Laut „Lancet“ sind weit mehr Menschen in Gaza gestorben als gemeldet

Von Thomas Röper – 14. Mai 2025

Die tatsächlichen Opferzahlen im Gaza-Krieg sind unbekannt. Nun hat The Lancet dazu eine Forschungsarbeit vorgestellt, die zu dem Schluss kommt, dass die Zahl der Toten weitaus höher ist als offiziell aus Gaza gemeldet.

The Lancet hat eine Forschungsarbeit über die wahrscheinlichen Opferzahlen des israelischen Vernichtungskrieges in Gaza veröffentlicht, über die der britische Economist berichtet hat. Ich übersetze zunächst den Artikel des Economist und füge dann noch einige kurze Anmerkungen hinzu, weil der Economist-Artikel etwas umständlich formuliert ist. […]

Wie viele Menschen sind in Gaza gestorben?
Neue Forschungen legen nahe, dass es mehr Tote gibt, als aktuell berichtet.

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen im Oktober 2023 ist die Zahl der Todesopfer heiß umstritten. Es ist sehr schwierig, die Todesopfer in einem noch andauernden Krieg zu zählen. Aber Experten versuchen trotzdem, den Überblick zu behalten. Und neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die gemeldeten Zahlen zu niedrig sind.

Die genauen täglichen Zählungen aus Gaza sind ungewöhnlich. Aus der Ukraine gibt es keine vergleichbare Bilanz. Doch während dieses Krieges, wie auch in früheren, haben die von der Hamas kontrollierten Behörden des Gazastreifens detaillierte Angaben darüber veröffentlicht, wie viele Palästinenser getötet wurden. Zweifel an diesen Zahlen sind berechtigt. Die Hamas hat vermutlich einen Anreiz, die Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung aufzublähen. Nach dem Ende früherer Konflikte entsprachen die Schätzungen Israels und der UNO hinsichtlich der Zahl der Todesopfer allerdings in etwa denen, die während der Kämpfe veröffentlicht wurden. Dieser Krieg ist weitaus umfassender und dauert länger als alle vorherigen. Viele der Institutionen, in denen Todesfälle verzeichnet werden, wie etwa Krankenhäuser, wurden zerstört.

Bis zum 5. Mai gab das Gesundheitsministerium an, dass im Krieg 52.615 Menschen ums Leben gekommen seien. Wie in früheren Kriegen wird bei der Zählung nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten unterschieden. Im Januar schätzte Israel, dass etwa 20.000 der Getöteten Militante waren.

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Wenn der „Spiegel“ über die neue russische Doku über Putin berichtet …

Von Thomas Röper – 14. Mai 2025

In Russland ist zum 25. Jahrestag von Putins erster Amtseinführung als Präsident eine Doku erschienen, über die der Spiegel berichtet hat. Allerdings war der Spiegel-Artikel eher lustig und zeugte von Unwissen über Russland – oder würde der Spiegel bewusst so viel lügen?

Ich habe schon kurz darüber berichtet, dass zum 25. Jahrestag von Putins erster Amtseinführung als russischer Präsident im Jahr 2000 in Russland eine Doku mit einem langen Interview mit dem russischen Präsidenten veröffentlicht wurde. Darin hat Putin auch erstmals seine Privatwohnung im Kreml gezeigt. Die Doku war durchaus sehenswert (und ist in Russland gerade zur meist geschauten Doku der letzten fünf Jahre aufgestiegen).

Der Spiegel fühlte sich berufen, die Doku in einem langen Artikel mit der Überschrift „Dokumentarfilm zum 25. Jubiläum – Viel Stuck, Rüschengardinen und überall Gold – zu Hause bei Wladimir Putin“ zu kommentieren und wie nicht anders zu erwarten, kam dabei wieder einmal eine gehörige Portion Desinformation heraus. Ich will hier auf nicht auf das im blumigen Relotius-Stil geschriebene Beiwerk eingehen, von dem es in dem Artikel sehr viel gibt, sondern mich auf die Aussagen beschränken, die zumindest ein wenig handfeste Informationen enthalten, auf die man eingehen kann.

