Krieg gegen den Iran eskaliert – USA schicken weitere 10.000 Bodentruppen in den Nahen Osten

Von Andre Damon – 30. März 2026

Wie das Wall Street Journal und Axios am Donnerstag berichteten, plant die Trump-Regierung die Entsendung weiterer 10.000 Bodentruppen in den Nahen Osten, während der US-Angriffskrieg gegen den Iran in die fünfte Woche geht. Das Journal schrieb: „Wenn Präsident Trump grünes Licht gibt, könnten die USA bald mehr als 17.000 US-Bodentruppen in unmittelbarer Nähe des Iran stationiert haben.“

Zeitgleich hatte US-Außenminister Marco Rubio laut Medienberichten am Donnerstag gegenüber den Außenministern der G7-Staaten in Paris erklärt, der Krieg werde mindestens weitere zwei bis vier Wochen andauern. Auf die Frage nach Bodentruppen erklärte Rubio: „Der Präsident muss auf verschiedene Eventualitäten vorbereitet sein, die ich in den Medien nicht diskutieren werde.“

Der Aufmarsch von Bodentruppen, die in der Lage sind, in den Iran einzumarschieren, ist der eigentliche Inhalt von Trumps Behauptungen, er würde mit dem Iran verhandeln. Die US-Regierung hat wiederholt von Verhandlungen gesprochen, um ihre militärische Eskalation zu vertuschen: bei den Luftangriffen auf die iranischen Atomanlagen im letzten Jahr, bei der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar und jetzt in diesem Krieg. Am Mittwoch verlängerte Trump seine „Unterbrechung“ von Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur bis zum 6. April, während Israel seine Angriffe verschärfte – alleine am Donnerstag wurden eine Uran-Verarbeitungsanlage in Jesd, der Schwerwasserkomplex in Chondab und zwei der größten Stahlwerke des Iran angegriffen.

Jede Bodeninvasion der Insel Charg, ein zentraler Schwerpunkt der geplanten Operationen, würde beträchtliche Verluste für die USA nach sich ziehen. Wie das Wall Street Journal schrieb, müssten US-Schiffe auf dem Weg in die Straße von Hormus „enge, flache Gewässer durchqueren, die möglicherweise mit Seeminen versehen sind, flankiert von iranischen Truppen mit Raketen und Drohnen“. Seth Jones vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) erklärte gegenüber dem Journal: „Überschall-Seezielflugkörper könnten innerhalb von Sekunden vom iranischen Festland aus starten.“

Laut CNN hat der Iran die Insel Charg, über die 90 Prozent seiner Ölexporte abgewickelt werden, mit zusätzlichen Truppen, Luftabwehrsystemen und Landminen entlang der Küste befestigt.

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Die baltischen Staaten stellen der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung

Von Thomas Röper – 29. März 2026

In den letzten Tagen sind ukrainische Drohnen bei Angriffen auf die russische Region St. Petersburg unbestritten über die baltischen Staaten und auch Finnland geflogen. Offensichtlich haben die NATO-Staaten ganz offiziell ihren Luftraum für Angriffe auf Russland geöffnet, was eine offene Kriegsbeteiligung darstellt.

Dass die NATO-Staaten Polen, Litauen, Lettland und Estland der Ukraine erlauben, ihren Luftraum für Drohnenangriffe auf die russische Region St. Petersburg zu nutzen, ist ein sehr heikles Thema, denn das würde eine direkte Kriegsbeteiligung dieser Staaten bedeuten – und zwar mit allen Folgen, denn warum sollte Russland dann nicht antworten und ebenfalls Ziele in diesen Ländern angreifen, wenn sie sich an Angriffen auf Russland beteiligen, indem sie sie über ihren Luftraum erlauben?

Da das Thema für viele unbekannt ist, erzähle ich zunächst die Vorgeschichte und komme dann zu den aktuellen Meldungen

Die Vorgeschichte

Aus russischen Sicherheitskreisen habe ich schon im Spätsommer 2024 die Information bekommen, dass ukrainische Drohnen bei Angriffen auf St. Petersburg aus den baltischen Staaten in den russischen Luftraum eindringen. Darüber habe ich damals nicht berichtet, weil mir das im Vertrauen gesagt wurde. Die russischen Medien verschließen davor die Augen, weil alles andere einen Krieg mit der NATO bedeuten würde. Oder zumindest mit der EU, weil die USA sich daran wohl nicht beteiligen würden, wie es derzeit aussieht.

Daher sind die Angriffe auf Petersburg in russischen Medien kein Thema, sie erscheinen bestenfalls als Kurzmeldungen. So auch jetzt, während Petersburg seit über einer Woche jede Nacht mit Dutzenden Drohnen angegriffen wurde. Die Meldungen finden sich in Russland nur im Kleingedruckten.

Die ersten offiziellen russischen Erklärungen dazu gab es im Juli 2025, als ein einflussreicher russischer Abgeordneter das Thema in sozialen Medien angesprochen und gewarnt hat, dass diese Länder, aus denen Russland angegriffen wird, verstehen müssten, sobald Russland „100-prozentige Beweise dafür“ erhalte, „dass sie an Angriffen auf Russland beteiligt sind“, „Vergeltung unvermeidlich“ sei. Das Baltikum sei nicht die Ukraine, man könne es innerhalb einer Woche einnehmen.

