Von Daniel Sandmann – 29. April 2026

Die jüngsten Ereignisse von Epstein bis zu bombardierten Mädchenschulen machen deutlich: Die Welt versinkt in einem Irrsinn, den man kaum mehr in Worte fassen kann und der einen sogar von denen entfremdet, die man zuvor als Verbündete sah.
Die öffentlichen Äußerungen derjenigen, die sich an der Seite Israels und der USA wähnen, werden immer absurder, immer konstruierter. Das ist nicht verwunderlich, denn die Wirklichkeit macht es ihnen schwer, an ihrem Standpunkt festzuhalten und gleichzeitig ihr Gesicht zu wahren. Das betrifft nicht nur diejenigen, die ohnehin schon immer mit kriegsverliebten Aussagen auffielen. Auch von denen, die in der Coronazeit als Widerständler, Freiheitskämpfer, mutige und integre Querdenker auftraten, stellen sich viele lieber gegen alles, was auch nur islamisch anmutet, und verpassen dadurch, zu erkennen, wer Täter und wer Opfer ist, genauso wie es ihre Gegner während des Ausnahmezustands versäumten. Man fragt sich: Schimmert zwischen all dem ein Sinn hindurch oder müssen wir uns damit abfinden, dass in grausamen Zeiten die Sprache und mit ihr die Fähigkeit, sinnhafte Narrative zu spinnen, an ihre Grenzen gerät? Grenzen, wie sie etwa von Paul Celan in seinen Gedichten über die Schoah eingefangen wurden.
Kann es noch irgendeine Bedeutung haben, wenn in den USA gerichtlich oder politisch in Sachen Corona ‒ Impfung et cetera ‒ in diesen Tagen eine Korrektur erwirkt wird? Oder in Sachen Genderei? Die Antwort ist nein. Am Marmortisch in Washington sitzen Gates, Zuckerberg und all die anderen Buben. Die Palantirhelden treffen sich beim Golfen in Florida. 6G als nächste Vision. Was als „geistiges“ Produkt aus dem Mund des Golfkönigs und des Kriegsministers dringt ‒ am Oberkörper mit zu Heilszeichen gewordenen evangelikalen Vergewaltigungsfantasien zutätowiert ‒, lässt keine Zweifel zu. Teuer textilierte Buben sind es, die ihre Bubenträume erfüllen, die Anschrift als Kriegsminister einer davon. Sie hätten nahtlos in alle Nazistrukturen gepasst. Und eigentlich kann man den Konjunktiv weglassen.