Vorweg sei schon gesagt, dass ich immer wieder überrascht bin, wie dreist der Spiegel lügt. Vor allem das letzte Beispiel, das ich in diesem Artikel behandle, hat mich in seiner Dreistigkeit beeindruckt, weil es eine geschickte Lüge des Spiegel ist, die kein deutscher Leser (ohne gute Kenntnisse von Russland) erkennen kann.

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Die Politik hinter der Wahl des amerikanisch-peruanischen Papstes

Von Andrea Lobo – 14. Mai 2025

Die Wahl von Kardinal Robert Prevost zum Papst Leo XIV. ist eine kalkulierte politische Entscheidung der katholischen Kirche, und es ist keine von theologischen Fragen bestimmte Wahl. Prevost wurde als die Persönlichkeit ausgewählt, die am ehesten in der Lage ist, inmitten einer beispiellosen globalen Krise neues Vertrauen in den Kapitalismus zu erzeugen.

Trumps zweite Amtszeit ist von Drohungen mit neokolonialer Eroberung und globalem Krieg im Ausland und Massendeportationen und faschistischer Reaktion im Inland bestimmt. Vor diesem Hintergrund positioniert sich die katholische Kirche als „moralisches“ Gegengewicht zur nackten oligarchischen Herrschaft, die jetzt das Zentrum des globalen Kapitalismus beherrscht.

Mit offiziell 1,4 Milliarden Gläubigen weltweit – fast die Hälfte davon in Amerika und 20 Prozent in den schnell wachsenden afrikanischen Ländern – sind die katholischen Kirchen nach wie vor ein wichtiges Bollwerk des kapitalistischen Status quo. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Eindämmung des Klassenkampfes und helfen, die Radikalisierung der Arbeiterklasse in einem Großteil der Welt zu unterdrücken.

Trotz tiefer Spaltungen innerhalb der römisch-katholischen Kirche hat Prevost Berichten zufolge breite Unterstützung von Kardinälen aus ganz Lateinamerika, den USA, Europa, Asien und Afrika erhalten. Seine Mehrsprachigkeit – Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch und Englisch – sowie seine doppelte US-amerikanisch-peruanische Staatsbürgerschaft und seine Führungsrolle in beiden Ländern wurden als ideale Qualitäten angesehen. Sie zahlen ein auf die Bemühungen der Kirche, in die Weltpolitik einzugreifen, indem sie die Unzufriedenheit der Bevölkerung sowohl in den fortgeschrittenen als auch in den unterdrückten Ländern kanalisiert.

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Gesamtbevölkerung des Gazastreifens erleidet „kritisches Risiko einer Hungersnot“, warnen Vereinte Nationen

Von Andre Damon – 14. Mai 2025

„Die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens ist von einer Hungersnot bedroht“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen. Der Bericht stützt sich auf das Instrument der IPC-Skala zur Einstufung der Ernährungssicherheit (Integrated Food Security Phase Classification).

Der Bericht dokumentiert die Auswirkungen einer Politik des absichtlichen Aushungerns als Teil des US-israelischen Völkermords in Gaza. Seit dem 2. März werden keine Lebensmittel, kein Wasser und kein Strom mehr in den Gazastreifen geliefert, nachdem Israel einseitig ein Waffenstillstandsabkommen aufgekündigt hat.

„Die gesamte Bevölkerung ist mit einem hohen Maß an akuter Ernährungsunsicherheit konfrontiert, und eine halbe Million Menschen – jeder Fünfte – ist vom Hungertod bedroht“, warnt der Bericht.