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„Trump 2.0s“ Vision der „NATO 3.0“ steht in vollem Einklang mit der gesamten Politik seiner Regierung

Von Andrew Korybko – 29. März 2026

Um es klar zu sagen: Die „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ der NATO wird nicht automatisch den Erfolg der hegemonialen Strategie der USA bedeuten, aber sie muss in diesem Zusammenhang als Teil des globalen Machtkampfs der US-Regierung unter Trump 2.0 verstanden werden.

Politico berichtete Ende Februar, dass die USA eine „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ der NATO anstreben – etwas, das der Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, Anfang des Monats als „NATO 3.0“ bezeichnete, worüber hier berichtet wurde. Die Idee dahinter ist, dass sich die NATO wieder auf ihre eigene „Verteidigung“ konzentrieren soll, anstatt sich im Indopazifik, in Westasien, Osteuropa und anderswo zu überdehnen. Dementsprechend will Trump 2.0 nicht, dass Australien, Japan, Neuseeland, Südkorea oder die Ukraine zum Gipfeltreffen in diesem Sommer eingeladen werden.

Diese fünf Länder – von denen die ersten vier offizielle Indo-Pazifik-Partner des Bündnisses sind, während das letzte, wie hier bereits dargelegt, bereits inoffizielles NATO-Mitglied ist – würden „weiterhin zu Nebenveranstaltungen eingeladen“ und die Zusammenarbeit werde fortgesetzt, doch werde die NATO ihnen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit widmen wie in der derzeitigen „NATO 2.0“-Phase. Die Leitvision sieht vor, dass die NATO einen größeren Teil der sogenannten Last der Verteidigung gegenüber Russland trägt, damit die USA ihre militärstrategischen Anstrengungen wieder auf die westliche Hemisphäre und den westlichen Pazifik konzentrieren können.

Trump 2.0 betrachtet Russland nicht wie die Biden-Regierung als große Bedrohung, sondern als eine beherrschbare, während die westliche Hemisphäre als zu unbequem weit von den USA entfernt eingeschätzt wird und China nach wie vor den einzigen systemischen Rivalen bei der Gestaltung des laufenden globalen Wandels darstellt. Dies erklärt den Vorschlag seines Teams zur Reform der Arbeitsteilung zwischen den USA und ihren Verbündeten innerhalb der NATO, der sich perfekt in alle ihre politischen Maßnahmen einfügt, die die Leser unten nachlesen können:

* 14. November 2025: „Der Truppenabzug des Pentagons aus Europa wird Russlands Sicherheitsbedenken nicht zerstreuen

* 6. Dezember 2025: „Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA legt dar, wie Trump 2.0 auf die Multipolarität reagieren wird

* 12. Januar 2026: „Die ‚Trump-Doktrin‘ ist geprägt von Elbridge Colbys ‚Strategie der Verweigerung‘“

* 24. Januar 2026: „Die neue nationale Verteidigungsstrategie der USA fordert einen militärischen Aufwuchs wie im Weltkrieg

* 17. Februar 2026: „Rubios Rede in München beschrieb die von Trump 2.0 angestrebte neue Weltordnung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die USA bereits damit begonnen haben, ihre Truppenpräsenz in Mittel- und Osteuropa schrittweise abzubauen. Jedoch ist nicht davon auszugehen ist, dass sie sich vollständig aus diesem strategischen Raum zurückziehen werden, da der Plan offenbar darin besteht, die Wiederbelebung des längst verlorenen Großmachtstatus Polens als regionales Bollwerk gegen Russland zu unterstützen. Was den Rest des Kontinents betrifft, so erklärt die Nationale Verteidigungsstrategie, dass „die europäische NATO Russland in Bezug auf Wirtschaftsleistung, Bevölkerungszahl und damit auch latente Militärmacht in den Schatten stellt“; dies müsse lediglich richtig gesteuert werden.

Genau darin liegt der Zweck der „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ des Bündnisses als „NATO 3.0“, was im Wesentlichen der „NATO 1.0“ entspricht, jedoch an die aktuelle geostrategische Lage in Europa angepasst. Während die NATO beginnt, einen größeren Teil der sogenannten Last für ihre Verteidigung gegenüber Russland zu schultern, werden die USA weiterhin Druck auf die Peripherie ihres systemischen Rivalen China ausüben – durch Handelsabkommen und andere Formen der Nötigung –, um China den Zugang zu den Märkten und Ressourcen, die es für seinen weiteren Aufstieg benötigt, einzuschränken oder sogar gänzlich zu verwehren.

Das Endziel besteht darin, China zu zwingen, einem einseitigen Handelsabkommen mit den USA zuzustimmen, das seinen Aufstieg zur Supermacht zum Scheitern bringen und folglich seinen neuen Status als Juniorpartner institutionalisieren würde, nachdem „Chinas Wirtschaft gemäß der Nationalen Sicherheitsstrategie auf den privaten Konsum ausgerichtet“, sprich gestutzt wurde. Um es klar zu sagen: Das bedeutet nicht, dass die „Rückkehr zu den Werkseinstellungen“ der NATO automatisch zum Erfolg der hegemonialen Strategie der USA führt, aber sie muss in diesem Zusammenhang als Teil des globalen Machtkampfs des US-Imperialismus unter Trump 2.0 verstanden werden.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

30. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 16:00 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 29. März 2026

Nach dem Angriff Israels und der USA auf die iranische Eisenindustrie, hatte der Iran gewarnt, diesselbe in den Unterstützerländern, also den Golfdiktaturen ebenfalls zu zerstören. Die heutige Nacht und der heutige Tag wird zeigen, ob auch dieses Warnung umgesetzt wurde. Was ansonsten geschah.

