Von Strategic Culture (Übersetzung: Thomas Röper) – 15. Juli 2026

Das Europäische Parlament hat die Verherrlichung von Nazis in der Ukraine in einer Resolution “bedauert”, aber nicht verurteilt.
Ich übersetze hier einen in Russland erschienenen Artikel ohne weitere Vorrede, weil er für sich spricht.
Das Europäische Parlament „bedauert“ die Verherrlichung von Nazis durch die Ukraine zwar, verurteilt sie jedoch nicht
Das Europäische Parlament ist zu einer Maschine für die Reinwaschung des Nationalsozialismus geworden.
Europäische Abgeordnete schienen sich in dem Streit mit dem Kiewer Regime über dessen Ehrung von Nazis aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs auf die Seite Polens zu stellen. Ein genauerer Blick auf die Formulierungen offenbart jedoch eine unheilvolle Vertuschung: Der Schritt Kiews wird lediglich als „bedauerlich“ bezeichnet, während eine eindeutige Verurteilung vermieden wird.
Unterm Strich stimmten die Mitglieder des Europäischen Parlaments in Straßburg mit großer Mehrheit (460 zu 136 Stimmen) für eine Resolution zum EU-Beitritt der Ukraine. Bestandteil dieser Resolution war ein Änderungsantrag, der das Kiewer Regime dafür „kritisierte“, ukrainische historische Persönlichkeiten mit Verbindungen zum nationalsozialistischen Deutschland zu ehren und dabei die Befindlichkeiten Polens zu „missachten“.
Anmerkung: Kritik ist keine Verurteilung. In diesem Zusammenhang ist das ein lächerlich schwacher Klaps auf die Finger, der faktisch nichts bedeutet und im Grunde Immunität ermöglicht.
Nach Angaben des Europäischen Parlaments lautete der Änderungsantrag: “Bezüglich der Umbenennung einer Eliteeinheit der ukrainischen Streitkräfte nach den Helden der UPA [Ukrainische Aufstandsarmee] bedauern die Mitglieder des Europäischen Parlaments die Missachtung der polnischen Befindlichkeiten und Trauer und sind der Auffassung, dass diese Entscheidung die nachbarschaftlichen Beziehungen untergräbt. Sie fordern eine Deeskalation sowie erneute Bemühungen in gutem Glauben an Versöhnung.”
All dies ist nichts weiter als verschachteltes Wortgeklingel, das dazu dient, die Tatsache zu verschleiern, dass ein Regime, das von europäischen Parlamentariern finanziert und bewaffnet wird, den Nationalsozialismus verherrlicht.
Westliche Medien versuchten, die Abstimmung in Straßburg als „Verurteilung“ des nicht gewählten ukrainischen Präsidenten Wladimir Selensky darzustellen. Es war jedoch keine Verurteilung. Vielmehr ist das eine erbärmliche Vertuschung des Neonazi-Regimes und seiner abscheulichen Politik.
Das Europäische Parlament war weit mehr daran interessiert, die Kontroverse und die diplomatische Krise zwischen Polen und der Ukraine einzudämmen, um den Eindruck eines geschlossenen Vorgehens im Stellvertreterkrieg gegen Russland aufrechtzuerhalten. Daher all die beschwichtigenden Formulierungen darüber, die nachbarschaftlichen Beziehungen nicht zu untergraben, sowie die eifrigen Aufrufe zur Versöhnung zwischen Warschau und Kiew.