Präsident Peseschkians Hoffnung, die BRICS-Staaten würden den Angriffen der USA und Israels ein Ende setzen, ist illusorisch

Von Andrew Korybko – 23. März

Irans Präsident Massud Peseschkian selbst weiß vermutlich, dass die BRICS-Gruppe dies realistisch gesehen nicht erreichen kann, doch indem er Modi dies während ihres Telefonats am Wochenende vorschlug, könnte der iranische Staatschef insgeheim hoffen, dass Indien als diesjähriger BRICS-Vorsitzender eine gemeinsame Erklärung verfasst, die dann die von Delhi vermittelten Waffenstillstandsgespräche in Gang bringt.

Die iranische Botschaft in Indien berichtete, dass Präsident Massud Peseschkian dem indischen Premierminister Narendra Modi während ihres Telefonats am Samstag vorschlug, „dass [die BRICS] eine unabhängige Rolle bei der Beendigung der Aggressionen gegen den Iran und bei der Wahrung des regionalen und internationalen Friedens und der Stabilität spielen sollten“. Er unterbreitete ihm diesen Vorschlag, da Indien in diesem Jahr den rotierenden Vorsitz innehat. So gut gemeint Pezeshkians Hoffnung auch sein mag, sie ist wohl illusorisch, und das weiß er vermutlich selbst auch.

Anfang des Monats wurde erläutert, wie „die iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate die Grenzen der BRICS-Einheit offenbarten“. Kurz gesagt handelt es sich dabei um einen Angriff eines BRICS-Mitglieds auf ein anderes, jedoch als Reaktion darauf, dass das angegriffene Mitglied Berichten zufolge einem dritten Land (in diesem Fall den USA) gestattet hatte, dessen Luftraum und/oder Hoheitsgebiet zu nutzen, um ein anderes Mitglied zuerst anzugreifen, wodurch deutlich wurde, dass die BRICS-Staaten kein Sicherheitsblock sind und es auch nie waren. Modi verurteilte ebenfalls die Angriffe auf die Golfstaaten, ohne den Iran namentlich zu nennen, aber offensichtlich in Bezug auf ihn.

Dennoch ist Indien kein Mitkriegführender wie die Emirate und die anderen Golfstaaten, anders als viele fälschlicherweise glauben. Das virale Video, in dem der Chef der indischen Armee zugibt, dem Iran in den Rücken gefallen zu sein, indem er die Position seines Schiffes an Israel weitergab, das später von den USA versenkt wurde, entpuppte sich als eine mit KI erstellte Fälschung aus Pakistan, doch die öffentliche Wahrnehmung war zu diesem Zeitpunkt bereits manipuliert. Dasselbe gilt für Pepe Escobars falsche Behauptung, Indien sei dem Iran und Russland „in den Rücken gefallen“, was deren Botschafter in Indien beiläufig widerlegten.

Indien sympathisiert mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC) und Israel, wobei Modi Israel noch wenige Tage vor Beginn des Dritten Golfkriegs besucht hatte – jenem Krieg, der mit dem [hinterhältigen, weil erneut während laufender diplomatischer Verhandlungen; die Red.] Überraschungsangriff der USA und Israels begann, bei dem der Oberste Führer des Iran ermordet wurde –, so wie Russland laut Aussage seines Botschafters im Vereinigten Königreich offen mit dem Iran sympathisiert. Im Gegensatz zu Russlands mutmaßlicher nachrichtendienstlicher Unterstützung für den Iran leistet Indien jedoch weder dem GCC noch Israel oder den USA irgendeine Unterstützung. In Verbindung mit Indiens BRICS-Vorsitz befähigt dies Modi, zwischen den USA und Israel zu vermitteln, sofern alle Seiten den Willen dazu haben.

Laut dem in der Einleitung zitierten Tweet der iranischen Botschaft in Indien sagte Peseschkian zu Modi, dass der Konflikt erst enden werde, wenn die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran einstellten; danach müsse es „Garantien“ gegen eine Wiederholung ihrer Aggression und im Idealfall ein regionales Sicherheitsrahmenwerk geben. Dies entspricht mehr oder weniger dem, was er Putin und dem pakistanischen Premierminister Anfang des Monats in Bezug auf seine drei Bedingungen für den Frieden mitgeteilt hatte, die, wie hier argumentiert wurde, durch eine von Russland angeführte kreative Diplomatie erreichbar seien.

Israel und die USA möchten vermutlich nicht, dass Russland dafür Anerkennung erhält, selbst wenn dessen Vorschläge wie das Konzept der kollektiven Sicherheit für den Golf umgesetzt werden; daher besteht die Möglichkeit, dass Indien anstelle von Russland die diplomatische Führung übernimmt, allerdings erst, nachdem Modi sich mit Putin abgestimmt hat. Ein erster Schritt könnte darin bestehen, dass Indien die BRICS-Staaten dazu bringt, sich auf eine gemeinsame Erklärung zum Krieg zu einigen, was angesichts der Feindseligkeiten zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten schwierig ist; doch der Präzedenzfall der G20-Erklärung von Delhi aus dem Jahr 2023 inmitten des Stellvertreterkriegs in der Ukraine zeigt, dass dies nicht unmöglich ist.

Auf diese Weise könnte, obwohl die BRICS-Staaten selbst die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran [aufgrund ihrer internen Divergenzen] realistischerweise nicht beenden können, Indiens Vorsitz in der Gruppe und seine Neutralität im Dritten Golfkrieg (trotz seiner Sympathien für die Golfstaaten und Israel) zu einer gemeinsamen Erklärung führen, die von Delhi vermittelte Waffenstillstandsgespräche in Gang bringt. Zugegebenermaßen ist dies ein optimistisches Szenario, das vielleicht nicht eintreten wird, aber es erklärt, was Peseschkian wahrscheinlich im Sinn hatte, als er Modi vorschlug, dass die BRICS eine Rolle bei der Beendigung des Krieges spielen sollten.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

Militärschlag gegen Iran: Ohne diese US-Basis in Deutschland wäre der Angriff nicht möglich gewesen

Von Reiner Braun – 23. März 2026

Schon Wochen vor dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran am 28.02.2026 hat es vielfältige Hinweise auf seine Vorbereitung gegeben. So herrschte auf der Ramstein Air Base ein intensiver Betrieb. Transportmaschinen vom Typ Boeing C-17 Globemaster III und Lockheed C-130 Hercules landeten und starteten „im Minutentakt“, so das Portal austrianwings.info; dazwischen zivile Boeing-747-Frachter der Atlas Air im Auftrag des amerikanischen Militärs. Dies war die logistische Choreografie eines Krieges, der Tausende Kilometer entfernt geführt wird – aber ohne das pfälzische Drehkreuz in dieser Form kaum denkbar wäre.

In den Tagen vor dem Angriff wurde immer deutlicher, dass Ramstein ein Flughafen im Ausnahmezustand ist. Flugdatenauswertungen und Beobachtungen von Luftfahrtexperten dokumentierten einen drastischen Anstieg der Flugbewegungen. Personal und Material wurden über Ramstein in Richtung Naher Osten verlegt – etwa über Al Udeid (Katar) und andere Basen. Ramstein fungierte dabei als das, was es seit Jahrzehnten ist: das zentrale Scharnier zwischen dem amerikanischen Heimatkontinent und den Einsatzgebieten jenseits des Mittelmeers.

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Zusammenbruch der internationalen Ordnung oder kontrolliertes Chaos?

Von Alexander Kouzminov – 22. März 2026

Einmal mehr versucht Alexander Kouzminov, der in Russland geborene Wissenschaftler, der seit vielen Jahren in New Zealand lebt und arbeitet, die geopolitischen Veränderungen unserer Zeit zu analysieren und zu formulieren – inklusive die fälligen Schlussfolgerungen, die daraus für unsere Zukunft zu ziehen sind. Dabei teilt Alexander Kouzminov die Weltkarte in sieben „Regionen“ auf, die hier auch separat studiert werden können – siehe unten. (cm)

Einleitung

Die Moderne wird fälschlicherweise als eine Abfolge chaotischer Krisen, zufälliger Konflikte und willkürlicher Entscheidungen einzelner Führer wahrgenommen. Tatsächlich befindet sich die Menschheit an einem historischen Punkt, der dem Mittelalter ähnelt, als ewige Institutionen zusammenbrachen, Reiche verschwanden und neue Machtzentren zu entstehen begannen.

Ein sehr wichtiger Prozess hat in der Welt begonnen – das Zeitalter des globalen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Wandels. Diese Transformation könnte mehrere Jahrzehnte dauern – geprägt von Krieg, Hungersnot und Krankheit. Der Wandel der Weltordnung vollzieht sich zunächst langsam und gewinnt dann sprunghaft an Geschwindigkeit. Seit nunmehr mehr als zwanzig Jahren befindet sich die Welt in einem Zustand globaler Umstrukturierung und Umverteilung von Macht und Autorität – deren Folgen sich in zahlreichen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konflikten zeigen. Es ist wichtig, die Komponenten dieses Prozesses zu verstehen und zu erkennen, wie sie sich auf die wesentlichen Aspekte der internationalen und innerstaatlichen Beziehungen auswirken werden.

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Die Unterwerfung Lateinamerikas (II)

Von German-Foreign-Policy.com – 23. März 2026

Bundesregierung ignoriert US-Totalblockade gegen Kuba und weitere US-Maßnahmen zur Unterwerfung Lateinamerikas. Andere Staaten, etwa Spanien, stellen sich dagegen. In Kuba ist eine Solidaritätsflotille eingetroffen.

