Von Thomas Röper – 10. Juli 2026
Die Mörder der Frau, die in Monaco den Bombenschlag gegen den ukrainischen Oligarchen Jemolajew ausgeführt hat und nach ihrer Rückkehr in die Ukraine getötet wurde, haben ausgesagt, die Frau im Auftrag ihrer Vorgesetzten „liquidiert“ zu haben, weshalb sie keine Mörder seien, da sie im Auftrag des Staates gehandelt hätten.

Wie ich bereits berichtet habe, steckt hinter dem Bombenanschlag in Monaco, bei dem der ukrainische Oligarch Jermolajew, seine Frau und sein Sohn verletzt wurden, mehr, als deutsche Medien berichten, in denen man über die Hintergründe praktisch nichts erfährt, sondern die im Gegenteil davon ablenken, indem sie den Oligarchen kurzerhand als “pro-russisch” bezeichnen, was schon deshalb absolut unwahr ist, weil er in der Ukraine ein Netz von Callcentern betreibt, das sich darauf spezialisiert hat, vor allem Russen um Geld zu betrügen. Um hier nicht alle Einzelheiten zu wiederholen, verweise ich auf diesen Artikel, in dem sie die Details nachlesen können.
Die Spur im Fall des Bombenanschlags von Monaco führt in die Ukraine und es war von Beginn an mehr als offensichtlich, dass Kreise der ukrainischen Regierung hinter dem versuchten Mord stecken, wobei es von Beginn an auch Hinweise darauf gab, dass der Anschlag auf einen Machtkampf innerhalb der Ukraine hinweist, denn Jermolajew galt im Falle von Wahlen in der Ukraine als potenzieller Unterstützer von Saluschny, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und heutigem ukrainischen Botschafter in London, der als erfolgversprechender Gegenkandidat gegen Selensky gilt und in der Ukraine sowohl im Volk als auch im Machtapparat viele Unterstützer hat.
Die Spur in die Ukraine wird anhand der Chronologie deutlich: Am 30. Juni führte Anastasia Beresovskaja als Mann verkleidet den Bombenanschlag in Monaco durch, sie ist dann zu Fuß nach Frankreich geflohen und mit einem Auto nach Frankfurt gefahren. Nach Angaben der ukrainischen Behörden traf sie am 1. Juli in der Ukraine ein. Am 3. Juli, an dem Tag, als Interpol sie zur internationalen Fahndung ausschrieb, wurde sie mit vier Schüssen in den Hinterkopf regelrecht hingerichtet und am 6. Juli wurde ihre Leiche gefunden.
Unmittelbar danach hat der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU zwei Tatverdächtige verhaftet, die inzwischen beide geständig sind. Einer ist Wladislaw Reut, ein aktiver Offizier des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums (GUR), in dessen Keller sogar eine Folterkammer gefunden wurde. Der zweite Verdächtige ist der ehemalige SBU-Offizier Witali Schikowitsch. Beide Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft.