Bombardierung Teherans durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte am 4. März 2026
Bombardierung Teherans durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte, 4. März 2026 Am Mittwoch erklärte US-Präsident Donald Trump in einer Fernsehansprache zur Hauptsendezeit, das Ziel der Vereinigten Staaten im Krieg gegen den Iran sei die Zerstörung der iranischen Gesellschaft. „Wir sind auf dem besten Weg, alle militärischen Ziele der USA bald, sehr bald, zu erreichen. Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen“, sagte Trump.
Wenn die iranische Regierung seine Forderungen nicht akzeptiere, so Trump, würden die USA „jedes einzelne ihrer Kraftwerke sehr hart und wahrscheinlich gleichzeitig treffen. Wir haben ihr Öl noch nicht angegriffen, obwohl das das leichteste Ziel von allen ist, denn das würde ihnen nicht einmal die geringste Chance auf Überleben oder Wiederaufbau lassen. Aber wir könnten es angreifen, und es wäre weg, und sie könnten überhaupt nichts dagegen tun.“
Mit anderen Worten: Sollte der Iran nicht vollständig kapitulieren und de facto zu einem kolonialen Protektorat der Vereinigten Staaten werden, so beabsichtigt Trump erklärtermaßen, alles auszulöschen, was das moderne Leben von 90 Millionen Menschen aufrechterhält, und ihnen „nicht einmal die geringste Chance auf Überleben“ zu lassen.
Noch nie in der Geschichte hat ein US-Präsident eine solche Rede gehalten. Welche Verbrechen frühere Regierungen auch begangen haben mögen, sie wurden stets als Verteidigung von Demokratie, Selbstbestimmung und Befreiung dargestellt. Heute lautet die Botschaft des US-Präsidenten an die Bevölkerung eines ganzen Landes: Akzeptiert unsere Forderungen oder sterbt.
Dies sind Aussagen, die buchstäblich genozidale Absichten anzeigen. Ein Land „zurück in die Steinzeit“ zu bomben, bedeutet, dass man seine Zivilisation zerstört – eine Zivilisation, die im Falle des Iran seit Jahrtausenden existiert. Der Präsident der Vereinigten Staaten erklärt in einer landesweit ausgestrahlten Fernsehsendung seine Absicht, ein ganzes Land zu vernichten. Alles, was 90 Millionen Menschen am Leben erhält – Städte, Stromnetz, Wasserversorgung, Krankenhäuser, Industrie – soll dem Erdboden gleichgemacht werden.
Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran in die Steinzeit zurückzubomben, hat in den europäischen Medien keine Reaktion oder bestenfalls ein Schulterzucken ausgelöst. Trumps Androhung, die Lebensgrundlage eines Landes mit 90 Millionen Einwohnern und einer 5000-jährigen Kultur zu zerstören, war keinem der Leitartikler und Kommentatoren, die sich sonst endlos das Maul über den russischen Präsidenten Putin zerreißen, einen Protest wert.
Trump hatte die Drohung mehrmals in seinen Tweets und am Mittwoch auch in einer Fernsehansprache an das amerikanische Volk geäußert. „Wir werden ihnen in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart zusetzen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit schicken“, sagte er.
Dass Trump diese Drohung ernst meint, steht außer Zweifel. Die einzige Frage ist, wie weit er dabei gehen wird. Bis zum Einsatz von Atomwaffen? Ausschließen kann man das nicht.
Seit Kriegsbeginn hat allein Israel über 6500 Bomben auf den Iran abgeworfen, die Zahl der US-Bomben dürfte noch höher sein. Tausende wurden bereits getötet, Zehntausende verletzt. Die Zerstörung von Ölfeldern, Atomkraftwerken, Energie- und Wasserversorgung, mit der Trump droht, und die Vernichtung von Krankenhäusern, Schulen und Industrieanlagen, die bereits begonnen hat, würde Millionen weitere zu Hunger, Seuchen und Tod verurteilen.
Nicht nur Trumps Taten, auch seine Sprache erinnert an die völkermörderische Politik der Nazis. So hatte Hitlers Propagandachef Goebbels kurz vor Beginn des Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion in sein Tagesbuch geschrieben: „Es wird ein Massenangriff allergrößten Stils, wohl der gewaltigste, den die Geschichte je gesehen hat… Der Bolschewismus wird wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Wir stehen vor einem Siegeszug ohnegleichen.“
Doch all das ist den Meinungsmachern in den Redaktionen keinen Kommentar wert. Sie berichten zwar über Trumps „Steinzeit“-Drohung, teilweise sogar in den Schlagzeilen. Doch Empörung oder Widerspruch – Fehlanzeige. Sie sorgen sich höchstens um die Folgen für den Ölpreis, die Aktienkurse und die Zukunft der NATO.