Die Bundesregierung ignoriert die anhaltende US-Totalblockade gegen Kuba und weitere Versuche der Trump-Administration, sich ganz Lateinamerika zu unterwerfen, und sucht „transatlantische Übereinstimmungen“. Während am Wochenende eine internationale Solidaritätsflotille in Havanna ankam und mit Spanien zudem ein EU-Mitglied Hilfslieferungen in den Karibikstaat schickt, schweigt Berlin und setzt auf „Partnerschaft“ mit den USA. Diese fordern aktuell den Sturz des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel sowie die Unterstellung des Landes unter ihr Kommando. Hatte schon die seit über sechs Jahrzehnten andauernde US-Blockade der Insel dort schwere Schäden verursacht, so ruft die aktuelle Ölblockade dramatische Versorgungsprobleme hervor. US-Präsident Donald Trump teilt zudem mit, er könne mit Kuba „tun, was ich will“. Parallel hat er eine neue Regionalorganisation gegründet („Shield of the Americas“), die nur aus ultrarechts regierten Staaten besteht und sich gegen China richtet. In Kolumbien und in Brasilien mischen sich die USA in die gegenwärtigen Wahlkämpfe ein, und zwar jeweils zugunsten ultrarechter Kandidaten.

Öffnung für US-Unternehmen

Die kubanische Regierung hat kürzlich bestätigt, dass sie Verhandlungen mit der Trump-Administration aufgenommen hat, um ein Ende wenigstens der Erdölblockade zu erreichen. Laut US-Berichten ist in die Verhandlungen unter anderem Raúl Guillermo Rodríguez Castro involviert, ein Enkel von Raúl Castro; er soll sich mit US-Außenminister Marco Rubio persönlich ausgetauscht haben.[1] Die Regierung in Havanna hat Anfang vergangener Woche erste größere Zugeständnisse gemacht und angekündigt, Schritte zur ökonomischen Öffnung einzuleiten. Demnach sollen im Ausland lebende Kubaner in Kuba Unternehmen gründen und in bestehende Unternehmen investieren dürfen.[2] Dies gilt explizit auch für Kubaner in den USA, darunter viele, die in den vergangenen Jahren das Land verlassen haben, aber auch der ultrarechte Kern des alten kubanischen Exils in Florida, dem unter anderem der US-Außenminister entstammt. US-Konzerne allgemein dürfen umfassende Investitionen in Kuba tätigen; wie Kubas stellvertretender Ministerpräsident Oscar Pérez-Oliva Fraga bestätigt, werden insbesondere US-Investitionen in die Infrastruktur des Landes erlaubt. Die Regierung sei grundsätzlich „offen“ für „flexible Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen“, bestätigt Pérez-Oliva Fraga.[3] In US-Medien ist bereits von einer „Cubastroika“ die Rede.[4]

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Was wird die fünfte Energiekrise der Geschichte für die Welt bedeuten?

Von Olga Samofalowa – 23 März. 2026 

Ein Szenario, das noch vor Kurzem wie ein „Schreckgespenst“ wirkte, wird nun Realität: Die Ölpreise könnten auf 180 bis 200 US-Dollar pro Barrel steigen. Wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt, wird die Welt Ende April in die fünfte Energiekrise der Geschichte eintreten – und diese wird alle ohne Ausnahme treffen.

Analysten des größten saudischen Unternehmens, Saudi Aramco, haben eine Ölprognose für den kommenden Monat vorgelegt. Ihr Leichtöl verkaufen sie bereits über ihren Hafen am Roten Meer für 125 US-Dollar pro Barrel an asiatische Abnehmer. Doch bereits nächste Woche könnte der Preis auf 138 bis 140 US-Dollar steigen, schätzen Experten. Grund dafür sind sinkende Lagerbestände und eine zunehmende physische Verknappung des Rohstoffs weltweit.

Sollten die Lieferunterbrechungen bis Mitte April nicht aufhören und die Straße von Hormus geschlossen bleiben, könnten die Preise 150 US-Dollar erreichen und in den folgenden Wochen auf 165 oder 180 US-Dollar steigen. Jede weitere Woche des Stillstands im April wird den Preis um 10 bis 15 US-Dollar pro Barrel in die Höhe treiben, prognostizieren Analysten.

Auch Ölhändler setzen auf einen Anstieg. Sie erwarten, dass die Brent-Futures im April 130, 140 oder 150 US-Dollar pro Barrel erreichen werden. Die Marktteilnehmer glauben offenbar nicht daran, dass der Konflikt Ende März beendet sein wird. Unterdessen kündigte Iran am Sonntag die Öffnung der Straße von Hormus für Schiffe aus befreundeten Ländern an, während US-Präsident Donald Trump von Teheran die vollständige Freigabe der Meerenge innerhalb von 48 Stunden forderte. Andernfalls drohte er Iran mit Angriffen auf Kraftwerke.

