Von Michael Lüders – 13. April 2026
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten sind am 12. April bekanntlich gescheitert. Warum das so ist, vielleicht sogar kommen musste, wird im folgendem erklärt. Aber werfen wir zunächst einmal einen Blick auf das größere Ganze. Worum geht es eigentlich in diesem Konflikt? Geht es da um die Atomfrage? Geht es da um die Frage, wer was zu sagen hat im Nahen Osten? Was sind die genauen Hintergründe? Wenn wir uns mit diesen Fragen befassen, muss uns ähm zweierlei deutlich vor Augen stehen, weil wir sonst auf in eine falsche Richtung schwenken. Zunächst einmal bei aller berechtigten Kritik an den Strukturen des politischen Systems und an der Entrechtung von nicht geringen Teilen der iranischen Bevölkerung, muss man klar und deutlich sagen, dass dergleichen Menschenrechtsverletzungen nichts zu tun haben mit einer Analyse der Gegebenheiten, wie sie sich jetzt in der Region darstellen, denn man muss schon sehr naiv sein, um ernsthaft anzunehmen, dass es den USA und oder Israel darum ginge, die Menschenrechtslage im Iran zu verbessern oder für äh die Menschen eine Alternative zum Status Quo aufzuzeigen.
Wenn Präsident Trump wie in der Woche vor Ostern geschehen, damit droht, den Iran in die Steinzeit zurückzubomben oder die iranische Zivilisation auszulöschen, dann hat sicherlich auch äh der größte Kritiker der politischen Verhältnisse im Iran verstanden, dass es nicht um eine Verbesserung der Lebensrealitäten für die Menschen im Iran gibt geht, sondern um geopolitische Interessen, um nichts anderes. Und der zweite wichtige Punkt, über den man sich im Kanen sein sollte, es geht nicht um die Atomfrage. Die Atomfrage ist ein Mittel zum Zweck in der Absicht, den Iran zu isolieren und vor allem wirtschaftlich zu schwächen. Der Kern des Konfliktes, den wir haben im Nahen Osten, ist die Frage, wer kontrolliert was. Der Iran ist das letzte Land in der Region im weiten Raum vom Atlantik im Westen bis hin nach China, Nordkorea im Osten, das sich nicht westlichen hegemonialen Vorstellungen unterwirft.Es ist eine antiwestliche Regierung.
Diese Attitüde, die negativ geprägt ist gegenüber den USA und Israel, hat historische Gründe, hat seine Ursache in dem Sturz von Mossadegh1953 und der dann zeitversetzt folgenden iranischen Revolutionen 1979, die eine späte Antwort war auf diese Einmischung gh gestürzt zu haben und die Diktatur des Schahs begründet zu haben. Und da diese Diktatur nicht erfolgreich war, kam es 1979 zu iranischen, zur islamischen Revolution. Seither besteht eine große Feindschaft zwischen dem Iran und den USA und Israel. Allerdings gab es ungeachtet dieser Feindschaft immer auch Phasen der engen pragmatischen Zusammenarbeit, …