Im Internet kursierte in der Nacht die Aussage einer iranischen Aktivistin mit dem Namen Risha Hussain. Sie verurteilt die Tatsache, dass die westliche Welt sich über eine Sperrung der Straße von Hormus so aufregt, dass sie Krieg führen will, während sie die 47 Jahre währende Sperrung und Sanktionierung des Irans unterstützte, ebenso wie die Sperrung des Rafah-Grenzübergangs nach Gaza und den Völkermord dort. Diese Sichtweise ist symptomatisch für die des gesamten Globalen Südens, also der Zukunft der Welt. Die Situation heute ähnelt wieder der vor hunderten von Jahren. Als Deutschland den Völkermord an den Nama und Herero in Namibia beging, löschten die deutschen Kolonialherren angeblich „Terroristen“ aus. Und als das „tausendjährige“ Reich Völkermorde beging, war das auch voll im Rahmen seiner Gesetze, und die Herrschenden konnten sich nicht vorstellen, dafür [je] zur Rechenschaft gezogen werden. Aber nun zu den Vorgängen rund um Völkermord und Angriffskriegen gegen den Iran und den Libanon.

07 Uhr 00

Offenbar in dem Versuch, Irans Wasserressourcen ins Visier zu nehmen, griffen die Israelis die Naturschutz- und Wassereinzugsgebietsverwaltung der Provinz Teheran an, die Berichten zufolge bei dem heutigen Bombardement vollständig zerstört wurde. Es handelt sich um eine zivile Einrichtung, und Reaktionen im Internet stellen die wiederholten falschen Behauptungen in Frage, solche Einrichtungen würden für militärische Zwecke genutzt. (Quelle)

Man wird den Eindruck nicht los, dass Israel und die USA bewusst versuchen, durch solche Angriffe den Iran dazu zu bringen, nun die Entsalzungsanlagen Israels und der Golfstaaten zu zerstören, denn ohne Trinkwasser wird natürlich die militärische Aktivität stark eingeschränkt, weil nicht nur Benzin, sondern auch Wasser herangebracht werden müssen.

Der Jemen tritt in den Krieg ein und damit endet vermutlich der Waffenstillstand mit Saudi Arabien

Nachdem der Jemen mit der durch AnsarAllah beherrschten Regierung und nach riesigen Demonstrationen der Menschen des Landes durch Angriffe gegen Israel [in den Krieg] eingetreten [war], hat Saudi Arabien in Teilen des Jemens, der von einer Marionette des Kronprinzen beherrscht wird, Demonstrationen zur Unterstützung Saudi Arabiens organisiert. Analysten vermuten, dass demnächst Saudi Arabien den Krieg gegen den Jemen wieder aufnehmen wird, um die Angriffe gegen Israel zu erschweren oder abzustellen.

In der Nacht wurden nun vom Jemen aus „sensible israelische Militärziele“ angegriffen. Israel erklärte, zwei der Geschosse abgefangen zu haben, ohne nähere Angaben zu entstandenen Schäden [zu machen].

TKP und andere Quellen hatten in den letzten Tagen berichtet, dass der Jemen als Eskalationsstufe erst nach dem Beginn der Bodenoffensive in den Krieg eintreten würde. Nun kristallisierte sich heraus, dass infolge [der] Zerstörung von möglichen Landungsschiffen durch den Iran ein solcher Versuch möglicherweise vereitelt wurde. Andere Analysten erklären die Angriffe auf die Metallverarbeitende Industrie des Irans als einen so gravierenden Schritt, dass der Iran und der Jemen sich entschlossen [haben], früher zu eskalieren, um ernsthaft vor weiteren Angriffen zu warnen.

Vergeltung für Bombardierung der Metallindustrie des Irans

Das Aluminiumwerk von Aluminium Bahrain (Alba) wurde getroffen, wobei zwei Mitarbeiter leicht verletzt wurden; die Anlage prüft derzeit das Ausmaß der Schäden. Ebenfalls beschädigt wurde das Al-Taweelah-Werk der Emirates Global Aluminium in Abu Dhabi durch iranische Raketen und Drohnen, wobei mehrere Mitarbeiter verletzt, aber nicht schwer verletzt wurden.

Weitere Meldungen aus den letzten Stunden betreffen einen möglichen iranischen Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait, der in arabischen Medien in den Nachrichten am Morgen thematisiert wurde.

Zerstörung wichtige[r] Flugzeuge der USA

Wie schon gestern berichtet, wurde der saudische Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan getroffen, wobei zahlreiche US-amerikanische KC-135 beschädigt und zerstört wurden:

IRGC-nahe Medien haben Satellitenbilder veröffentlicht, die schwere Schäden auf dem Hauptvorfeld des Luftwaffenstützpunkts Prince Sultan in Saudi-Arabien zeigen, wo nach einem Raketenangriff der IRGC noch immer große Brände wüten.