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23. Tag des Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 09:30 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 22. März 2026

Der Angriffskrieg gegen den Iran geht in eine neue Phase. Es scheint, als ob der Iran förmlich danach fiebert, dass die USA eine Bodenoffensive beginnen. Und die USA drohen mit der Zerstörung iranischer Atomkraftwerke, was der Drohung eines Atomschlages gleichkommt.

Military Summary berichtete gestern am Abend, dass der Jemen, nach westlicher Lesart die Huthis, bereits den Zugang für Schiffe der Angriffskoalition gesperrt hat. Dieser Schritt erfolgte, nachdem Donald Trump die Absicht verkündet hatte, sich aus dem Nahen Osten zurückzuziehen, und die Straße von Hormus den Anliegerstaaten zu überlassen. Während der Iran erklärte, jedes Schiff, dessen Öl in chinesischer Währung bezahlt wurde, und für die sichere Passage durch iranisches Hoheitsgewässer eine Gebühr entrichtet, passieren kann. Die Darstellung des Military Summary Channel erweckt den Eindruck, dass der Iran versucht, die USA vom Abzug fern zu halten, und zu einer Bodenoffensive zu nötigen. Ob diese These Bestand hat, wird vielleicht schon der 23. Tag des Angriffskriegs zeigen.

07 Uhr 00

In den letzten 9 Stunden hat sich der Krieg der USA und Israels gegen den Iran mit mehreren Eskalationen fortgesetzt. Iranische ballistische Raketen haben die südisraelischen Städte Arad und Dimona getroffen und dabei mehr als 100 Menschen verletzt, darunter Dutzende schwer. Ein Katastrophenfall wurde ausgerufen, der Notstand erklärt, zahlreiche Gebäude wurden zerstört, und die israelische Luftabwehr konnte nur wenige Geschosse abfangen – die Angriffe zielten auch auf Gebiete nahe des NuklearforschungszentrumsEs war eine eindeutige Warnung des Irans, nicht weiter auf Atomanlagen des Landes zu zielen. Das israelische Militär hat in derselben Zeit Wohnhäuser in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen; die Armee untersucht zudem das Versagen der eigenen Luftabwehr bei den iranischen Gegenangriffen.

Der Angriff war ganz offensichtlich die Antwort auf eine Veröffentlichung von US-Präsident Donald Trump, der dem Iran per Truth-Social-Post ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt hatte: Die Straße von Hormus müsse vollständig und ohne Drohung geöffnet werden, sonst würden die USA iranische Kraftwerke „vernichtet“, beginnend mit dem größten. Darin eingeschlossen wären demnach auch die Kernkraftwerke.

Die Antwort des Irans: Zerstören die USA oder Israel iranische Kraftwerke und Kernkraftanlagen, wird der Iran die israelischen und möglicherweise andere vernichten. Die Zerstörung eines in Betrieb befindlichen Kernkraftwerkes kann man als gleichbedeutend mit einem Angriff mit Kernwaffen, also der berühmten „Atombombe“, ansehen. Somit hat Donald Trump nun nicht mehr nur verdeckt, sondern auch offen mit einem Atomschlag gedroht.

Das Damavand-Kraftwerk ist das größte Einzelkraftwerk Irans – größer als alle Kernkraftwerke (Bushehr bisher (!) nur 915 MW), Wasserkraftwerke oder Solar-/Windanlagen. Es ist ein reines thermisches Gas-Kraftwerk und macht einen wichtigen Teil der rund 98.800 MW Gesamtleistung des iranischen Stromnetzes aus. Mit anderen Worten, das erste Kraftwerk wäre noch kein Kernkraftwerk, aber der Verlust für die Stromversorgung des Landes verheerend.

Der Artikel 56 des Zusatzprotokolls der Genfer Konventionen sieht ausdrücklich vor, dass Angriffe auf Atomanlagen zur zivilen Nutzung verboten sind. Aber die USA sehen sich nicht an das Verbot gebunden, wie ja eigentlich an gar kein Verbot des Völkerrechts.

08 Uhr 00:

Steigende Energiepreise werden für EU zum unlösbaren Problem

Die EU hat sich mit ihren mittlerweile 20 Sanktionspaketen komplett von günstigen und zuverlässigen Energielieferungen abgeschnitten. Statt mit über Jahrzehnte laufenden Langfristverträgen, müssen die Länder nun auf den Spotmärkten mit Erdöl und Ergas einkaufen. Und wegen des Krieges der USA steigen die Preise derzeit enorm.