Die Trump-Regierung setzt ihren Frontalangriff auf die demokratischen Rechte der amerikanischen Bevölkerung fort. Das zeigte sich in einer Exekutivanordnung, die das Weiße Haus am 31. März erlassen hatte, sowie in einer mündlichen Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof am 1. April.
An diesem Mittwochmorgen hörte der Oberste Gerichtshof die Argumente im Fall Trump gegen Barbara an. Auslöser war Trumps Dekret vom Januar 2025, nach seinem Amtsantritt, mit dem er praktisch das in der US-Verfassung verankerte US-Geburtsrecht abschaffen wollte.
Dieses Dekret wurde mehrfach vor Gericht angefochten. Trump verstößt damit offen gegen den Wortlaut des 14. Zusatzartikels der US-Verfassung, der mit den Worten beginnt: „Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und ihrer Gesetzeshoheit unterstehen, sind Bürger der Vereinigten Staaten und des Einzelstaates, in dem sie ihren Wohnsitz haben.“
Seit 160 Jahren wird diese Klausel so ausgelegt, dass alle auf US-amerikanischem Territorium geborenen Kinder, mit Ausnahme der Kinder ausländischer Diplomaten, Staatsbürger sind. Die Anwendung dieses Wortlauts auf die Kinder von Einwanderern wurde 1898 vom Obersten Gerichtshof im Fall United States v. Wong Kim Ark bestätigt. Das Gericht sprach Wong aufgrund seiner Geburt in San Francisco die US-Staatsbürgerschaft zu, obwohl seinen eingewanderten Eltern die Einbürgerung durch den rassistischen Chinese Exclusion Act verwehrt worden war.
Der Versuch, das Geburtsrecht auf Staatsbürgerschaft abzuschaffen, ist ein zentraler Schwerpunkt in Trumps Feldzug gegen Einwanderer. Damit würde jedes Jahr einer Viertelmillion Neugeborenen die Staatsbürgerschaft entzogen, und bei rückwirkender Anwendung würde die Staatsbürgerschaft von Millionen von Menschen, die in den USA als Kinder von Einwanderern geboren wurden, für null und nichtig erklärt.
Im Nachhinein betrachtet hätte sich Pakistan niemals dazu verpflichten dürfen, Saudi-Arabien zu verteidigen, noch hätte es sich in die Vermittlung zwischen den USA und dem Iran einmischen dürfen.
Trump erklärte in seiner Ansprache an die Nation: „Wenn es keine Einigung gibt, werden wir jedes einzelne ihrer Kraftwerke sehr hart und wahrscheinlich gleichzeitig treffen. Wir haben ihre Ölförderanlagen noch nicht angegriffen, obwohl das das einfachste Ziel von allen ist, denn das würde ihnen nicht einmal die geringste Chance auf Überleben oder Wiederaufbau lassen. Aber wir könnten sie treffen, und sie wären weg. Und sie könnten nichts dagegen tun.“ Trump wird die Weltordnung radikal verändern, wenn er diese Drohung wahr macht.
Wie hier bereits erläutert, hat der Iran bereits zu Abschreckungszwecken gedroht, symmetrisch gegen die Energieinfrastruktur der Golfstaaten zurückzuschlagen, was dann den Großteil der regionalen Energieexporte für Jahre lahmlegen und somit Afro-Eurasien (mit Ausnahme Russlands) ins Chaos stürzen würde. Die USA wären von diesem Chaos weitgehend abgeschirmt, indem sie sich in die „Festung Amerika“ zurückziehen, von wo aus sie dann die östliche Hemisphäre auf unbestimmte Zeit nach dem Prinzip „Teile und herrsche“ beherrschen könnten, mit minimalem Risiko für ihre Kerninteressen.
Trump gab einen Zeitrahmen von zwei bis drei Wochen an, bevor er diese geradezu apokalyptische Abfolge in Gang setzt, was Pakistan enorm unter Druck setzt, nachdem es die Rolle des Vermittlers zwischen den USA und dem Iran übernommen hat. Pakistan schien sich vorzustellen, es könne in diesem neuen Kalten Krieg ein historisches Abkommen zwischen den beiden Seiten aushandeln, so wie es im alten Kalten Krieg dazu beigetragen hatte, das historische Abkommen zwischen China und den USA zu vermitteln. Das war eine grobe Überschätzung seiner aktuellen diplomatischen Fähigkeiten und eine völlige Fehleinschätzung der Lage.
