NATO verlegt zusätzliche Kräfte ins Schwarze Meer, während Krieg gegen Russland eskaliert

Von Ulaş Sevinç – 23. Oktober 2026

Dieser Ausschnitt aus einem Video, das im Dezember 2025 vom ukrainischen Sicherheitsdienst veröffentlicht wurde, zeigt einen russischen Öltanker, der im Schwarzen Meer von einer ukrainischen Seedrohne getroffen wurde [Photo: Security Service of Ukraine]

Die Entsendung weiterer Streitkräfte ins Schwarze Meer angekündigt. Als Grund nannte sie zunehmende militärische Angriffe auf die Handelsschifffahrt. Dieser Schritt stellt eine gefährliche Eskalation des NATO-Kriegs gegen Russland in der Ukraine dar.

Die Ankündigung folgte im Anschluss an ein Treffen des Nordatlantikrats in Brüssel, des wichtigsten politischen Entscheidungsgremiums der NATO, bei dem es um die Lage im Schwarzen Meer ging. Colonel Martin O’Donnell von der US Army, ein Militärsprecher der NATO, erklärte: „Die Verbündeten haben es bereits getan oder werden zusätzliche Seeaufklärungsflugzeuge, Radarsysteme, Sprengstoff-Einsatzteams, Geheimdienstpersonal, Drohnen und mehr ins Schwarze Meer schicken.“

NATO-Sprecherin Allison Hart erklärte: „Die NATO hat bereits ihre Aufstellung entlang der Ostflanke gestärkt, u.a. mit Systemen zur Drohnenabwehr. Wir werden weiterhin geschlossen auftreten und sicherstellen, dass wir bereit und in der Lage sind, jeder Bedrohung zu begegnen und die Sicherheit unserer eine Milliarde Bürger zu gewährleisten.“

Am Dienstag bestätigte Bulgarien, dass ein US-Aufklärungsflugzeug des Typs P-8 Poseidon Patrouillenflüge über dem Schwarzen Meer begonnen hat. Frankreich hat Berichten zufolge am 18. Oktober ein Seeaufklärungsflugzeug nach Rumänien geschickt.

Mit ihren eskalierenden Maßnahmen reagiert die NATO auf Forderungen von Rumänien und Bulgarien, den beiden Mitgliedern des Bündnisses an der Westküste des Schwarzen Meeres. Am 6. Oktober wurden zwei Handelsschiffe in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Bulgariens, etwa 70 Seemeilen östlich der Küste von Byala, von See- und Luftdrohnen angegriffen. Dabei handelte es sich um den ersten gemeldeten Angriff in der bulgarischen Wirtschaftszone. Das Schiff Alfa Watan, das unter der Flagge von Togo fuhr, sank, und zehn Matrosen gelten weiterhin als vermisst.

Am 14. Oktober wurde der Tanker Yara J, der unter der Flagge der Komoren fuhr, Ziel eines Drohnenangriffs in rumänischen Hoheitsgewässern bei Sulina. Am 17. Oktober behauptete Rumänien, seine F-16-Kampfflugzeuge hätten zwei Drohnen abgeschossen, die in rumänische Hoheitsgewässer eingedrungen waren. Laut dem Fachmagazin Maritime Executive wurden im westlichen Schwarzen Meer in diesem Monat mindestens acht Angriffe auf Handelsschiffe verzeichnet, abgesehen von Angriffen auf ukrainische Häfen: vier vor der rumänischen Küste und vier in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Bulgariens. Dabei kamen nach Berichten 23 bis 27 Seeleute ums Leben oder werden vermisst.

[Hier weiterlesen auf der WSWS]

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