Dem The Wall Street Journal (WSJ). zufolge erreicht die Staatsverschuldung einiger europäischer Länder, insbesondere Großbritanniens und Frankreichs, ein 60-Jahres-Hoch. Ein starker Anstieg der Öl- und Gaspreise könnte der europäischen Wirtschaft einen verheerenden Schlag versetzen, doch den europäischen Behörden fehlen die Mittel, um die Folgen abzumildern, berichtete

Die Staatsverschuldung einiger europäischer Länder, insbesondere des Vereinigten Königreichs und Frankreichs, erreicht laut der Publikation 60-Jahres-Höchststände. Die Kreditkosten steigen auf dem gesamten Kontinent, wobei Unternehmen und Haushalte nicht mehr auf staatliche Zahlungen zurückgreifen können, wie sie beispielsweise während der COVID-19-Pandemie geleistet wurden. Im Jahr 2022, als die Energiepreise in der Europäischen Union aufgrund der Weigerung, aus Russland zu importieren, in die Höhe schossen, stellten die EU-Regierungen Milliarden Euro zur Unterstützung von Haushalten und Unternehmen bereit. Diesmal fehlen den europäischen Regierungen solche finanziellen Mittel, so die Publikation.

Bei einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am 11. März kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass die Gaspreise in der Europäischen Union seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten um 50 Prozent und die Ölpreise um 27Prozent gestiegen seien. Die ersten zehn Tage des Konflikts hätten die europäischen Steuerzahler zusätzlich drei Milliarden Euro für Importe fossiler Brennstoffe gekostet, sagte sie.

Massive Angriffe des Iran auf Israel

Das apokalyptische Tel Aviv in Orange wird von zahlreichen iranischen ballistischen und Hyperschallraketen getroffen. Die Aufnahmen stammen etwa vom 20./21. März.

08 Uhr 45

Israel hat inzwischen über 100 medizinische Einrichtungen im Libanon bombardiert, meldet die israelische Zeitung Haaretz, und dabei mindestens 40 Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen getötet, ungezählte verletzt. Der Südlibanon erfährt nun die „Gaza-Behandlung“, wie von Politikern Israels angekündigt, ohne dass die Welt es wagt, dem Imperium und Israel in den Arm zu fallen. Während die IDF den Libanon bombardiert, brennen palästinensische Siedlungen, angezündet von zionistischen Siedlern. Was im Westen kaum Erwähung in den Medien findet.

ICC-Ankläger rehabilitiert

In einer Schmutzkampagne war der Chefankläger, welcher die Haftbefehle gegen Netanjahu und Gallant beantragt hatte, mit Vorwürfen konfrontiert gewesen, sexuelles Fehlverhalten begangen zu haben. Ein vom Leitungsgremium des Kriegsverbrechertribunals eingesetztes Gremium erklärt nun, dass die UN-Untersuchung kein „Fehlverhalten oder eine Pflichtverletzung“ festgestellt hätte. Aber etwas wird schon kleben bleiben, wie immer, wenn man jemanden mit Schmutz bewirft. Bei den Haftbefehlen ging es um Vorwürfe von Kriegsverbrechen VOR dem Beginn des Völkermordes in Gaza.

Aber ein Richter, welcher bei der Ausstellung des Haftbefehls beteiligt war, befindet sich in digitalem Hausarrest. Der Krieg gegen den Iran ist nur die vorläufig letzte Stufe im Krieg Israels mit Hilfe der USA auf dem Weg zur Errichtung von Eretz-Israel. Dem Großisrael. Nach Gaza wird derzeit der Rest von Palästina „gesäubert“ und die Besatzung des südlichen Libanons wurde begonnen. Das einzige Land, das sich dem in den Weg gestellt hatte, war der Iran, und ein Richter am IStGH.

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Deutschlands Gier nach Krieg: Konfrontation statt Diplomatie, Geopolitik statt Völkerrecht, Aufrüstung statt Werte

Von Bernd Liske – 22. März 2026

»Deutschland – wach auf! Du verspielst deine Werte. Ohne Werte verspielst du deine Zukunft!« Bernd Liske, nein, kein Journalist, aber ein Denker und Schaffer, erklärt, wie sich Deutschland in die falsche Richtung bewegt – und wer darunter zu leiden haben wird. (cm)

Wissen tun es eigentlich alle: Der Angriff von Israel und den USA auf Iran ist absolut völkerrechtswidrig. Aber wie reagieren? Das Verhalten des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz ist mehr als nur peinlich. Bernd Liske hat dazu eigenhändig – mit Hilfe von KI – ein Cartoon geschaffen, das den deutschen Bundeskanzler treffend charakterisiert. (cm)

Wenn ich im vergangenen Jahr mehrfach geschrieben habe, die Bundestagswahl würde eine Volksabstimmung über Deutschlands Weg zum Krieg werden, so findet das nicht nur in der seit dem Dienstag nach der Wahl forcierten Aufrüstung seine Bestätigung. Wie Pestizide und Schwermetalle in Lebensmitteln zu finden sind und die chemische Struktur der DNA angreifen, ist seit der „Zeitenwende“ eine exorbitant steigende Belastung der medialen Versorgung der Bevölkerung mit Russophobie festzustellen. Sie lässt die Bevölkerung daran gewöhnen, dass die Aufrüstung primäres Investitionsziel geworden ist und die Unterstützung der Ukraine quasi als Ewigkeitsklausel wirkt, denn sie wird an das Ziel geknüpft, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf und am besten besiegt wird.