Er stellt fest, dass 244.000 Menschen im Gazastreifen bereits mit einer „Ernährungskatastrophe“ konfrontiert sind. Dies bezeichnet den schlimmsten Zustand nach der Skala, die Klassifizierung entspricht Hunger als Massenphänomen. Diese Einstufung bedeutet gleichsam einen Anstieg von 85 Prozent gegenüber dem früheren IPC-Bericht von Oktober 2024.

Es wird zudem erwartet, dass sich diese Zahl bis Ende September auf 470.000 betroffene Menschen fast verdoppelt. Demnach wäre dann ein Viertel der Bevölkerung des Gazastreifens von der Ernährungskatastrophe betroffen.

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AfD-Verbotsdebatte – ein geschicktes Manöver von SPD und Grünen?

Von Jens Berger – 13. Mai 2025

Nachdem der umstrittene Bericht des Bundesverfassungsschutzes, der die AfD auf Bundesebene als „gesichert rechtsextremistisch“ einstuft, nun die Gerichte beschäftigt, nimmt die Debatte um ein AfD-Verbotsverfahren kein Ende. Den Wortführern und den meisten Kommentatoren unterläuft dabei jedoch ein grandioser Denkfehler: Selbst wenn die Einstufung des Verfassungsschutzes sich als gerichtsfest erweisen sollte, heißt dies noch lange nicht, dass dies für ein angestrebtes Verbotsverfahren von Bedeutung wäre. Hier hat die Rechtsprechung nämlich wohlweißlich sehr hohe Hürden in den Weg gestellt, und die in Teilen von Medien veröffentlichten Auszüge des Verfassungsschutzgutachtens lassen nicht den Schluss zu, dass ein Verbotsverfahren Aussicht auf Erfolg hätte. Warum wird diese Debatte dennoch geführt? Es ist gut möglich, dass sie nicht aus inhaltlichen, sondern aus strategischen Erwägungen geführt wird, um die Brandmauer zu sichern und der CDU eine Alternative zu Koalitionen mit SPD oder Grünen zu verbauen.

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Ralf Stegner auf geheimer Russland-Mission: Vorsicht vor der neuen „Moskau-Connection“!

Von Tobias Riegel – 13. Mai 2025

Sie werden fast schon in die Nähe von potenziellen Spionen oder Sicherheitsrisiken gerückt: Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner, Ronald Pofalla, Matthias Platzeck und andere haben sich mit politischen Vertretern Russlands getroffen, um zerstörte Kommunikationswege wie den „Petersburger Dialog“ zu beleben. Was sehr zu begrüßen und im Interesse der hiesigen Bürger ist, wird von anti-russischen Meinungsmachern in Deutschland hart und unverantwortlich diffamiert. Umso höher sollte die Wertschätzung für das Vorhaben und den Mut der Beteiligten sein. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Ralf Stegner, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium für die Geheimdienste; Ronald Pofalla, ehemaliger Chef des Bundeskanzleramts und Leiter des „Petersburger Dialogs”; Matthias Platzeck, ehemals brandenburgischer Ministerpräsident und SPD-Bundesvorsitzender sowie Vorstand des „Petersburger Dialogs”; Stephan Holthoff-Pförtner, CDU-Europaminister unter Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen, sowie Martin Hoffmann, langjähriger Geschäftsführer des „Petersburger Dialogs”, hatten sich bereits Mitte April in Aserbaidschan unter anderem mit dem früheren russischen Ministerpräsidenten Subkow getroffen, wie der Deutschlandfunk berichtet. Nun läuft über diese Zusammenkunft eine Debatte in Deutschland.

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Neues im „Fall Guérot“ – der Kampf um Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit geht in die nächste Runde

Interview mit Tobias Gall. Interview: Maike Gosch – 13. Mai 2025

Wie sind die Aussichten für eine der bekanntesten politischen Stimmen Deutschlands, gegen die Universität Bonn zu obsiegen, ihren Ruf wiederherzustellen und auch ihre großen finanziellen Verluste, die sie durch diesen Konflikt erlitten hat, zumindest teilweise wiedergutzumachen? Ein Interview für die NachDenkSeiten mit Dr. Ulrike Guérots Anwalt Tobias Gall in ihrem Kündigungsschutzprozess gegen die Universität Bonn, geführt von Maike Gosch.

