Von Vlad Shlepchenko (eingeleitet und übersetzt von Thomas Röper) -14. Juli 2026
US-Senator Lindsey Graham, ist am Samstag überraschend in Washington gestorben, so die offizielle Version. Allerdings war er am Samstag in der Ukraine und hat eine Drohnenfabrik besichtigt, die an dem Tag von einer russischen Rakete getroffen wurde. Ist Graham dabei umgekommen?

Der überraschende Tod von US-Senator Lindsey Graham wird in vielen Ländern, um es vorsichtig auszudrücken, für nur wenig Trauer gesorgt haben, denn Graham war einer der radikalsten Falken in Washington, der für alle Probleme nur eine Lösung kannte: Krieg und das Bombardieren anderer Länder. Es war Graham, der vor einigen Jahren verkündete, der Ukraine-Krieg sei für die USA das bestmögliche Geschäft, weil die Ukrainer für die Interessen der USA sterben, während keine US-Bürger ihr Leben riskieren, und den USA sogar nur vergleichsweise geringe Kosten entstehen, weil die Europäer so freundlich sind, die Kosten für die Umsetzung der geopolitischen Ziele der USA zu tragen.
Man soll nicht schlecht über Tote sprechen, aber bei Graham fällt mir beim besten Willen nichts Positives ein, was ich über ihn schreiben könnte, denn seine Positionen und Erklärungen haben sich ausschließlich durch Menschenverachtung und Zynismus hervorgetan. Um nichts Schlechtes über Graham zu schreiben, habe ich am Wochenende auf einen Nachruf verzichtet.
Trotzdem ist sein Tod möglicherweise interessanter als man meinen könnte, darum soll es hier gehen.
Laut der offiziellen Version, die sein Büro veröffentlicht hat, ist Graham am Samstagabend in seiner Wohnung in Washington nach einer „kurzen und plötzlichen Erkrankung“ verstorben. Einen Tag später teilte Grahams Büro mit, er habe eine Aortendissektion erlitten.
Ein russisches Portal hat sich die Chronologie genauer angeschaut, denn Graham war am Freitag und Samstag in Kiew. Es spricht daher einiges dafür, dass er bei einem russischen Raketenangriff gestorben ist. Eine Rückreise nach Washington inklusive Ankunft am Samstagabend in seinem Haus, um dort praktisch sofort zu sterben, ist zwar möglich, aber zeitlich ambitioniert.
Hinzu kommt, dass Graham wohl nicht der erste Westler wäre, der in der Ukraine bei russischen Angriffen gestorben wäre und dessen Tod dann als Herzversagen erklärt wird. Man erinnere sich nur an die Häufung von „Herztoten“ unter hohen westlichen Offizieren nach gewissen Militäroperationen an der Front.
Ich übersetze hier den russischen Artikel über die Merkwürdigkeiten des Todes von Lindsey Graham.
Willkommen in der Ukraine: Hat eine Iskander Lindsey Graham gefunden?
US-Senator Lindsey Graham ist unter merkwürdigen Umständen verstorben. Zeitpunkt und Ort sind weiterhin unklar, aber dafür weiß man, dass er vor seinem Tod ein „höllisches Sanktionsprojekt“ zur Zerstörung der russischen Wirtschaft plante.
Nach dem Tod von John McCain erbte Lindsey Graham den inoffiziellen Titel des führenden Russophoben Amerikas. Er erlangte durch eine Reihe menschenverachtender Äußerungen über Russen Berühmtheit. Dafür wurde er in Russland als Terrorist und Extremist eingestuft, eine „Ehre“, die nicht einmal seinem Vorgänger zuteilwurde.
Der Alarm erklang erst danach
Am 10. und 11. Juli hat er eine weitere Reise in die Ukraine unternommen und die Produktionsstätten der Firma Sky Fall besichtigt, das Vampire-Drohnen, Shrike-FPV-Drohnen und P1-SUN-Abfangdrohnen herstellt.
Gerade in diesen zwei Tagen startete Russland eine Reihe schwerer Angriffe auf Anlagen der ukrainischen Rüstungsindustrie in Kiew und Umgebung. In der Nacht zum 11. Juli wurden sechs Iskander-Raketen und vier Marschflugkörper Ch-59/69 eingesetzt, denen zwei Antiradarraketen den Weg ebneten.
Ukrainische Medien und Überwachungskanäle stellten umgehend fest: „Es gab keine Raketenwarnung, der Alarm ertönte erst nach dem Einschlag der Raketen.“