Unsere Gesellschaft nimmt all das überwiegend teilnahmslos hin, denn von einer großen Friedensbewegung mit relevanter Wirkung kann man nicht sprechen. Doch wer nun meint, mit Russophobie das sich zunehmend wieder ausbreitende aggressive deutsche Wesen ausreichend beschrieben zu haben, muss zunehmend feststellen, dass er nicht in dessen tieferliegende Schichten eingedrungen ist. Schon ein Blick auf die deutsche Haltung zum Krieg im Gaza verdeutlicht das, doch das deutsche Wesen hat inzwischen noch mehr zu bieten. Als Israel den Iran im vergangenen Jahr angriff, meinte Bundeskanzler Friedrich Merz am 17. Juni im ZDF:

„Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle. … Ich kann nur sagen, größten Respekt davor, dass die israelische Armee, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.“

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Im Krieg gegen den Iran droht eine Bodeninvasion der USA

Von Jprdan Shilton – 22. März 2026

Weniger als drei Wochen, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel ihren verbrecherischen Krieg gegen den Iran vom Zaun gebrochen haben, wird eine Bodeninvasion amerikanischer Truppen vorbereitet. Damit könnte sich der Konflikt zu einem globalen Flächenbrand ausweiten.

Innerhalb weniger Tage werden rund 7.500 US-Marines in der Region eintreffen. Drei amphibische US-Angriffsverbände sind beteiligt: Die USS-Tripoli-Gruppe wurde aus dem asiatisch-pazifischen Raum umdirigiert. Das Personal der in Kalifornien stationierten USS Boxer Amphibious Ready Group brach seinen Urlaub ab, um früher in Richtung Nahost auszulaufen. Eine dritte, ähnlich große Einheit von Marines ist ebenfalls auf dem Weg in die Region.

Die katastrophalen Folgen einer Bodeninvasion ergeben sich aus dem verbrecherischen Charakter des Kriegs. Keine zwei Tage, nachdem sich amerikanische und iranische Diplomaten in Genf zu einer dritten Gesprächsrunde getroffen hatten, gab US-Präsident Donald Trump in der Nacht des 28. Februar den Kriegsbeginn bekannt. Das erklärte Ziel ist die Zerstörung der iranischen Gesellschaft, wie Trump und sein faschistischer Kriegsminister Pete Hegseth mehrfach bekräftigt haben. Am Freitag brüstete sich Trump erneut mit den gezielten Tötungen, durch die amerikanische und israelische Streitkräfte bereits zahlreiche führende Militärs und Politiker des Iran ermordet haben, darunter den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei. Trump erklärte: „Sie sind alle weg … Wir würden gerne mit ihnen reden, aber wir haben niemanden mehr zum Reden. So gefällt uns das.“

Diese Mafiasprüche können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Vernichtungskrieg den amerikanischen und den Weltimperialismus in eine Krise getrieben hat. Trumps Plan, das bürgerlich-klerikale Regime in Teheran zu enthaupten und einen „Regimewechsel“ herbeizubomben, ist gescheitert. Der Iran hat die Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen und Vergeltungsschläge gegen US-Stützpunkte und Energieinfrastruktur in der gesamten Golfregion geführt. Die Öl- und Gaspreise sind in die Höhe geschossen und drohen, in den imperialistischen Zentren Nordamerikas und Europas soziale und wirtschaftliche Unruhen auszulösen. Die hohe Inflation lässt Millionen verarmen.

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Sri Lanka hat die Bitte der USA abgelehnt, Kampfflugzeuge auf der Insel zu stationieren

Von Andrew Korybko – 21. März 2026

Die USA hätten davon profitiert, den Mattala International Airport zu ihrem regionalen Militärstützpunkt zu machen – ganz davon zu schweigen, von dort aus im laufenden Krieg Angriffe auf den Iran zu fliegen –, doch hätte sich die geopolitische Lage in Südasien dadurch zum Schlechten gewendet, und Sri Lankas Beziehungen zu Indien hätten sich dadurch möglicherweise ebenfalls verschlechtert.

Der srilankische Präsident Anura Kumara Dissanayake gab nach einem Treffen mit dem US-Sonderbeauftragten für Süd- und Zentralasien, Sergio Gor, bekannt, dass die USA sein Land am 4. und 8. März zweimal gebeten hätten, ihre Kampfflugzeuge zu beherbergen, er diesen Vorschlag jedoch abgelehnt habe, um im Dritten Golfkrieg die Neutralität zu wahren. Ihm zufolge „wollten sie zwei mit acht Schiffsabwehrraketen bewaffnete Kampfflugzeuge von (ihrer) Basis in Dschibuti zum Mattala International Airport bringen, und wir haben Nein gesagt.“ Das war eine kluge Entscheidung.