Berichten zufolge wurden drei KC-135-Tankflugzeuge der US-Luftwaffe zerstört, weitere Flugzeuge wurden schwer beschädigt.

Überraschende neue Bilder zeigen nun jedoch auch, dass ein E-3-AWACS-Flugzeug im Wert von fast 300 Millionen Dollar (1993er-Dollar, inflationsbereinigt heute 600–700 Millionen Dollar) ebenfalls vollständig zerstört wurde:

Bilder zeigen den Totalverlust von 81-0005, einem E-3G „Sentry“-Luftüberwachungs- und -kontrollflugzeug (AEW&C) der 552nd Air Control Wing der US-Luftwaffe mit Sitz auf der Tinker Air Force Base in Oklahoma, nach dem gestrigen iranischen Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen auf die Prince Sultan Airbase

Die Präzision des Treffers ist enorm – genau auf dem Radom des Flugzeugs, das daneben liegt: vorher und nachher:

Neuen Berichten zufolge soll Russland dem Iran genau diese Satellitenkoordinaten für die Angriffe geliefert haben.

Experten glauben, dass die AWACS dorthin beordert wurden, um die Radarlücke für die strategischen Radarsysteme wie die AN/TPY-2 zu schließen, die bereits vom Iran zerstört worden waren – doch nun werden sogar die AWACS abgeschossen, wodurch die USA zunehmend blind sind.

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Noch ein verlogener Krieg

Von Flo Osrainik – 28. März 2026

Israel und die USA wollen die Welt vom „Mullah-Regime“ befreien — wer aber befreit uns vom brutalen Dominanzverhalten dieser beiden Länder?

Seit dem 28. Februar 2026 wird der Iran zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres von den USA und von Israel angegriffen. Zum zweiten Mal wurden in die Irre führende Verhandlungen der Aggressoren mit Teheran über dessen Atomprogramm geführt und torpediert. Und zum zweiten Mal handelt es sich um einen unprovozierten Angriffskrieg der „Epstein-Eliten“, begleitet von maximaler Doppelmoral. Tatsächliche Motive für die Kriegshandlungen könnten der Drang nach Weltherrschaft, die Schaffung eines „Großisrael“ sowie Ablenkung von anderen, für den Westen noch peinlicheren Vorkommnissen sein.

Es ist mühsam, sich immer wieder mit manischen Kriegstreibern und Propagandisten, diversen Kriegslügen und vorgeschobenen Werte zur Relativierung geopolitischer Ungerechtigkeit, also der Anwendung doppelter Standards, auseinanderzusetzen. Aber es muss sein, denn der Herdenmensch bleibt naiv, lernresistent und manipulierbar. Der völkerrechtswidrige Vernichtungskrieg gegen den Iran zur Ermordung seiner politischen und religiösen Führer dient nicht nur der Ablenkung von dem, was mit den Epstein-Akten (1) lediglich die Spitze des Eisbergs ist. Bei den globalen Eliten — einer „Auslese der Besten“ im negativen Sinn — handelt es sich, wie die „Epstein-Files“ belegen, ja sowieso vielmehr um Psychopathen, deren Dichte in einer gesellschaftlichen Pyramide aus Einfluss und Vermögen nach oben hin stark zunimmt, laut Forschern die „erfolgreichen Psychopathen“ in etwa um das Sechsfache, wie der Spiegel im Jahr 2015 schrieb. So viel vorab (2).

Anstatt also eine tiefgreifende Untersuchung der Strukturen, eine radikale Offenlegung der Verbrechen, eine rigorose Verurteilung aller Beteiligten des Handels und Schändens von Kindern und Jugendlichen sowie der Korruption, Erpressung und des Mordens bis in höchste Ämter und Kreise rund um den Fall Epstein zu fordern, wird davon abgelenkt, ebenso wie von den Planungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für neue Pandemien, denen sich die Regierungen dann unterordnen, wobei die USA nach wie vor bei den Überwachungspraktiken der WHO mitmachen (3).

Durch die Propagandaeinheiten der Eliten, durch Konzern- und Staatsmedien sowie Behörden geht das ganz gut. Und nun eben auch mit der Rechtfertigung eines Angriffskriegs, der den kompletten Nahen Osten betrifft und Potenzial zu mehr hat. Dass Jeffrey Epstein und seine Vertraute Ghislaine Maxwell für den Mossad und die Israellobby aktiv waren und finanziert wie auch ausgestattet wurden, um eine süße „Honigfalle“ zu betreiben, gilt als so gut wie belegt. Jedenfalls haben das Epstein selbst, dessen Partner sowie unabhängige Zeugen oder das FBI und Israels Ex-Premier Ehud Barak direkt und indirekt klargestellt. (4, 5, 6, 7, 8). Und die Vorliebe der Eliten für Pizza scheint wie so oft nur purer Zufall zu sein. Auch das geht aus den Unterlagen hervor.

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Verschwindet der Fisch vom Teller?

Von Thomas Oysmüller – 29. März 2026

Bild „125 – Leida“ by Alessandro Grussu is licensed under CC BY-NC-SA 2.0.

Weltweit ist die Fischerei durch die Dieselpreisexplosion in akuter Not geraten. Flotten auf der ganzen Welt stellen den Betrieb ein. Fisch, eine der wichtigsten und besten Proteinquellen, könnte bald unbezahlbar werden.

