda zu wettern. Innerhalb kurzer Zeit hat er daher auch den Anti-Spiegel ein zweites Mal erwähnt. Seine aktuelle Kolumne trägt den Titel „Virale Nord-Stream-Thesen – Die Copy-Paste-Propaganda“ und ich nehme es vorweg: Lesenswert ist sie nicht, denn der Informationsgehalt geht – wie fast immer bei Kolumnen – gegen Null.

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Wie die Lämmer zum Schweigen gebracht werden – über die Funktionsweise von Propaganda

Von John Pilger – 3. Oktober 2022

Der australische Journalist und Dokumentarfilmer John Pilger ist nicht nur einer der profiliertesten englischsprachigen Journalisten, er ist auch einer der schärfsten Kritiker der kriegerischen Politik der USA und ihrer Vasallen – und das seit mehr als einem halben Jahrhundert. Das Erfolgsrezept der Vereinigten Staaten – wenn man die Unterjochung aller Staaten, die eine von den USA unabhängige Regierung haben und/oder auf begehrten Rohstoffen sitzen, als Erfolg bezeichnen möchte: Eine Propaganda, die zumindest im Westen nahezu lückenlos den öffentlichen Diskurs beherrscht und das Bild des gütigen Weltpolizisten perpetuiert, der noch den letzten Winkel der Erde mit „Freiheit“ und „Demokratie“ beglückt. Die millionenfachen Opfer dieser Politik werden totgeschwiegen oder als Kollateralschäden verharmlost. In einer Rede, gehalten auf dem norwegischen Trondheim World Festival im September, zeigt Pilger, wie eng Macht und Propaganda verquickt sind und welch unrühmliche Rolle die Mehrheit derjenigen dabei spielt, die eigentlich sagen sollten, was ist: Journalisten und Intellektuelle.

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Das russische Fernsehen über die Reaktion des Westens auf die Referenden – und eine Panne der Deutschen Welle

Von Thomas Röper – 3. Oktober 2022

Dass der Westen über die Referenden im Donbass schäumt, ist bekannt. Das russische Fernsehen hat darüber aus seiner Sicht berichtet. – Korrespondentenberichte des russischen Fernsehens sind immer interessant, denn sie zeigen erstens einen vollkommen anderen Blick auf die internationale Politik und berichten zweitens oft über Dinge, die das deutsche Fernsehen verschweigt. So war es auch am Sonntag im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens, als der Bericht des russischen USA-Korrespondenten gezeigt wurde …

Das russische Fernsehen über die Reaktion des Westens auf die Referenden

Nord Stream: Das russische Fernsehen über die Angelsachsen und eine Panne der Deutschen Welle