Zur Erinnerung: Die USA hatten zuvor vor der Küste Sri Lankas ein iranisches Schiff versenkt, das nach der Teilnahme an von Indien ausgerichteten multilateralen Manövern auf dem Heimweg in den Iran war. Daher ist es nur logisch, dass Dissanayake die Bitte der USA, ihre Kampfflugzeuge genau an diesem Tag und kurz danach in seinem Land zu stationieren, ablehnte. Sri Lanka setzte daraufhin ein zweites iranisches Schiff fest, das am Tag nach dem Untergang des anderen Schiffes von denselben Manövern zurückkehrte; es wäre also ein Vertrauensbruch gegenüber dem Iran gewesen, nun eine Kehrtwende zu machen und US-Kampfflugzeuge aufzunehmen.

Die in Indien ansässige Journalistin Lisa Singh, die regelmäßig über regionale Angelegenheiten mit Schwerpunkt auf Russland, Indien und deren strategische Partnerschaft berichtet, merkte in einem Beitrag über Dissanayakes Entscheidung an, dass der Iran ein wichtiger Abnehmer von srilankischem Tee ist, sodass Dissanayake bei der Ablehnung der US-Anfrage möglicherweise auch wirtschaftliche Überlegungen im Hinterkopf hatte. Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass Sri Lanka und der Iran im Dezember 2021 auch ein Tauschgeschäft „Tee gegen Öl“ vereinbart hatten, das durch den Krieg unterbrochen wurde und somit auch den lokalen Produzenten Schaden zugefügt hat.

Ein weiterer Faktor, der möglicherweise zu Dissanayakes kluger Entscheidung beigetragen hat, die Stationierung von US-Kampfflugzeugen abzulehnen – abgesehen davon, dass er offensichtlich nicht wie die Golfstaaten zum Ziel iranischer Drohnen und Raketen werden wollte –, ist die Geschichte des Mattala International Airport. Dieser wurde im Rahmen der chinesischen „Belt & Road“-Initiative mit einem Darlehen von rund 200 Millionen US-Dollar finanziert, allerdings als ein korruptes Prestigeprojekt des ehemaligen Präsidenten Mahinda Rajapaksa kritisiert, das wirtschaftlich keinen Sinn ergab.

Der Flughafen wurde später an ein indisch-russisches Joint Venture verpachtet, doch Berichten zufolge gibt es nun Pläne, diese Vereinbarung zugunsten einer öffentlich-privaten Partnerschaft ab Januar aufzuheben, da sie weiterhin Verluste verursacht. Der Anblick von US-Kampfflugzeugen auf einem Flughafen, der mit Russland, Indien und China – dem Kern der BRICS-Staaten – verbunden ist, wäre skandalös gewesen und hätte Sri Lanka sehr negative Publicity eingebracht. Dies mag nicht Dissanayakes primäre Überlegung gewesen sein, aber es hat wohl zu seiner klugen Entscheidung beigetragen.

Und schließlich – auch wenn dies nicht mit Sicherheit gesagt werden kann – könnte er bei der Ablehnung der US-Anfrage nach Kampfflugzeugen auch die Interessen des engen indischen Partners Sri Lankas im Blick gehabt haben. Schließlich hätte die Einbeziehung des US-Militärs in die Region und die damit verbundene Ausweitung des Dritten Golfkriegs auf Südasien angesichts der Wahrscheinlichkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen die Sicherheit des indischen Staatschefs beeinträchtigt, was wiederum die bilateralen Beziehungen zum Nachteil Sri Lankas verschlechtert hätte. Dieses düstere Szenario wurde somit abgewendet.

Alles in allem verdient Dissanayake Anerkennung dafür, dass er die Anfrage der USA abgelehnt hat, womit er deren Zorn auf sich zog. Die USA hätten davon profitiert, den Mattala International Airport zu ihrem regionalen Militärstützpunkt zu machen, ganz davon zu schweigen, von dort aus während des andauernden Angriffskrieges den Iran zu attackieren, aber die geopolitische Lage in Südasien hätte sich dadurch zum Schlechten gewendet, und Sri Lankas Beziehungen zu Indien hätten sich dadurch möglicherweise ebenfalls verschlechtert. Für Sri Lanka ist es, ganz abgesehen von moralischen Erwägungen, allemal besser, sich die Gunst des regionalen Führers Indiens zu sichern als die der USA, daher traf Dissanayake die richtige Entscheidung.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.]