Im März ist der Dieselpreis teilweise um bis zu 70 Prozent gestiegen – ausgelöst durch den US-israelischen Angriff auf den Iran. Und so wird Trump zum besten Mann für den „Great Reset“. Schwab, WEF und Co. wollen die menschliche Ernährung „grün“ machen, Fisch und Fleisch sollen vom Teller der Massen verschwinden (nur für Reiche soll das Steak noch erlaubt sein). Und jetzt sind die Fischereiflotten weltweit massiv unter Druck.

TKP hat bereits berichtet, dass in Thailand und Irland – geografisch weit voneinander entfernt – die Flotten reihenweise aufgeben. In den Niederlanden wird es ebenfalls kritisch. Dort liegt bereits die Hälfte der gesamten Flotte im Hafen. Besonders betroffen sind die energieintensiven Baumkurrenfischer, die im Nordsee-Flachfischfang (Seezunge, Steinbutt, Glattbutt) unterwegs sind. Laut dem Branchenverband VisNed bleiben 80 bis 90 Prozent dieser Schiffe derzeit am Kai. Die wöchentlichen Treibstoffkosten pro Schiff sind von 12.000–13.000 Euro auf fast 30.000 Euro gestiegen – ein Betrag, der inzwischen dem gesamten Erlös aus dem Fang entspricht.

„Jetzt gleicht die Treibstoffrechnung dem Umsatz, da funktioniert es einfach nicht mehr“, sagt Durk van Tuinen, Sprecher der niederländischen Fischereigewerkschaft“; sagt Durk van Tuinen, Sprecher der niederländischen Fischereigewerkschaft gegenüber Reuters. Und weiter: „Der Fisch wird vom Speiseplan verschwinden.“

Auch der Europäische Fischereiverband Europêche warnt: Viele Schiffe seien bereits unwillig auszulaufen. In Belgien und Großbritannien, die ebenfalls viele Baumkurren einsetzen, sieht es ähnlich aus. Spanien, Italien und Frankreich haben zwar begrenzte Hilfen aufgelegt, doch für viele Betriebe reicht das nicht.

Auf der anderen Seite der Welt, in Thailand klingt es ähnlich: Bis zur Hälfte der gesamten thailändischen Flotte von rund 9.000 Schiffen könnte bald stillstehen. Ein Fischer vor Ort klagt: „Es gibt keinen Gewinn mehr, nur Verluste.“

Die europäische Branche fordert nun von der EU-Kommission eine Lockerung der Beihilferegeln – ähnlich wie während der Energiekrise 2022 nach dem Ukraine-Krieg. Europêche traf sich in dieser Woche mit EU-Fischereikommissar Costas Kadis und drängte auf schnelle Hilfe. Dort sitzen bekanntlich aber Technokraten, die sich mit Deindustrialisierung und „Great Reset“ durchaus anfreunden können.

Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Auf den Auktionen in den Niederlanden sprang der Preis für Seezunge von zwölf auf 18 Euro. Engpässe drohen, Restaurants reduzieren Portionen oder streichen Fisch von der Karte. Eine längere Krise trifft dann ganze Küstenregionen: Arbeitsplätze gehen zuerst verloren, später verrottet die Hafeninfrastruktur. Fisch als günstige, hochwertige Proteinquelle wäre für viele Verbraucher nicht mehr bezahlbar.

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PRISM – Das Nervensystem moderner Kriegsführung

Von Michael Hollister – 28. März 2026

Edward Joseph „Ed“ Snowden (geboren 1983 in Elizabeth City, North Carolina) ist ein US-amerikanischer Whistleblower. Seine Enthüllungen im Sommer 2013 gaben Einblicke in das Ausmaß der weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von Geheimdiensten – überwiegend jenen der USA und des Vereinigten Königreichs, aber auch derer vieler weiterer Staaten, darunter Deutschland. Die Enthüllungen lösten die Globale Überwachungs- und Spionageaffäre (auch „NSA-Affäre“ genannt) aus. (Text und Bild aus dem Jahr 2013 aus Wikipedia)

In einem weiteren Beitrag in seiner neunteiligen Serie zeigt Michael Hollister auf, wie die USA den Europäern in puncto Überwachung haushoch überlegen sind. Diese hier aufgezeichneten Fakten dürfen aber nicht als Aufforderung verstanden werden, in allen Punkten nachzuziehen. Trotz der Abschaffung des Völkerrechts durch US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu muss vor allem auch versucht werden, den Weltfrieden wieder mit Diplomatie zu erlangen. Wenn die Menschheit nur noch an die nackte Gewalt glaubt, dann ist es auch nicht schade, wenn sie demnächst untergeht … (cm)

Einleitung: Wenn der Körper Augen bekommt

Im vorherigen Teil dieser Serie haben wir dokumentiert, wie PESCO eine einsatzfähige militärische Struktur geschaffen hat – Truppen, Logistik, Kommandostrukturen. Ein Körper, der innerhalb von zwei bis drei Wochen marschbereit gemacht werden kann.

Doch ein Körper ohne Sinnesorgane ist kampfunfähig.