Es gibt keinen Vergleich zwischen dem US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran und früheren Spannungen zwischen China und den USA, noch zwischen den an beiden Beispielen beteiligten Regierungen, und anders als damals will keine der beiden Seiten Kompromisse eingehen. Die USA fordern die Kapitulation des Iran, doch der Iran lehnt dies als inakzeptabel ab. Das war vorhersehbar, daher stellen sich Fragen zu Pakistans Motiven für die Vermittlung, da dies im Grunde eine unmögliche Aufgabe ist. Sein wahrscheinlichstes Interesse daran trotz der widrigen Umstände war vermutlich die verzweifelte Hoffnung auf einen wundersamen Durchbruch.
Die weitere Eskalation des Konflikts durch groß angelegte iranische Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten, mit denen Teheran gedroht hat, um die USA davon abzuhalten, ihm dies anzutun, könnte dazu führen, dass die Saudis das im vergangenen September geschlossene gegenseitige Verteidigungsbündnis mit Pakistan aktivieren. Pakistan will keinen Krieg gegen den Iran führen, da dies seine Streitkräfte, die bereits gegen Afghanistan im Krieg stehen, überfordern und möglicherweise massive Proteste seiner schiitischen Minderheit auslösen würde, die außer Kontrolle geraten könnten.
Dennoch würde eine Ablehnung der saudischen Bitte die Geldhähne des Königreichs endgültig zudrehen und einem Verrat gleichkommen, nachdem Riad Islamabad im Laufe der Jahre schon mehrfach aus der Patsche geholfen hat – ganz zu schweigen davon, dass dies möglicherweise massive Proteste der sunnitischen Mehrheit in Pakistan auslösen würde, die Saudi-Arabien geradezu verehrt. Trumps nationale Ansprache stürzte Pakistan daher in ein Dilemma, das es sich allein selbst zuzuschreiben hat, da es sich im Nachhinein betrachtet niemals hätte verpflichten dürfen, Saudi-Arabien zu verteidigen, noch sich in die Vermittlung zwischen den USA und dem Iran hätte einmischen dürfen.
Sofern sich die zivile Regierung des Iran nicht dazu entschließt, nach Ausarbeitung einer relativ „gesichtswahrenden“ Kapitulation nachzugeben bzw. sie sie nicht vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) daran gehindert wird, könnte Trump seine apokalyptische Drohung wahr machen und damit die Weltordnung grundlegend verändern. Jeder in Afro-Eurasien mit Ausnahme Russlands würde in der Folge darunter leiden, und während es [selbst dann noch] unterschiedliche Meinungen darüber geben wird, wem die Schuld zuzuschreiben ist, würde Pakistan sicherlich einen Teil der Last tragen, da es unrealistische Erwartungen hinsichtlich seiner wohl zum Scheitern verurteilten Vermittlungsbemühungen geweckt hat.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.
Wie erwartet wurde die Ungarn-Wahl in der heißen Phase des Wahlkampfes zu einem Thema, das nun auch in Deutschland fast täglich Schlagzeilen produziert. Für die EU und für Orban geht es dabei buchstäblich um alles, entsprechend skrupellos wird auf Intrigen und schmutzige Tricks gesetzt.
Die Wahlen in Ungarn am 12. April sind nicht nur für Ungarn wichtig, sondern schicksalhaft für die EU und sogar darüber hinaus. Vor einer Woche habe ich erklärt, warum das so ist, wie die Umfragen in Ungarn manipuliert werden und welches Szenario im Falle eines Wahlsieges von Orban droht, weil die EU einen Wahlsieg Orbans kaum anerkennen, sondern mit Verweis auf von der EU selbst bezahlte Umfragen von Wahlfälschung sprechen dürfte. Ich werde das hier nicht alles wiederholen, daher verweise ich auf meinen Artikel von letzter Woche. […]
Deutsche Medien verschweigen, was in Ungarn über die illegale Finanzierung der ungarischen Opposition bekannt geworden ist, die offensichtlich mit Schwarzgeld finanziert wird, das augenscheinlich aus der Ukraine kommt. Die Beschlagnahme eines ukrainischen Geldtransporters in Ungarn mit Millionen Euro und Dollar in bar, sowie kiloweise Goldbarren (alles zusammen im Wert von fast 100 Millionen Euro) vor einigen Wochen hat diesen Verdacht bereits erhärtet. Allerdings vermute ich, dass hinter den Zahlungen eher die EU stecken dürfte, die die Zahlungen jedoch über die Ukraine laufen lässt.
Sollte die NATO als Ganzes nach einem hypothetischen Austritt der USA mehr oder weniger intakt bleiben und die USA daraufhin bilaterale Sicherheitsabkommen mit Polen, den baltischen Staaten und der Türkei schließen, würde sich aus russischer Sicht nicht viel ändern.