Den Leserinnen und Lesern der NachDenkSeiten ist der Fall „Ulrike Guérot“ sicher bekannt. Die Universität Bonn hatte der bekannten Politikwissenschaftlerin und Publizistin Dr. Ulrike Guérot vor gut zwei Jahren aufgrund von Plagiatsvorwürfen ihren Arbeitsvertrag als Professorin gekündigt. Das Arbeitsgericht Bonn wies im Frühjahr 2024 die Kündigungsschutzklage von Dr. Guérot hiergegen ab.

Im Anschluss an ihr Unterliegen in der ersten Instanz ging Dr. Guérot in Berufung. Am Freitag dieser Woche, dem 16. Mai 2025, wird vor dem Landesarbeitsgericht in Köln nun über diese Berufung verhandelt und wahrscheinlich auch entschieden. Wir sprachen über den Fall und Dr. Guérots Aussichten mit ihrem Anwalt, dem Arbeitsrechtler Tobias Gall aus Berlin.

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USA: Einwanderungs-Gestapo setzt landesweite Terrorkampagne fort

Von Jacob Crosse- 13. Mai 2025

Ermutigt von Trump und den schwachen Demokraten führt die US-Einwanderungspolizei überall in den USA ungestraft ihre faschistischen Abschiebeoperationen durch. In Bundesstaaten, die sowohl von Republikanern als auch von Demokraten regiert werden, verhaften Bundesagenten des Heimatschutzministeriums (DHS) – darunter die Schläger der Immigration and Customs Enforcement (ICE) und ihre Komplizen in der Customs and Border Protection (CBP) und der Homeland Security Investigations (HSI) – ohne Grund, ohne Haftbefehl und ohne rechtsstaatliche Verfahren Eltern, Kinder und sogar lokale Amtsträger.

Jeden Tag kursieren in den sozialen Medien Videos, mit erschreckenden Bildern von schwer bewaffneten und maskierten Schlägern, die Familien auseinanderreißen und sie in Handschellen in Fahrzeugen ohne Kennzeichen verschwinden lassen. Die Verhafteten werden wochenlang, wenn nicht sogar monatelang in einem Netzwerk kommerziell betriebener Gefängnisse gefangen gehalten, bevor sie in ein „Heimatland“ abgeschoben werden. Das kann ein Megagefängnis in El Salvador sein, ein Verließ in Libyen oder ein Land, in dem sie seit Jahren nicht mehr waren und an das sie keine Erinnerungen haben, weil sie als Kleinkinder in die USA gekommen und dort aufgewachsen sind.

Da Trump mit den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Kräften keine „Massenabschiebungen“ durchführen kann, wies er das DHS am Freitag an, weitere 20.000 Agenten einzustellen. Um bis Ende des Jahres eine Million Menschen abzuschieben, will die Trump-Regierung die Polizei der Bundesstaaten zur Unterstützung der Operationen heranziehen.

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Eine andere Sicht auf die Frage, warum die AfD als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde – und dann wieder nicht

Von Thomas Röper – 13. Mai 2025

Hinter der Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextrem““ durch den Verfassungsschutz und dem anschließenden Zurückrudern des Verfassungsschutzes könnte weit mehr stecken, als es auf den ersten Blick scheint.

Ich muss gestehen, dass ich ein Fan von Michail Antonow bin. Das ist der russische Deutschland-Korrespondent, dessen Berichte über die vergangene politische Woche in Deutschland ich hier jeden Montagmorgen veröffentliche. Ich mag seine leicht ironische Art, seinen Blick von außen auf den Politzirkus in Deutschland und vor allem ist er ein heller Kopf, der in seinen Beiträgen immer wieder Dinge herausstreicht, die auch Beobachter in Deutschland oft übersehen, und mit denen er sehr oft richtig lag.