Man kann Soldaten verlegen, Panzer bewegen, Munition transportieren – aber ohne zu wissen, wo der Feind steht, wohin er sich bewegt, was er plant, ist jede militärische Operation ein Blindflug. Moderne Kriegsführung ist keine Frage von Mut oder Masse, sondern von Information. Wer zuerst sieht, zuerst weiß, zuerst reagiert – gewinnt.

Genau hier kommt PRISM ins Spiel.

PRISM ist kein Überwachungsprogramm für Terroristen. Es ist das digitale Nervensystem westlicher Kriegsführung. Von Afghanistan bis zur Ukraine: Keine westliche Militäroperation der letzten 15 Jahre kam ohne NSA-Aufklärung aus. Zielkoordinaten, Bewegungsprofile, Echtzeit-Kommunikation – das ist der Unterschied zwischen präzisen Schlägen und blinden Salven.

Dieser Artikel zeigt, was PRISM wirklich ist, wie es funktioniert und warum es weit mehr als ein Überwachungsinstrument darstellt. Es ist die fehlende Komponente, die aus einer militärischen Struktur wie PESCO eine einsatzfähige, zielgerichtete Streitmacht macht.

Die Frage ist nicht, ob PRISM militärisch genutzt wird. Die Frage ist: Für wen – und wofür als Nächstes?

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Die transatlantischen Angriffe auf Ungarn erreichen ihren Höhepunkt

Von Petr Drulak – 28. März 2026

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto und Russlands Außenminister Sergei Lavrov sollen sogar während wichtiger internationaler Sitzungen miteinander telefoniert haben ..

Am 12. April finden in Ungarn Wahlen statt. Dabei wird entschieden, wer Ungarns künftiger Ministerpräsident wird, ob der bisherige Viktor Orbán oder der Gegenkandidat Péter Magyar. Der tschechische Spezialist für internationale Beziehungen Petr Drulák wirft einen Blick darauf, wie die westliche Presse versucht, auf diese Wahlen Einfluss zu nehmen. (cm)

Bei den Wahlen in Ungarn steht viel auf dem Spiel. Niemand im atlantischen Raum war in den letzten fünfzehn Jahren in der Lage, dem Druck der transatlantischen Strukturen so entschlossen die Stirn zu bieten wie der ungarische Ministerpräsident Orbán. Als die Europäische Kommission gemeinsam mit Deutschland angesichts der Massenmigration im Jahr 2015 eine Politik der offenen Grenzen durchsetzte, errichtete Ungarn an seinen Grenzen einen Zaun. Als die Biden-Regierung 2022 den russischen Angriff auf die Ukraine provozierte, stellte sich Ungarn gegen pauschale Wirtschaftssanktionen und weigerte sich, die politischen Beziehungen zu Russland abzubrechen.

Der ungarische Widerstand ist nicht ideologisch, sondern pragmatisch motiviert. Ungarn lehnt die EU und die NATO nicht als solche ab, wagt es jedoch, sich abzugrenzen, wenn diese Organisationen grundlegende ungarische Interessen bedrohen. Es lehnt deren Ideologie auf der Grundlage des gesunden Menschenverstands ab. Doch ein solches Verhalten ist in diesen Hochburgen der Freiheit und Demokratie unzulässig. Deshalb tun die Tentakel des „Deep State“ verschiedener atlantischer Mächte heute alles, um Orbán vor den Wahlen maximal zu schwächen. Sie wollen seinem innenpolitischen Rivalen, von dem sie bedingungslose Loyalität erwarten, den Weg zur Macht ebnen.

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Perspektive: „No Kings“-Proteste am 28. März

Der Kampf gegen den Iran-Krieg steht im Mittelpunkt des Kampfs gegen Trumps Diktatur

Von der Socialist Equality Party (US) – 28. März 2026

Demonstranten mit selbstgemachten Schildern bei der „No Kings“-Demonstration in Detroit

An diesem Samstag findet in den Vereinigten Staaten die dritte Auflage der „No Kings“-Demonstrationen statt. In allen 50 Bundesstaaten sind mehr als 7.000 Veranstaltungen geplant. Zusammen mit den massiven Anti-ICE-Protesten, die im Januar 2026 Minneapolis und Städte im ganzen Land erfassten, bringen diese Mobilisierungen einen enormen sozialen und politischen Widerstand gegen die Trump-Regierung zum Ausdruck.

Die Frage, die nun beantwortet werden muss, lautet: Mit welchem Ziel und auf welcher politischen Grundlage muss dieser Widerstand entwickelt werden?

Der Widerstand gegen den eskalierenden Krieg gegen den Iran muss in den Mittelpunkt des Widerstands gegen das Trump-Regime gestellt werden. Nach den Maßstäben, die bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegt wurden, ist die Auslösung eines Angriffskrieges das „schwerste internationale Verbrechen“. Diejenigen, die ihn begonnen haben, sind Kriegsverbrecher. Und diejenigen, die – im Kongress, in den Medien und im politischen Establishment – ihm politischen Rückhalt gewähren, sind Komplizen dieser Verbrechen.

Der Krieg dauert nun schon vier Wochen an, und die Entwicklung deutet unmissverständlich auf eine massive Eskalation hin. Mindestens 2.200 US-Marines wurden in die Region entsandt. Die 82. Luftlandedivision ist in Bereitschaft versetzt worden. Trumps angeblicher „15-Punkte-Plan“ für den Frieden war darauf ausgelegt, vom Iran abgelehnt zu werden und einen Vorwand für eine Bodeninvasion zu schaffen.