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

22. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 19:00 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 21. März 2026

Der Angriffskrieg geht zunächst als Luftkrieg weiter, nur im Libanon gibt es Bodenkämpfe, während die Welt auf die ca. 7.500 Marines wartet, welche der US-Präsident für eine beschränkte Bodeninvasion auf den Weg geschickt hat. Die erste Frage ist, ob die Schiffe unbeschadet in die Nähe kommen. Was sonst noch passierte.

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die USA doch keine Waffenruhe anstreben, aber eine Beendigung der militärischen Operationen in Erwägung ziehen, da die Ziele beinahe erreicht seien. Er forderte andere Nationen auf, die Straße von Hormus zu schützen. Derweil ist der Iran dabei ein Gesetz zu verabschieden, wonach Länder, die die Straße von Hormus für Schifffahrt, Energie- und Lebensmitteltransporte nutzen, Zölle und Steuern an die Islamische Republik Iran zahlen müssen – als Ausgleich für die Sicherheitsleistungen Irans. Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) hat zudem klargestellt, dass jedes Schiff die Genehmigung Irans benötigt, um die Straße von Hormus zu passieren – andernfalls droht es zum Ziel iranischer Angriffe zu werden. Dies unterstreicht die vollständige iranische Kontrolle über die Wasserstraße. Damit folgt der Iran dem Beispiel einiger anderer Länder, die genau dieses Konzept schon vor längerer Zeit eingeführt hatten. gypten erhebt seit Jahrzehnten Transitgebühren für die Passage durch den Suez-Kanal, die je nach Schiffsgröße und -typ Hunderttausende bis über eine Million US-Dollar betragen können und dem Land jährlich Milliarden an Einnahmen einbringen – zuletzt wurde 2022 ein Rekord von 8 Milliarden Dollar erzielt. Die Türkei hat für die natürlichen Türkischen Meerengen (Bosporus und Dardanellen) bereits seit 1936 auf Basis des Montreux-Abkommens Transitgebühren pro Nettotonne eingeführt – diese werden regelmäßig angepasst und betragen derzeit 5,83 US-Dollar pro Tonne (Stand Juli 2025 nach einer 15-prozentigen Erhöhung). Kanada und die USA erheben Gebühren für die St. Lawrence Seaway um nur einige Beispiele zu nennen. Der Iran ist also bisher ohne Gebühren eher die Ausnahme. ‒ Der iranische Oberste Führer Mojtaba Khamenei sandte zudem eine „trotzige“ Botschaft und bezeichnete die Angreifer als besiegt.

Innerhalb der USA: Donald Trump hat eine weitere Ermahnung durch die Justiz seiner Vorgänger einstecken müssen. Ein Bundesrichter in Washington hat die restriktive Pressezugangspolitik des Pentagons für verfassungswidrig erklärt. Die Richtlinie, die Journalisten bei nicht autorisierten Berichten als Sicherheitsrisiken einstufen konnte, wurde in einem Verfahren der New York Times teilweise aufgehoben und die Presseausweise betroffener Reporter wiederhergestellt.

Der Iran droht Tätern von Mordanschlägen

Nach zahlreichen Ermordungen durch Israel von führenden Politikern und Wissenschaftlern, bei denen teilweise ganze Nachbarschaften zu Tode kamen, kündigt nun der iranische Brigadegeneral Abolfazl Shekarchi an, dass der Iran in den kommenden Jahren alle Piloten, Kommandeure und andere Beteiligte der Angriffe auf den Iran jagen werde.

Eure verbrecherischen Kommandeure, Piloten und Soldaten werden nirgendwo Sicherheit finden. Die Beamten und Autoritäten der Islamischen Republik Iran leben unter dem Volk, wie das Volk und mit dem Volk. Sie sind nicht wie die Beamten und Autoritäten des terroristischen zionistischen Regimes und des verbrecherischen Amerikas, die sich aufgrund ihrer Unfähigkeit, dem Widerstand der heldenhaften iranischen Nation und der Autorität, dem Willen und dem Mut der Streitkräfte entgegenzutreten, in Bunkern versteckt halten oder die Bevölkerung als Schutzschild missbrauchen. Die Ermordung von Beamten und Autoritäten des Landes sowie einiger Kommandeure der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran ist kein Zeichen der Macht des Feindes, sondern vielmehr ein Ergebnis seiner Verzweiflung, Hilflosigkeit und Boshaftigkeit. Wir beobachten eure feigen Beamten und Kommandeure, Piloten und verbrecherischen Soldaten und werden unsere mächtigen und vernichtenden Angriffe gegen euch entschlossen fortsetzen.“

Er drohte, dass man sie die Täter unter Demütigungen, Schande und Schmach aus den Verstecken zerren werde, und für die Taten zur Rechenschaft ziehen werde. Der Iran hat wohl genügend Informationen gesammelt, was angesichts der zunehmenden Zahl von Spionageprozessen in Israel und veröffentlichten Dokumenten plausibel erscheint, er hatte auch bereits Listen mit Namen von Piloten veröffentlicht.

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