Trumps jüngste Äußerungen über einen Austritt der USA aus der NATO werden von vielen Europäern ernst genommen, da er wütend darüber ist, dass sie sich weigern, ihm bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus zu helfen, ganz zu schweigen davon, dass sie den USA den Zugang zu ihren eigenen Stützpunkten auf ihrem Territorium und sogar zu ihrem Luftraum für den Einsatz im Angriffskrieg gegen den Iran verweigern. Es ist jedoch möglich, dass dies nur ein weiterer Bluff von Trump ist, um die radikalen Reformen einzuleiten, die er sich vorstellt und die hier im Zusammenhang mit einem früheren Bericht über seine angeblichen „Pay-to-Play“-Pläne beschrieben wurden.
Dennoch ist es auch möglich, dass er es tatsächlich ernst meint und dass die USA letztendlich aus der NATO austreten werden; in diesem Fall ist es sinnvoll, die Zukunft der transatlantischen Sicherheit zu analysieren. Zunächst einmal befinden sich die Hauptquartiere sowohl von EUCOM als auch von AFRICOM in Deutschland, und es wäre sehr schwierig und umständlich, sie zu verlegen. Daher könnten die USA in diesem Szenario ein bilaterales Sicherheitsabkommen mit Deutschland schließen, das die Grundlage für weitere solche Abkommen mit anderen NATO-Mitgliedern bilden könnte.
Solche Vereinbarungen würden wahrscheinlich für die USA vorteilhafte Bedingungen enthalten, wie beispielsweise die Verpflichtung ihrer Verbündeten, fünf Prozent ihres BIP für Verteidigung aufzuwenden – wie es Trump bereits von ihnen gefordert hat – sowie die Bevorzugung amerikanischer Unternehmen bei militärtechnischen Beschaffungen. Die USA könnten zudem verlangen, dass ihren Truppen Immunität für alle Straftaten gewährt wird, die sie während ihres Aufenthalts in dem verbündeten Land begehen. Wie man Trump kennt, könnte er versuchen, Handelsprivilegien für die USA in jedem Sicherheitsabkommen zu verankern.
Die einzigen Länder, die solchen Bedingungen wahrscheinlich zustimmen würden, sind jene, deren Staats- und Regierungschefs entweder aufrichtig Angst vor Russland haben oder die Öffentlichkeit unter diesem Vorwand manipulieren; dazu gehören sicherlich Polen und die baltischen Staaten, aber auch Finnland und Rumänien sind nicht auszuschließen. Sie und die anderen NATO-Mitglieder würden untereinander weiterhin die Garantien des Artikels 5 genießen, aber es ist auch möglich, dass größere Mitgliedsländer wie Frankreich, Deutschland, Italien und/oder das Vereinigte Königreich dem Beispiel der USA folgen und Forderungen an die kleineren Mitglieder stellen, um dies sicherzustellen.
In diesem Fall könnte sich das europäische Sicherheitssystem grundlegend verändern, doch die Sorge, dass Russland den Eindruck innerer Streitigkeiten ausnutzen könnte (und sei es nur zu Soft-Power-Zwecken und nicht durch die Einleitung von Feindseligkeiten gegen die NATO nach dem Austritt der USA), könnte die genannten größeren Mitgliedsländer davon abhalten, dies zu tun. Wenn die NATO als Ganzes nach einem hypothetischen Austritt der USA mehr oder weniger intakt bleibt und die USA dann bilaterale Sicherheitsabkommen mit Polen und den baltischen Staaten schließen, würde sich aus russischer Sicht nicht viel ändern.
Das Gleiche gilt für den Fall, dass die USA eine solche Vereinbarung mit der Türkei treffen, die im Gegensatz zu Polen und den baltischen Staaten pragmatische Beziehungen zu Russland unterhält, aber bereit ist, durch die „Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand“ eine führende Rolle beim Ausbau des westlichen Einflusses an ihrer südlichen Peripherie zu übernehmen. Sollten die USA weiterhin zur Verteidigung der Türkei verpflichtet bleiben, könnte jeder potenzielle Konflikt mit Russland den Dritten Weltkrieg heraufbeschwören. Wird jedoch kein solches Abkommen geschlossen, könnte Russland proaktiver vorgehen, um den türkischen Einfluss dort zurückzudrängen.
Insgesamt ist nicht zu erwarten, dass sich die transatlantische Sicherheit wesentlich ändern wird, wenn die USA die NATO verlassen, solange sie Verpflichtungen ähnlich denen aus Artikel 5 gegenüber mehreren Schlüsselmitgliedern des Bündnisses, nämlich Polen, den baltischen Staaten und der Türkei, aufrechterhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte Russland präventive militärische Maßnahmen gegen die NATO nach dem Austritt der USA in Betracht ziehen, um von ihr ausgehende Sicherheitsbedrohungen zu beseitigen; dies könnte jedoch durch das atomar bewaffnete Frankreich und/oder das Vereinigte Königreich verhindert werden, die ihre Verpflichtungen gemäß Artikel 5 gegenüber den Mitgliedern des Bündnisses bekräftigen. Dann würde sich eigentlich nichts ändern.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.
Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 2. April 2026
Im Internet vergleichen Analysten den Iran mit der Roten Armee im 2. Weltkrieg. Es seien „die wahren Russen“. Jedenfalls ist der Iran wesentlich konsequenter darin, gegen Unterstützerländer des Angriffskrieges vorzugehen, wie Großbritannien gestern fühlen musste, als Russland im Ukrainekrieg. Was in der Nacht passierte und am 2. April lesen Sie hier im Ticker.
Die USA stünden kurz davor, die wichtigsten Ziele ihrer Operation gegen den Iran zu erreichen, erklärte Präsident Donald Trump. „Unsere Streitkräfte haben Außergewöhnliches geleistet. Militärisch gesehen gab es so etwas noch nie. Alle reden darüber, und heute Abend freue ich mich, sagen zu können, dass diese zentralen strategischen Ziele kurz vor der Vollendung stehen“, sagte er in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache an die Nation.
Trump hat seinen NATO-Verbündeten gedroht, die Waffenlieferungen an die Ukraine aus Mitteln der PURL-Stiftung einzustellen, als Reaktion auf die Weigerung des Bündnisses, den Vereinigten Staaten bei der Freigabe der Straße von Hormus zu helfen, wie die Financial Times unter Berufung auf Quellen berichtete. Die Regierung des Iran wird gerne abwertend als „Mullah-Regime“ verunglimpft. Tatsächlich ist nur ein Geistlicher darin, der Rest meist hochgebildete Zivilisten. Fast ale haben Doktortitel in verschiedenen Disziplinen. Der ermordete Ali Larijani etwa schrieb Bücher über Mathematik und Kant’sche Philosophie. Auch im internationalen Vergleich des durchschnittlichen IQ schneidet Iran laut der Veröffentlichung 2026 mit Platz 4 sehr gut ab:
Die USA liegen auf Platz 18, Österreich auf Platz 33, Deutschlad auf 38, Israel auf 48 und z. B. Schweden auf 55. Die Bologna Studienreform der EU, die unselbständige Ja-Sager produziert und die Schulreformen wie die jüngstein Österreich sind dazu geeignet, den durchschnittlichen IQ weiter sinken zu lassen.
Während Corona hat TKP über einige aktuelle Studien aus dem Iran berichtet, die sachlich und wissenschaftlich einwandfrei waren, ganz im Gegensatz zu dem, was aus der EU oder den USA kam.
Das persische Reich ist 2500 Jahre alt, und die Bewohner sind sich offenbar ihrer Geschichte bewusst.
Laut zwei Quellen, die mit der Washington Post sprachen, hat das Pentagon einen Plan ausgearbeitet, Truppen im Iran zu stationieren, eine Landebahn zu bauen und das Land mit Teherans 1000 Pfund hochangereichertem Uran zu verlassen. Der Präsident beauftragte das Verteidigungsministerium mit der Ausarbeitung der Einsatzpläne und wurde in der vergangenen Woche darüber informiert.
In den letzten Wochen hat Trump zusätzliche Truppen in den Nahen Osten beordert, die für Bodenoperationen im Iran eingesetzt werden könnten. Axios berichtete letzte Woche, dass das Pentagon mehrere Optionen für Trump ausgearbeitet habe, die darauf abzielen, dem Iran einen „endgültigen Schlag“ zu versetzen.
Die iranische Regierung hat in den letzten Tagen einer Reihe ausländischer Schiffe die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet. Mindestens sechs bangladeschische Frachtschiffe und zwei chinesische Schiffe sollen diese Woche die wichtige Wasserstraße passiert haben, während die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass am Mittwoch eine einmonatige Genehmigung für „bestimmte Schiffe“ erteilt worden sei, ohne jedoch nähere Einzelheiten zu dieser Maßnahme zu nennen.
07 Uhr 00:
US-Botschaft im Irak fordert Bürger zur Flucht auf und warnt vor unmittelbar bevorstehenden Angriffen
Die US-Botschaft in Bagdad hat den Irak als Risikostufe 4 eingestuft – die höchste Warnstufe – und ihre Bürger aufgefordert, Reisen in das Land zu vermeiden oder zu fliehen, falls sie sich dort aufhalten. „Versuchen Sie nicht, sich der US-Botschaft in Bagdad oder dem Generalkonsulat in Erbil zu nähern, da weiterhin Sicherheitsrisiken bestehen, darunter Raketen, Drohnen und Mörsergranaten im irakischen Luftraum“, fügte sie hinzu.
07 Uhr 30:
Der Iran feuert weitere Raketen auf Israel ab, nachdem US-Präsident Donald Trump behauptet hat, Washington habe das iranische Militär zerstört und stehe kurz vor der Erreichung seiner Kriegsziele – Aljazeera
Benzinpreise in den USA steigen auf 4,06 Dollar pro Gallone Der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin in den USA stieg laut den neuesten Zahlen des AAA um fast 5 Cent auf 4,06 Dollar – der größte Tagesanstieg der Benzinpreise seit mehr als zwei Wochen.
Raketenbeschuss aus dem Libanon löst Alarm im Norden Israels aus
Der Sender Channel 12 berichtet, dass es einen Angriff auf die nördliche Stadt Metula gegeben habe, wobei einige der Raketen abgefangen wurden, während andere in offenem Gelände einschlugen.
US-Muslimgruppe verurteilt Trumps „entmenschlichende“ Drohungen gegen den Iran
Der Council on American–Islamic Relations (CAIR) hat Trumps Drohung, den Iran „zurück in die Steinzeit“ zu schicken, scharf verurteilt und die Äußerungen als „anti-muslimisch, rassistisch und entmenschlichend“ bezeichnet. „Angriffe auf zivile Infrastruktur sind ein Kriegsverbrechen“, erklärte die Gruppe in einem Beitrag auf X und forderte die Gesetzgeber auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Krieg zu beenden.
„Die Trump-Regierung hat es Israel erlaubt, unsere Nation gegen den Willen des amerikanischen Volkes in einen illegalen Angriffskrieg hineinzuziehen“, hieß es. „Wenn der Kongress nächste Woche wieder zusammentritt, fordert CAIR die Abgeordneten auf, eine War Powers Resolution zu verabschieden, die Mittel für eine Eskalation zu streichen und Verteidigungsminister Pete Hegseth unverzüglich wegen Kriegsverbrechen zu untersuchen.“
08 Uhr 00
Die zu Beginn erwähnten Äußerungen von Donald Trump wurden vom Iran zurückgewiesen. Insbesondere die Behauptung, die Regierung (im Westen „das Regime“ genannt) hätte die USA um eine Waffenruhe gebeten. In einem Liveblog der FAZ hieß es dazu explizit: „Iran bestreitet, Trump um Waffenruhe gebeten zu haben.“ Der Iran dementierte damit Trumps Äußerungen und betonte weiterhin seine Position gegen Verhandlungen unter Druck.
Deutsche Medien wie tagesschau.de und ZDF berichteten in ihren Liveblogs über die anhaltenden Spannungen, ohne jedoch konkrete neue Raketenangriffe oder Verluste in den exakten letzten acht Stunden zu nennen. Die Lage bleibt angespannt, mit laufenden US- und israelischen Operationen gegen iranische Ziele und Gegenangriffen des Irans, die jedoch bereits früher in der Nacht oder am Vortag stattgefunden hatten.
Die USA scheinen tatsächlich ihre Präsenz durch Soldaten weiter auszubauen. Sie sind allerdings dazu übergegangen, sie in zivilen Unterkünften hinter menschlichen Schutzschilden der einheimischen Bevölkerung zu verstecken, nachdem der Iran die US-Militärbasen zerstört hat.
08 Uhr 30:
Das iranische Militär warnt vor „noch verheerenderen“ Angriffen
Der Iran werde seine Angriffe in der Region fortsetzen, bis die Vereinigten Staaten und Israel „dauerhaftes Bedauern und Kapitulation“ erfahren, erklärte der Sprecher der iranischen Streitkräfte am Donnerstag. Als Reaktion auf Trumps Behauptung, der Krieg habe den Iran „dezimiert“, sagte Ebrahim Zolfaqari.
„Die Iraner werden hart verhandeln. Sie wären verrückt, wenn sie es nicht täten. Sie haben es mit Israel und den Vereinigten Staaten zu tun – zwei Völkermordstaaten, die beschlossen haben, den Iran ins Visier zu nehmen“, sagte der amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer. Da die USA und Israel „eine existenzielle Bedrohung für den Iran“ darstellten, solle Teheran hart verhandeln, solange es das Sagen habe, fügte er hinzu.
Der Iran-Krieg läuft nicht so, wie die Aggressoren es sich gedacht haben. Während die Kosten für die USA explodieren, erhöhen sich die Einnahmen des Iran sogar, weil er sein Öl teurer verkaufen und Gebühren für die Passage der Straße von Hormus nehmen kann.
In einem TASS-Artikel wurde auf eine für viele überraschende Folge des Iran-Krieges hingewiesen. Ich habe den Artikel übersetzt. […]
Während sich Europa auf eine weitere Finanzkrise vorbereitet, verdient der Iran doppelt so viel wie vor den Angriffen der USA und Israels. Lesen Sie mehr im TASS-Artikel.
