Von Alex Lantier – 20. April 2026
Während der Iran am Freitag zunächst eine fragile Wiederöffnung der Straße von Hormus für die Handelsschifffahrt ankündigte, trafen sich die Regierungschefs von 49 Staaten zu einem Krisengipfel in Paris, um eine Marineintervention in der Wasserstraße zu planen. US-Präsident Donald Trump weigerte sich jedoch, die US-Seeblockade iranischer Häfen zu beenden. Daraufhin machte der Iran die angekündigte Wiedereröffnung erneut rückgängig. Die Flut von Ankündigungen unterstreicht, dass keiner der fundamentalen Konflikte gelöst ist, die dem Krieg zugrunde liegen.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zunächst erklärt, die Straße von Hormus werde „für die restliche Dauer des Waffenstillstands für alle Handelsschiffe vollständig geöffnet“ bleiben. Damit hängt die Wiederöffnung der Straße davon ab, dass die USA die Waffenruhe respektieren, die sie letzte Woche ausgerufen haben, und dass Israel die Waffenruhe mit dem Libanon einhält. Gemäß Araghtschis Bedingungen werden iranische Militärschiffe weiterhin kontrollieren, welche Schiffe die Straße passieren dürfen, welche Schifffahrtswege sie nutzen können und welche Gebühren sie an den Iran zahlen werden.
Trump kündigte daraufhin sofort an, die US-Seeblockade des Iran bleibe „uneingeschränkt bestehen“, bis der Iran ein umfassendes Abkommen mit Washington geschlossen habe. Schiffe, die in iranische Häfen ein- oder auslaufen, können weiterhin von der US-Navy abgefangen werden, und die iranischen Ölexporte bleiben blockiert. Trump behauptete, ein Friedensabkommen sei „sehr nah“, doch erst vor wenigen Tagen waren Verhandlungen in Islamabad nach 20 Stunden gescheitert.
Doch selbst wenn die Waffenruhe der USA hält, werden Trumps Angriffskrieg gegen den Iran, seine Aufrufe zur Plünderung des iranischen Öls und seine völkermörderischen Drohungen mit der Vernichtung der iranischen Zivilisation dauerhafte und unumkehrbare wirtschaftliche und politische Folgen haben. Die immensen menschlichen und wirtschaftlichen Kosten des Kriegs werden erst nach und nach sichtbar. Selbst wenn die Kämpfe nicht wieder aufgenommen werden, was alles andere als sicher ist, werden diese Kosten in den kommenden Monaten weiter steigen.