Der Streit um Taiwan und die verlogene Politik des Westens

Von Thomas Röper – 16. Mai 2026

Im Westen wird es so dargestellt, als müsse der Westen Taiwan gegen das böse China verteidigen, das Taiwan notfalls gewaltsam annektieren will. Allerdings hat kein Staat des Westens Taiwan anerkannt und der gesamte Westen bekennt sich offiziell zur Ein-China-Politik, die Taiwan als Teil Chinas definiert.

Da Taiwan nach dem USA-China-Gipfel wieder die Schlagzeilen beherrscht, nachdem US-Präsident Trump sich in China nicht zur Taiwan-Frage äußern wollte und nach der Reise sogar schon beschlossene Waffenlieferungen im Wert von 14 Milliarden Dollar in Frage stellt, lohnt es sich, daran zu erinnern, was die Hintergründe des Streits sind.

Westliche Medien und Politiker verbreiten das Narrativ, man müsse Taiwan, eine angeblich schützenswerte Demokratie nach westlichem Vorbild, vor dem bösen China schützen, das Taiwan annektieren will. Die USA haben Taiwan in den letzten Jahrzehnten aus diesem Grund bis an die Zähne bewaffnet, die NATO arbeitet an einer Ausdehnung ihres Tätigkeitsbereiches auf den Pazifik und sogar die Bundeswehr schickt Kriegsschiffe in die Region, um dort gegen China Flagge zu zeigen.

Das Problem ist, dass die Taten des Westens beim Thema Taiwan in keiner Weise zu den völkerrechtlichen Verpflichtungen passen, die der Westen sogar offiziell anerkennt. Offiziell unterstützt der Westen die Ein-China-Politik, die besagt, dass es nur einen chinesischen Staat gibt, nämlich die Volksrepublik China, zu der Hongkong und Taiwan gehören. Kein einziger westlicher Staat hat Taiwan diplomatisch anerkannt, was die Absurdität der westlichen Politik ein weiteres Mal deutlich zeigt.

Daher will ich hier aus aktuellem Anlass an die Hintergründe des Konfliktes erinnern.

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