Sein Bericht vom letzten Sonntag endete mit Aussagen, die mich nachdenklich gemacht haben. Am Ende des Beitrages erzählte Antonow, wie Merz versucht, die Gunst von Trump zu gewinnen, damit Trump die Europäer bei der Fortsetzung des Krieges gegen Russland unterstützt, und sein Beitrag endete wie folgt:

„Also versucht Merz sein Bestes, um mit Trump Freundschaft zu schließen, auch wenn es lächerlich aussieht. Der Verfassungsschutz, der die AfD letzte Woche auf die Liste extremistischer Organisationen gesetzt hatte, was die Amerikaner verärgert hat, hat sie diese Woche wieder von der Liste gestrichen. Das Lustigste ist, dass das nur vorübergehend ist.“

Das hat mich getriggert, denn ich habe das Theater rund um die AfD und den Verfassungsschutz bisher – wie wohl die meisten – vor allem aus dem Blickwinkel der deutschen Innenpolitik betrachtet, aber das Thema könnte durchaus eine außenpolitische Komponente haben. Also habe ich darüber lange nachgedacht und will Sie nun an meinen Gedanken teilhaben lassen. Was ich in diesem Artikel schreibe, ist eine Theorie, eine mögliche Variante, die in meinen Augen aber sehr logisch und daher nicht ausgeschlossen ist.

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Im Konflikt zwischen Indien und Pakistan droht eine nukleare Katastrophe

Keith Jones – 13. Mai 2025

Indien und Pakistan, die rivalisierenden Atommächte Südasiens, stehen am Rande eines totalen Krieges. Ein solcher Konflikt wäre nicht nur für die 2 Milliarden Menschen in der Region, sondern für die ganze Welt katastrophal. Ein indisch-pakistanischer Krieg könnte schnell zu einer nuklearen Vernichtung eskalieren und andere Großmächte, insbesondere die Vereinigten Staaten und China, auf den Plan rufen.

Der pakistanische Verteidigungsminister Khwaja Asif hat wiederholt gewarnt, dass Pakistan – dessen Bevölkerung ein Sechstel und dessen Wirtschaft ein Zehntel der Größe Indiens beträgt – gezwungen sein könnte, sein Atomwaffenarsenal einzusetzen. Am vergangenen Mittwoch, nach Indiens groß angelegtem Raketenangriff, an dem über 75 Kampfflugzeuge – darunter auch moderne Rafale-Jets – beteiligt waren, erklärte Asif, wenn Indien „der Region einen totalen Krieg aufzwingt… dann kann jederzeit ein Atomkrieg ausbrechen“.

Erst am Samstag – nach vier Tagen intensiver grenzüberschreitender Raketenangriffe und Artilleriebeschuss in der umstrittenen Region Kaschmir, aber nicht nur dort – einigten sich Neu-Delhi und Islamabad auf einen Waffenstillstand. Ob die Waffenruhe, die US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social bekannt gab, Bestand haben wird, ist sehr fraglich.

Fast sofort beschuldigten sich beide Seiten gegenseitig, den Waffenstillstand zu verletzen, wobei jede Seite behauptete, ihm nachzukommen.

Indien beharrt darauf, dass alle Maßnahmen, die es ergriffen hat, nachdem es Pakistan für den Terroranschlag vom 22. April im indisch besetzten Kaschmir verantwortlich gemacht hat, in Kraft bleiben werden. Dazu gehört auch die Aussetzung von Indiens Teilnahme am Indus-Wasservertrag. Islamabad hat den Schritt als „Kriegshandlung“ verurteilt und vor einer Bedrohung der pakistanischen Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung und des Stromnetzes gewarnt.

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