Die Folgen eines Landkriegs gegen den Iran, ein Land mit mehr als 90 Millionen Einwohnern, würden alles in den Schatten stellen, was der amerikanischen Bevölkerung als zu erwarten dargestellt wurde. Und all dem liegt die Gefahr eines Atomkriegs zugrunde. Die Trump-Regierung hat sich ausdrücklich geweigert, den Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran auszuschließen.

Die menschlichen Kosten sind bereits erschütternd. Tausende iranischer Zivilisten wurden bei den Bombenangriffen getötet. Eine Eskalation des Krieges würde Zehn- oder Hunderttausende iranischer Tote bedeuten, zusammen mit Tausenden von US-Soldaten. Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits in der gesamten Weltwirtschaft zu spüren: Die Ölpreise sind seit der Sperrung der Straße von Hormus um 35 Prozent gestiegen, was die Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und alle Rohstoffe in die Höhe treibt, deren Produktion und Transport von der Energieversorgung abhängen.

Trump hat ein Militärbudget von 1,5 Billionen Dollar vorgeschlagen – eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber den aktuellen Ausgaben – und fordert gleichzeitig sofortige zusätzliche 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges. Diese Mittel werden direkt auf Kosten des Lebensstandards der amerikanischen Arbeiterklasse beschafft: aus den Schulen, Krankenhäusern, dem Wohnungsbau und den sozialen Diensten, die bereits durch jahrzehntelange Sparpolitik ausgehöhlt wurden.

Der Krieg gegen den Iran begann nicht am 28. Februar 2026. Er ist der Höhepunkt einer unerbittlichen 47-jährigen Kampagne, die sowohl unter Demokraten als auch unter Republikanern geführt wurde und deren zentrales Ziel sich nie geändert hat: die Ergebnisse der iranischen Revolution von 1979 zu kippen und die Vorherrschaft der USA über den Iran und den gesamten Nahen Osten wiederherzustellen. Er ist untrennbar mit dem größeren Krieg verbunden, einschließlich der Invasion Venezuelas zu Beginn des Jahres und den Vorbereitungen für einen Konflikt vor allem mit China.

Der Angriff auf die demokratischen Rechte steht in direktem Zusammenhang mit der Eskalation imperialistischer Gewalt. Seit ihrem ersten Tag im Amt betreibt die Trump-Regierung eine Verschwörung gegen die Verfassung. Die landesweite Ausweitung der ICE-Einsätze ging einher mit der Ermordung von Renée Nicole Good und danach von Alex Pretti in Minneapolis – blutige Warnschüsse, die zeigen, wozu das Regime bereit ist.

Die Regierung hat diese Schreckensherrschaft nun auf die öffentliche Infrastruktur selbst ausgeweitet, indem sie die ICE an Flughäfen einsetzt. Zuletzt hat sie offen damit gedroht, dort auch die Nationalgarde zu stationieren, wodurch Verkehrsknotenpunkte zu militarisierten Zonen werden und die Bevölkerung an die Präsenz bewaffneter Streitkräfte im Alltag gewöhnt werden soll. Wie Trumps Berater Steve Bannon unverblümt erklärte, ist die Präsenz der ICE an Flughäfen ein „Testlauf“ für die Zwischenwahlen 2026: eine Generalprobe für die Einschüchterung der Bevölkerung und den umfassenderen Plan, Wahlen zu untergraben und Umstände zu normalisieren, die dem Ausnahmezustand gleichkommen.

Der Krieg im Ausland und der Krieg gegen die sozialen und demokratischen Rechte der Arbeiterklasse sind zwei Seiten desselben Krieges. Trump ist keine politische Anomalie in einer ansonsten stabilen „Demokratie“. Er repräsentiert eine Klasse – die kapitalistische Oligarchie, die mit jeder Legalität gebrochen hat, weil sie nicht mehr durch demokratische Formen regieren kann. Trump ist an die Spitze eines politischen Systems aufgestiegen, das beispiellose soziale Ungleichheit, endlose Kriege und die Bereicherung einer winzigen Elite auf Kosten der gesamten Gesellschaft prägt.

Die Demokratische Partei ist kein Gegner von Trumps Regime, sondern ein Kollaborateur. Die Unterschiede zwischen den beiden Parteien in Bezug auf den Krieg und alle Fragen, die für die Interessen der herrschenden Klasse wesentlich sind, sind taktischer Natur.

Im Januar, als Trump Truppen für den Angriff auf den Iran zusammenzog, stimmte die gesamte Führung der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat für den 839 Milliarden Dollar schweren Militärhaushalt. Ihre ersten öffentlichen Erklärungen nach der Ermordung des obersten Führers des Iran dienten dazu, dieses Gesetz zu befürworten. Der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, erklärte am 2. März im Senat: „Ich werde keine Träne um Khamenei vergießen.“ Die ehemalige Vorsitzende des Democratic National Committee (DNC), Donna Brazile, erklärte diese Woche: „Die Demokraten verstehen, dass der Iran eine Bedrohung darstellt, nicht nur für die Region, den Golf, sondern für die Welt selbst.“

Die New York Times, die für die Demokraten spricht, veröffentlichte einen Leitartikel, in dem sie erklärte, dass „es eine vernünftige Debatte über die Sinnhaftigkeit dieses Krieges gibt“ und dass Trump „ein faktenbasiertes Argument dafür vorbringen könnte, dem Regime jetzt entgegen zu treten.“ Das ist es, was in der etablierten amerikanischen Presse als Dissens durchgeht.

