NATO-Gipfeltreffen in Schweden offenbart die Verschärfung der interimperialistischen Gegensätze angesichts des eskalierenden Kriegs gegen Russland

Von Jordan Shilton – 24. Mai 2026

Am Donnerstag und Freitag letzter Woche trafen sich die Außenminister der 32 NATO-Staaten im schwedischen Helsingborg, um den diesjährigen NATO-Sommergipfel in der Türkei vorzubereiten. Das Treffen war geprägt von den zunehmenden Gegensätzen zwischen den USA und ihren ehemaligen Verbündeten in Europa und Kanada. Hintergrund ist der andauernde Krieg der imperialistischen Mächte in der Ukraine, mit dem Russland auf den Status einer Halbkolonie herabgestuft werden soll.

Es war das erste NATO-Treffen auf Ministerebene in Schweden, seit Schweden der NATO beigetreten ist. Das Land hatte sich gemeinsam mit Finnland dem aggressiven Militärbündnis angeschlossen, nachdem Russland 2022 auf Provokationen der USA und der NATO hin in die Ukraine einmarschiert war. In den letzten vier Jahren wurden die beiden traditionell neutralen Ostsee-Anrainerstaaten zu Frontstaaten im NATO-Krieg gegen Russland aufgebaut, mit dem Finnland eine 1.300 Kilometer lange Landgrenze hat.

Während US-Außenminister Marco Rubio zu dem Treffen reiste, kündigte Trump die Stationierung von weiteren 5.000 Soldaten in Polen an. Anfang Mai hatte der faschistische Amtsinhaber im Weißen Haus die Reduzierung der in Deutschland stationierten US-Truppen um 5.000 Mann angeordnet, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt hatte, Washington habe keine Strategie für den Krieg gegen den Iran.

Vor Beginn der offiziellen Beratungen am Freitagmorgen erklärte Rubio gegenüber der Presse, die Trump-Regierung sei „enttäuscht“ von der Reaktion der NATO-Mitglieder auf „unsere Operationen im Nahen Osten“. Er fügte hinzu, das Thema müsse im Sommer auf dem bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara „auf Führungsebene“ behandelt werden. Dieser Gipfel werde einer der „bedeutenderen in der Geschichte der NATO“ sein.

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