In Europa breitet sich eine Atmosphäre aus, die an die COVID-19-Ära erinnert. Kurz gesagt: Die Europäer haben Angst. Es ist eine Überraschung, aber es zeigt sich, dass ein Leben ohne Öl und Gas ziemlich schwierig ist. Und nun schlagen europäische Beamte Alarm, dass ein potenzieller Energiemangel und die daraus resultierende „wirtschaftliche Ansteckung“ gravierender sein könnten als die Krise von 2020.
Die Prognosen machen Angst. So sehr, dass EU-Ratspräsident António Costa die Einberufung eines Dringlichkeitsgipfels der EU-Staats- und Regierungschefs erwägt. Brüssel sucht Antworten auf zwei Fragen: Wie schwerwiegend wird die Krise auf dem Kontinent sein und wie weitreichend werden ihre Folgen sein? Jetzt besteht die Gefahr, dass die Krise alle Industriezweige erfassen wird.
Der Trick der Europäer, es sich in Jahrzehnten der Zusammenarbeit mit ihren ausländischen Partnern bequem gemacht zu machen, funktionierte diesmal nicht. Europäische Beamte haben es weiterhin nicht gewagt, eine klare und vor allem richtige Position zum Krieg im Iran zu beziehen. Von allen Ländern hat nur Spanien den Krieg der USA und Israels gegen den Iran kategorisch abgelehnt. Alle anderen spielen stillschweigend mit.
Die Straße des Anstoßes
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat bestätigt, dass die Straße von Hormus – genauer gesagt, ihre Schließung – die Energiemärkte erschüttert hat. Laut dem Finanzinstitut war Irans Stopp des Transits die Reaktion auf die Aggression und hat sich zur größten Krise auf dem Ölmarkt entwickelt. Für die ölimportierenden Länder, so beklagen IWF-Analysten, kommt das einer plötzlichen und erheblichen Einkommenssteuer gleich. Wer hätte das gedacht?
Sollten die USA nach der Aufhebung ihrer Sanktionen gegen Kaliumkarbonat zu einem der wichtigsten Kalikunden Weißrusslands werden, könnte ihre Rolle als bedeutendste Devisenquelle für Weißrussland die Annäherung zwischen beiden Ländern beschleunigen – was nach den Plänen Washingtons letztendlich die strategische Partnerschaft zwischen Russland und Weißrussland schwächen würde.
Durchschnittskonsumenten auf der ganzen Welt haben wahrscheinlich noch nie etwas aus Belarus gekauft, doch in der Agrarindustrie ist dessen Kaliumkarbonat – ein hochwertiger Dünger – weltweit bekannt. Es ist nicht nur sehr wirksam, sondern auch reichlich vorhanden, wobei Belarus 15,9 Prozent der Gesamtproduktion ausmacht. Damit ist das Land der drittgrößte Produzent weltweit. Der Westen verhängte nach der gescheiterten „Farbrevolution“ im Sommer 2020 Sanktionen gegen das strategisch wichtigste Exportgut von Belarus, doch die USA haben ihre Sanktionen Ende März gerade erst aufgehoben.
Dies geschah im Anschluss an die jüngste Reise des Sonderbeauftragten John Coale nach Minsk, wo er eine weitere Runde von Gefangenenfreilassungen erreichte – wohl als Gegenleistung für weitere Sanktionserleichterungen, nachdem bereits im November letzten Jahres nach einer früheren Freilassungsrunde die Beschränkungen für die nationale Fluggesellschaft Belavia aufgehoben worden waren. Er erklärte daraufhin, die USA würden es begrüßen, wenn Belarus seinen Kalidünger über Litauen in die USA exportieren würde, was im Einklang mit Trumps neuer Politik stünde, Landwirten zu helfen, die von den durch den US-israelischen Angriffskrieg gen den Iran verursachten Störungen des globalen Düngemittelmarktes betroffen sind.
Das öffentlich finanzierte Radio Free Europe/Radio Liberty erinnerte daran, dass die EU ihre Sanktionen gegen Belarus um ein weiteres Jahr verlängert habe, was Coales Plan, Kalidünger über Litauen in die USA zu exportieren, vereiteln würde. Eine Umleitung über St. Petersburg würde mehr Zeit in Anspruch nehmen, und sporadische ukrainische Drohnenangriffe könnten die Nutzung des Hafens jederzeit abrupt zum Erliegen bringen; daher schlugen sie vor, dass sich die USA stattdessen für das Kaliumkarbonat des Nachbarlandes Kanada entscheiden könnten, da dieses näher liegt und zudem der weltweit größte Produzent ist.