Die größte Angst der Demokratischen Partei, einer Partei der Wall Street und der Geheimdienste, ist die Entstehung einer Massenbewegung von unten, die sich ihrer Kontrolle entzieht und nicht nur die Regierung, sondern das kapitalistische System und den imperialistischen Staat herausfordert, die beide Parteien verteidigen.

Die „No Kings“-Koalition, die sich aus Gruppen innerhalb oder im Umfeld der Demokratischen Partei zusammensetzt, hat den Krieg gegen den Iran in ihrem Werbematerial heruntergespielt. Indivisible („Unteilbar“), eine zentrale Kraft in der Koalition, wurde von ehemaligen Mitarbeitern demokratischer Kongressabgeordneter gegründet und fungiert offen als Instrument für Wahlkampagnen der Demokratischen Partei. Die AFL-CIO und große Gewerkschaften werden als „Mitorganisatoren“ der Demonstrationen angepriesen, obwohl sie zum Krieg schweigen – oder hohle Einwände vorbringen – und nichts tun, um die Macht der Arbeiter dagegen zu mobilisieren.

Bernie Sanders, der am Samstag bei der zentralen Kundgebung in Minneapolis als Hauptredner auftritt, erwähnt den Iran als einen Punkt in einer Litanei von „gefährlichen Zeiten“ – eine rhetorische Geste, die niemanden zu etwas verpflichtet und die Demokratische Partei an nichts bindet. Die Rolle von Sanders, zusammen mit Alexandria Ocasio-Cortez und anderen Mitgliedern der Democratic Socialists of America (DSA), besteht darin, den Widerstand hinter eine Partei der kapitalistischen Oligarchie zu lenken, die diesen Krieg befürwortet.

Diejenige soziale Kraft, die mobilisiert werden muss, ist die Arbeiterklasse, in den Vereinigten Staaten und international. Die Demonstrationen am Samstag fallen mit einem zunehmenden Ausbruch des Klassenkampfs zusammen. Im Monat seit Kriegsbeginn hat sich eine immer breitere Welle von Streiks und Streikdrohungen über Schlüsselindustrien und Dienstleistungsbereiche ausgebreitet – vom Streik beim Fleischereiunternehmen JBS in Greeley bis hin zu Arbeitsniederlegungen und Streikabstimmungen unter Bildungsbeschäftigten, Pflegekräften, Industriearbeitern und Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Vom Kollateralschaden zum Doppelschlag – Kriegsverbrechen als Routine

Von Karin Leukefeld – 24. März 2026

Was vor etlichen Jahren weltweit für Entsetzen sorgte, wird heute hingenommen. Die absichtliche Tötung von Zivilisten und die absichtliche Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Kriegsverbrechen und brechen internationales und humanitäres Recht. Die Länder und Regierungen, die Kriegsverbrecher nicht isolieren und ächten – wie das internationale Recht und die UN-Charta es vorsehen, sind Mittäter. Das gilt für den Völkermord gegen die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland, das gilt auch für den aktuellen Angriff auf Iran und Libanon.

Am 28. Februar 2026 griffen Israel und die USA den Iran an. Der Angriff ist völkerrechtswidrig und illegal. Iran hatte die beiden Staaten weder bedroht noch angegriffen. Im Gegenteil: Iran und die USA hatten durch die Vermittlung des Oman am 26. Februar eine weitere Verhandlungsrunde in Genf beendet, die zu weitreichenden Ergebnissen geführt hatte. Ein neues Treffen war für den 2. März in Wien am Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geplant.

Der Angriff wurde und wird bis heute von der Bundesregierung und anderen europäischen Regierungen, auch von der EU-Kommission oder im EU-Parlament nicht verurteilt. Bundesminister und andere deutsche Politiker erklären, „fest an der Seite Israels“ zu stehen. Dessen Regierung droht neben der anhaltenden Zerstörung des Iran mit Einmarsch und Besetzung des Libanon, der trotz einer Waffenruhe mit Israel Ende November 2024 täglich von Israel bombardiert wurde. Dabei wurden täglich Menschen getötet.

Trotz der aggressiven Drohungen, die israelische Minister gegen den Libanon richten, werden deutsche Waffen und deutsches Geld an die israelische Regierung nicht gestoppt. Das Auswärtige Amt bestellt nicht die Vertreter von Israel und den USA ein, um gegen deren Angriffe zu protestieren. Kein Wort darüber, dass der libanesischen Bevölkerung damit gedroht wird, ihre Lebensgrundlagen in Grund und Boden zu bomben. Südbeirut – dass auch in deutschen Medien als „Hochburg der Terrororganisation Hisbollah“ bezeichnet wird – werde bald „aussehen wie Khan Younis und Rakka“, so das israelische Regierungsmitglied Smotrich. Und die israelische Armeeführung ordnet die komplette Zerstörung von Dörfern im südlichen Libanon an..

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