Dennoch könnten die USA bereit sein, relativ höhere Preise für belarussisches Kalizink zu zahlen – nicht nur zum Wohle ihrer Landwirte, sondern auch mit dem Hintergedanken, Einfluss auf den strategisch wichtigsten Exportartikel von Belarus auszuüben, indem sie zu einem seiner wichtigsten Abnehmer werden. Durch die Aufhebung von Sanktionen und die hypothetische Zahlung höherer Preise für Kalizink als die bestehenden Abnehmer im Globalen Süden – und die USA könnten diese bei Bedarf sicherlich überbieten – würden die USA dann zur wichtigsten Devisenquelle für Belarus werden.
Der Kontext, in dem dieses Spiel stattfindet, betrifft die Annäherung zwischen den USA und Belarus in den letzten 15 Monaten unter Trump 2.0. Obwohl beide Seiten betonen, dass dies nicht auf Kosten Russlands geschehe, hat Russland berechtigte Gründe, die Absichten der USA in Frage zu stellen, die aktiv versuchen, die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen von Belarus von ihrer derzeitigen Ausrichtung auf Russland weg zu diversifizieren. Die greifbaren Fortschritte bei der Annäherung zwischen den USA und Belarus stehen in scharfem Kontrast zum Mangel an Fortschritten bei der Annäherung zwischen den USA und Russland.
Es gibt zudem berechtigte Gründe, die Absichten von Belarus anzuzweifeln, nachdem Präsident Alexander Lukaschenko auf verdächtige Weise angekündigt hat, an der nächsten Sitzung von Trumps „Friedensrat“ teilnehmen zu wollen – und das, obwohl Trump seine Vertreter, die an seiner Stelle an der Eröffnungssitzung teilnehmen wollten, durch die Verweigerung von Visa gedemütigt hatte. Coale gab zudem bekannt, dass die USA ein künftiges Gipfeltreffen zwischen Trump und Lukaschenko vorbereiten. Aus russischer Sicht könnte Lukaschenko zu freundschaftlich mit den USA umgehen, während sich die russisch-amerikanischen Beziehungen weiter verschlechtern.
Sollte das Vorgehen der USA in Bezug auf Weißrusslands strategisch wichtigsten Exportartikel Erfolg haben, könnte deren Rolle als Haupteinnahmequelle für Devisen die Annäherung zwischen den USA und Weißrussland beschleunigen – was nach den Plänen Washingtons die russisch-weißrussische strategische Partnerschaft schwächen würde, wenn auch zunächst nur in der Wahrnehmung. Die Interessen beider Seiten bleiben dabei „plausibel abstreitbar“, da sie lediglich über eine Zusammenarbeit bei strategischen Ressourcen sprechen, doch Moskau ist klug genug, ihnen nicht jedes Wort zu glauben, und beobachtet die Entwicklung daher vermutlich sehr genau.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.
Der Fall des sanktionierten Berliner Journalisten Hüseyin Doğru (red media) und die jüngsten Eskalationen sowie „Strafverschärfungen“ des Brüsseler Sanktionsregimes – jetzt wurde auch noch seiner Ehefrau das Konto gesperrt – sorgen zunehmend für Empörung bei vielen Menschen, die seinen Fall und den des Schweizer Sicherheitsexperten und geopolitischen Analysten Jacques Baud verfolgen. Dabei stehen auch die Fragen im Zentrum, welcher Widerstand möglich und welcher wirksam sein könnte.
Hüseyin Doğru wurde am 20. Mai 2025 im Rahmen des 17. Sanktionspakets der Europäischen Union wegen angeblicher Desinformation bzw. des angeblichen Schürens von „ethnischer, politischer und religiöser Zwietracht“ in Deutschland durch seine journalistische Arbeit und damit Unterstützung „destabilisierender Aktivitäten Russlands“ (so die offizielle Sanktionsbegründung) auf die Sanktionsliste gesetzt. Hier finden sie Informationen zum Hintergrund der Sanktionsinstrumente der EU und hier genauere Informationen zur aktuellen Situation Doğrus.
In der [NDS-]Redaktion erreichen uns seit Bekanntwerden der beiden Fälle sehr viele Leserbriefe von besorgten Leserinnen und Lesern, die ihre Empörung und ihre Fassungslosigkeit über das Vorgehen der EU und der deutschen ausführenden Stellen und Behörden ausdrücken und wissen wollen, was sie für Herrn Baud und Herrn Doğru tun können. Erstaunlich oft fällt dabei das Wort „Mittelalter“, was vermutlich ein Zeichen dafür ist, dass sich die Leser an vergangene Zeiten vor der Geltung wichtiger Grundrechte in Europa erinnert fühlen. Viele Leser bieten auch Hilfe an (Sachspenden und Geld) für Herrn Doğru und seine Familie, insbesondere auch für seine Kinder, und fragen, was sie gegen das von ihnen sehr stark empfundene Unrecht tun können, das dieser Familie widerfährt.